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Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)

Profile

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Deutschland / Hessen / Darmstadt, Bezirk / Bergstraße, Landkreis / Bensheim / Hochstädten / Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)

Journey Description

Östlich von Auerbach und südlich von Hochstädten im Bergsträsser Odenwald befindet sich in der Gemarkung Roßbach der relativ große verwachsene Tagebau im Auerbacher Marmorvorkommen

Exposure description

Tagebau und mehrere Pingen. Neben dem Tagebau auch Untertagebau, das Stollenmundloch befindet sich im Talgrund.

Geology

Marmor mit Kalksilikatzonen und Pegmatiten. Linsen mit Ag-Co-Ni-Erzen.

GPS Coordinates

Marmorbruch Dr. Linck

Stollenmundloch Untertagebau



Marmorbruch Dr. Linck

WGS 84: 
Lat.: 49.70753213° N, 
Long: 8.65133263° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 42' 27.116" N,
   Long: 8° 39' 4.798" E
Gauß-Krüger: 
R: 3474925,
 H: 5507935
Local weather information, Macrostrat geological map

Stollenmundloch Untertagebau

WGS 84: 
Lat.: 49.70696711° N, 
Long: 8.64752926° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 42' 25.082" N,
   Long: 8° 38' 51.105" E
Gauß-Krüger: 
R: 3474651,
 H: 5507873
Local weather information, Macrostrat geological map

Topographic Map

TK.1:25000, Blatt 6217 Zwingenberg, Rechts 3474815, Hoch 5507885

Mineralienatlas short URL

https://www.mineralatlas.eu/?l=377
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Shortened path specification

Marmorbruch Dr. Linck, Hochstädten, Bensheim, Bergstraße, Darmstadt, Hessen, DE
Useful for image descriptions and collection inscriptions

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Additional Functions

Images from localities (5 Images total)

Stollenmundloch im Talgrund Marmorgrube Dr. Linck
Views (File:
1701883277
): 49
Stollenmundloch im Talgrund Marmorgrube Dr. Linck
Stollenmundloch im Talgrund von Hochstädten Marmorgrube Dr. Linck Hochstädten Odenwald
Copyright: Jürgen Lange; Contribution: jürgen lange
Location: Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Bergstraße, Landkreis/Bensheim/Hochstädten/Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)
Image: 1701883277
License: Usage for Mineralienatlas project only
Stollenmundloch im Talgrund Marmorgrube Dr. Linck

Stollenmundloch im Talgrund von Hochstädten Marmorgrube Dr. Linck Hochstädten Odenwald

Copyright: Jürgen Lange
Contribution: jürgen lange 2023-12-06
Kontakt Marmor zu Granatfels
Views (File:
1167756468
): 4737
Kontakt Marmor zu Granatfels
Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen, Deutschland
Copyright: Schaufelartist; Contribution: Erik
Location: Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Bergstraße, Landkreis/Bensheim/Hochstädten/Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)
Image: 1167756468
License: Usage for Mineralienatlas project only
Kontakt Marmor zu Granatfels

Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen, Deutschland

Copyright: Schaufelartist
Contribution: Erik 2007-01-02
Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten Oktober 2015
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1444924417
): 2142
Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten Oktober 2015
Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen, Deutschland
Copyright: Conny3; Contribution: Conny3
Collection: Conny 3
Location: Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Bergstraße, Landkreis/Bensheim/Hochstädten/Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)
Image: 1444924417
License: Usage for Mineralienatlas project only
Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten Oktober 2015

Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen, Deutschland

Collection: Conny 3
Copyright: Conny3
Contribution: Conny3 2015-10-15

You find additional specimen at the Geolitho Museum

Detailed Description

Geologie

Der sog. Auerbacher Marmor bildet einen etwa NE-SW streichenden, von Auerbach bis auf die Bangertshöhe östlich von Hochstädten zu verfolgenden Zug. Der Gangzug wird im Nordwesten vom Hochstädter Granodiorit, im Südwesten vom Quarzdiorit des Felsberges begrenzt.

