https://www.mineraliengrosshandel.com
https://www.mineral-bosse.de
https://www.mineralbox.biz
https://www.edelsteine-neuburg.de
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Grube Glücksrad

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Niedersachsen / Goslar, Landkreis / Schulenberg im Oberharz / Oberschulenberg / Grube Glücksrad

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Clausthal-Zellerfeld auf der L517 Richtung Schulenberg, bis in Oberschulenberg links eine kleine Straße zum Schalker Teich abzweigt. Hier steht auch der bekannte Lochstein.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halde, die Fundmöglichkeiten sind seit zwei Jahren eher als schlecht zu beschreiben. Des Weiteren wurde vom Forstamt jetzt zum Schutz, vor den Schürfaktionen, Baumverschnitt auf die Halde abgelegt.

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Grauwacke, erzführende Carbonatgänge, kulmische Sandbandschiefer

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Seit dem 30.03.2014, bzw. eher, ist ein Schild aufgestellt, mit dem Hinweis, dass das Sammeln von Mineralien verboten ist. Verständlich bei den dort stattfindenden Schürf-Aktionen. Edit: 10/2017 kein Schild das explizit auf Sammelverbot hinweist gesehen! Edit: 19.10.2017 Das Schild wurde bereits kurz nach der Anbringung bewusst von jemanden entfernt. Der Hinweis ist jedoch am Wanderweg zum Haldenfuss noch vorhanden. Der Haldenbereich wurde großflächig mit Ast- und Wurzelwerk von Fichten überdeckt um so Schurftätigkeiten unmöglich zu machen (Stand Juni 2020).

Letz­ter Be­such

13.06.2020

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Glücksrad - Oberschulenberg, Alter Tagesstollen, Neuer Tagesstollen etwa 1990 verfüllt, Oberschulenberg, Schacht Altes Glücksrad II, Schacht Neues Glücksrad, Stollen, Suchschacht nach dem Liegenden Trum, Tiefer Schulenberger Stollen



Grube Glücksrad - Oberschulenberg

WGS 84: 
Lat.: 51,83139444° N, 
Long: 10,40155556° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 53,02" N,
   Long: 10° 24' 5,6" E
Gauß-Krüger: 
R: 3596687,
 H: 5745073
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Alter Tagesstollen

WGS 84: 
Lat.: 51,83083333° N, 
Long: 10,39888889° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 51" N,
   Long: 10° 23' 56" E
Gauß-Krüger: 
R: 3596505,
 H: 5745007
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Neuer Tagesstollen etwa 1990 verfüllt

WGS 84: 
Lat.: 51,83027778° N, 
Long: 10,40138889° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 49" N,
   Long: 10° 24' 5" E
Gauß-Krüger: 
R: 3596678,
 H: 5744948
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Oberschulenberg

WGS 84: 
Lat.: 51,83194444° N, 
Long: 10,41444444° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 55" N,
   Long: 10° 24' 52" E
Gauß-Krüger: 
R: 3597575,
 H: 5745151
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Schacht Altes Glücksrad II

WGS 84: 
Lat.: 51,83194444° N, 
Long: 10,40055556° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 55" N,
   Long: 10° 24' 2" E
Gauß-Krüger: 
R: 3596617,
 H: 5745133
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Schacht Neues Glücksrad

WGS 84: 
Lat.: 51,83138889° N, 
Long: 10,40194444° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 53" N,
   Long: 10° 24' 7" E
Gauß-Krüger: 
R: 3596714,
 H: 5745073
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Stollen

WGS 84: 
Lat.: 51,82583333° N, 
Long: 10,45666667° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 33" N,
   Long: 10° 27' 24" E
Gauß-Krüger: 
R: 3600499,
 H: 5744529
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Suchschacht nach dem Liegenden Trum

WGS 84: 
Lat.: 51,8325° N, 
Long: 10,4025° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 57" N,
   Long: 10° 24' 9" E
Gauß-Krüger: 
R: 3596750,
 H: 5745197
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Tiefer Schulenberger Stollen

WGS 84: 
Lat.: 51,82583333° N, 
Long: 10,42361111° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 49' 33" N,
   Long: 10° 25' 25" E
Gauß-Krüger: 
R: 3598220,
 H: 5744484
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=4897
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

