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Steinbruch Trogtal

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Niedersachsen / Goslar, Landkreis / Langelsheim / Lautenthal / Trogtal

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Am südlichen Ende der Innerstentalsperre zweigt von der L 515 Langelsheim - Lautenthal ein Wanderweg in westliche Richtung ab (Parkplatz 200 m südlich). Er führt in Richtung Stausee. Nach 300 m zweigt ein Waldweg ab in das Kleine Trogtal. Diesem folgend kommt man nach 200 m an einen Weg, der links steil bergan zum Steinbruch führt.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbruch, aufgelassen

Geo­lo­gie

Grauwacke, selenerzführende Dolomitgänge. Eisenerze.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 4127: Messtischblatt Seesen

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=7037
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Die Steinbrüche im Trogtal bei Lautenthal wurden auf Grauwacke abgebaut. Bekannt wurde die Lokalität durch das Auffinden einer interessanten Selenparagenese. Die Selenminerale wurden um 1920 von dem Steinbrucharbeiter Schell entdeckt und dann als Clausthalit erkannt. Erst 1955 konnte Prof. Ramdohr in dem Material vom Trogtal vier weltweit neue Kobaltselenide bestimmen: Bornhardtit, Freboldit, Hastit und Trogtalit. Der Kobaltgehalt des Hastits wurde zu hoch bemessen, das Material erwies sich späterhin als Ferroselit. Auf einem alten Sammlungsstück konnten ferner Penroseit sowie die Sekundärprodukte Chalkomenit und Molybdomenit nachgewiesen werden. Auch gediegenes Selen ist als Umwandlungsprodukt neben Cerussit bekannt. Alle weiteren Minerale finden sich in untenstehender Liste. Typisch sind in den Dolomitgängen auftretende Kristalle, die aber selten schöne Stufen ausbilden. Auf dem Dolomit traten auch hübsche graue Aragonit-Kristallgarben auf. Diese Paragenese ist ganz ähnlich derjenigen des nicht weit entfernt liegenden Steinbruchs Heimberg. Die Selenparagenese konnte trotz umfangreicher Bemühungen diesbezüglich nicht mehr aufgefunden werden. Der Steinbruchbetrieb ruht seit vielen Jahrzehnten, so dass mit neuen Funden nicht zu rechnen ist.

Mineralien (Anzahl: 26)

Mineralbilder (8 Bilder gesamt)

Dolomit
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Dolomit

aus dem Steinbruch Trogtal bei Lautenthal im Harz, Niedersachsen, Deutschland, Breite ca.7 cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-11-15
Trogtalit
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Trogtalit

Grauer Trogtalit führender Clausthaliteinsprengling (4 mm) in eisenschüssigem Dolomitgängchen in der Grauwackematrix. Historische Stufe aus dem Originalfund vom Steinbruch Trogtal, Lautenthal, Harz...

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2010-09-16
Trogtalit
Aufrufe (Bild: 1284640798): 1720
Trogtalit

Detailbild des Clausthaliteinsprenglings auf der Trogtalitstufe . Zu erkennen ist die typische rosagraue Färbung der winzigen Inklusen von Kobaltseleniden wie Trogtalit. Fundort: ...

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2010-09-16

Gesteine (Anzahl: 2)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellenangabe


Literatur:

  • Klockmann (1891). Umangit. Z. Kristall. (1891): 29: 269. (Typ-Publ.)
  • Ramdohr, P. & M. Schmitt (1955). Bornhardtit, Hastit, Trogtalit. N. Jb. Min., Mh., 133 (Typ-Publ.)
  • Steberl, G. (1956). Trogtal - 4 neue Mineralien. Aufschluss, Jg.7, Nr.2, S.46
  • Ramdohr, P.; Schmitt, M. (1957). Vier neue natürliche Kobaltselenide vom Steinbruch Trogtal bei Lautenthal im Harz. N. Jb. Min. Mh., S.133-42. (Typ-Publ. u.A. Freboldit)
  • Emser Hefte 3/1989, S.72.
  • Bode, R.; Wittern, A. (1989): Mineralien und Fundstellen. Bundesrepublik Deutschland, Haltern: Bode-Verlag, S.21.
  • Belendorff, K. (1997): Seltene Selenide und Selenite vom Trogtal bei Lautenthal, Harz. Min.-Welt, Jg.8, Nr.2, S.22-24.
  • Keutsch, F.N.; Förster, H.-J.; Stanley, C.J.; Rhede, D. (2009): The discreditation of hastite, the orthorhombic dimorph of CoSe2, and observations on trogtalite, cubic CoSe2, from the type locality, in: Can. Min., 47, 4, 969-76.
  • Ließmann, W. (2014). Der Oberharzer Diabaszug und seine Hämatitvorkommen. In.: Tagungsband, VFMG Sommertagung 2014 in Goslar/ Harz. S.53.
  • STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016): HARZ – Bergbaugeschichte, Mineralienschätze, Fundorte. Bode Verlag, Salzhemmendorf. 800 S. S.173.

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