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Die Grube Hilfe Gottes im Spessart

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Bayern / Unterfranken, Bezirk / Aschaffenburg, Landkreis / Kleinkahl / Großkahl / Grube Hilfe Gottes

GPS-Ko­or­di­na­ten

Maximilianstollen - Schachthalde



Maximilianstollen - Schachthalde
WGS 84: 
Lat.: 50,11598267° N, 
Long: 9,28065777° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 6' 57,538" N,
   Long: 9° 16' 50,368" E
Gauß-Krüger: 
R: 3520148,
 H: 5553345

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK25 Blatt 5821 Bieber

An­fahrts­be­sch­rei­bung

NE von Großkahl bei Schöllkrippen am Südosthang des Habersberg

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk, Halden (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Kupferschiefer, Zechsteindolomit mit Barytgängen

Zu­gangs­be­schränku­ngen

nicht bekannt

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=332
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Die relativ unbekannte Grube Hilfe Gottes liegt NE von Großkahl bei Schöllkrippen am Südosthang des Habersberg (TK25 Blatt 5821 Bieber). Hier wurden mit Unterbrechungen bis ca. 1835 Kupfer- und Bleierze des Zechsteins bzw. Kupferschiefer gefördert.

Geschlossen wurde die Grube nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit zwischen dem Inhaber der Bergrechte, dem Grafen von Schönborn, und Kurmainz, welches die Fischereirechte im Kahlgrund besaß. Die Abwässer der Gruben bei Großkahl und Huckelheim waren so stark mit Schwermetallen belastet, daß es den auf kurmainzischem Hoheitsgebiet gelegenen Fluß Kahl vergiftete. Letzte Prospektionsarbeiten fanden Ende des 19. Jahrhunderts statt, der Betrieb wurde allerdings nie wieder aufgenommen.

Erhalten sind heute noch die Halden am Förderschacht und am Mundloch des Maximilianstollens und des Alten Kahler Stollens. Die Mineralien kommen in meist kleinen Hohlräumen und auf Klüften im Kupferschiefer oder im Schwellendolomit vor.


Die Fundmöglichkeiten auf den bewachsenen Halden sind heute leider nicht mehr gut - das zugängliche Material wurde in den letzten Jahren stark durchgewühlt und abgesucht.

Mineralien (Anzahl: 45)

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Aktualität: 13. Aug 2017 - 10:45:59

Mineralbilder (25 Bilder gesamt)

Baryt
Aufrufe (Bild: 1199045586): 370
Baryt

Langtafelige Barytkristalle bis 2mm mit Phantomzeichnungen auf Dolomit; Grube Hilfe Gottes, Spessart

Copyright: Erik
Beitrag: Erik 2007-12-30
Azurit, Malachit
Aufrufe (Bild: 1366317528): 1122
Azurit, Malachit

Azurit mit nierigem Malachit auf Dolomit, BB ca 1cm; Hilfe Gottes, Großkahl, Spessart, D.

Copyright: Erik
Beitrag: Erik 2013-04-18
Tennantit
Aufrufe (Bild: 1199448324): 474
Tennantit

Tennantitkristalle bis 2,5mm mit einem dünnen Überzug von grünlichen sekundären Cu-Mineralien auf Dolomit; Grube Hilfe Gottes, Spessart

Copyright: Erik
Beitrag: Erik 2008-01-04

Gesteine (Anzahl: 3)

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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 13. Aug 2017 - 10:45:59

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • BÜCKING, H. (1892): Der NW Spessart. Abh. der kgl. preuß. geolog. Landesanstalt. N.F. 12; Berlin.
  • SANDBERGER, F. (1892): Uebersicht der Mineralien des Regierungsbezirks Unterfranken und Aschaffenburg Geogn. Jh.4; Kassel.
  • MATTHES, S. und OKRUSCH, M. (1965): Sammlung geol. Führer. Bd.44: Spessart; Berlin.
  • FREYMANN, K. (1991): Der Metallerzbergbau im Spessart. Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg 33; Aschaffenburg.
  • SCHMIDT, R.T.(1992): Die Grube Hilfe Gottes bei Großkahl im Spessart. Aufschluss 43, S.309-18; Heidelberg.
  • SCHMIDT, R.T. (2001): Zur Petrographie, Geochemie und Buntmetallmineralisation des Zechstein 1 (Werra-Folge) im Gebiet Huckelheim - Großkahl (NW Spessart). Mitt. Naturw. Museums der Stadt Aschaffenburg, Bd. 20; Aschaffenburg.

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