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Mineralogisches Museum Marburg

Öffnungszeiten: ACHTUNG: Das mineralogische Museum ist auf unbekannte Zeit geschlossen! Aktuelle Informationen hierzu finden sich auf der Homepage des Museums unter folgendem Link: https://www.uni-marburg.de/fb19/partner/minmus

Mittwoch:

10-13 Uhr

15-18 Uhr

Donnerstag + Freitag:

10-13 Uhr

Samstag + Sonntag:

11-15 Uhr


Eintritt:
Erwachsene 2,00 €
Schüler, Studenten 1 €
Kinder bis 10 Jahren frei

Freier Eintritt auch für Mitglieder des "Freundeskreises des Marburger Mineralogischen Museums"

Führungen nach Vereinbarung


Geschichte des Museums

Das altehrwürdige Gebäude, in dem sich die mineralogische Sammlung befindet, wurde 1515 als Kornspeicher (Zehnthaus) und Backhaus als Teil eines großen Gutshofes des Deutschen Ordens erbaut. Als der Gutshof der sich ausbreitenden Stadt weichen musste, blieb nur der Kornspeicher erhalten. Dieser blieb lange Zeit als Lagerhaus und Abstellraum ungenutzt. Ab 1917 wurde ein großer Teil der mineralogischen Sammlung in dem Gebäude untergebracht. Das alte Gebäude wurde in den Jahren 1968 - 1974 vollständig renoviert und zum Museum ausgebaut. Zwei Ausstellungsräume wurden 1977 anlässlich des 450jährigen Jubiläums der Philipps-Universität eröffnet, der dritte Ausstellungsraum im Jahr 1984.

Der dem Museum angeschlossene Freundeskreis bietet mehrfach im Jahr Exkursionen zu Mineralien- und Fossilienfundstellen, Fahrten zu Mineralienbörsen und Vorträge über geowissenschaftliche Themen.

historische Aufnahme
historische Aufnahme

Mineralogisches Museum Marburg

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  • linkes Bild: Historische Aufnahme des Dachgeschosses zur Zeit der Renovierungsarbeiten
    (Quelle: Mineralogisches Museum Marburg)
  • rechtes Bild: Aktuelle Aufnahme des Dachgeschosses aus dem Jahr 2015
Ein Blick in die Sonderausstellung
Ein Blick in die Sonderausstellung

Mineralogisches Museum Marburg

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Die Sammlung

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Die Sammlung ist als institutsinterne Lehr- und Forschungssammlung entstanden und im wesentlichen nach der kristallchemischen Klassifizierung von H. Strunz aufgebaut. Sie umfasst zur Zeit etwa 45.000 Mineralien, ca. 55.000 Gesteinsproben und 150 Meteoriten, stellt somit die größte mineralogische Sammlung in Hessen dar und genießt den Ruf eines der bedeutendsten Fachmuseen Deutschlands. Aus dieser umfangreichen Sammlung sind auf drei Stockwerken und 600 m² verteilt etwa 2.500 Exponate in Wand- und Stellvitrinen untergebracht. Am Eingang des Museums ist eine Rockenberger Sandrose von beeindruckender Größe zu sehen (ca. 1,50 m groß und 4,5 t schwer).

Nach Vereinbarung können auch Schulklassen durch die Ausstellungsräume geführt werden. Besonders hervorzuheben sind die regelmäßig stattfindenden Sonderausstellungen.



Die Sammlung im 1. Stock

Im ersten Saal befinden sich neben der Systematik (Elemente, Sulfide, Halogenide) auch Mineralien, die in der Umgebung von Marburg gefunden werden können. Zu sehen sind hier Prehnite, grüne Zinkblende, seltene 6h-Wurtzite, Pseudomorphosen von Hämatit nach Calcit und vieles mehr. Besonders interessant ist hier der "Meteorit von Treysa", ein 63,28 kg schwerer Meteorit, dessen Aufprall am 3. April 1916 in der hessischen Gemarkung Rommershausen bei Treysa beobachtet wurde. Die "leuchtende Feuerkugel" war aus großer Entfernung erkennbar und die Schallerscheinung beim Aufprall war im Umkreis von ca. 60 km zu hören. Damit steht der Meteor als "Deutschlands größter Meteorit, dessen Sturz beobachtet wurde" im Guinness-Buch der Rekorde. Mineralogisch besteht er im wesentlichen aus Eisen-Nickel, im Inneren findet man rundliche Troilit-Einschlüsse. Der Meteor wurde von Dr. Alfred Wegener, dem Begründer der Plattentektonik, 11 Monate später geborgen.

