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Caspari-Zeche

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Hochsauerlandkreis / Arnsberg / Uentrop / Caspari-Zeche

GPS-Ko­or­di­na­ten

Antimon-Grube Caspari (N 51° 24' 34,5" E 8° 05' 30,5")



Antimon-Grube Caspari

WGS 84: 
Lat.: 51,40958333° N, 
Long: 8,09180556° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 24' 34,5" N,
   Long: 8° 5' 30,5" E
Gauß-Krüger: 
R: 3436883,
 H: 5697603
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

4614 Arnsberg NRW

An­fahrts­be­sch­rei­bung

A 46 von Arnsberg Richtung Bestwig. AS Arnsberg-Ost.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halde, Fundmöglichkeiten gering

Geo­lo­gie

Kulmplattenkalke

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=446
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (9 Bilder gesamt)

Caspari-Zeche
Aufrufe (Bild: 1200744725): 4202
Caspari-Zeche

Der Zechenweg in Höhe des Wilhelm- Stollen nach dem Unwetter Ende 2007; die Aufnahme stammt vom 19.01.2008

Sammlung: der Sauerländer
Copyright: der Sauerländer
Beitrag: der Sauerländer 2008-01-19
Friedrich-Stollen
Aufrufe (Bild: 1200744508): 4148
Friedrich-Stollen

Caspari-Zeche. So ähnlich stellte sich der Anblick für die Bergarbeiter beim Betreten des Friedrich- Stollens dar; Stempel mit Verzug. (siehe Türstock)

Copyright: der Sauerländer
Beitrag: der Sauerländer 2008-01-19
Caspari-Zeche
Aufrufe (Bild: 1200744255): 4072
Caspari-Zeche

Durch Unwetter freigespülter Zugang zum Friedrich-Stollen. Seitlich der Stempel ist noch der Verzug vorhanden; Die erste noch erhaltene Kappe befindet sich unter der Firste.

Sammlung: der Sauerländer
Copyright: der Sauerländer
Beitrag: der Sauerländer 2008-01-19

Ausführliche Beschreibung

Stibnit
Stibnit

historische Stufe aus der Betriebszeit; Länge des gefurchten X unten links 6 cm; Caspari-Zeche, Arnsberg, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

der Sauerländer
Halde
Halde

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg-Uentrop/Caspari-Zeche

der Sauerländer
Boulangerit
Boulangerit

Boulangerit Fundort:Halde des Caspari-Stollen Kleine Boulangerit-Nester auf der Stufe Größe: 7,0 x 6,4 x 3,5 cm

kraukl

Ausführliche Beschreibung

Bergmeister Buff schreibt in den "Geognostischen Bemerkungen über das Vorkommen der Spießglanzerze auf der Grube Caspari bei Wintrop" von 1827:

"Diese Grube liegt eine Stunde östlich von Arnsberg, zwischen dem Hof Wintrop und dem Dorfe Uentrop, an einem von dem Gebirgsrücken des Arnsberger Waldes sich südlich bis zu dem Ruhrflusse sanft verflächenden Abhanges, der durch mehrere kleine Bäche und Schluchten, die sich westlich im Ruhrthal verlaufen, durchschnitten wird, so dass die Grube an dem nordwestlichen Abhange eines hierdurch gebildeten Seitenjoches belegen ist". Dabei sei angemerkt, dass die Entfernungen zu jener Zeit in der Dauer gemessen wurden, die eine Pferdekutsche benötigte.

Zur Geologie legt Buff dar:

"Das Gebirgsgestein besteht aus abwechselnden Lagen von plattenförmigem Kalkstein, von Thon, Alaun- und Kieselschieferschichten, welche bei einer Mächtigkeit von 1/2 bis 1 1/2 Fuß miteinander wechseln und selten rein ausgebildet sind, sondern häufig einen Übergang von einem Gestein in das andere bilden." Die Schichten streichen laut Buff "von Stunde 4 bis 5 und 6".