Der Marmor ist in einzelne, bis 50m breite und 400m lange Linsen zergliedert und schließt Schollen des Nebengesteins - flaseriger Granodiorit, Cordierit-Biotitgneise, Pyroxen-Skapolithfelse ua. - ein. Das Gestein bildet einzelne meist recht gut zu erkennende, steil in nördliche bis nordwestliche Richtungen einfallende Bänke.

Der Marmor selbst besteht zum einen aus dunklerem, Klinopyroxen und Amphibol führendem Silikatmarmor der einen deutlichen Lagenbau aufweist, zum anderen existiert eine grobkörnigere und massivere Variante die weniger Nebengemengteile beinhaltet. Als Edukt werden unreine devonische Kalksteine angenommen.

Gegen die silikatischen Nebengesteine ist eine ca. 0,5m mächtige Reaktionszone aus massigen Kalksilikatgesteinen ausgebildet. Die Kalksilikatfelse wurden einige Zeit nicht als kontaktmetamorphe Bildungen als Reaktion auf Intrusivgesteine , sondern als regionalmetamorphe Gesteine des Abukuma-Types verstanden, wobei die Silikatgesteine bis zur Anatexis mobilisiert wurden. Heute scheint eine kontaktmetamorphe Entstehung der Kalksilikatfelse entlang von Intrusionen von Plutoniten klar. Der Kontakt zum Felsbergquarzdiorit ist an der südwestlichen Bruchwand gut aufgeschlossen. Man erkennt bereits stark verwitterte gangartige Körper aus Diorit bis etwa 1m Breite, im Wechsel mit sehr hartem, meist braunrotem Granat – Klinopyroxenfels.

Im Osten entstand die Kontaktzone an einem mächtigen Pegmatitgang der zur Gangfolge des Hochstädter Granodiorits gehört. Die Reaktionszone beginnt hier direkt am Marmor mit faserigem Wollastonit, gegen das Nebengestein folgen Vesuvian, Granat (Grossular), Epidot und Quarz.

Der Pegmatit besteht im wesentlichen aus teilweise sehr grobkörnigem Plagioklas und Quarz mit viel Muscovit. Auffallend sind weiterhin bis 10cm Länge erreichende Schörlkristalle. An den Turmalinkristallen erkennt man manchmal eine intensive tektonische Beanspruchung: Solche Kristalle sind quer zu ihrer Längsachse in gegeneinander verschobene und verdrehte Scheiben zerlegt, die entstehenden Risse sind mit Quarz verheilt.

Panoramabild des ehem. Tagebaus
Foto: Schaufelartist

Bergbaugeschichte

Das Gestein diente in erster Linie der Herstellung von Trockenmörtel. Erstmals erwähnt wird der Auerbacher Marmor 1571, der erste Abbau über Tage erfolgte zwischen 1720 und 1773. Ab 1820 erfolgt auch eine Förderung unter Tage. Während des 2. Weltkriegs wurde in den Stollen ein unterirdischer Rüstungsbetrieb eingerichtet. Nach einer Wiederaufnahme des Abbaubetriebes ab 1946 wurde der Untertageabbau - erreicht wurde mit sieben Sohlen eine Tiefe von 140m - 1974 eingestellt, im Bruch lassen sich noch die Reste eines verstürzten Stollmundlochs erkennen.


Mineralien

Im alten verwachsenen Tagebau lassen sich noch einige der Mineralien finden - besonders schön sind die Hessonit- und Grossularkristalle aus den Granatfelsen der Reaktionszone. Bisher wurden dort rund 150 Mineralarten gefunden (TABORSKY 1975, 156).

