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Ruhr-Lippe-Steinbruch

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Hochsauerlandkreis / Arnsberg / Müschede / Ruhr-Lippe-Steinbruch

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

verfüllter Steinbruch

Geo­lo­gie

Kulmplattenkalk

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

umzäunter Bereich

Letz­ter Be­such

2008 mit Zufallsfund Azurit

GPS-Ko­or­di­na­ten

Ruhr-Lippe-Steinbruch



Ruhr-Lippe-Steinbruch

WGS 84: 
Lat.: 51,411677° N, 
Long: 7,99438° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 24' 42,037" N,
   Long: 7° 59' 39,768" E
Gauß-Krüger: 
R: 3430108,
 H: 5697925
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=22374
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Verkürzte Pfadangabe

Ruhr-Lippe-Steinbruch, Müschede, Arnsberg, Hochsauerlandkreis, Arnsberg, Nordrhein-Westfalen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines

Neben dem bekannten und noch im Abbau stehenden Steinbruch Lanwehr gab es direkt im Ort Müschede noch den RUHR-LIPPE-Steinbruch. Dieser Bruch, sowie der Steinbruch in Reigern bei Hachen, wurden zum Bau des Sorpesee- Dammes betrieben. Die geologischen Verhältnisse und somit die gute Verwertbarkeit des Gesteines waren schon lange bekannt. In und um Müschede gab es seit dem Mittelalter einen regen Bergbau u. a. auf Cu-Erze und Baryt. Direkt vor dem Steinbruchgelände, hinter einer Firma, befindet sich noch ein Stollen, in dem Erz gefördert wurde. Die Fortsetzung des Erzganges wurde bei der Erschließung des Bruches angefahren. Das Erz ist an einen Barytgang gebunden.

Als im 2. Weltkrieg der Möhnedamm zerstört wurde, nutzte man den Ruhr-Lippe-Steinbruch abermals. Dieses mal zur Reparatur der Staumauer.

Nach dem Krieg diente der Bruch lange Jahre als Mülldeponie. In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckten dann Mineraliensammler den Bruch als gute Fundstelle für Baryt und die Cu/Sb-Vererzung. Vorherrschend konnte Azurit und Malachit gefunden werden. Interessant für Sammler war aber das Mineral Partzit (s. Anmerkung) sowie Fahlerz. Im vorderen Bereich des Bruches, zu der anliegenden Siedlung hin, war der Abhang über viele Jahre bunt gefärbt durch die Häufigkeit der Sekundär-Mineralien. Viele Sammler verschmähten die Stücke gerade wegen der Häufigkeit. Stattdessen wurde ein reger Abbau zur Stufengewinnung von Baryt betrieben. Der im Mittel 60-100 cm dicke Barytgang erwies sich als "Drusenparadies". Zentnerschwere Stufen waren keine Seltenheit. Kopfgroße Stufen galten als normal. Einzig die Qualität der Kristalle stimmte nicht. Wie sich zeigte, waren alle Kristalle mit einer zweiten Generation von Baryt überwachsen. Dadurch konnten keine glänzenden Baryte geborgen werden. Die Stufen sind unscheinbar grau und matt. Lediglich einige kleinere Kristalle und parkettierte Flächen erscheinen in einem einigermaßen guten Glanz, sind aber die Ausnahme.

(nach der neuen IMA-Nomenklatur von 2010 ist der Partzit diskreditiert und wird nun als Cuproroméite bezeichnet)

Die in einschlägig bekannten Foren gezeigten Fotos von Baryten und Cu/Sb-Erzen mit der Fundortangabe "Lanwehr" müssen eindeutig dem Bruch Ruhr-Lippe zugeordnet werden.

Nachdem die Sammler die Keller voll hatten und das Material kaum zu veräußern oder tauschen war, ließ das Interesse nach. Einzig Stufen mit Partzit fanden noch Interesse.

Mittlerweile wurde die Mülldeponie abgedeckt und renaturiert. Der Abhang mit den Cu-Erzen wurde mit Schottermaterial abgedeckt. Die Zone, in der die Baryte gefunden wurden, wurde begradigt und direkt daneben eine Strasse gebaut. Somit sind Fundmöglichkeiten heute nicht mehr gegeben. Es findet sich aber in Sammlungen immer noch genügend Tauschmaterial bzw. auf den hiesigen Börsen sind noch Stufen zu bekommen. Stücke mit unbeschädigten Antimon-Fahlerz-xx (Tetraedrit) sind sehr selten.

Eine Auflistung der Gruben finden Sie unter Arnsberg-Müschede

Mineralien (Anzahl: 5)

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ZurücksetzenBaCCuFeHOPbSSbZn
Barytr
Slg. thdun5
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Arnsberg/Müschede/Ruhr-Lippe-Steinbruch)
BM
Galenitr
Slg. thdun5
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Arnsberg/Müschede/Ruhr-Lippe-Steinbruch)
BM
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Legende

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Aktualität: 19. Jun 2021 - 18:03:19

Mineralbilder (16 Bilder gesamt)

Tetraedrit
Aufrufe (Bild: 1281782411): 1033
Tetraedrit

Bildbreite: 4 mm; Fundort: Steinbruch Ruhr-Lippe, Müschede, Arnsberg, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: Joachim Esche
Beitrag: slugslayer 2010-08-14
Mehr   MF 
Baryt
Aufrufe (Bild: 1314031471): 1349
Baryt

Größe: 8 x 6 x 7 cm; Fundort: Steinbr. Ruhr-Lippe, Müschede, Arnsberg, Sauerland/Deutschland; Eigenfund 1975

Copyright: highgrader
Beitrag: highgrader 2011-08-22
Mehr   MF 
Baryt
Aufrufe (Bild: 1268058379): 1351
Baryt

Größe: 77x68x18 mm; Fundort: Steinbruch Ruhr-Lippe, Müschede, Arnsberg, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: Aletsch
Beitrag: slugslayer 2010-03-08
Mehr   MF 

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Aktualität: 19. Jun 2021 - 18:03:19

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Quellenangaben

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