Das Erz berschreibt er am häufigsten als Blättriges und Dichtes. Haarförmiges selten und nur nahe am Tage umgewandelt in weißen, gelblichgrauen und strohgelben Spießglanzocker. Nach Buff tritt es in 2 bis 6 Zoll mächtigen Parthien auf. Die Grauspießglanze seien öfters bis 1/2 Zoll starken und bis zu 4 bis 5 Zoll langen, ovalrunden, gefurchten Säulen anzutreffen, "welche ganz mit Gestein umwachsen sind, ohne jedoch damit verwachsen zu sein".

Anmerkung: Kristalle von 12 mm Durchmesser und bis zu 13 cm Länge sollten daher vorgekommen sein.

Am 21. Mai 1834 schließt Anton Wilhelm Stephan Arndts seine Arbeit "Über den Bergbau auf Spiessglanz am Silberberge unweit Arnsberg, im Herzogthum Westphalen, die Aussaigerung des rohen Spiessglanzes und die Bereitung des unbereiteten Spiessglanz-Metalls im Grossen" ab. Erschienen in den "Abhandlungen aus dem Gebiete der Mineralogie und Technologie". Arndts war königlicher Hofkammer-Rat und Professor der Mineralogie und Bergbaukunde an der Kurfürstlichen Universität zu Bonn. Gleichzeitig war die Familie Arndts Besitzer der Eisengruben in Endorf.

Arndts erwähnt einen Brückmanns, der 1727 erstmals über die Gruben berichtet und vermerkt, die Gruben seien gangbar. Zu Arndts jungen bergamtlichen Dienstzeiten 1786 war in der Arnsberger Gegend die Erinnerung an den Bergbau komplett in Vergessenheit geraten. Lediglich der Name "Silberberg" existierte noch. 1789, also wenig später, wurde ihm Erz gezeigt, welches als Bleierz angesprochen wurde. Arndts erkannte das Erz sogleich als Spießerz. Zu der Zeit wurden mehrfach Versuche unternommen, die Grube, auf Bleierze, wieder in Betrieb zu nehmen. Die Beschreibungen Arndts zur Geografie und Geologie decken sich mit den Aufzeichnungen Buffs, jedoch muss sein Pferd schneller gewesen sein, denn er spricht lediglich von einer 3/4 Stunde Entfernung(;-)).

Caspar Rumpe
Caspar Rumpe

das einzige Bild des Grubenbesitzers

der Sauerländer

Das Erz allerdings beschreibt Arndts in erster Linie als strahliges Grau-Spießglanz-Erz, seltener als Dichterz oder blättriges Erz. Die Kristalle seien häufig blau bzw. bunt angelaufen. Während der Betriebszeit wird Arndts "zu Rathe" geholt und er gibt Ratschläge, wie die Erztrümer überfahren werden könnten. Ausführlich geht er auf den Grubenbau ein. Auf seinen Rat hin wurde "ein Hundslauf vorgerichtet".

Durch die neuen Besitzverhältnisse nannte man die Grube nun "Caspari-Grube" nach dem Altenaer Unternehmer Caspar Rumpe.

Aus den Beschreibungen kann entnommen werden, dass Arndts ausschließlich über das Grubengebäude des Caspari-Stollens schreibt. Der etwas oberhalb auf der gegenüberliegenden Talseite angesetzte Wilhelm-Stollen wird wohl nach Arndts selbst benannt sein.

