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Steinbruch Am Heimberg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Niedersachsen / Goslar, Landkreis / Langelsheim / Wolfshagen im Harz / Steinbruch Am Heimberg

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Wolfshagen erreicht man am besten von Goslar aus auf der B82 in Richtung Langelsheim. Direkt vor dem Ortseingang nach Langelsheim biegt man nach Süden in Richtung Lautenthal ab. Bald erreicht man Wolfshagen. Der Steinbruch liegt östlich des Ortes, nahe den Tennisanlagen am Möncheholz.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbruch. Es gab auch einen Heimberg-Stollen.

Geo­lo­gie

Diabas mit erzführenden Quarzgängen, Nickelerzlinse

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

prinzipiell keine, der Bruch ist aber rekultiviert!

GPS-Ko­or­di­na­ten

Stbr. Heimberg



Stbr. Heimberg

WGS 84: 
Lat.: 51,911889° N, 
Long: 10,326556° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 54' 42,8" N,
   Long: 10° 19' 35,602" E
Gauß-Krüger: 
R: 3591354,
 H: 5753932
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 4027: Messtischblatt Lutter am Barenberge & TK 4028: Messtischblatt Goslar Stbr. Heimberg

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=5153
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Der Steinbruch am Heimberg wurde vor allem durch zwei Funde von Nickelerzlinsen bekannt, von denen besonders die von 1982 großen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Sie erreichte eine Mächtigkeit von mehreren Dezimetern. Die Nickelvererzung gehört zum System des Heimberg-Dröhneberger Gangzug, eine der wenigen Nickelerzvorkommen im Harz. Das nächstbedeutendere befindet sich ganz in der Nähe, auf dem Schleifsteintaler Gangzug, erschlossen durch die Grube Großfürstin Alexandra bei Goslar. Abgebaut wurde der Heimberg-Bruch auf Diabas - das Diabaswerk Pfeiffer förderte bis 1987. Heute ist der Bruch rekultiviert, eventuelle Fundmöglichkeiten beschränken sich daher nur noch auf Lesesteine.

Die Nickelminerale sind teilweise sehr selten und aus dem Harz nur von hier bekannt. Meist sind sie derb ausgebildet, doch kamen Gersdorffit und Ullmannit auch in Kristallen vor. Die Kristalle sind meistens in Calcit bzw. Dolomit eingelagert. Durch Aussäuern lassen sich Stufen mit nebeneinanderlagernden Rasen von blockigen xx bis über Zentimeterlänge gewinnen. Leider sind dann die Kristallflächen oft angeätzt und mattiert. Weitaus seltener sind frei gewachsene Kristalle von Gersdorffit in Quarzklüften aus dem Diabas. Hier sind die Stufen dann auch mit glänzenden xx besetzt. Ullmannit dagegen ist fast nur eingewachsen anzutreffen und wird oft mit Gersdorffit verwechselt. Unterschiede sind in der bläulichen Anlauffarbe und in den Spaltflächen festzustellen, das Mineral ist auch insgesamt etwas seltener bzw. tritt nur in untergeordneter Menge neben Gersdorffit auf. Außer diesen beiden Mineralen bestand die Linse hauptsächlich aus Nickelin in derben bis schaligen Aggregaten, oft wechsellagernd mit Gersdorffit und (selten) dem Nickelsulfid Orcelit. Daneben kam auch Pararammelsbergit vor, in radialstrahligen, blauviolett angelaufenen Aggregaten, oft besetzt mit pulverig-krustigem Annabergit. Selten kam in dieser Paragenese auch der gesuchte Millerit in Form kleiner goldener Garben aus winzigen Nadeln vor. Von den Sekundärmineralen ist der bereits genannte, in Anflügen und tiefrgünen dicken Belägen auftretende Annabergit bei weitem am häufigsten. Selten sind blaugrüne Krusten und kalottenartige Bildungen von Nickelhexahydrit und Nickel-Boussingaultit. Aus etwa halbmillimetergroßen Cobaltit-Kristallen hervorgegangen sind rosafarbene Erythrinkrusten, als Rarität auch in nadeligen xx-Bällen.

