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Juliushütte (Herzog-Julius-Hütte)

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Niedersachsen / Goslar, Landkreis / Langelsheim / Astfeld / Juliushütte

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Auf der B82 von Goslar kommend in Richtung Langelsheim-A7 Abfahrt Herzog-Juliushütte/Astfeld. Der Straßenneubau verläuft direkt durch das ehemalige Haldengebiet.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

ehemals großflächige Schlackenhalden, die jetzt rekultiviert sind

Geo­lo­gie

Schlackenmineralien.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

teilweise Privatgelände. Grabungen sind unbedingt zu unterlassen!

Letz­ter Be­such

08/2012

GPS-Ko­or­di­na­ten

Herzog-Julius-Hütte, Astfeld



Herzog-Julius-Hütte, Astfeld

WGS 84: 
Lat.: 51,919105° N, 
Long: 10,380849° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 55' 8,778" N,
   Long: 10° 22' 51,056" E
Gauß-Krüger: 
R: 3595075,
 H: 5754804
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=409
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Detailaufnahme Halde
Aufrufe (Bild: 1280074662): 2803
Detailaufnahme Halde

mit sichtbaren, mineralisierten Schlackestücken.

Copyright: Kluftknacker
Beitrag: Kluftknacker 2010-07-25
Haldenbereich an der B82
Aufrufe (Bild: 1280074589): 2850
Haldenbereich an der B82

Blick von der nördlichen Halde nach Südwest.

Copyright: Kluftknacker
Beitrag: Kluftknacker 2010-07-25

Ausführliche Beschreibung

Ausführliche Beschreibung

Die Herzog-Juliushütte nahm um 1270 ihren Betrieb auf und schloss im Jahre 1968. Sie wurde bekannt durch viele sehr seltene Schlackenminerale und genießt daher - nicht nur unter Harzer - Schlackensammlern einen bedeutenden Ruf.

Diese früher reichhaltige Schlackenfundstelle kann als nahezu erloschen gelten. Die Halden an der Straße “Auf der Haar” wurden Mitte August 2001 bereits mit Material aus dem Straßenbau überschüttet und heute ist von diesen Halden im Prinzip nichts mehr zu sehen, sie wurden planiert und es läuft eine neue Straße (Ausbau des Knotenpunktes Goslar-Salzgitter) darüber. Noch im Jahre 2000 bot diese Halde noch recht gute Fundmöglichkeiten für die Standardmineralien aus den neueren Schlacken, wie z.B. Gips, Cuprit, Linarit, Goethit, Serpierit, Cerussit, Kupfer, Beudantit. Die interessantere der Halden ist ohnehin schon seit längerer Zeit nicht mehr fündig. Auf dem Gelände, wo früher interessante Minerale wie Lanarkit, Elyit oder Nealit sowie eine Bleichloridparagenese gefunden wurden, stehen die Firmengebäude der Preussag AG (dem letzten Betreiber der Hütte). In Richtung der Talsperre soll es im Gelände noch kleine Schlackenstellen geben, über deren Fündigkeit aber nichts bekannt ist.

Dem Schlackensammler, der nicht enttäuscht umzukehren gewillt ist, sei der Schlackenplatz der Ochsenhütte empfohlen. Man wandere von der Juliushütte immer in Richtung Granetalsperre (ausgeschildert), bis man vor dem gewaltigen Ablauf steht. Hier ganz in der Nähe soll es auch einmal einen kleinen Schlackenplatz gegeben haben, von welchem aber nichts mehr zu sehen ist. Rechterhand führt - direkt neben dem Ablauf - ein Trampelpfad den steilen Hang hinauf. Oben angekommen steht man genau auf der Sperre und bei gutem Wetter hat man einen herrlichen Blick über die nähere Umgebung bis nach Salzgitter. Wiederum rechterhand führt der Wanderweg zu einem Hotel, der Sammler aber lenke seine Schritte nach links, immer an der Grane entlang. Dort, wo sich schließlich der Stausee zu dem kleinen Flüsschen Grane verengt, liegt die Halde der Ochsenhütte. Zwar wurde auch hier planiert, aber noch nicht mit Fremdmaterial überdeckt. So sind die Schlacken zwar oberflächlich verwittert, aber beim Aufschlagen lassen sich durchaus noch Funde - auch sehr seltener Minerale - machen. Das Aufschürfen ist aber strengstens untersagt, da der Ort bereits zum Gesamtnaturschutzgebiet Harz zählt.

Nachtrag 25.07.2010 / Kluftknacker:
Der im nördlichen Bereich zwischen der Abfahrt von der B 82 sowie der Straße "Auf der Haar" liegende Haldenbereich kann sich für den Kenner durchaus als noch lohnend erweisen. Zwar sind fast alle Haldenbereiche mit Straßenbaumaterial abgedeckt und "bepflanzt" worden, besonders aber der Haldenfuß weist "Lücken in der Deckschicht" auf: Schlackebrocken mit sichtbarer Mineralisation lassen sich leicht bergen. Grabaktionen sollte man aber tunlichst unterlassen. Gips, Cuprit, Malachit und diverse "Hellblaue" ließen sich ohne Mühe in kurzer Zeit aufsammeln.

Mineralien (Anzahl: 88)

Mineralbilder (142 Bilder gesamt)

Gips, Kapellasit
Aufrufe (Bild: 1301336698): 2348, Wertung: 9.14
Gips, Kapellasit

Gips (farblos) neben Kapellasit (blau), Bildbreite: 10 mm, Fundort: Herzog Julius-Hütte, Astfeld, Goslar, Harz, Niedersachsen, Deutschland

Sammlung: Luigi Chiappino
Copyright: Enrico Bonacina
Beitrag: thdun5 2011-03-28
Paralaurionit
Aufrufe (Bild: 1167321262): 1889, Wertung: 9
Paralaurionit  D

Bildbreite: 4 mm; Fundort: Herzog Julius-Hütte, Astfeld, Goslar, Harz, Deutschland

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2006-12-28
Serpierit
Aufrufe (Bild: 1405972085): 2095, Wertung: 9
Serpierit (SNr: A019705)

Langtafelige blaue Kristalle, BB = 3 mm, Fundort: Herzog Julius-Hütte, Astfeld, Goslar, Harz, Niedersachsen, Deutschland.

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Hannes Osterhammer
Beitrag: Münchener Micromounter 2014-07-21

Gesteine (Anzahl: 1)

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Aktualität: 23. Jun 2019 - 09:39:27

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Stefan Weiß: "Mineralfundstellen, Deutschland West", Weise Verlag München, 1990, ISBN:3921656168
  • Schnorrer, G. (2003). Mallestigit, Pb3Sb ((OH)6¦AsO4¦SO4))·3H2O, eine weitere Mineralneubildung in den antiken Schlacken des Harzes - ein zweiter Fundort für diese Verbindung. Aufschluss, Jg.54, Nr.1, S.42-44.
  • Krause, W., Bernhardt, H.-J., Braithwaite, R.S.W., Kolitsch, U. & Pritchard, R. (2006). Kapellasite, Cu3Zn(OH)6Cl2, a new mineral from Lavrion, Greece, and its crystal structure. Min. Mag., Vol.70, S.329-40.

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