Im letzten Kapitel berichtet Arndts ausführlich die Verhüttung der Erze in der betriebsnahen Schmelze. Die Tiegel fassten 12 Pfund Erz. Nach Abfließen der Schlacken wurde der sogenannte "König" als Fertigprodukt gewonnen. Der "König" war silberweißes Antimon. Sehr spröde, konnte es leicht mit Mörsern zerstoßen werden. Arndts unterscheidet zwischen dem "gemeinen Spiessglanz-König" und dem "martialischen Spiessglanz-König". Antimonpulver galt in jener Zeit noch als Heilmittel. Arndts berichtet von einer Erzhalde, die auf unerklärliche Weise nach und nach über Nacht verschwand. Er vermutet, dass die hiesigen Viehärzte das Antimonpulver zu Vieh-Arzneimitteln verarbeitet haben.

Zu jener Zeit war die Grube mit 4 Mann belegt. Der Lohn betrug für das Abteufen (Arndts spricht von "Abtiefen") pro Lachter 20 Reichsthaler preuß. Cour., einschließlich des Geleuchts nur 10 Reichsthaler preuß. Cour. Für das Nachhauen der Strosse oder Sohle wurden 4 1/2 Reichsthaler preuß. Cour. gezahlt.

Anmerkung: In vielen Publikationen wird erwähnt, dass der Betreiber sich zusätzlich die Abbaurechte für Marmor erwarb. Der s. g. "Marmor" ist in diesem Fall geringmächtige Kalkspatlagen, wie sie in den Kulmplattenkalken allerorts vorkommen. Die Abbaurechte auf diesen "Marmor" wurden in fast allen Aufschlüssen im Kulmplattenkalk mitverliehen. Zu einem regelmäßigen Abbau kam es nicht. Die Kalkspatlagen sind durch tektonische Vorgänge i. d. R. zerdrückt und instabil.


Fundortbeschreibung

Die A 46 von Arnsberg kommend Richtung Bestwig, verlässt man die Autobahn an der AS Arnsberg-Ost und fährt in den Ort Uentrop. In Uentrop hält man sich links und fährt an den letzten Häusern vorbei in das Siepen. Dort hält man sich rechts und fährt auf einem Wirtschaftsweg das Tal bergan.

Der Weg führt parallel zu einem kleinen Bach und wird von Kaltheuner im Jahr 1881 im "Situationsriss der Caspari-Zeche bei Uentrop" als Zechenweg benannt. Links, am Gesenberg ist Wiese, rechts ein bewaldeter Abhang, der in den Silberberg übergeht. Nach kurzer Strecke ist links der zur Wassergewinnung abgemauerte "Daniel-Stollen" zu sehen. Er ist mit einem Stahldeckel verschlossen. Noch weiter unterhalb, auf Niveau der Ruhr, war der "Neuer-Friedrich-Stollen" angehauen, der die Landstraße unterfuhr.

Den Weg weiter hoch gehend, sieht man auf der rechten Seite den Obergraben, der das Wasser für die Erzwäsche lieferte. Kurz davor stand die Hütte. Exakt der Hütte gegenüber befindet sich das mit Schachtringen gesicherte Stollenmundloch des "Glückauf-Stollens" in einem sumpfigen Waldstück. Bei starken Niederschlägen tritt ca 10 m überhalb des Mundloches Wasser aus dem Stollen. Der "Glückauf-Stollen" wurde auf den südlichen Flügel aufgefahren. Während im nördlichen Flügel und in den alten Bauen ein unregelmäßiges Grubengebäude gebaut wurde, wurde jetzt ein modernerer Bergbau betrieben. Das Grubengebäude zeigt große Ähnlichkeit mit den Gruben in Ramsbeck. In die Baue wurde der Versatz eingebracht und die Gesenke in regelmäßigem Abstand gebaut.