⚒ Glücksrad, Oberschulenberg, Schulenberg im Oberharz, Goslar, Niedersachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (10 Bilder gesamt)

Halde, Grube Glücksrad
Aufrufe (Bild: 1570538838): 2367
Halde, Grube Glücksrad

Halde der Grube Glücksrad, Oberschulenberg, Situation im September 2019

Sammlung: Harzsammler
Copyright: Harzsammler
Beitrag: Harzsammler 2019-10-08
Halde, Grube Glücksrad
Aufrufe (Bild: 1570538752): 2271
Halde, Grube Glücksrad

Halde der Grube Glücksrad, Oberschulenberg, Situation im September 2019

Sammlung: Harzsammler
Copyright: Harzsammler
Beitrag: Harzsammler 2019-10-08
Halde, Grube Glücksrad
Aufrufe (Bild: 1403468604): 6597
Halde, Grube Glücksrad

Halde der Grube Glücksrad, Oberschulenberg, April 2014

Sammlung: Harzsammler
Copyright: Harzsammler
Beitrag: Harzsammler 2014-06-22

Ausführliche Beschreibung

Pate der Fundstelle: Münchener Micromounter



Grube Glücksrad - Nr. 88/89 auf Gangkarte (vgl. Literatur Sperling et. al.)


Einführung

Von dem bei der Anfahrtsbeschreibung genannten Straße zum Schalker Teich zweigt ein kleiner Weg ab, der zu der ausgeschilderten Halde der Grube Glücksrad führt (vorbei an den uralten verwachsenen Halden der Grube St. Urban und dem Lochstein der Grube Glücksrad). Die Halde selbst ist recht groß, aber bereits seit Jahrzehnten das Ziel vieler Mineraliensammler. Die Zeiten, zu denen man auf der Haldenoberfläche bereits sehr schöne Stufen mit Malachitbüscheln u.a. finden konnte sind vorbei, ebenso wird man heute nicht mehr an einem Exkursionstag die gesamte "Standardparagenese" finden können. Früher waren bestimmte Haldenbereiche charakteristisch für bestimmte Paragenesen. Dies ist heute, nach mehrmaligem Umgraben, nicht mehr der Fall.


Lage

Zur Grube Glücksrad gehören eine Reihe von Stollen (s.o.), die im wesentlichen östlich des Örtchens Oberschulenberg (zu Altenau-Schulenberg) liegen. Der "Tiefe Schulenberger Stollen") führt als Wasserlösungstollen bis zum heutigen Okerstausee wo weiter östlich noch ein witerer, unbenannter Stollen liegt. Die Halden liegen oberhalb der Straße (L517) und sind von Oberschulenberg auf einem Wanderweg zu erreichen. Der aktuelle Zustand der noch fündigen Halde der "Grube Glücksrad" (siehe Karte) ist in de Fundortbildern festgehalten und wird gegebenenfalls aktualisiert.


Geologie


Geschichte

(Quelle: Wikipedia 24.11.19 - Bitte ggf. Literatur nachtragen!)

Die Grube Glücksrad wurde auf Silber (aus silberhaltigem Bleierz) und Kupfer (sulfidisch) betrieben.

1666 wurde das Grubenfeld Glücksrad erstmals verliehen, wobei zuvor schon unter den Namen St. Andreas oder Neuer Segen Bergbau betrieben wurde.

1690 erfolgte eine Neugliederung des in der Zwischenzeit in Untereinheiten zersplitterten Betriebs in Eingenbewirtschaftung durch das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.

1702 wurden 42 Tonnen Erz gefördert, die erreichte Teufe betrug 80 m.

Ab 1710 wurde der zuvor begonnene Tiefe Schulenberger Stollen als Wasserlösungsstollen weiter ausgebaut.

1723-1736: In diesem Zeitraum wurden wöchentlich 50-65 Tonnen Erz gefördert. Diese Jahre stellen somit die Blütezeit für den Bergbau an der Grube Glücksrad dar.

Nach 1738 deutlicher Rückgang der Förderung.

1740-1748 Österreichischer Erbfolgekrieg.

1744 Einstellung der Förderung.

1748 Endgültige Teufe 250 m und gleichzeitig Entdeckung weiterer Vorkommen in oberern Bauen.

1748-1761 Nachlesebergbau mit wöchentlich 25-30 t Förderung, danach Niedergang der Förderung.

1769 Brand der oberirdischen Kaue (Gaipel), Übergriff des Feuers auf die Schachtzimmerung und Schwelbrände über drei Monate hinweg (Schröpfer 2000) . Dieses Ereignis dürfte als Ursache der Brandparagenese anzusehen sein. Gleichzeitig bedeutete das Feuer auch, dass der Betrieb der Grube 1770/71 stillgelegt wurde.

1790 wurde ein Teil des Grubenfelds von der benachbarten "Grube Gelbe Lilie" übernommen.

1817 Schau- und Lehrbergwerk im Glücksrader Tagesstollen über rund ein Jahrzehnt, ab 1824 abgelöst vom 19-Lachter-Stollen in Wildemann .


Stollen

zu ergänzen ...


Aktuelle Situation

zu ergänzen ...


Mineralien


Übersicht über die Paragenesen

Dies ist noch ein Fragment, Belege und Überarbeitung nötig!

Für die Grube Glücksrad lassen sich verschiedene typische Paragenesen benennen. Kann ein Stück einer dieser Paragenesen zugeordnet werden, so könnte die Liste der zugeordneten Mineralien bei der Bestimmung weiterer Mineralien dieses Stücks zu bestimmen. Der ausgiebige Gebrauch von Konjuktivformen soll klarstellen, dass solch eine Kategorisierung mit Vorsicht anzuwenden ist.
Die Paragenesebeschreibungen dienen als Hinweis auf mögliche Vergesellschaftung, sie beschreiben keine Auschlusskriterien!


Bleiparagenese

Typisch hierfür ist das Auftreten von Cerussit und Galenit in Hohlräumen im Schiefer und Quarz.
Mineralien: Galenit, Cerussit, Anglesit, Quarz, Linarit, Pyromorphit (gelb, winzig), Hydrozinkit.


Zinkparagenesen

Bei der Zinkparagenese fällt eine Hemimorphit-dominierte Form auf. Dabei kann eine relativ großzügige Anreicherungen von Hemimorphit zusammen mit Smithsonit vorkommen.
Mineralien: Hemimorphit, Smithsonit, Rosasit, Serpierit, Cerusssit. Serpierit scheint häufiger als Aurichalcit zu sein, wenig Galenit.

Eine zweite Form der Zinkparagenese wird dominiert von rötlichem (auch gelb und braun) Sphalerit mit Quarz und Calcit.
Mineralien: Quarz, Sphalerit, Calcit, Chalcopyrit; selten: Ianbruceit, Köttigit, Arsenopyrit, wenig Galenit.


Kupfer-Zinkparagenese

Häufig treten Cu/Zn-haltige Mineralien als Sulfate auf, dazu derbe eingesprengte Butzen von Chalkopyrit und Sphalerit. In quarzigen Brocken.
Mineralien: Chalkopyrit, Sphalerit, Galenit, Langit, Brochantit, Devillin, Serpierit, Schulenbergit, Cerussit, Anglesit, Hemimorphit, Malachit


Pyromorphit-Beaverit-Corkit

Auf zersetzten, zum Teile beige-rötliich gefärbten quarzigen Brocken treten gelblich-grüne Pyromorphite auf. Gelbbraune, zum Teil erdige Beläge in dieser Paragenese kann Beaverit-Cu enthalten, der teilweise ein würfeliges Mineral (Galenit oder Pyrit) zu ersetzen scheint. In dieser Paragenese fehlen augescheinlich Zink und Kupfermineralien.


Arsenmineralien

Mimetesit
Mimetesit (SNr: 06.435)  D

Feinnadeliger Mimetesit (weiß bis bläulich-grün). Die blaue Färbung könnte durch einen Überzug oder Einlagerung eines blauen Minerals wie Aurichalcit verursacht sein (Grube Glücksrad, BB ca 4cm)....

Lynx
Beudantit mit Mimetesit
Beudantit mit Mimetesit (SNr: 06.167)  E
Analysiert mit Energiedispersiver Röntgenspektroskopie EDX
R
Analysiert mit RAMAN Spektroskopie

Gelblicher bis bräunlicher Beudantit mit feinen Mimetesit-Nadeln, Gegenstück analysiert mit Raman und EDX (J.Désor) (Grube Glücksrad; BB 3.1mm).

Lynx

Arsenmineralien wie Mimetesit, Bayldonit oder Beudantit erscheinen im Kontext mit Klüften und Klüftchen im Schiefer, wie es die Bilder zeigen. Dazu kommen blaue, krustige Bildungen auf Schiefer vor, die teilweise einen hohen Arsengehalt aufweisen. Arsenhaltige Mineralien treten in allen Paragenesen auf, es scheint keine ausgesprochene Arsenparagenese zu geben.

Mimetesit wurde als Rasen weißer bis grün- oder blau-weißer Nadeln gefunden, tritt aber auch in fahl-grünen Aggregaten auf. Demgegenüber erscheint Pyromorphit eher intensiv grün, gelb, braun oder selten auch farblos vorzukommen. Beudantit und Segnitit können gelb/braune oder grünliche Beläge bilden, auf denen Mimetisit aufgewachsen ist.


Brandparagenese

Bei den Funden von der Grube Glücksrad gibt es auch immer wieder seltene Stücke von Mineralien, die einer Brandparagenese zugeordnet werden (siehe Wittern 1994, Keim 2017). Diese Stücke können auffallend rötlich verfärbt sein und weisen teilweise verglaste Oberflächen auf. Als Quelle der Mineralbildung wird der Grubenbrand 1769 angesehen, der vom Brand des Gaipels übertage ausging und mehere Monate anhielt. Allerdings könnte auch gezieltes Feuersetzen eine mögliche Quelle dieser Mineralparagenese darstellen. Dazu liegen aber für die Grube Glücksrad keine Informationen vor.

Aufgrund der Einwirkung von Feuer auf eine Blei-Vererzung können sich eine Reihe von Sekundärmineralien bilden (vgl. Wittern 1994, Keim 2017, Keim 2018). Umgekehrt kann für ein konkretes Mineral nicht notwendigerweise gefolgert werden, dass es durch die Wirkung von Feuer auf einen Erzgang gebildet wurde. Insofern ist hier die Paragenese von Relevanz.

Als Mineralien der Brandparagenese gelten (Wittern 1994):
Barysilit, Caledonit, Chenit, Elyit, Hydrocerussit, Lanarkit, Leadhillit, Lithargit, Massicotit, Minium, Tenorit

Die nachfolgenden Bilder zeigen eine Auswahl der typischen Mineralien der Brandparagenese.

Bilder (7 Bilder gesamt)

Lanarkit
Aufrufe (Bild: 1465722104): 1823, Wertung: 7.6
Lanarkit

von der Grube Glücksrad bei Oberschulenberg im Harz, Niedersachsen, Deutschland; 1,2 mm.

Copyright: cordes
Beitrag: Münchener Micromounter 2016-06-12
Fundstelle: Grube Glücksrad / Oberschulenberg / Schulenberg im Oberharz / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland
Hydrocerussit
Aufrufe (Bild: 1465721672): 587
Hydrocerussit

von der Grube Glücksrad bei Oberschulenberg im Harz, Niedersachsen, Deutschland; 0,7 mm

Copyright: cordes
Beitrag: Münchener Micromounter 2016-06-12
Fundstelle: Grube Glücksrad / Oberschulenberg / Schulenberg im Oberharz / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland
Elyit
Aufrufe (Bild: 1465658982): 623
Elyit

von der Grube Glücksrad bei Oberschulenberg im Harz, Niedersachsen, Deutschland; BB = 0,9 mm. Brandparagenese.

Copyright: cordes
Beitrag: Münchener Micromounter 2016-06-11
Fundstelle: Grube Glücksrad / Oberschulenberg / Schulenberg im Oberharz / Goslar, Landkreis / Niedersachsen / Deutschland

Kommentare zur Mineralienliste

(vgl. Diskussion im Forum)

  • Alamosit:(cmd.powell) Eine einziger Fund zweier kleinen Büschelchen auf einem Mattheddleitkristall; Untersuchung mittels REM/EDX bestätigt Bleisilikat, nach der Kristallform könnte es sich um Alamosit handeln.
  • Annabergit: (cmd.powell) Sicherer Nachweis mittels EDX. Herkunft des Nickels aus im Nebengestein und im Galenit fein verteiltem Gersdorffit (pers. Information Dr. Joachm Gröbner).
  • Arsenopyrit: (Lynx) Arsenopyrit tritt in Paragenese mit rotem Sphalerit, Calcit und Quarz auf. Nachweis mittels EDX.
  • Baryt: (cordes und Münchener Micromounter Bei dem genannten Baryt handelt es sich bislang um den einzigen bekannten und analysierten Fund (siehe Bilder) von Baryt von der Grube Glücksrad. Um sicherzustellen, dass es sich nicht um (evtl. bereits historisch) verschlepptes Material handelt, wäre ein zweiter, unabhängiger Beleg wünschenswert. Vielleicht hat noch jemand einen analysierten Baryt von dort in der Sammlung? Vielen Dank für die Unterstützung.
  • Bechererit: (cmd.powell)Winzige, hellblaue, unter dem REM deutlich trigonal-pyramidale Kristalle, zu tafeligen Aggregaten verwachsen. Spannend dabei ist, das diese tafeligen Aggregate auf fast farblosen nadeligen Kristallen sitzen, die zunächst für angelösten Cerussit gehalten wurden. Unter dem REM stellte sich jedoch heraus, dass diese "Cerussite" aus lauter parallelverwachsenen, ebenfalls trigonal-pyramidalen Kristallen bestehen, die zu einem kaktusartigen Aggregat verwachsen sind. Bei diesen Kristallen könnte es sich um silikatfreien Bechererit handeln. Allerdings ist eine Röntgenanalyse nahezu aussichtslos aufgrund der innigen Verwachsung (Info von U. Kolitsch).
  • Blei, gediegen: (cmd.powell) In der "Feuersetzparagenese" in einem kleine Hohlraum neben Mattheddleit und Elyit sitzen ein paar winzige rundliche Oktaeder, die im EDX nur Blei zeigen und die sich mit der Nadelspitze leicht verschmieren lassen. Bleiglanz scheidet wegen seine Sprödheit und Spaltbarkeit aus.
  • Bournonit: (cmd.powell) Anhand der Kristallform typische, leicht angewitterte Kristalle, mit EDX sicher bestätigt.
  • Corkit: ((cmd.powell und (Lynx)) Mehrere Funde, jeweils mittels EDX bestätigt.
  • Gibbsit:(cmd.powell) Auf einer Malachitstufe sitzen reichlich weiße, rosettenförmige Aggregate aus sechsseitigen tafligen Kristallen. Nach der EDX-Analyse handelt es sich um ein reines Aluminiummineral, Gibbsit nach der Kristallform.
  • Ianbruceit: (Lynx) In porösem Quarz zusammen mit Calcit und Sphalerit treten Ianbruceit-Aggregate auf, die leicht mit Hemimorphit zu verwechseln sind. Die Paragenese ist auffallend frei von Galenit.
  • Jarosit: (cmd.powell) Neben dem deutlich häufigeren Plumbojarosit konnte auch bleifreier, kaliumhaltiger Jarosit mittels EDX nachgewiesen.
  • Mattheddleit:(cmd.powell) Diverse Funde in der "Feuersetzparagenese". Meist vergesellschaftet mit Caledonit und Lanarkit. Bildet winzig kleine, wasserklare hexagonale Prismen von hohem Glanz. In einer Probe wurden auch eher nadelige, milchigweiße Mattheddleite gefunden. Nachweis mittels EDX und Röntgenanalyse.
  • Markasit: (cmd.powell) Als Sekundärbildung neben Pyrit im zersetzten Chalkopyrit. Pyrit bildet hier hochglänzende würfelförmige Kristalle, Markasit blechartige Krusten aus winzig kleinen, typisch speerspitzenförmigen Kristallen.
  • Melanotekit: (cmd.powell) Gefunden als recht auffällige, dunkelbraune nadlige Kristalle, oft in federartigen Aggregaten in der Schmelzkruste aus der "Feuersetzparagenese". Nachweis mittels EDX.
  • Wurtzit: (Kluftknacker) Wurtzit tritt als kleine, rotbraune, langgestrecke hexagonale Pyramiden auf, in Paragenese mit Limonit, Siderit, Galenit, Chalkopyrit und Quarz.



