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Steltenberg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Hagen / Hohenlimburg-Oege / Steltenberg

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Den Steinbruch erreicht man über die A46 Ausfahrt Hohenlimburg Richtung Oege. Nach ca. 2km links Richtung Elsey, gegenüber des Krankenhauses rechts in die Bergstraße abbiegen, nun dem Straßenverlauf bergauf folgen bis man rechter Hand einen Kleingartenverein erreicht hat, Pkw dort parken.

Hinter der Schranke dem Weg in den Wald folgen am Hundeplatz vorbei, nach ca 300m befindet man sich am Steinbruchrand.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbruch

Geo­lo­gie

Massenkalk, Givet, oberes Devon Aus einem ehemaligen großen Korallenriff werden Kalk und Dolomitgesteine abgebaut. Stellenweise treten Karstschlotten auf, die mit jüngeren Sedimenten gefüllt sind, wie Sande, Schluffe, Tone, Grünsand und Quarzkiese.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Nur mit Genehmigung der Hohenlimburger Kalkwerke GmbH, Oegerstr. 39, Hagen-Hohenlimburg

GPS-Ko­or­di­na­ten

Steltenberg Steinbruch - N 51° 21' 14" E7° 35' 11"



Steltenberg Steinbruch

WGS 84: 
Lat.: 51,35388889° N, 
Long: 7,58638889° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 21' 14" N,
   Long: 7° 35' 11" E
Gauß-Krüger: 
R: 3401600,
 H: 5691964
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Top25 NRW 4611, Hagen-Hohenlimburg

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=455
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Fundträchtige mergelige Schichten mit Kluftanschnitt
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Fundträchtige mergelige Schichten mit Kluftanschnitt

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Hohenlimburg-Oege/Steltenberg

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-05-26
Steltekluft
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Steltekluft

Karstschlotte mit sandigen Kiesellagen; Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Hohenlimburg-Oege/Steltenberg

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-05-25
Fundträchtige mergelige Schichten mit Kluftanschnitt
Aufrufe (Bild: 1148591798): 4654
Fundträchtige mergelige Schichten mit Kluftanschnitt

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Hohenlimburg-Oege/Steltenberg

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-05-25

Ausführliche Beschreibung

Beschreibung

Im Steinbruch stehen Riffkalke an, die stellenweise dolomitisiert sind. Aber es finden sich Bereiche in denen mergelige und bituminöse Schiefer anstehen, die auf geringe Wasserbewegung hinweisen.

Bei angewittertem Gestein lassen sich als Riffbildner Korallen und Stromatoporen erkennen. Die Kalke beinhalten eine reichhaltige Meeresfauna, die typisch für den obergivetischen Massenkalk ist, und durch Uncites gryphus und Stringocephalus burtini als Leitfossilien geprägt sind. Diese ist auch als Stringocephalus-Fauna bekannt.

Neben den bereits genannten und anderen Brachiopoden finden sich dort auch eine Vielzahl von Korallen, Stromatoporen, Muscheln, Crinoiden und auch Cephalopoden.

Fossilreiche Lockergesteine aus jüngerer Zeit finden sich in Spalten und Karstschlotten. Auf der Südseite, wie derzeit auch im oberen Bereich des Steinbruchs, finden sich insbesondere in Karstschlotten tertiäre Ablagerungen. Es handelt sich dabei um Quarzsande und Gerölle, zum Teil auch um sehr feine Schluffe und Tone, die auf fluviatile Vorgänge schließen lassen. Funde von Schnecken (Cerithium sp.) und Haizähnen zeigen die marinen Einflüsse während des Tertiär.


Fossilien

Leitfossilien:
Stringocephalus burtini und Uncites gryphus,

Hydrozoa:
Stromatopora concentrica (GOLDFUSS),
Stromatopora sp.,
Amphipora ramosa (PHILLIPS)

Anthozoa (Korallen):
Aulopora sp.,
Acantophyllum sp.,
Disphyllum caespitosum (GOLDFUSS),
Striatopora sp.,
Heliolites porosus (GOLDFUSS),
Thamnopora cervicornis (BLAINVILLE)

Bryozoa (Moostierchen):
Fenestella sp.

