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Die Tongruben in Sittensen, Ortsteil Freetz / Tiste

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Niedersachsen / Rotenburg (Wümme), Landkreis / Sittensen / Tongrube Freetz

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tongrube

Geo­lo­gie

Miozän (Gram-Langenfeldium)

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Betreiber: Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, Werk Sittensen, 27419 Sittensen OT Tiste

Seit 2008 sind die Gruben für Sammler geschlossen! Lizenzen werden nicht mehr erteilt.

Letz­ter Be­such

April 2007

GPS-Ko­or­di­na­ten

Tongrube Freetz (N 53° 18' 24" - E 9° 32' 8")



Tongrube Freetz

WGS 84: 
Lat.: 53,30666667° N, 
Long: 9,53555556° E
WGS 84: 
Lat.: 53° 18' 24" N,
   Long: 9° 32' 8" E
Gauß-Krüger: 
R: 3535771,
 H: 5908442
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=415
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Tongrube Freetz, Sittensen, Rotenburg, Niedersachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Tongrube Freetz
Tongrube Freetz

Tongrube Wienerberger in Sittensen-Freetz, Bild von der Zufahrt zur Grube, Besuch 07/2006

dentalius
Tongrube Freetz
Tongrube Freetz

Tongrube Wienerberger in Sittensen-Freetz, in der Grube aufgenommen, Besuch 07/2006

dentalius
Tongrube Freetz
Tongrube Freetz

Tongrube Wienerberger in Sittensen-Freetz, Grubensohle Richtung Einfahrt, Besuch 07/2006

dentalius

Ausführliche Beschreibung

In Sittensen betreibt das Unternehmen Wienerberger eine Tonziegelbrennerei. Der Schornstein dieses Werkes ist weithin zu sehen. Das Werk liegt direkt an der Autobahn Hamburg-Bremen.

Einer der Rohstoffe für die dort produzierten Ziegel wird direkt am Werk aus einem großen Glimmerton-Aufschluss gewonnen. Bisher sind dort zwei Gruben vorhanden. Die hinter dem Werk liegende ist bereits stillgelegt und geflutet. In der Grube gegenüber dem Werkstor jedoch wird mehr oder weniger aktiv abgebaut.

Überregional bekannt geworden ist dieser Aufschluss (die alte Grube) unter dem Namen Freetz bzw. Tiste durch Funde diverser Walknochen und einiger nahezu komplett erhaltener Walskelette von Zahn- und Bartenwalen, die z.T. im Bachmann-Museum Bremervörde besichtigt werden können. Zur Begleitfauna gehörten ebenfalls Haie, andere Fische und natürlich Mollusken aus der Gram-Langenfeldium-Stufe.

Der Glimmerton hier ist jedoch recht fossilarm, auch aufgrund der großflächigen Entkalkung des Sediments. Die in der Literatur genannte Fundstelle mit der nicht entkalkten Schicht, in der auch Mollusken zu finden waren, befand sich in der alten und gefluteten Grube. Jedoch ist diese Stelle heute nicht mehr zugänglich, da hier der Hang abzurutschen drohte und über Aufschüttungen gesichert werden musste.

In der Literatur werden als mögliche Funde neben Haizähnen auch Walknochen genannt.

Der Erhaltungsgrad der Knochen (und Knochenfragmente) muss jedoch größtenteils als schlecht bezeichnet werden, zum einen aufgrund von chemischen Prozessen während der Einbettung und zum anderen natürlich auch aufgrund der durch den Gletscherdruck auftretenden Scherkräfte, die die Knochen in viele kleine Teile zerbrochen haben. Die oben genannten Walskelette mussten jedenfalls aufwändig rekonstruiert werden. Walknochen habe ich jedenfalls bei meinen Besuchen nicht gefunden.

Haizähne waren selten, aber findbar. Da sie sehr schnell in der Sonne ausbleichen, waren die Zähne am ehesten am Boden der Grube und in den Rinnen, die das Regenwasser in die Hänge gräbt, auszumachen.

Die alte Grube liegt hinter dem Werk und direkt neben der Autobahn. Da in der alten Grube jedoch keine Erdbewegungen mehr stattfanden, war die neue Grube im Vergleich vielversprechender.

Mit viel Glück fuhr man dann mit Haizähnen nach Hause. Mitbringen musste man Geduld und Leidensbereitschaft (zumindest waren meine Besuche von mäßigem Erfolg gekrönt und somit eher enttäuschend).

Gesteine (Anzahl: 1)

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Fossilien (Anzahl: 4)

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Legende

Fossil -> Name des Fossils
Fossil (TL) -> Fossil-Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Fossil in der Region
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 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Fossil ? ->Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 11. May 2021 - 10:52:56

Fossilbilder (6 Bilder gesamt)

Isurus hastalis
Aufrufe (Bild: 1165352283): 3311, Wertung: 9.83
Isurus hastalis

Isurus hastalis; Lateralzahn, ca. 3,5 cm; Miozän, Langefeldium; Sittensen, Deutschland

Copyright: AZRAEL
Beitrag: bardenoki 2006-12-05
Mehr   FoF 
Isurus escheri
Aufrufe (Bild: 1165352333): 1374
Isurus escheri

Isurus escheri; ca. 3,5 cm; Miozän, Langefeldium; Sittensen, Deutschland

Copyright: AZRAEL
Beitrag: bardenoki 2006-12-05
Mehr   FoF 
Carcharias aff acutissima
Aufrufe (Bild: 1167511391): 891
Carcharias aff acutissima

Carcharias aff. acutissima; Frontzahn, ca. 1,5 cm; Miozän, Glimmerton, Gram-Langefeldstufe; Sittensen, Deutschland

Copyright: AZRAEL
Beitrag: bardenoki 2006-12-30
Mehr   FoF 

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Aktualität: 11. May 2021 - 10:52:56

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

aus der Zeitschrift "Der Geschiebesammler" (Jg. = Jahrgang)

  • KLUG, Birgit & KLUG, Günter: Skelettreste eines Delphins aus der Tongrube Wienerberger bei Sittensen (30.Jg., Heft 2, 1997)
  • KLUG, Birgit & KLUG, Günter: Der miozäne Glimmerton von Tiste/Freetz bei Sittensen in Niedersachsen (32.Jg., Heft 2-3, 1999)
  • BEHRMANN, Günter: Walzähne aus den miozänen Tongruben von Sittensen (39.Jg., Heft 3, 2006)

Weblinks

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