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Heeseberg

Profile

Coun­try

Deutschland

Re­gion

Niedersachsen / Helmstedt, Landkreis / Jerxheim / Heeseberg

GPS Co­or­d­i­nates

Heeseberg



Heeseberg

WGS 84: 
Lat.: 52.08330375° N, 
Long: 10.87037086° E
WGS 84: 
Lat.: 52° 4' 59.894" N,
   Long: 10° 52' 13.335" E
Gauß-Krüger: 
R: 4422668,
 L: 5772772
Local weather information, Macrostrat geological map

Kind of Ex­po­sure

Quarry (old)

Ge­ol­o­gy

Rogenstein des Unteren Buntsandsteins mit Stromatolithriffen

En­trance Re­stric­tions

NSG, Geotop

Mineralienatlas short URL:

https://www.mineralatlas.eu/?l=11289
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Additional Functions

Detailed Description

Am Heeseberg westlich von Jerxheim befinden sich mehrere aufgelassene Steinbrüche im Unteren Buntsandstein. Der Buntsandstein des Heeseberges gehört zu einer Reihe von isolierten Vorkommen inmitten der kretazischen Schichten des Harzvorlandes. Das Mesozoikum wurde hier durch unterlagernde Zechsteinsalz-Diapire sattelartig aufgewölbt.

Der Dresdner Professor Ernst Kalkowsky prägte im Jahr 1908 den Ausdruck Stromatolith (griechisch: stroma, Decke und lithos, Stein) für stromatolithische Strukturen aus dem Unteren Buntsandstein des Heeseberges.

In dem am westlichsten gelegenen aufgelassenen Bruch ist die für das Harzvorland typische „Rogensteinzone“ des oberen Unteren Buntsandsteins über eine Länge von ca. 50m und in einer Mächtigkeit von gut 10m aufgeschlossen. Die unteren 4m der Bruchwand werden aus relativ massigen oolithischen Kalken aufgebaut. Die einzelnen Ooide erreichen Durchmesser von bis zu 4mm, im Aufschluss lassen sich einzelne Schichten aus feineren und gröberen Ooiden beobachten die gegeneinander unregelmäßig abgegrenzt sind. In einigen Bereichen des Kalkes treten bis mehrere dm große Rippelbildungen und hummocky cross bedding-Strukturen auf. Diese mehr oder weniger symmetrischen Rippelstrukturen, die durch oszillierende Sturmwellen gebildet werden, weisen auf ein Ablagerungsgebiet mit geringer Wassertiefe im Schelfbereich hin. In den oolithischen Kalken selbst kommen hin und wieder nur wenige Zentimeter mächtige Lagen aus welligen Algenmatten vor. Weitere fossile Organismen lassen sich in den Kalken nicht beobachten.

Die Obergrenze der Oolithe wird von einem Riff aus Stromatolithen aufgebaut. Die bis zu 1m hohen Strukturen besitzen die typischen kissen- und domartigen Formen, stellenweise lässt sich ein Verwachsen von einzelnen Stromatolithen ineinander beobachten.

Die hangenden Schichten, welche das Stromatolithenriff unmittelbar überlagern, bestehen aus einigen Metern an rötlichen, dünngeschichteten Ton-, Silt- und Sandsteinen.

Entstanden sind die Stromatolithe unter den wüstenartigen klimatischen Verhältnissen zur Zeit des Unteren Buntsandsteins vermutlich in einem sog. Endsee – einem flachen, abflusslosen Gewässer mit einer hohen Evaporationsrate. Durch die hohe Verdunstung kommt es zu hypersalinen Verhältnissen, die nur für wenige Organismen als Lebensraum geeignet sind. In dieser Umgebung waren die Stromatolithe vor Fressfeinden, Konkurrenten und der Zerstörung durch andere Lebewesen weitestgehend geschützt und konnten so ein größeres Riffsystem aufbauen.

Minerals (Count: 1)

Rocks (Count: 4)

Rock images (3 Images total)

Stromatolith
Views (Image: 1234649511): 4745
Stromatolith

Stromatolithen, Unterer Buntsandstein; Heeseberg, Jerxheim, Helmstedt, Niedersachsen, Deutschland

Copyright: Erik
Contribution: Erik 2009-02-14
Stromatolith
Views (Image: 1234649455): 1891
Stromatolith

Stromatolith, Unterer Buntsandstein; Heeseberg, Jerxheim, Helmstedt, Niedersachsen, Deutschland

Copyright: Erik
Contribution: Erik 2009-02-14
Stromatolithenriff
Views (Image: 1234649565): 1980
Stromatolithenriff

Stromatolithenriff, Unterer Buntsandstein; Heeseberg, Jerxheim, Helmstedt, Niedersachsen, Deutschland

Copyright: Erik
Contribution: Erik 2009-02-14

Fossils (Count: 1)

Reference- and Source indication, Literature

Literatur

  • Kalkowsky, E. (1908): Oolith und Stromatolith im norddeutschen Buntsandstein. Z. dt. geol. Ges.., 60: 68-125; Stuttgart.
  • Rummel, O. (1973). Der Heeseberg bei Jerxheim und sein Rogenstein. Aufschluss, Jg.24, H.10, S.430-31.
  • Bölscher, B., Schneider, W., Bernatzky, M. & Herbst, U. (2000): Geologie-Natur-Erlebnispfad “Heeseberg”. Erlebnispfadführer des Freilicht- und Erlebnismuseums Ostfalen, 40 S.; Königslutter.
  • Arthur Wittern (2010). Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland. 3.Aufl. Schweizerbart, Stuttgart. S.33.

Verfasser

Einordnung