Mineral images (12 Images total)

Grossular
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1087470806
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Grossular
Grossular mit Diopsid Einzelkristall ca 0,5 cm Fundort: Hochstädten, Odenwald, Hessen, Deutschland
Copyright: Erik; Contribution: Mineralienatlas
Location: Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Bergstraße, Landkreis/Bensheim/Hochstädten/Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)
Mineral: Grossular
Image: 1087470806
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Grossular

Grossular mit Diopsid Einzelkristall ca 0,5 cm Fundort: Hochstädten, Odenwald, Hessen, Deutschland

Copyright: Erik
Contribution: Mineralienatlas 2004-06-17
More   MF 
Grossular
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): 1145
Grossular
kräftig rote Grossularkristalle bis knapp 1 cm Größe mit Epidot & Calcit Fundort: Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen
Copyright: Erik; Contribution: Erik
Location: Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Bergstraße, Landkreis/Bensheim/Hochstädten/Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)
Mineral: Grossular
Image: 1167824357
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Grossular

kräftig rote Grossularkristalle bis knapp 1 cm Größe mit Epidot & Calcit Fundort: Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen

Copyright: Erik
Contribution: Erik 2007-01-03
More   MF 
Wollastonit
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Wollastonit
strahliger weißer Wollastonit mit Granat (rotbraun) und Diopsid (grün) Stufenbreite ca. 15 cm Fundort: Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen
Copyright: Erik; Contribution: Erik
Location: Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Bergstraße, Landkreis/Bensheim/Hochstädten/Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)
Mineral: Wollastonite
Image: 1167824831
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Wollastonit

strahliger weißer Wollastonit mit Granat (rotbraun) und Diopsid (grün) Stufenbreite ca. 15 cm Fundort: Stbr. Dr. Link, Auerbach-Hochstädten, Odenwald, Hessen

Copyright: Erik
Contribution: Erik 2007-01-03
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Minerals (Count: 93)

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(Silikat-) Marmor
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(Silikat-) Marmor
Relativ grobkörniger (Silikat-) Marmor; die leicht grünlich Färbung beruht auf fein verteiltem Diopsid Fundort: Steinbruch Dr. Link, Auerbach, Bergstrasse, Odenwald Stufengröße: ca 10cm
Copyright: Erik; Contribution: Erik
Location: Deutschland/Hessen/Darmstadt, Bezirk/Bergstraße, Landkreis/Bensheim/Hochstädten/Marmorbruch Dr. Linck (Marmorbruch Auerbach)
Rock: marble
Image: 1167829766
Rating: 6.25 (votes: 4)
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(Silikat-) Marmor

Relativ grobkörniger (Silikat-) Marmor; die leicht grünlich Färbung beruht auf fein verteiltem Diopsid Fundort: Steinbruch Dr. Link, Auerbach, Bergstrasse, Odenwald Stufengröße: ca 10cm

Copyright: Erik
Contribution: Erik 2007-01-03
More   RF 

Rocks (Count: 7)

Subsidiary Pages

Reference- and Source indication, Literature

Literatur:

  • Fuchs (1860). Der körnige Kalk von Auerbach. Heidelberg.
  • Hoffmann. Die Marmorlager von Auerbach. Abh.Großh.hess. geol. Landesanstalt. Bd.II, H.3.
  • Gg. Greim (1894) - Nachdruck 1994: Die Mineralien des Grossherzogtums Hessen. Verlag Emil Roth, Giessen. 60 S.
  • Hoppe, W. (1924): Die Marmorlager von Auerbach an der Bergstraße und ihre Grenzgesteine; Notizblatt des Vereins für Erdkunde und der Hessischen Geologischen Landesanstalt zu Darmstadt V(6); S. 193 ff.
  • NICKEL, E. und FETTEL, M. (1985): Sammlung Geol: Führer, Nr.65: Odenwald, Vorderer Odenwald zwischen Darmstadt und Heidelberg; Gebr. Bornträger, Berlin-Stuttgart.
  • Aufschluss 1977 (6), 226.
  • Fettel, M. (1980). Der Odenwald: Die Mineralien des kristallinen Odenwalds. Lapis, Jg.5, Nr.7, S.13-40.
  • WEISS, S. (1990): "Mineralfundstellen Atlas, Deutschland West", Weise Verlag, München.
  • "Mineralfundstellen, Bd. 7: Hessen", Weise Verlag, München .

Quellenangaben

IDs

GUSID (Global unique identifier short form) K6CBUraK6kWNMh6yCUSygw
GUID (Global unique identifier) 5281A02B-8AB6-45EA-8D32-1EB20944B283
Database ID 377