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Tiefer Georg-Stollen

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Niedersachsen / Goslar, Landkreis / Clausthal-Zellerfeld / Tiefer Georg-Stollen

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Entwässerungsstollen über 25,9 km. Bau: 1777–1799. Der Tiefe Georg-Stollen übernahm ab 1799 die Wasserlösung der Silbernaaler, Rosenhöfer, Zellerfelder und Burgstätter Gangzüge und „enterbte“ die bestehenden Wasserlösungsstollen. Er wurde im Gegenortbetrieb von 30 Orten aus aufgefahren. Zunächst teufte man die 6 Lichtlöcher ab und baute Wasserkünste ein. Das Mundloch ist in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs von Bad Grund.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Tiefer Georg-Stollen



Tiefer Georg-Stollen

WGS 84: 
Lat.: 51,804722° N, 
Long: 10,235278° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 48' 16,999" N,
   Long: 10° 14' 7,001" E
Gauß-Krüger: 
R: 3585276,
 H: 5741898
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=49749
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Durch die weitgehende Entwässerung konnte man in bisher nicht oder schlecht zugänglichen Bereichen und Tiefen jetzt tätig werden. So konnten in den Gruben Bergmannstrost und Kranich umfassende Ganguntersuchungen in der Tiefe stattfinden, wobei es zu vielversprechenden Funden kam. Von größter Bedeutung war allerdings, dass man die 1733 eingestellten Bergbautätigkeiten auf dem Silbernaaler Gangzug wiederaufnehmen konnte. 1821 wurden dort auf der Sohle des neuen Wasserlösungsstollens ebenfalls bedeutende Erzmittel aufgeschlossen. Diese Funde sorgten für weitere Ganguntersuchungen bei der Bergstadt Grund, wo in der Grube Hilfe Gottes 1831 ausgezeichnete Erzmittel aufgeschlossen wurden. Insgesamt konnte man somit drei neue Erzfelder aufschließen.

Mineralien (Anzahl: 6)

Gesteine (Anzahl: 1)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Claus Friedrich von Reden: Rede bei dem feyerlichen Anfange des Tiefen Georg-Stollen-Baues am 26.Julius 1777 unweit der Bergstadt Grund am Harze. J.H. Wendeborn, Clausthal 1777.
  • Gotthard, Johann Christian (1801). Tiefer Georg-Stollen. Authentische Beschreibung von dem merkwürdigen Bau des Tiefen Georg-Stollens am Oberharze. Göttingen, Hubert und Co. 1999 - Reprint der Ausgabe Wernigerode, bey Carl Samuel Struck 1801. 280 S.
  • Carl Hartmann: Taschenbuch für reisende Mineralogen, Geologen, Berg- u. Hüttenleute durch die Hauptgebirge Deutschlands und der Schweiz. Bernhard Friedrich Voigt, Weimar 1838.
  • Friedrich Ludwig Christian Jugler: Der oberharzische Silberbergbau am Schluss des J. 1849 und der Ernst-August-Stollen. In: C.J.B. Karsten, H. v. Dechen (Hrsg.): Archiv für Mineralogie, Geognosie, Bergbau und Hüttenkunde. Bd.26, H.1. Georg Reimer, Berlin 1854, S.199–294.
  • Karl Rudolph Bornemann, Bruno Kerl: Berg- und Hüttenmännische Zeitung mit besonderer Berücksichtigung der Mineralogie und Geologie. 19.Jg./ Neue Folge: 14.Jg. J.G. Engelhardt, Freiberg 1860.
  • Albrecht von Groddeck: Uebersicht über die technischen Verhältnisse des Blei- und Silberbergbaues auf dem nordwestlichen Oberharz. In: Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten (Hrsg.): Z. Berg-, Hütten- und Salinenwesen in dem Preussischen Staate. Bd.14, Verlag der königlichen geheimen Ober-Hofbuchdruckerei, Berlin 1866, S.273–95.
  • U. Dumreicher: Gesammtüberblick über die Wasserwirthschaft des nordwestlichen Oberharzes. Verlag der Grosse'schen Buchhandlung, Clausthal 1868.
  • E. Borchers: Die praktische Markscheidekunst unter Anwendung des Luftblasen-Niveaus und des Theodolithen in Verbindung mit geeigneten Hülfsapparaten. Carl Rümpler, Hannover 1870.
  • Wilfried Ließmann: Historischer Bergbau im Harz. 3. Aufl. Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-540-31327-4.
  • Ließmann, W. & K. Stedingk (2019): Mineralien und Bergbau im Harz: Clausthal-Zellerfeld. Min.-Welt, Jg.30, H.5, S.52.

Weblinks: