'._('einklappen').'
 

Richelsdorfer Hütte

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Hessen / Kassel, Bezirk / Hersfeld-Rotenburg, Landkreis / Richelsdorfer Gebirge / Verhüttungsplätze / Richelsdorfer Hütte

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Liegt zwischen Richelsdorf und Süß; also praktisch am Ortsrand der beiden Orte.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Lesesteine.

Geo­lo­gie

Kupferschiefer- und Zink-Schlacken.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Hütte ist abgerissen, erneuert und fremdgenutzt.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Richelsdorfer Hütte

50°58’56.99“N, 9°59’29.38“E.



Richelsdorfer Hütte

WGS 84: 
Lat.: 50,982152° N, 
Long: 9,992352° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 58' 55,747" N,
   Long: 9° 59' 32,467" E
Gauß-Krüger: 
R: 3569760,
 H: 5650129
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=22529
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Richelsdorfer Hütte, Verhüttungsplätze, Richelsdorfer Gebirge, Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Hessen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Gaststätte zum Hammer
Aufrufe (Bild: 1517566273): 553
Gaststätte zum Hammer

In der Nähe der Richelsdorfer Hütte 1920.

Copyright: Archiv Wildecker Geschichtsverein.
Beitrag: Steinkautz 2018-02-02
Richelsdorfer Hütte
Aufrufe (Bild: 1517563415): 593
Richelsdorfer Hütte

Ehemalige Hütte in der Zeit von 1978

Copyright: Archiv Wildecker Geschichtsverein.
Beitrag: Steinkautz 2018-02-02
Sammelteich
Aufrufe (Bild: 1488905931): 702
Sammelteich

einer von mehreren Sammelteichen zum Antrieb der Wasserräder für die Pochwerke und Blasebälge der Richelsdorfer Hütte; In trockenen Zeiten konnten mit dem Wasser bis 4 Wochen die Wasserräder betrie...

Copyright: Werner Simon
Beitrag: Steinkautz 2017-03-07

Ausführliche Beschreibung

Die Richelsdorfer Hütte liegt im Ortsteil Richelsdorf der Gemeinde Wildeck. Sie blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Ihre Entstehung verdankt sie den verschiedenen Bodenschätzen im Richelsdorfer Gebirge, wo erst Kupfer, dann Nickel, Kobalt und Schwerspat im Untertagebau gewonnen und verhüttet bzw. aufbereitet und verarbeitet wurden. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1460, in der nachweislich von einer Kupferschmelzhütte die Rede ist.

Zur Verarbeitung des Erzes gab es im 17. Jhd. bereits 2 Hütten und 3 Pochwerke. Die erste Hütte war die Bernshütte, die nach dem ehemaligen Bernsdorf benannt war, aus ihr wurde später die Richelsdorfer Hütte.

Um 1700 zählte man eine Belegschaft von über 1000 Beschäftigten. Bereits 1716 hatte man neben dem Kupfererz auch Kobalt und Nickelerze gewonnen und diese als Farberze nach England und Amerika verkauft. Später wurden damit auch die kurhessischen Porzellanmanufakturen beliefert. Die Vorkommen waren aber bald erschöpft, und so stagnierte 1824 auch dieses Geschäft. Um 1700 erweiterte der damalige Landgraf von Hessen das Werk u.a. mit zwei Hochöfen, Kokerei, einen Kupferhammer und zwei Pochwerke mit Kobaltwäscherei. Das gewonnene Kupfer wurde auf der Richelsdorfer Hütte nur teilweise zu Kesseln und Geräten verarbeitet; der größere Teil der Erzeugung wurde auf den Kupferhammer nach Kassel gebracht. Nach einer Blütezeit begann um etwa 1850 der Zusammenbruch des Kupferbergbaues, und viele Bergleute wanderten ab. Ab etwa 1880 erfolgte die Gewinnung von Schwerspat, der in der Nachbarschaft gefunden und teilweise aufgeschlossen worden war sowie dessen Vermahlung. Baryt diente der herstellung von Lithopone und Blanc fixe in einer der Schwerspatmühle angeschlossenen chemischen Abteilung seit 1895. Intensivierung im 3.Reich. Bereits im Juni 1945 konnte der Betrieb, wenn auch in begrenztem Umfang und mit beschränkten Mitteln, wieder aufgenommen werden. Durch die Veränderungen auf dem Pigmentgebiet begann die Richelsdorfer-Hütte im Jahre 1959 mit der Herstellung bauchemischer Produkte. Schwerspat-Verarbeitung wurde 1969 eingestellt. Eine Nachfolgefirma existiert noch heute.

Mineralien (Anzahl: 75)

?

Hinweis

- Klicke auf ein oder mehrere Elemente um Mineralien mit Deiner Auswahl anzuzeigen. Die ausgewählten Elemente werden durch einen grünen Hintergrund angezeigt.

