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Martenberg

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Hessen / Kassel, Bezirk / Waldeck-Frankenberg, Landkreis / Diemelsee / Adorf / Grube Christiane / Martenberg

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Direkt an der Straße von Diemelsee-Adorf nach Marsberg-Giershagen befindet sich eine Parkmöglichkeit. Von hier aus sind es nur wenige m lins bis zum ehemaligen Tagebau.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tagebau, Pingen. (aufgelassen). Im ehemaligen Eisenerz-Tagebau befindet sich die etwa 8 m hohe Martenbergklippe. GeoStation Martenbergklippe.

Geo­lo­gie

Der geologischer Aufbau der Martenbergklippe umfasst ein in seiner Mächtigkeit stark reduziertes Schwellenprofil aus Mittel- bis Oberdevonischen Gesteinen der Givet-, Adorf- und Nehden-Stufen. Besonders die Kalksteine der Givet- und Adorf-Stufen sind fossilreich. (reichhaltige Roteisenfauna)

Das Profil der Klippe besteht aus dem teilweise vererzten Vulkanit. Das auflagernde Eisenerz ist abgebaut. Die Klippe selber besteht teilweise aus Kalksteinen der Givet- und Adorf-Stufe sowie darüber aus graugrünen Tonschiefern der Nehden-Stufe.

Zu Beginn des 20. Jhd. wurde zum 1. Mal der Begriff „Adorf-Stufe“ geprägt, die Martenberg-Klippe wurde in der Folgezeit Typlokalität und Richtprofil für die stratigraphische Gliederung des Devons und Wiege der weltweit gültigen Cephalopoden-Stratigraphie.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Geologisches Naturdenkmal. Geotop. Sammeln untersagt.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=43163
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Verkürzte Pfadangabe

Martenberg, Grube Christiane, Adorf, Diemelsee, Waldeck-Frankenberg, Kassel, Hessen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (5 Bilder gesamt)

Der Martenberg und die ihn umgebende Grube Christiane
Aufrufe (Bild: 1473761125): 709
Der Martenberg und die ihn umgebende Grube Christiane

Adorf, Waldeck-Frankenberg, Landkreis; Kassel, Bezirk; Hessen. 9.2016.

Sammlung: Bergwerksmuseum Adorf
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-09-13
Rote Klippe Martenberg
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Rote Klippe Martenberg

Adorf, Waldeck-Frankenberg, Landkreis; Kassel, Bezirk; Hessen. 9.2016. Typ-Lokalität!

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-09-12
Rote Klippe Martenberg
Aufrufe (Bild: 1473684522): 611
Rote Klippe Martenberg

Adorf, Waldeck-Frankenberg, Landkreis; Kassel, Bezirk; Hessen. 9.2016. Typ-Lokalität!

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-09-12

Ausführliche Beschreibung

Unter Martenberg versteht man Verschiedenes:

Im Bereich des Martenberges wurde ein Eisenerz-Tagebau betrieben. In diesem befindet sich die Martenberg-Klippe mit der Typ-Lokalität der Adorf-Stufe. Die Rote Klippe am Martenberg wird auch als "Rosenschlösschen" bezeichnet.

Der vordere Teil der heutigen Grube Christiane (Besucherbergwerk) hieß bis zur Einstellung des Bergbaus 1917: Grube Martenberg. Der sich im Bereich des Martenberges befindende Schacht heißt "Martenberg-Schacht." Dorthin wurden per Seilbahn 1938-1952 die Förderungen der übrigen Grubenfelder verbracht. Danach wurde man zwischen dem Feld Martenberg und dem Feld Webbel durchschlägig und verbrachte die Förderung direkt untertage zum Schacht Martenberg, wo es direkt in die Aufbereitung ging.

Bei der Wiederaufnahme des Bergbaus 1936 durch die Fa. Mannesmann (Gewerkschaft Constanze) wurden die Felder Eckefeld, Ferdinand, Hubertus, Martenberg, Semmet, Theodora und Webbel vereinigt zur Grube Christiane. (nicht zu verwechseln mit der historischen Grube Christiane in der Nähe von Padberg).

Der Martenberg ist bedingt durch den Vulkanismus ein Sattel, überwiegend bestehend aus den fossilreichen Kalksteinen des oberen Givets und der Adorf-Stufe. An dessen Flanke haben sich sedimentär Eisenerze abgelagert, so daß der Martenberg wie eine Insel aus dem Eisen-Gestein hervorragt. Es versteht sich von selbst, daß der Eisenerz-Abbau durch die Grube Christiane rund am den Martenberg herum stattgefunden hat. (siehe obige Skizze im Foto des Schildes).

