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Das Grubenrevier im Hüttschental bei Wildemann (Oberharz)

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Niedersachsen / Goslar, Landkreis / Wildemann / Hüttschental

An­fahrts­be­sch­rei­bung

2 km NW von Wildemann, ca. 3,5 km NNO von Bad Grund und ca. 7 km NW von Clausthal-Zellerfeld.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Z.B. Grube Glückauf. Halden

Fund­s­tel­len­typ

Halden

Geo­lo­gie

Quarzgang des Gangzuges Spiegeltal mit Baryt, Siderit und silberhaltigem Bleiglanz.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Keine, die Halden liegen aber im Naturpark Harz, weshalb Grabungen und der Einsatz großen Werkzeugs nicht erlaubt sind!

Letz­ter Be­such

08/2012

GPS-Ko­or­di­na­ten

Glückauf Schacht Neue Fundgrube



Glückauf Schacht

WGS 84: 
Lat.: 51,837778° N, 
Long: 10,26° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 50' 16,001" N,
   Long: 10° 15' 36" E
Gauß-Krüger: 
R: 3586917,
 H: 5745605
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Neue Fundgrube

WGS 84: 
Lat.: 51,836667° N, 
Long: 10,263889° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 50' 12,001" N,
   Long: 10° 15' 50" E
Gauß-Krüger: 
R: 3587188,
 H: 5745486
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Glückauf Schacht

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=4892
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (18 Bilder gesamt)

Grube Glückauf im Hüttschental
Aufrufe (Bild: 1414089623): 1351
Grube Glückauf im Hüttschental

Dennert-Tanne an der Halde der Grube Glückauf im Hüttschental.

Copyright: K.H. Wiese
Beitrag: raritätenjäger 2014-10-23
Pinge der des Stollens der Grube Glückauf #2
Aufrufe (Bild: 1341214288): 1980
Pinge der des Stollens der Grube Glückauf #2

An der Kreuzung Richtung Wanderweg nach Lautenthal steht eine Dennert-Tanne. Direkt darüber befindet sich die Pinge. Seitlich kann man auf einem alten Holzholweg den Berg bis zur Pinge bewandern.

Copyright: Pochknabe
Beitrag: Pochknabe 2012-07-02
Blick von der Pinge herunter zur Kreuzung
Aufrufe (Bild: 1341214214): 1932
Blick von der Pinge herunter zur Kreuzung

An der Kreuzung Richtung Wanderweg nach Lautenthal steht eine Dennert-Tanne. Direkt darüber befindet sich die Pinge. Seitlich kann man auf einem alten Holzholweg den Berg bis zur Pinge bewandern.

Copyright: Pochknabe
Beitrag: Pochknabe 2012-07-02

Ausführliche Beschreibung

Der Parkplatz befindet sich an der Straße zwischen Lautenthal und Wildemann. Von Wildemann aus kommend sieht man linkerhand schon nach gut 1 km den Parkplatz unmittelbar vor der Brücke, welche über die Innerste führt. Dort sind wohl die besten Parkmöglichkeiten gegeben. Nun folgt man ca. 500m den Wanderweg Richtung Lautenthal. (Gehzeit ca. 10 Minuten) Nach einigen Kurven sollte rechterhand schon eine Halde zu sehen sein. Diese Halde ist allerdings nicht sonderlich fündig. Dem Weg weiterfolgend erreicht man eine kleine Kreuzung, an der man sich rechts hält. Nun sind es nur noch ca. 100 Meter, bis man die Hüttschentaler Halde rechterhand des Weges liegen sieht.

Nach ca. 5 Minuten erreicht man die "Neue Fundgrube". Hinter dem Schild der Grube "Neue Fundgrube", findet man allerhand limonitisiertes Gestein. Unter anderem schönen Malachit (kugelförmig) sowie Cuprit und andere limonitisierte Mineralien. (Danke an raritätenjäger für den Tipp).

Am 19.08.2012 fügte Kluftknacker hinzu: Das Schild (Dennerttanne) wurde nach Holzrückearbeiten in 2011 nicht mehr aufgestellt. Die Fundstelle für Minerale aus der Kupfervererzung ist durch die Überdeckung mit Ästen und Reisig aus den Forstarbeiten quasi nicht mehr zugänglich! Funde waren bereits in 2010 nur beleghaft und kaum mehr lohnend.

Generell lohnt es sich den ganzen Weg entlang rechts und links zu schauen, da man immer wieder kleine Aufschlüsse entdecken kann.

Die Halden der meisten Gruben werden durch einen Wanderweg verbunden, den Glück-Auf-Weg. Die Grube Glückauf war das Hauptbergwerk des Hüttschentaler Reviers. Ihre Betriebszeit reichte von 1655 bis 1803. In den 1920er Jahren fuhr man im Hüttschental den Bergbau nochmals auf, man förderte damals Baryt. Aus dieser Zeit stammt auch der Blindschacht nebst Halde. Dieser sollte neue Erzgänge erschließen, fiel aber einem Wassereinbruch zum Opfer. Das geförderte, erzreiche Material gelangte auf die Halde, die darum noch heute gute Funde ermöglicht.

Mineralien (Anzahl: 41)

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ZurücksetzenAlBaCCaClCuFeHKMgMnNaOPPbSSiSrZn
Aragoniti
Aragonit ist dem Sammler ein Ärgernis, obwohl er allgegenwärtig ist. Dies aber in Form der typischen weißen Überzüge, die sich in fast allen Drusen befinden. Löst man diese fort, trifft man auf die schönen Sulfide etc. darunter. Viele der guten Stufen in Museen und bedeutenden Privatsammlungen haben diese Prozedur hinter sich. Wenn diese Krusten aber etwas dicker ausgebildet sind, kann man sie auch an Ort und Stelle belassen. Unter dem Binokular betrachtet offenbaren sie sich nämlich als weiße, durchaus ansehnliche xx-Nadelbälle.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Baryti
Baryt ist eines der klassischen Minerale aus dem Hüttschental. Besonders betrifft dies große Stufen mit kammartig blättrigen Kristallstöcken, die teilweise mit großen Kristallen der Sulfide besetzt sind. Solche Stufen (Gruben Glückauf und Neue Weintraube)finden sich in vielen großen Sammlungen. Am gesuchtesten bei Harzsammlern sind blaue, relativ klare Barytkristalle von der Grube Glückauf. Auf den Halden der Gruben Glückauf und Neue Fundgrube haben Sammler noch in jüngster Zeit gute Großstufen gefunden.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Chalkanthiti
Chalkanthit findet sich - zumeist in den eisenhaltigen Haldenschichten der Neuen Fundgrube - als Krusten bis hin zu zapfenartigen Aggregaten, die Zentimeterhöhe erreichen können. Eine absolute Rarität sind blass-grünblaue Pseudomorphosen nach tafelig-blockigen Langitkristallen.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
M
Chalkopyriti
Chalkopyrit durchzieht in seiner häufigsten Form das quarzig-carbonatische Haldenhaufwerk in teils metallisch glänzenden Schlieren. Meist findet sich an der Oberfläche Malachit in Anflügen. Chalkopyrit kam aber auch in größeren Tetraedern auf Baryt vor.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Chrysokolli
Chrysokoll findet sich ziemlich selten als lackartige blaugrüne Überzüge, die an der Oberfläche aufblättern. In dieser Ausbildung ist das Mineral leicht mit Chalkanthit zu verwechseln. Unterscheidungsmerkmale sind die nicht vorhandene Wasserlöslichkeit bei Chrysokoll und die Tatsache, dass dieser bei Anfeuchten leicht klebt (griech. kollos - Leim!). Letzteres ist aber nur bestimmbar, wenn der Chrysokoll in mächtigeren krustigen Anflügen auftritt.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Cupriti
Cuprit ist eines der gesuchtesten Minerale vom Hüttschental, das sich auch heute noch in hübschen MM finden lässt. Die xx sind meist kubisch entwickelt und feuer- bis dunkelrot. Selten kommt C. als Varietät Chalkotrichit in gitterartig aggregierten Nadeln vor. Meistens sind die xx klein, Größen über 1 mm sind rar geblieben. Nach Berichten von Sammlern der VFMG-BG Hamburg wurden auf der Halde der Neuen Fundgrube Stufen gefunden, die quadratzentimetergroße drusenartig ausgekleidete Flächen aus Cupritwürfelchen bis 2 mm getragen haben.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Devillini
Devillin befindet sich auf der selben Stufe, die auch schon beim Serpierit (?) erwähnt ist. Hier bildet das Mineral silbrig schimmernde weißblaue dünne Nadeln in reichen Belägen neben Malachitkugeln, Langitkristallen und Chalkanthit. Diese Paragenese scheint selten aufgetreten zu sein.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
r
Andreas Gerstenberg
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
M
Gipsi
Gips ist, in der Umgebung von verwitterten Eisensulfiden, meistens in unscheinbarer Ausbildung zu finden. Auf Kluftflächen gibt es manchmal auch weiße typisch abgeschrägte xx bis 6 mm Kantenlänge.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Kupferi
Kupfer bildet dünne Bleche auf eisenschüssigem Quarz, seltener auch kleine Bäumchen. Das Mineral ist nicht häufig, lässt sich aber auf der Halde der Neuen Fundgrube noch finden.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Langiti
Langit kommt am Fundort in blaugrünen, fast quadratischen Täfelchen vor. Diese sind meistens durchscheinend bis klar und bisweilen von hoher Brillanz. Meistens kommen sie mit anderen Cu-Mineralen im zersetzten, eisenhaltigen Haldenmaterial von der Neuen Fundgrube vor. Seltener sind die xx auf zersetzten Sulfiden in frischem quarzigem Haldenmaterial von der Grube Glückauf.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Malachiti
Malachit bildet im Hüttschental kleine grüne Kugeln von teilweise kräftigst grüner Farbe. Dieses ´Feuer´ kommt besonders zur Geltung, wenn die Kugeln in quadratzentimetergroßen ´Rasen´ auf schwarzem Todorokit sitzen.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Pyriti
Pyrit kommt im Hüttschental in mehreren Paragenesen vor. Am reizvollsten tritt das Mineral in Form von bis 5 mm messenden Pentagondodekaedern vor, die in Siderit-Drusen sitzen. Pyrit ist auf den Halden heute nicht mehr gar so häufig zu finden.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
BM
Serpierit ?i
Auf einer Stufe, die 1980 auf der Halde der Grube Glückauf gefunden wurde, befinden sich tief grünblaue xx-Garben neben anderen Cu-Sekundärmineralen. Dabei könnte es sich um Serpierit handeln.
(Niedersachsen/Goslar, Landkreis/Wildemann/Hüttschental)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 23. Jun 2019 - 21:29:50