Gastropoda (Schnecken):
Bellerophon striatus (GOLDFUSS),
Euryzone delphinuloides (SCHLOTHEIM),
Murchisonia bilineata (SANDBERGER),
Strobeus arculatus (SCHLOTHEIM),
Straparollus sp.,
Devonzyga sp.,
Loxonema sp.
Turbonitella sp.,
Maclurites sp.

Bivalven (Muscheln):
Megalodon cucullatus (SOWERGY),
Pterinea sp.

Cephalopoda (Kopffüßer):
Pleuronoceras sp.,
Geisonoceras sp.,
Cyrotoceras sp.,
Orthoceras sp.

Brachiopoda (Armfüßer):
Spinatrypa aspera (SCHLOTHEIM),
Spinatrypa flabellata (ROEMER),
Desmaquatia prisca (SCHLOTHEIM),
Chonetes sp.
Bornhardtina laevis (M'COY),
Stringocephalus burtini (DEFRANCE),
Stringocephalus (Parastringocephalus) dorsalis (ARCHIAC & VERNEUIL),
Stringocephalus (Stringodicus) giganteus (SOWERBY),
Devongypa globa (SCHNUR),
Productella subaculeata (SCHLOTHEIM),
Untices gryphus (SCHLOTHEIM)

Vermes (Würmer):
Serpulospira sp.

Crinoidae (Seelilien):
Cupressocrinites sp.,
Crinoidea gen. et. sp. indet. (Stielglieder, Wurzelteile und Kelche).


Mineralien

Der Steinbruch Hohenlimburg-Oege ist bei den Sammlern der Region und darüber hinaus seit vielen Jahren als guter Fundpunkt bekannt.

Während der gesamten Abbauphase konnten gute Funde getätigt werden. Neben den vorherrschenden Mineralien Calcit und Dolomit konnten Quarze in großer Menge und guter Ausbildung gefunden werden. Alle drei Mineralien bilden in Kombination sehr schöne Sammlungs- Stufen.

Vererzungszonen am Steltenberg brachten auch gute Funde von Kupfer- sowie Eisenerzmineralien. Galenit kam selten vor.

Calcit war das vorherrschende Mineral des Steltenberges. Skalenoeder und Rhomboeder in beeindruckender Größe und Vielfalt waren keine Seltenheit. Es fanden sich Klüfte von enormen Ausmaßen, aus denen Stufen bis zu 80 cm geborgen werden konnten.

Die Kristalle zeigten häufig Größen bis über 20 cm. Die Farben variierten von schneeweiß über rot bis zu tiefbraun. Hämatit und Limonit sorgen am Steltenberg für diese Mineralfärbungen.

Dolomit fand sich am Steltenberg in den bekannten Sattel-Rhomboedern ebenso häufig wie Calcit. Nicht so spektakulär, aber oft als Pseudomorphose nach Calcit war er in Kombination mit anderen Mineralien ein schönes Sammelobjekt.

Quarz fand sich am Steltenberg sehr häufig zusammen mit Calcit und/oder Dolomit. Er bildete aber auch eigenständige Mineralstufen auf Dolomitmatrix.

Die Farben variieren von wasserklar über alle Rottöne und Gelbfärbungen bis zu dunkeloliv. Hier spricht der Sammler ausschließlich von Eisenkiesel. Die fälschlicherweise als Morion bezeichneteten, autigenen Quarze, konnten ebenfalls gefunden werden.

Eine Besonderheit bei den gelben Eisenkieseln stellen die Kristalle mit Einschlüssen von Myzelien dar.