Mineralien (Anzahl: 11)

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Aktualität: 22. May 2020 - 15:17:21

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Buch, L. von (1832): Über Goniatiten. Abh. der Königl. Akad. der Wissenschaften zu Berlin, Phys. Klasse (für 1830), 159-87, Berlin.
  • Holzapfel, E. (1882): Die Goniatitenkalke von Adorf in Waldeck. Palaeontographica, N. Folge, 8, 225-61.
  • Denckmann, A. (1894): Zur Stratigraphie des Oberdevon im Kellerwalde und einigen benachbarten Devon-Gebieten. Jb. der Preuss. geol. LA, 15, 8-64, Berlin.
  • Denckmann, A. (1901) Ueber das Oberdevon auf Blatt Balve (Sauerland). Jb. der Königl. Preuss. geol. LA und Bergakademie, 21 (für 1900), I-XIX, Berlin.
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  • Paeckelmann, W. (1926): Der Briloner Massenkalksattel, die Devon-Carbonmulde von Nehden und das Oberdevon-Culmgebiet von Rixen, Scharfenberg und Wülfte. Jb. Preuss. Geol. LA, 46 (für 1925): 19-35, Berlin.
  • Fischer, G. (1929): Über Genese und zukünftige Abbaumöglichkeit der mitteldevonischen Roteisenerze der Gegend von Brilon. Archiv Lagerst.-Forschung, 43,29 S., Berlin.
  • Paeckelmann, W. & Kühne, F. (1936): Erläuterungen zu Blatt Madfeld Nr. 2586. Geol. Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern, 1-79, Berlin.
  • Rabien, A. (1956): Zur Stratigraphie und Fazies des Ober-Devons in der Waldecker Hauptmulde. Abh. des Hessischen LA Bodenforschung, 16, 1-83.
  • Bottke, H. (1962): Der Roteisenstein des östlichen Sauerlandes und seine Beziehungen zur Stratigraphie und Fazies des Oberen Givets und der Adorf-Stufe. Roemeriana, 6, 17—95.
  • Bottke, H. (1965): Die exhalativ-sedimentären devonischen Roteisensteinlagerstätten des Ostsauerlandes. Beih.Geol. Jb., 68, 147 S.
  • Bottke, H. (1966): Die faziesgebundene Tektonik vulkanischer Schwellen im ostrheinischen Schiefergebirge. Geol. Rundschau, 55, 666-98.
  • Bottke, H. (1979): Lagerstätten. In: Paeckelmann, W.: Erläuterungen zur Geol. Karte von Hessen, Blatt Nr.4618 Adorf. 2. Aufl., 56-75, Wiesbaden.
  • Paeckelmann, W. (1979): Stratigraphie. In: Paeckelmann, W.: Erläuterungen zur Geol. Karte von Hessen, Blatt Nr.4618 Adorf. 2. Aufl., 13-47, Wiesbaden.
  • Löttgers, R. (1990). Die Rhene-Diemeltalbahn Bredelar-Martenberg. Buch, Biebertal, 64 S.
  • Becker, R.T. (1993a): Stratigraphische Gliederung und Ammonoideen-Faunen im Nehdenium (Oberdevon II) von Europa und Nord-Afrika. Courier Forschungsinst. Senckenberg, 155, 1-405.
  • Becker, R.T. (1993b): Anoxia, eustatic changes, and Upper Devonian to lowermnst Carboniferous global ammonoid diversity. In: House, M.R. (ed.), The Ammonoidea: Environment, Ecology, and Evolutionary Change. Systematics Association Spec. Vol., 47, 115-63, Oxford.
  • Becker, R.T. & House, M.R. (2000): Devonian ammonoid zones and their correlation with established series and stage boundaries. Courier Forschungsinst. Senckenberg, 220, 113-51.
  • Korn, D. (2002): Historical Subdivisions of the Middle and Late Devonian Sedimentary Rocks in the Rhenish Mountains by Ammonoid Faunas. Senckenbergiana lethaea, 82, 545-55.
  • Flick, H. (2013). Das Rheinische Schiefergebirge - eine geologische Geschichte. Aufschluss, Jg.64, Nr.4/5, S.208-37.
  • Mertmann, D. & E. Rettig (2016). Grube Christiane und Rosenschlösschen bei Adorf. Aufschluss, 67.Jg, H.4, S.200-11.
  • Panek, N. (2016). „GrenzWelten“ zwischen Hochsauerland und Hessischer Senke. Aufschluss, 67.Jg, H.4, S.197-99.

Weblinks: