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Korbacher Spalte

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Hessen / Kassel, Bezirk / Waldeck-Frankenberg, Landkreis / Korbach / Korbacher Spalte

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Befindet sich im ehemaligen Steinbruch "Fisseler" am S Stadtrand von Korbach .

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbruch (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Die bisherigen Funde aus der „Korbacher Spalte“ lassen auf eine Fauna schließen, die sich vorwiegend aus Therapsiden (Cynodontier, Dicynodontier), also „säugetierähnlichen“ Reptilien, sowie Archosauromorphen (Vorläufer der Dinosaurier) und Pareiasauriern (Ur-Reptilien) zusammensetzt. Die Funde datieren in die erdgeschichtliche Periode des Zechsteins vor etwa 258 Mio. Jahren.

Ihre besondere Bedeutung leitet sich aus den Funden von weltweit sehr seltenen säugetierähnlichen Reptilien (Unterklasse Synapsida) ab. Procynosuchus, der sog. „Korbacher Dackel“, ist hier besonders hervorzuheben. Die Synapsiden stehen am Anfang der Evolutionsgeschichte unserer heutigen Säugetiere und bilden stammesgeschichtlich eine Brücke zwischen den Reptilien und den am Ende der Trias erstmalig auftretenden Säugetieren.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Neben dem UNESCO-Weltnaturerbe „Grube Messel“ ist die "Spalte" das bedeutendste paläontologische Bodendenkmal in Hessen.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Korbacher Spalte



Korbacher Spalte

WGS 84: 
Lat.: 51,26212383° N, 
Long: 8,88079405° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 15' 43,646" N,
   Long: 8° 52' 50,859" E
Gauß-Krüger: 
R: 3491752,
 H: 5680813
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=26577
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Verkürzte Pfadangabe

Korbacher Spalte, Korbach, Waldeck-Frankenberg, Kassel, Hessen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Im Steinbruch Fisseler befindet sich ein Kalkturm, der nach Sanierung das GeoFoyer Kalkturm Korbach mit Ausstellungen zur Industriegeschichte und zur Evolution als Aussenstelle des Wolfgang-Bonhage-Museums Korbach beherbergt. Teilweise erhaltene Kalkofenbatterie. (Schachtofen)

Gesteine (Anzahl: 3)

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Fossilien (Anzahl: 10)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • KULICK, J. (1968): Geologische Karte von Hessen im Maßstab 1 . 25.000, Erl. Blatt 4719 Korbach.- HLfB, 272 S.; Wiesbaden.
  • KULICK, J. & PAUL, J. (1987): Zechsteinaufschlüsse in der Hessischen Senke und am W Harzrand.- Int. Symp. Zechstein 87, Exkursionsführer II, 310 S.; Hannover.
  • SUES, H.-D. & BOY, J.A. (1988): A procynosuchid cynodont from central Europe.- Nature 331, 523 - 524; London.
  • KULICK, J. (1991): Die Randfazies des Zechsteins in der Korbacher und in der Frankenberger Bucht (Exk. E am 4. April 1991).- Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver., N.F. 73, 85 – 113; Stuttgart.
  • SUES, H.-D. & MUNK, W. (1996): A remarkable assemblage of terrestial tetrapods from the Zechstein (Upper Permian: Tatarian) near Korbach (NW Hesse).- Paläont. Z. 70, 213 -223; Stuttgart.
  • MÜLLENHOFF, M. (1999): Physiogeographisch-morphologische Untersuchung des Naturraums in der Umgebung der Kreisstadt Korbach (Nordhessen) als Grundlage für einen geographischen Themenpfad. – Unv. Diplomarbeit, FB Geographie, 182 S.; Marburg.
  • BECKER, F., & ZEEH, S. (1999): Untersuchungen zur Diagenese und Isotopengeochemie (d18O und d13C) der Zechstein-1 Karbonate der Fossillagerstätte Korbacher Spalte und ihrer Umgebung (NW-Hessen).- Geol. Jb. Hessen 127, 5 - 17; Wiesbaden.
  • BÖKENSCHMIDT, S., BRAUN, A., HEGGEMANN, H. & ZANKL, H. (1999): Oberpermische Spaltensedimente bei Dorfitter S von Korbach und ihre Beziehungen zur Fossillagerstätte Korbacher Spalte.- Geol. Jb. Hessen 127, 19 - 31; Wiesbaden.
  • KAYSER, A. (2001): Geoelektrische Sondierungen (Schlumberger-Halbmessungen) zur Erkundung der Lagerungsverhältnisse in der Umgebung der Korbacher Spalte.- Unv. Diplomarbeit, FB Geow., 52 S.; Marburg.
  • BECKER, F. (2002): Zechsteinkalk und Unterer Werra-Anhydrit (Zechstein 1) in Hessen: Fazies, Sequenzstratigraphie und Diagenese.- Geol. Abh. Hessen 109, 231 S.; Wiesbaden.
  • BÖKENSCHMIDT, S. (2003): Die Korbacher Spalte -Entstehung und Geschichte einer Fossillagerstätte.- Geschichtsblätter für Waldeck 91, 30 - 42; Bad Arolsen.
  • HEGGEMANN, H., & KELLER, T. (2003): Die Korbacher Spalte - Eine einzigartige Fundstelle landlebender Saurier des späten Erdaltertums im Landkreis Waldeck-Frankenberg.- Paläont. Denkm. Hessen 15, 16 S.; Wiesbaden.
  • PANEK, N. (2004): Die "Korbacher Spalte" - heimliches Welterbe und "Markstein" der Evolutionsgeschichte.- Vogelkundliche Hefte Edertal 30.
  • BÖKENSCHMIDT, S. (2006): Die Fossillagerstätte Korbacher Spalte - ihre Entstehung und Einordnung in den Zechstein Nord - Hessens.- Diss. Univ. Marburg.
  • Panek, N. (2016). Reise in eine ferne Urzeitwelt. Säugetierähnliche Reptilien aus der "Korbacher Spalte." Aufschluss, 67.Jg, H.4, S.212-17.
  • Mertmann, D. & Rettig, E. (2016). E 5: Grube Christiane in Adorf und Martenbergklippe, S.21-24. In: Exkursionsführer Sommertagung der VFMG Ramsbeck. 2.-5.9.2016. Heidelberg.
  • Panek, N. (2016). E 6: Die Fossilfundstelle Korbacher Spalte, S.25-27. In: Exkursionsführer Sommertagung der VFMG Ramsbeck. 2.-5.9.2016. Heidelberg.
  • Völker-Janssen, W. (2016). Korbach - auf und aus Kalk erbaut. In: Hessische Heimat, Jg.66, H.2/3, S.20-26.

Weblinks:

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