In einer separaten Vitrine werden besonders gut ausgebildete Mineralien aus den Steinbrüchen Steinperf und Diabaswerk Hartenrod ausgestellt.

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1. Saal des Museums
Foto: Hg

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Perimorphose Prehnit nach Laumontit
Foto: Hg

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Meteor von Treysa
Foto: Hg

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Halit aus Deutschland
Foto: Hg

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Ferro-Axinit aus Dal'negnorsk / Russland
Foto: Hg

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Disthen
Foto: Hg

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sehr große Greenkop-Beryllstufe
Foto: Hg

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außergewöhnlich große Gipsstufe
Foto: Hg

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sehr große Greenkop-Beryllstufe mit unzähligen Kristallen
Foto: Hg


Die Sammlung im 2. Stock

Im zweiten Saal wird die Systematik fortgesetzt (Oxide, Silikate, Phosphate, Sulfate, Carbonate).

Daneben sind 140 Stufen aus der berühmten Privatsammlung von Gerhard Schweisfurth mit dem Schwerpunkt Siegerland zu sehen. Diese Sammlung ist seit Mai 2000 im Museum als Dauerleihgabe ausgestellt. Zu den Glanzstücken dieser Sammlung gehören sehr schöne Stufen von Bournonit von der Grube Georg / Horhausen, Millerit aus der Grube Friedrich / Wiesen, Rhodochrosit aus der Grube Wolf / Herdorf und Tetraedrit von der Grube Gottesgabe / Roth.

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2. Saal des Museums
Foto: Hg

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Vitrine mit Achatscheiben
Foto: Hg

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Vanadinitstufe aus Marokko
Foto: Hg

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Vitrine mit Turmalinen
Foto: Hg

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Goldbäumchen aus der Schweisfurthsammlung
Foto: Hg

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Rhodochrosit aus der Schweisfurthsammlung
Foto: Hg


Die Sammlung im 3. Stock

Im dritten Saal sind die wichtigsten Gesteinstypen, vulkanische Ausbildungsformen und das Modell des philippinischen Vulkans Mayon zu besichtigen. Dieses Modell ist besonders für Kinder beeindruckend, da hier ein täuschend echter Lavastrom zu bewundern ist. Der Vulkan kann per Knopfdruck "aktiv" werden.

Besonders hervorzuheben ist in diesem Saal die Ausstellung "Rio Grande do Sul - Brasilien", die dem Mineralogischen Museum und der Philipps-Universität von dem Sammlerehepaar Balzer 2005 gestiftet wurde. In zwei Großraumvitrinen werden Amethyste, Quarze, Calcite, Achate und Edelsteine aus Brasilien präsentiert. Die ästhetisch sehr ansprechende Ausstellung gehört zu den besten ihrer Art in Europa.

Darüber hinaus werden in diesem Saal in regelmäßigen Abständen Sonderausstellungen gezeigt.

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3. Saal des Museums
Foto: Hg

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Vulkanmodell
Foto: Hg

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Vitrine mit magmatischen Gesteinen
Foto: Hg

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Calcit auf Quarz
Sammlung Rio Grande do Sul
Foto: Hg

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Calcit auf Quarz
Sammlung Rio Grande do Sul
Foto: Hg

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Quarzdruse mit Calcit
Sammlung Rio Grande do Sul
Foto: Hg

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Amethyst mit Calcit
Sammlung Rio Grande do Sul
Foto: Hg

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Amethyst mit Calcit
Sammlung Rio Grande do Sul
Foto: Hg

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Amethyst mit Calcit
Sammlung Rio Grande do Sul
Foto: Hg


Weblinks


Quelle

  • Verfasser: Hg

Einordnung