Saigerriss
Saigerriss

Saigerriss Glückauf-Stollen; Während der letzten Betriebsperiode erfolgte ein moderner Bergbau.Die Wiese in diesem Teil hat sich großflächig gesenkt. Das Erz zeigte sich hier in seiner größten Mäch...

der Sauerländer

Während Arndts et al bei den alten Bauen von Erz bis 6 Zoll Mächtigkeit berichten, wurde im "Glückauf" Erz bis 40 cm Mächtigkeit abgebaut. Der ausgedehnte Betrieb führte zu der heute deutlich erkennbaren, großen Senke in der Wiese. Hier hat sich das Gebirge auf den Versatz gesenkt. Dieser Stollen stand in Verbindung mit dem oberhalb gelegenen "Neuer-Schurfstollen". Der "Neuer-Schurfstollen" unterfuhr den "Glückauf-Stollen" und traf erst im hinteren Bereich auf die Baue. Das Stollenmundloch des "Neuer Schurfstollen" befindet sich heute unter der Aufschüttung vor dem ehemaligen Zechenhaus.

Am Beginn der Halden des "Caspari-Stollen" rechts, sieht man im Bach die Firste des "Friedrich-Stollens", der das gesamte Grubengebäude der Caspari entwässert. Dieser Stollen durchfährt in gerader Linie die Grube Caspari. Der Stollen ist nach Beschreibungen auf 20 Meter zugesetzt. Die ersten ca. 5 Meter des Stollens wurden bei dem schweren Unwetter Im Jahre 2007 freigespült. Die Türstöcke bis zum tragenden Gebirge stehen nun frei sichtbar in dem Bach.

Stand 2011: Diese Relikte des alten Bergbaus sind mittlerweile verschwunden. Ob sie bei der Begradigung des Bachlaufes durch eine Firma oder durch Sammler ausgegraben wurden, ist dem Autor nicht bekannt.

Eine Öffung des Stollens ist sinnlos, da der Zugang zugespült ist. Ausziehende Wetter sind nicht erkennbar.

Bei diesem Unwetter wurde der Zechenweg teilweise bis über 1 Meter tief auf einer Länge von ca. 50 Meter ausgespült.

Oberhalb lag der Revisor-Stollen. Dieser Stollen war teilweise auf dem Bruch schliefbar.

Die Halden auf der rechten Seite sind sehr ausgedehnt. Erz findet man links oberhalb des Caspari-Stollen-Mundloch. Hier findet man ebenfalls, in Zwickeln eines mulmigen Gesteins, tief violette und farblose Fluorit-Würfel. Rechts oberhalb der Halden, an einem weiteren Wirtschaftsweg, liegt der Luftschacht der Caspari-Grube. Eine Befahrung über diesen Schacht ist nicht möglich. Der Schacht ist mit Müll, Tierkadavern und Versturz z. T. verfüllt (Situation 80er Jahre). Weiter ist auf der rechten Seite ein verstürztes Stollenmundloch zu sehen. Hierbei handelt es sich um den "Mittlerer-Schurfstollen". Dieser Stollen war bis vor einigen Jahren noch beigefallen und begehbar. Bei einer Befahrung konnten aber keinerlei Mineralien gefunden werden. Anhand der Saigerrisse kann davon ausgegangen werden, das der Mittlere Schurfstollen mit dem Südlichen Schurfstollen in Verbindung stand. Leider steht das Gesenk im hinteren Bereich in Kieselschiefer und ist zu Bruch gegangen. In diesem Bereich fand sich ein einzelnes Stück helles Derberz, wie es für den nördlichen Lagerflügel typisch war.

Noch weiter oberhalb sieht man das Stollenmundloch des "Südlicher-Schurfstollen", in einigen Beschreibungen auch "Teichstollen" genannt. Der Stollen steht bis ca. 15 cm unter die Firste voll Wasser. In den 70er Jahren war dieser Stollen kurzzeitig begehbar. Jetzt ist dieses Mundloch komplett durch einen Hangrutsch verschlossen.

Teichstollen Caspari
Teichstollen Caspari

Befahrung des südlichen Schurfstollens, der in den 70er- Jahren kurzzeitig beigefallen war. der Wasserspiegel ist in trockenen Sommern leicht abgesenkt

der Sauerländer
Teichstollen Caspari
Teichstollen Caspari

Abbaubereich im südlichen Schurfstollen. Der Abbau folgt dem Streichen und Fallen der Schichten

der Sauerländer
Antimonerz, Caspari
Antimonerz, Caspari

Antimonerz im südlichen Schurfstollen der Meißel und die Karbidlampe dienen zum Größenvergleich

der Sauerländer
Saigerriss
Saigerriss

Casparigrube

der Sauerländer
Zechenhaus
Zechenhaus

Casparigrube

der Sauerländer

Auf der linken Talseite, im "Schwarzen Stück", findet man Reste des Zechenhauses sowie die Halden des "Maria-Stollen" und "Wilhelm-Stollen". Auf Höhe des "Wilhelm", etwas links vor dem Maria-Stollen das Mundloch des "Nördlicher-Schurfstollen". Direkt hinter dem "Maria-Stollen" mit dem "Mariahülf-Stollen" sieht man noch den Einschnitt zum "Julius-Stollen".

Die Wilhelm-Stollen-Halde führte unzählige Sekundärmineralien. Obwohl zigmal durchsucht, dürften Mikromounter noch Belegstücke finden. Das Erz auf dieser Talseite war das beschriebene Dichterz. Im Gegensatz zum "Caspari-Stollen" gab es hier keine Antimonit-XX.

Das Mundloch des "Caspari-Stollen" lag direkt dem Zechenhaus gegenüber.



Allgemeines

Im Bereich des gesamten Grubengeländes hat sich, wie in anderen Grubenbezirken auch, eine eigene Flora gebildet. Nach Überlieferungen haben die "Alten" bei der Suche nach Erzen auf diese Zeichen der Natur geachtet. Gerade bei Antimonerzen ist diese eigene Flora sehr ausgebildet. Antimon weist unter den Elementen eine hohe Mobilität auf und wird, wenn es in löslicher Form vorliegt, von Pflanzen leicht aufgenommen. Die Konzentrationen in Pflanzen können 7-50 mg/kg TS betragen.

Über die Toxizität von Antimon bei Menschen, Tieren und Pflanzen liegen keine Erkenntnisse vor. Grenzwerte für Antimon in Böden gibt es nicht.

Sammler sollten sich, gerade hier, um den Wert des gesamten Grubenbereichs und ihrer Verantwortung als Schützer von Bodendenkmälern bewusst sein.

Während in anderen Bergbaugebieten des Sauerlandes Bodendenkmäler dieser Art geschützt werden, reagiert die Stadt Arnsberg leider bei diesem einmaligen Grubenbereich nicht. In Deutschland gab es nur wenige Gruben, die regulär Antimon abbauten. Die Caspari-Grube ist von überregionaler Bedeutung und absolut schützenswert!

Das Gelände der Caspari dient nun auch bei den "Geo-Cachern" als Schatzfundort. Es wurde eine Plastikkiste mit Hinweisen zur Grubengeschichte und anderes versteckt. Somit müssen es nicht zwangsmäßig Mineralien- und Bergbauinteressierte sein, die suchend über die Halden laufen.


Fundpunkt "Bockstall"

BILD:1202043135

Situationszeichnung der Caspari III, das kleine blaue Viereck zeigt den Fundpunkt Bockstall

Anno 1866 wurden die Feldesgrenzen der Caspari-Zeche auf über 4 Mio. m2 erweitert und sie bekam die Bezeichnung "Caspari II". Somit gehört der Fundpunkt "Bockstall" zur Caspari und soll hier ebenfalls erwähnt werden.

Beim Bau der A46 Richtung Bestwig wurde dieser Fundpunkt durch die Bauarbeiten erschlossen. In einem späten Saigerriss des Grubenfeldes ist an dieser Stelle ein Stollen von wenigen Lachtern Länge eingezeichnet. Dieser Stollen wird bei den Bauarbeiten, ohne es zu bemerken, überfahren worden sein.

