'._('einklappen').'
 

Steinbruch an der Schanz

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Schwaben, Bezirk / Oberallgäu, Landkreis / Grünten / Steinbruch an der Schanz

GPS-Ko­or­di­na­ten

An der Schanz



An der Schanz
WGS 84: 
Lat.: 47,54467004° N, 
Long: 10,281744° E
WGS 84: 
Lat.: 47° 32' 40,812" N,
   Long: 10° 16' 54,278" E
Gauß-Krüger: 
R: 3596565,
 H: 5268158

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Immenstadt im Allgäu fährt man ca. 6 km O in Richtung Burgberg. Knapp 1km N liegt auf der rechten Seite der Steinbruch.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbruch (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Der Burgberg besteht größtenteils aus steil stehenden Kalk- und Sandsteinen des Helvetikums, die auch im Steinbruch anstehen. Die Gesteine sind in der mittleren Kreidezeit im Schelfbereich des Thetysmeeres entstanden. Den Sattelkern der nach N übergekippten Falte bildet der quarzitische Brisisandstein, der nach oben in eine Folge von Grünsandsteinen übergeht. Dies kommt vom Glaukonit. Deutlich ist der Übergang in den hellgrauen Seewerkalk. Die Horizonte enthalten als ehemalige Meeresablagerungen Fossilien-Reste.

Pyrit sind sowohl als Kuben wie auch als Oktaeder ausgebildet. Die Anatas-haltigen Partien sind schon lange abgebaut. Strontianit xx von 1-2 cm sind zu finden.

Zu­gangs­be­schränku­ngen

Der Steinbruch ist nicht mehr in Betrieb. Die linke Hälfte wird jetzt von einem Parkplatz eingenommen, die rechte wird als Geotop ausgewiesen. Er ist leicht verwildert.

Letz­ter Be­such

3.10.11

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=18143
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Steinbruch an der Schanz
Aufrufe (Bild: 1267551672): 5637
Steinbruch an der Schanz

Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern; 2002

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-03-02
Steinbruch an der Schanz
Aufrufe (Bild: 1267551353): 5550
Steinbruch an der Schanz

Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern; 2002

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-03-02
Steinbruch an der Schanz
Aufrufe (Bild: 1267551216): 5554
Steinbruch an der Schanz

Burgberg, Grünten, Allgäu, Bayern; 2002.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-03-02

Ausführliche Beschreibung

Im Steinbruch "An der Schanz" am Grünten sind dunkle Seewerkalke sowie auf der untersten Sohle dunkelgrüner, harter Brisisandstein aufgeschlossen. Seit 2000 steht der Bruch außer Betrieb - gegen einen weiteren Abbau wird von der Bevölkerung heftigst protestiert. Dennoch lassen sich heute noch Mineralien finden.

Der Bruch ist vor allem wegen für das Gebiet außergewöhnliche Funde von Anataskristallen bekannt geworden, die in Extremfällen 4mm erreichen konnten. Die tetragonalen Pyramiden sind gelb, blau oder auch zonar gefärbt und kamen in mit kleinsten Quarz-xx besetzten Klüften im dunkelgrünen Brisisandstein vor.

In den Seewerkalken kamen vor allem Calcitgänge bis 20cm Mächtigkeit vor, die auf Klüften schöne Calcitkristalle in verschiedenen Ausbildungen aufwiesen. Häufig waren Skalenoeder, Kanonenspat und Blätterspat aufgetreten.

Heute (06/2005) bestehen im Bruch noch Fundmöglichkeiten für in Kalk eingewachsene Pyrit xx und Markasit xx bis einige cm Größe, die man allerdings mit Salzsäure aus dem Gestein vorsichtig auslösen muss.


Fundstellenbericht 2004 - TKMineral

Im Sommer 2004 habe ich den Bruch besucht, um nach Anatas Ausschau zu halten. Damals wusste ich allerdings nicht, dass sie in Klüften vorkommen, die mit Hämatit belegt sind und so habe ich viele Brocken mit kleinen Quarz xx auf Sandstein mitgenommen, in der Hoffnung Anatas zu finden , leider war nichts dabei...

In der rechten Wand im grauen Seewerkalk ist eine Zone aufgeschlossen, in der ich eingewachsene Pyritkristalle bis 1cm Größe finden konnte. Desweiteren gab es noch Belegstücke mit kleinen Calcit xx im Bruchbereich.

Mineralien (Anzahl: 15)

?

Hinweis

- Klicke auf ein oder mehrere Elemente um Mineralien mit Deiner Auswahl anzuzeigen. Die ausgewählten Elemente werden durch einen grünen Hintergrund angezeigt.

- Klicke zweimal auf ein Element um dieses Element auszuschließen. Die Auswahl wird durch grünen Hintergrund mit rot, durchgestrichenem Text angezeigt.

ZurücksetzenAlBaCCaFeHKMgNaOSSiSrTiZn
Adular (Var.: Orthoklas)r
Slg.Doc Diether
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
M
'Asphalt'r
Slg.Doc Diether
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
BM
Barytr
Sammlungen: Hermann Jörg, Dieter Scheel, Hanke Matthias. Bestimmung der Kristalle visuell, vielleicht auch Coelestin oder Mischkristalreihe
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
BM
Brookitr
Sammlungen: Hermann Jörg, Dieter Scheel, Hanke Matthias
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
BM
Gipsr
Slg.Doc Diether
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
M
'Glaukonit'r
Slg.Doc Diether
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
BM
Pyrrhotinr
Sammlungen: Hermann Jörg, Dieter Scheel, Hanke Matthias
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
BM
Sphaleritr
Sammlung: Hanke Matthias
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
BM
Strontianitr
Slg.Doc Diether
(Bayern/Schwaben, Bezirk/Oberallgäu, Landkreis/Grünten/Steinbruch an der Schanz)
BM
Liste aktualisieren | Legende aufrufen

Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 21. Aug 2017 - 11:30:45

Mineralbilder (29 Bilder gesamt)

Calcit
Aufrufe (Bild: 1449992898): 7753, Wertung: 10
Calcit

Calcit, Steinbruch an der Schanz, Grünten, Oberallgäu, Bildbreite 3,2 mm

Sammlung: Kainosit
Copyright: Kainosit
Beitrag: Kainosit 2015-12-13
Quarz mit Gas-/Öl-Einschlüssen
Aufrufe (Bild: 1449992675): 12853
Quarz mit Gas-/Öl-Einschlüssen

Quarz mit Kohlenwasserstoff-Flüssigkeitseinschlüssen und Gasblasen;
Steinbruch an der Schanz, Grünten, Oberallgäu;
Bildbreite 4mm

Sammlung: Kainosit
Copyright: Kainosit
Beitrag: Kainosit 2015-12-13
Markasit
Aufrufe (Bild: 1414824126): 5484
Markasit

Steinbruch an der Schanz, Grünten, Oberallgäu, Bildbreite 6 mm

Sammlung: Kainosit
Copyright: Kainosit
Beitrag: Kainosit 2014-11-01

Gesteine (Anzahl: 4)

Liste aktualisieren | Legende aufrufen

Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 21. Aug 2017 - 11:30:45

Gesteinsbilder (2 Bilder gesamt)

Phosphorit als Konkretion in Sandstein
Aufrufe (Bild: 1317927361): 1149
Phosphorit als Konkretion in Sandstein

Stbr. an der Schanz, Grünten, Allgäu, Bayern. L:18cm.

Sammlung: Erzgruben-Museum Burgberg
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06
Seewerkalk
Aufrufe (Bild: 1317927784): 940
Seewerkalk

Stbr. an der Schanz, Grünten, Allgäu, Bayern. L:50cm.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-10-06

Fossilien (Anzahl: 7)

Liste aktualisieren | Legende aufrufen

Legende

Fossil -> Name des Fossils
Fossil (TL) -> Fossil-Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Fossil in der Region
 F -> Link zur allg. Fossilseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Fossil ? ->Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 18. Aug 2017 - 10:50:23

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Richter, M. (1966). Allgäuer Alpen. Sammlung Geologischer Führer. Verlag Gebr.Bornträger, Berlin. S.106 und 114.
  • Fehr, T. (1980). Die Grünten im Allgäu. Lapis, Jg.5, Nr.11, S.12-13.
  • Dieter Richter (1984). Allgäuer Alpen. Slg. Geol. Führer. Gebr.Bornträger Berlin, Stuttgart. 253 S. S.163.
  • Weiss, S. (1990). Mineralfundstellen Atlas Deutschland West. Weise Verlag, München, S.221.
  • Gemeinde Burgberg, M. Wagner & A. Müller (1997). Wald, Moos und Eisenerz. Wanderführer. Eigenverlag Gemeinde Burgberg.
  • http://www.mineralienfreunde.de/Oberbayern/burgberg.html

Einordnung