Eisen- und Kupfererze: Am Steltenberg finden sich, wie auch in anderen Aufschlüssen im Massenkalk, Eisen- und Kupfererze. Während Kupfererze selten zu finden waren, sind die Eisenerze häufig. Als Braun- und Roteisenstein, Limonit und Hämatit sorgen die Eisenerze für eine Rotfärbung großer Bereiche des Steinbruches. Eine Besonderheit stellen die Pseudomorphosen nach Calcit-Skalenoedern dar.

Mineralien (Anzahl: 23)

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Mineralbilder (44 Bilder gesamt)

Calcit
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Calcit

Karamellbraun und weiß gefärbte, zonare Calcitkristalle vom Steinbruch Steltenberg, Hohenlimburg, Hagen, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Stufenbreite 8 cm.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2013-03-18
Quarz
Aufrufe (Bild: 1397842138): 2286
Quarz

Der Einblick in einen wasserklaren Quarz mit limonitisierten Inklusen von Calcitdoppelendern. Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hagen/Hohenlimburg-Oege/Steltenberg

Sammlung: Thomas Thieme
Copyright: tho-thie@web.de
Beitrag: thothie 2014-04-18
Calcit
Aufrufe (Bild: 1220651513): 1347
Calcit (SNr: 2008-385-1)

Steinbruch Steltenberg, Hohenlimburg-Oege, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
(Bildbreite ca. 7 cm)

Sammlung: MichaelP
Copyright: MichaelP
Beitrag: MichaelP 2008-09-05

Gesteine (Anzahl: 3)

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Fossilien (Anzahl: 15)

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Fossilbilder (8 Bilder gesamt)

Devongypa globa
Aufrufe (Bild: 1148634252): 2037
Devongypa globa

Devongypa globa, 4,5cm; Massenkalk; Hohenlimburg-Oege, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-05-26
Koralle
Aufrufe (Bild: 1148851890): 3161
Koralle

Länge 4cm; Massenkalk; Hohenlimburg-Oege

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-05-28
Desquamatia prisca
Aufrufe (Bild: 1148591894): 1261
Desquamatia prisca

Desquamatia prisca , 5cm; Massenkalk; Hohenlimburg-Oege, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-05-25

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Aktualität: 21. Jun 2019 - 20:08:38

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellenangabe/Literaturhinweise

  • Denkmann, August (1907). Bericht über die wissenschaftlichen Ergebnisse der geologischen Aufnahmen in den Jahren 1903 und 1904. Gliederung des Lenneschiefers in der Gegend von Hohenlimburg. Jb.Königl.Preuss. Geol. LA, 25,: 551-74.
  • R. Blank (1983). Fossilien aus dem Riff. Der Massenkalk von Hagen-Hohenlimburg. Min.-Mag. H.7, S.320.
  • Lutz Koch. Aus Devon, Karbon und Kreide. Die fossile Welt des NW Sauerlandes. Hagen: Verlagsgesellschaft v.d. Linnep 1984. 5.2.2.1 Die Massenkalkfauna von Hohenlimburg.
  • Lutz Koch (1990). Der Schwelmer Kalk. In: Werner K. Weidert: Klassische Fundstellen der Paläontologie. Bd.2. Goldschneck Verlag. S.37-48.
  • Dora Palowski. Mineralfundstellen im Sauerland. München: Weise Verlag 1991. Nr.20, S.53-54.
  • Rykart, R. & Lueg, W. (1992). Zwei interessante Pseudomorphosen aus dem Steinbruch Hohenlimburg-Oege im W Sauerland. Aufschluss, Jg.43, Nr.3, S.191-92.
  • Stieglitz, H. (1996). Nickelsulfide aus dem Rheinischen Schiefergebirge (Bem. Eigenfund).
  • Jahn, S. (2002). Mineralien aus dem Steinbruch Hohenlimburg-Oege bei Hagen im Sauerland. Min.-Welt, Jg.13, Nr.1, S.24-51.
  • Polenz, H. (2003). Aufschlüsse im Mitteldevon des Sauerlandes und der Eifel. Aufschluss, Jg.54, H.2, S.161-69.
  • Grenzton
  • Beiträge Mineralien der Sauerländer

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