Kurzzeitig wurden von Sammlern durch diesen Glücksfall sehr gute Funde der gesamten Mineralparagenese getätigt. Zu den bereits bekannten Mineralien kamen etliche neue hinzu. Ein weiterer Glücksfall war das Verständnis der leitenden Mitarbeiter der Baufirma. So wurde z.B. mit einer Baggerschaufel der Hauptfundpunkt für Antimonit abgedeckt, damit kein übermäßiger Raubbau betrieben werden konnte.

Eine sehenswerte Ausstellung zu den Fundumständen und der Funde präsentierte die ARGE-Maulwurf, eine Vereinigung sauerländischer Sammler, auf der Mineralienbörse in Neheim-Hüsten 2006.


Bilder von Werkzeugen

Bergeisen
Bergeisen

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg-Uentrop/Caspari-Zeche

der Sauerländer
Handbohrer
Handbohrer

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg-Uentrop/Caspari-Zeche

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Köcher
Köcher

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Köcher
Köcher

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg-Uentrop/Caspari-Zeche

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Tiegel
Tiegel

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg-Uentrop/Caspari-Zeche

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Tiegel
Tiegel

Deutschland/Nordrhein-Westfalen/Sauerland/Arnsberg-Uentrop/Caspari-Zeche

der Sauerländer

Mineralien

Die in der einschlägigen Literatur, sowie in Internet-Seiten aufgeführten Mineralien sind für die Caspari-Zeche mit Vorsicht zu genießen. Neueste Untersuchungen reduzierten die Anzahl der Mineralien. So wurde z.B. analysierter Jamesonit und Boulangerit eindeutig als Zinkenit erkannt. Dahingegen gibt es eine andere Untersuchung, welche Jamesonit wieder eindeutig der Caspari zuordnet.

In einer namhaften Internet-Seite wird ein Foto mit einer Paragenese gezeigt, die einer anderen bekannten Grube zugerechnet werden muss. Sammlungszettel in Museen oder Sammlungen sind schnell vertauscht und man kann das den Autoren somit nicht negativ anlasten. Dazu kommt, dass häufig Stücke mit falschen Fundortangaben weitergegeben werden, um so den Wert hochzuschrauben.


Mineralien (Anzahl: 39)

Mineralbilder (26 Bilder gesamt)

Baryt
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Baryt

Caspari-Zeche. Bildbreite: 1,5 mm.

Sammlung: kraukl
Copyright: kraukl
Beitrag: kraukl 2013-08-11
Antimonit
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Antimonit

Caspari-Zeche. Bildbreite: 4,5 mm.

Sammlung: kraukl
Copyright: kraukl
Beitrag: kraukl 2013-08-11
Gips
Aufrufe (Bild: 1382602549): 543
Gips

Caspari-Zeche, Uentrop bei Arnsberg, Sauerland/Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Kristallgröße ca. 2 mm.

Copyright: skibbo
Beitrag: skibbo 2013-10-24

Gesteine (Anzahl: 2)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Text:


Literaturhinweise:

  • Zincken, C. und Rammelsberg, C. (1849). V. Beiträge zur Kenntniß von Mineralien des Harzes (III. Heteromorphit). Poggendorff\'s Ann. Physik und Chemie, 77, S.237-67. (Typ-Publ.)
  • Hatton, H. (1979). Flußspatvorkommen auf der Casparizeche bei Arnsberg/Westfalen. Aufschluss, Jg.30, Nr.6, S.210.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1989). Das Antimonerzvorkommen der Caspari-Zeche bei Arnsberg im Sauerland. Lapis, Jg.14, Nr.6, S.11.
  • Weis, S. Mineralfundstellen Atlas West Deutschland. Weise Verlag, München, 1990; S.39-40
  • Pawlowski, D. Mineralfundstellen im Sauerland. Weise Verlag München, 1991, S.21-23.

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