Mineralbilder (62 Bilder gesamt)

Baryt
Aufrufe (Bild: 1402318315): 926
Baryt

Baryt XX in einer Sideritdruse, Größe der Kristallgruppe 20mm, Hüttschental, Wildemann

Sammlung: Harzsammler
Copyright: Harzsammler
Beitrag: Harzsammler 2014-06-09
Baryt
Aufrufe (Bild: 1201447369): 1069
Baryt

Kristallgruppe von der Hüttschentaler Halde im Harz, Bildbreite ca. 9 cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-01-27
Chrysokoll
Aufrufe (Bild: 1201448510): 1042
Chrysokoll

kleine Stufe von der Hüttschentaler Halde im Harz, Bildbreite ca. 2 cm

Sammlung: harzer
Copyright: harzer
Beitrag: harzer 2008-01-27

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Aktualität: 22. Jun 2019 - 12:09:34

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Klose, F. (1985). Mineralienführer Harz. Eigenverlag Goslar, S.78-79.
  • Wittern, A. (1995): Mineralien finden im Harz. Ein Führer zu 40 Fundstellen. Köln: Sven v. Loga, S.41.
  • Wittern, A. (2001): Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland (1.Aufl.), Stuttgart: Schweizerbart, S.39-40.
  • Gröbner, J., Hajek, W., Junker, R. & Nikoleizig, J. (2011): Neue Mineralschätze des Harzes. Papierflieger Verlag GmbH, Clausthal-Zellerfeld, 127 S.

Quellenangaben

Einordnung