Mineralien (Anzahl: 135)

Mineralbilder (307 Bilder gesamt)

Linarit
Aufrufe (Bild: 1487720636): 1064
Linarit (SNr: 06.027)

Gruppe Linaritkristalle (BB ca. 0.9mm, Fundort Grube Glücksrad, Eigenfund). Dieses Bild zeigt ein Detail.

Sammlung: Lynx
Copyright: Lynx
Beitrag: Lynx 2017-02-22
Mehr   MF 
tafelige blaue Linaritgarben mit Cerussit, Langit und Malachit
Aufrufe (Bild: 1617092277): 308
tafelige blaue Linaritgarben mit Cerussit, Langit und Malachit (SNr: A037967)  E
Analysiert mit Energiedispersiver Röntgenspektroskopie EDX

Deutschland/Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Schulenberg im Oberharz/Oberschulenberg/Grube Glücksrad, BB = 2,0 mm

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Hannes Osterhammer
Beitrag: Münchener Micromounter 2021-03-30
Mehr   MF 
hellblaue, kugelig aggregierte feintafelige Aragonite
Aufrufe (Bild: 1617095545): 219
hellblaue, kugelig aggregierte feintafelige Aragonite (SNr: A038564)

Deutschland/Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Schulenberg im Oberharz/Oberschulenberg/Grube Glücksrad, BB = 1,5 mm

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Hannes Osterhammer
Beitrag: Münchener Micromounter 2021-03-30
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 2)

Untergeordnete Seiten

Externe Datenbanken

min­dat.org

https://www.mindat.org/loc-6015.html

Externe Verweise (Links)