Unabhängig von der Nickelparagenese kommen in den Quarzgängen eine Reihe sammelwürdiger Minerale vor. In erster Linie betrifft dies den Quarz selbst, besonders dann, wenn er als attraktive zentimeterlange Bergkristalle auftritt. Begleiter sind dunkelbraune Siderit-Kristalle, weiße Baryt-Tafeln und die Sulfide Pyrit und Chalkopyrit in kleinen, hochglänzenden xx. In Drusen von kristallisiertem Dolomit finden sich ferner exzellente klare Aragonit-Nadeln bis über 4 cm Länge. Sehr selten dagegen treten überwiegend derber Sphalerit und korrodierte Galenit-Kristalle. In dieser Paragenese findet sich manchmal auch hellblauer Langit.

Mineralien (Anzahl: 41)

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Anhydritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Annabergitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Aragonitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Arsenolithr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Asbolanr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Barytr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Calcitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Chalkopyritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Cobaltitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Covellinr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Dolomitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Erythrinr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Galenitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
'Gersdorffit'r
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Gipsr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Hämatitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Langitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Malachitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Markasitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Milleritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
'Nickelboussingaultit'r
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Nickelhexahydritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Nickelskutteruditr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Orcelitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Pararammelsbergitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Parasymplesitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Prehnitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Pyritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Pyrolusitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Quarzr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Retgersitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Sideritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
M
Sphaleritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
Ullmannitr
Slg. thdun5. STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Langelsheim/Wolfshagen im Harz/Steinbruch Am Heimberg)
BM
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Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
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Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 17. Apr 2019 - 23:02:03

Mineralbilder (47 Bilder gesamt)

Erythrin
Aufrufe (Bild: 1414749641): 1488
Erythrin

Erythrin vom Steinbruch Heimberg, Wolfshagen, Harz, Niedersachsen, Deutschland. Bildbreite: 1,3 mm.

Copyright: Ulrich Baumgärtl
Beitrag: raritätenjäger 2014-10-31
Aragonit
Aufrufe (Bild: 1205594343): 1224
Aragonit

Aragonitkristalle auf Calcit aus dem Steinbruch Heimberg bei Wofshagen im Harz, D, BB 2 cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-03-15
Hydrozinkit ?
Aufrufe (Bild: 1205594894): 1714
Hydrozinkit ?

Hydrozinkit (nicht sicher bestimmt) aus dem Steinbruch Heimberg bei Wofshagen im Harz, D, BB 0.5cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-03-15

Gesteine (Anzahl: 4)

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Aktualität: 17. Apr 2019 - 23:02:03

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Aktualität: 17. Apr 2019 - 23:02:03

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Wrede, V. (1972). Kleinere Erzvorkommen und alter Bergbau in der Umgebung von Goslar am Harz. Aufschluss, Jg.23, H.12, S.399-406.
  • Mohr, K. (1978). Wichtige Mineralien-, Gesteins- und Fossilienfundpunkte im Westharz und an seinen Rändern. Aufschluss, Sonderb. 28, S.59-68.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1982). Eine neue Nickel-Erzkluft im Steinbruch Am Heimberg bei Wolfshagen/Harz. Aufschluss 7/8, S.265-70.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1983). Min. Notizen aus dem Harz. Aufschluss 3, S.135-36.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1991). Min. Notizen V. Aufschluss, Jg.42, Nr.3, S.155-71.
  • Wittern, A. (1995): Mineralien finden im Harz. Ein Führer zu 40 Fundstellen. Sven von Loga, Köln, 1995. S.37.
  • Schnorrer, G. (2000). Min. Notizen VII. Aufschluss, Jg.51, Nr.5, S.281-93.
  • Klänhardt, K. & U. Baumgärtl (2011). Die Mineralien der Nickelparagenese vom Steinbruch Heimberg bei Wolfshagen, Harz. Min.-Welt, Jg.22, Nr.5, S.50-57.
  • STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016): HARZ – Bergbaugeschichte, Mineralienschätze, Fundorte. Bode Verlag, Salzhemmendorf. 800 S. S.155.
  • Quellenangabe

  • raritätenjäger

Einordnung