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Lerbach

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Niedersachsen / Göttingen, Landkreis / Osterode am Harz / Lerbach

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Clausthal-Zellerfeld fährt man auf der teils als Schnellstraße ausgebauten Bundesstraße 241 Richtung Osterode bis Abzweig Lerbach. Die Straße durch das langgestreckte Roteisensteinrevier führt annährend parallel zur Bundesstraße.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Pingen, Schächte, Stollen (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Die Eisensteinvorkommen sind unmittelbar an den NE-SW streichenden Oberharzer Diabaszug geknüpft, der quer über den Harz von Osterode bis nach Bad Harzburg verläuft. Es handelt sich um submarine, hydrothermale Ablagerungen innerhalb der Tonschieferabfolge der unterkarbonischen Kulm-Fazies. Die Entstehung der Eisenerzlager, die hauptsächlich aus Hämatit bestehen, ist auf die Tätigkeit von den heute bekannten "Black Smoker" zurückzuführen, die auf den submarinen, vulkanischen Effusionen des Diabas-Vulkanismus aufsitzen. Lagerstättenkundlich werden sie zu dem Lahn-Dill-Typ gerechnet.
Die Lagerstätte besteht aus einzelnen Linsen mit FE-Konzentrationen bis zu 25 %. Die 1-2 m dicken Lager wurden durch Faltung und Aufschiebungen bis zu 20 m Mächtigkeit zusammengeschoben.
Die Fortsetzung der Lagerstätte findet sich in zahlreichen Pingen auf dem Ziegenberg und dem Kehrzug östlich von Buntenbock, südlicher Ortsteil von Clausthal-Zellerfeld

GPS-Ko­or­di­na­ten

Lerbach



Lerbach

WGS 84: 
Lat.: 51,74997254° N, 
Long: 10,2844654° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 44' 59,901" N,
   Long: 10° 17' 4,075" E
Gauß-Krüger: 
R: 3588776,
 H: 5735865
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 4227: Messtischblatt Osterode am Harz

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=9360
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Verkürzte Pfadangabe

Lerbach, Osterode am Harz, Göttingen, Niedersachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Striegelhaus am Mühlenteich
Aufrufe (Bild: 1571081882): 397
Striegelhaus am Mühlenteich

Lerbach, Harz.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2019-10-14
Stbr. am Klausberg bei Lerbach (Harz)
Aufrufe (Bild: 1435233707): 915
Stbr. am Klausberg bei Lerbach (Harz)

Der weitgehend verstürzte und verwachsene Steinbruch am Klausberg, in der Nähe der Grube Weintraube gelegen. Das Bruchmaterial wurde zum Bau der Straße von Lerbach nach Clausthal verwendet.

Copyright: K.H. Wiese
Beitrag: raritätenjäger 2015-06-25
Stbr. am Klausberg bei Lerbach (Harz)
Aufrufe (Bild: 1435233697): 884
Stbr. am Klausberg bei Lerbach (Harz)

Der weitgehend verstürzte und verwachsene Steinbruch am Klausberg, in der Nähe der Grube Weintraube gelegen. Das Bruchmaterial wurde zum Bau der Straße von Lerbach nach Clausthal verwendet.

Copyright: K.H. Wiese
Beitrag: raritätenjäger 2015-06-25

Ausführliche Beschreibung

Zentrum des Eisenerzabbaus war Lerbach. Etwa 25 Gruben, zumeist als Stollenbetriebe bis zu 890 m Länge aufgefahren, lagen auf 3 km Länge an den Talhängen des Lerbachs. Weitere Betriebe lagen im westlich gelegenen Paralleltal der Kleinen Bremke. Der älteste, bekannte Abbau ist die Grube Mühlental, die mit zahlreichen Unterbrechungen von 1636 - 1870 in Betrieb war.

In Ortsmitte ist der Hüttenteich. Die umliegenden Böschungen werden als Fundort für den sog. "Adinol" beschrieben: rot, grün und grau gebänderte Schmucksteine, die vorwiegend aus Quarz, Albit und Opalsubstanz bestehen und am Kontakt der Diabase entstanden.

Es gibt im Gelände eine größere Anzahl Stollenmundlöcher, Halden und Pingen. Die ehemaligen Schächte hießen u.a. Sonnenschein, Großer Christoph, Blauer Busch (Stollenmundloch ca. 200m oberhalb von der Weintraube), Juliuszeche, Grube Weintraube.... Seleniderze im Haldenmaterial sind absolute Ausnahme.

Die in der unmittelbaren Umgebung gefundenen Roteisenstein-Erze enthalten zwischen 20-70% Hämatit, teilweise verwachsen mit Calcit oder Quarz. Neben Ankerit tritt noch Chamosit auf.

Mineralien (Anzahl: 41)

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Legende

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Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

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Mineralbilder (5 Bilder gesamt)

Clausthalit
Aufrufe (Bild: 1312476862): 3141
Clausthalit

Clausthalit (analysiert) in Ankerit; Fundort: Lerbach, Harz; Breite des Stückes: 4,5 cm

Sammlung: haldenhannes
Copyright: haldenhannes
Beitrag: haldenhannes 2011-08-04
Mehr   MF 
Tiemannit (Lerbachit)
Aufrufe (Bild: 1313659824): 2179
Tiemannit (Lerbachit)

Etwa 7 cm breite Stufe mit feinkörnigem "Lerbachit"-Erz (Gemenge aus Tiemannit und Clausthalit) in Dolomit. Fundort: Lerbach, Osterode, Harz, Niedersachsen, Deutschland. Ex William S. Vaux via ANSP.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2011-08-18
Mehr   MF 
Tiemannit
Aufrufe (Bild: 1312477289): 1787
Tiemannit

Tiemannit und Clausthalit zusammen mit Spuren von Umangit und Klockmannit als feinkörnige Einschlüsse in Karbonat-Matrix (erzmikroskopisch untersucht); Fundort: Lerbach, Harz; Breite des Stückes: 7...

Sammlung: haldenhannes
Copyright: haldenhannes
Beitrag: haldenhannes 2011-08-04
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 9)

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Legende

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Externe Datenbanken

min­dat.org

https://www.mindat.org/loc-290928.html

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Harder, H. (1978). Zur Mineralogie und Genese der Eisenerze des Oberharzer Diabaszuges und ein Vergleich mit denen des Harzvorlandes. Aufschluss, Sonderb. 28, S.110-26.
  • Mohr, K.: Geologie und Minerallagerstätten im Harz, E. Schweizerbart 1978, ISBN 3-510-65082-4.
  • Mohr, K. (1982). Mineralien in seltener Vielfalt - Die Vererzungszyklen des Westharzes. Min.-Mag., Jg.6, H.2, S.55-62.
  • Mohr, K. (1984). Harz - W Teil. Slg. Geol. Führer Bd.58, 4. Aufl., Gebr.Bornträger, Berlin, Stuttgart. S.99.
  • Wittern, A. (1995): Mineralien finden im Harz. Ein Führer zu 40 Fundstellen. Sven von Loga, Köln, 1995. S.52.
  • Ließmann, W.: Historischer Bergbau im Harz, 2. Aufl. Springer 1997, ISBN 3-540-62930-0.
  • Ließmann, W. (2014). Der Oberharzer Diabaszug und seine Hämatiterzvorkommen. In.: Tagungsband, VFMG Sommertagung 2014 in Goslar/ Harz. S.53.
  • STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016): HARZ – Bergbaugeschichte, Mineralienschätze, Fundorte. Bode Verlag, Salzhemmendorf. 800 S. S.106.

Einordnung