Seigerriss des Schulenberger Gangzuges von 1860
Grundriss des Schulenberger Gangzuges von 1860
Wikipedia DE - Grube Glücksrad (aufgerufen 25.Nov. 2019)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Gebhard, G. (1976). Über ein Vorkommen von Devillin in Oberschulenburg, Harz. Aufschluss, Jg.27, Nr.4, S.125-30.
  • Täuber, H. & Krause, W. (1981). Glücksrad: Seltene Mineralien von den Halden der Grube Glücksrad bei Oberschulenberg im Harz. Lapis, Jg.6, Nr.5, S.9.
  • SPERLING, H. und STOPPEL, D.: Gangkarte des Oberharzes mit Erläuterungen - in: Monogr. deutschen Blei-Zink-Erzlagerstätten, 3. T.: Die Blei-Zink-Erzgänge des Oberharzes, Lief. 4.; Geol. Jb. Reihe D, H. 46, Hannover 1981.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1981). Neue Mineralien von den Halden der Grube Glücksrad. Lapis, Jg.6, Nr.10, S.15.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1983). Mineralogische Notizen aus dem Harz. Aufschluss, Jg.34, Nr.3, S.135-38.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1984). Mineralogische Notizen. Aufschluss, Jg.35, Nr.6, S.219-30.
  • Hodenberg, R., Krause, W. & Täuber, H. (1984). Schulenbergit, (Cu,Zn)7(SO4,CO3)2(OH)10 · 3H2O, ein neues Mineral. N. Jb. Miner. Mh., H.1, S.17-24. (Typ-Publ.)
  • Fehr, T. (1984). Neue Mineralien: Schulenbergit. Lapis, Jg.9, Nr.3, S.34.
  • Hodenberg, R., Krause, W., Schnorrer-Köhler, G. & Täuber, H. (1985). Ramsbeckite, (Cu,Zn)7(SO4)2(OH)10 · 5H2O, a new Mineral. N. Jb. Miner. Mh., H.12, S.550-56. (Typ-Publ.)
  • Schnorrer-Köhler, G. (1986). Mineralogische Notizen III. Aufschluss, Jg.37, Nr.7, S.245-54
  • Wittern, A. & Schnorrer-Köhler, G. (1986). Die Minerale der Glücksrad-Halde bei Oberschulenberg / Harz. Lapis, Jg.11, Nr.1, S.9.
  • Schellhorn, M. (1987). Barysilit Pb8Mn(Si2O7)3 - Ein weiterer Neufund aus dem Haldenmaterial der ehemaligen Grube Glücksrad / Oberschulenberg. Aufschluss, Jg.38, Nr.10, S.339-40.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1988). Mineralogische Notizen IV. Aufschluss, Jg.39, Nr.3, S.153-68.
  • Krause, W. (1989). Schwefel von der Grube Glücksrad bei Oberschulenberg im Harz. Aufschluss, Jg.40, Nr.2, S.101-09.
  • Schellhorn, M. (1989). Neufunde von den Halden der Grube Glücksrad bei Oberschulenberg/Harz. Aufschluss, Jg.40, Nr.2, S.121-23.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1991). Mineralogische Notizen V. Aufschluss, Jg.42, Nr.3, S.155-71.
  • Wittern, A. (1994). Sekundärmineralien durch Feuersetzen in Oberschulenberg, Bönkhausen, Bleialf und Badenweiler. Aufschluss, Jg.45, Nr.1, S.36-42.
  • Schnorrer, G. (1995). Mineralogische Neuigkeiten von bekannten deutschen Fundorten. Lapis, Jg.20, Nr.12, S.43.
  • Wittern, A. (1995): Mineralien finden im Harz, Köln: Sven v. Loga, S..
  • Blaß, G., Graf, H.W. & Wittern, A. (1996). Weitere Neufunde aus der Grube Glücksrad. Lapis, Jg.21, Nr.5, S.40.
  • Blaß, G.; Graf, H.-W.; Wittern, A. (1996): Gysinit-(Nd), ein ungewöhnliches Seltenerden-Mineral von Oberschulenberg im Harz, in: LAPIS 5/1996, S.35.
  • Schröpfer, Torsten (2000): "Fundgrube: Wissenswertes über den Westharzer Bergbau und das Hüttenwesen." 1. Auflage. Pieper, Clausthal-Zellerfeld.
  • Wittern, A. (2001): Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland (1.Aufl.), Stuttgart: E. Schweizerbart, S.41.
  • Schnorrer, G., Pfeiffer, F. & Schwarz, L. (2006). Redgillit - ein neues Cu-Sulfatmineral von zehn Fundstellen aus Deutschland. Aufschluss, Jg.57, Nr.1, S.15-21.
  • Hochleitner, R. & Weiß, S. (2006) Steckbrief: Schulenbergit. Lapis, Jg.31, Nr.2, S.9-11.
  • Gröbner, J. (2007). Neue Funde aus den Bergbaurevieren St. Andreasberg, Bad Lauterberg und Oberschulenberg im Harz. Min.-Welt, Jg.18, Nr.1, S.43-51.
  • Gröbner, J., W. Hajek, R. Junker & J. Nikoleizig (2011). Neue Mineralienschätze des Harzes. Papierflieger, Clausthal-Zellerfeld. S.13.
  • Gröbner, J. (2014). Mineralien und Bergbaugeschichte der Grube Glücksrad bei Oberschulenberg. In.: Tagungsband, VFMG Sommertagung 2014 in Goslar/ Harz. S.29.
  • Gröbner, J.; Hajek, W.; Junker. R.; Nikoleizig, J.: Neue Mineralschätze des Harzes. Papierfliegerverlag GmbH, Clausthal-Zellerfeld 2011.
  • Stark, M., J. Gröbner & U. Kolitsch (2017). Ianbruceit aus Oberschulenberg im Harz. Lapis, Jg.42, H.4, S.42-43.

Zur Brandparagenese:

  • Wittern, A. (1994). Sekundärmineralien durch Feuersetzen in Oberschulenberg, Bönkhausen, Bleialf und Badenweiler. Aufschluss, 45(1), 36-42.
  • Keim, M. F., Gassmann, B., & Markl, G. (2017). Formation of basic lead phases during fire-setting and other natural and man-made processes. American Mineralogist, 102(7), 1482-1500.
  • Keim, M. (2018) Element Redistribution in Hydrothermal Systems: From Formation to Supergene Weathering. Dissertation Uni Tübingen; Dissertation als .pdf




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Neufassung v0: Lynx

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