- Klicke zweimal auf ein Element um dieses Element auszuschließen. Die Auswahl wird durch grünen Hintergrund mit rot, durchgestrichenem Text angezeigt.

ZurücksetzenAgAlAsBaCCaClCoCuFeHKMgMnMoNaOPPbSSiVZn
Mimetesitr
Blaß,G. & Graf,H.W. (1993).
(Hessen/Kassel, Bezirk/Hersfeld-Rotenburg, Landkreis/Richelsdorfer Gebirge/Verhüttungsplätze/Richelsdorfer Hütte)
M
Posnjakitr
Blaß,G. & Graf,H.W. (1993).
(Hessen/Kassel, Bezirk/Hersfeld-Rotenburg, Landkreis/Richelsdorfer Gebirge/Verhüttungsplätze/Richelsdorfer Hütte)
M
Simonkolleit (TL)r
Schmetzer,K., Schnorrer-Köhler,G. & Medenbach,O. (1985).
(Hessen/Kassel, Bezirk/Hersfeld-Rotenburg, Landkreis/Richelsdorfer Gebirge/Verhüttungsplätze/Richelsdorfer Hütte)
BM
'unbenamt (Ba-Thiosulfat-Monohydrat)'r
Uwe Kolitsch (SXRD-Analyse des Materials aus der Sammlung von Werner Simon)
(Hessen/Kassel, Bezirk/Hersfeld-Rotenburg, Landkreis/Richelsdorfer Gebirge/Verhüttungsplätze/Richelsdorfer Hütte)
BM
Volborthitr
Klaus Belendorff


(Hessen/Kassel, Bezirk/Hersfeld-Rotenburg, Landkreis/Richelsdorfer Gebirge/Verhüttungsplätze/Richelsdorfer Hütte)
BM
Wülfingit (TL)r
Schmetzer,K., Schnorrer-Köhler,G. & Medenbach,O. (1985).
(Hessen/Kassel, Bezirk/Hersfeld-Rotenburg, Landkreis/Richelsdorfer Gebirge/Verhüttungsplätze/Richelsdorfer Hütte)
BM
Liste aktualisieren | Legende aufrufen

Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 02. May 2021 - 20:23:36

Mineralbilder (130 Bilder gesamt)

Hydrocalumit
Aufrufe (Bild: 1453396631): 1798
Hydrocalumit

Bildbreite: 8 mm. Fundort: Richelsdorfer Hütte, Wildeck - Richelsdorf, Richelsdorfer Gebirge, Hessen, Deutschland.

Sammlung: Werner Simon
Copyright: Werner Simon
Beitrag: Steinkautz 2016-01-21
Mehr   MF 
Aragonit
Aufrufe (Bild: 1384023340): 922
Aragonit

z.T. durch Azurit gefärbt. Bildbreite : 4 mm; Fundort : Richelsdorfer Hütte Wildeck - Richelsdorf, Richelsdorfer Gebirge, Hessen, Deutschland.

Sammlung: Werner Simon
Copyright: Werner Simon
Beitrag: Steinkautz 2013-11-09
Mehr   MF 
Simonkolleit
Aufrufe (Bild: 1423954279): 1382
Simonkolleit

Bildbreite: 3 mm; Fundort: Richelsdorfer Hütte. Wildeck - Richelsdorf,; Richelsdorfer Gebirge, Hessen, Deutschland.

Sammlung: Werner Simon
Copyright: Werner Simon
Beitrag: Steinkautz 2015-02-14
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 1)

Liste aktualisieren | Legende aufrufen

Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 02. May 2021 - 20:23:36

Untergeordnete Seiten

Liste aktualisieren | Anzeigeebene: 2 - 3 - 4 - 5 - Alles aufklappen

Aktualität: 02. May 2021 - 20:23:36

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Schmetzer, K., Schnorrer-Köhler, G. & Medenbach, O. (1985). Wülfingite, Zn(OH)2, and simonkolleite, Zn5(OH)8ClCl2 x H2O, two new minerals from Richelsdorf, Hesse, F.R.G. N. Jb. Min. Mh., H.4, S.145-54. (Typ-Publ.)
  • Schnorrer-Köhler, G. (1988). Mineralogische Notizen IV. Aufschluss, Jg.39, H.3, S.153-68.
  • Fehr, T. (1989). Neue Mineralien: Wülfingit, Simonkolleit. Lapis, Jg.14, Nr.1, S.36-37.
  • Weiß, S: Mineralfundstellen Atlas, Deutschland West. Weise Verlag, München, 1990, S. 82-84.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1991): Mineralogische Notizen V. Aufschluss 42, 155-71.
  • Blaß, G. & Graf, H.W. (1993). Neue Funde. (Mimetesit, Posnjakit). Min.-Welt, Jg.4, Nr.2, S.57-60.
  • SCHNORRER, G. (1995): Mineralogische Neuheiten von bekannten deutschen Fundorten. Lapis 20 (12), 43-48; 62.

Weblinks:

Einordnung