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Ramsbecker Revier

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Hochsauerlandkreis / Bestwig / Ramsbeck

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Über die Autobahnen A45 (Sauerlandlinie) und die A4 (Köln-Olpe) sowie die A44 (Dortmund-Kassel) und von Werl-Arnsberg die A445/ A46 bis Bestwig. Von hier aus ist Ramsbeck gut ausgeschildert.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Gruben & Halden. Letzte Bezeichnung: Grubenfeld "Vereinigte Bastenberg und Dörnberg".

Besucherbergwerk beginnt im Eickhoffstollen als Teil der Grube Dörnberg.

Geo­lo­gie

Im unteren Mitteldevon durch Vulkanismus gebildete Pb und Zn Erzgänge (Silbergehalt). Die wesentlichen Mineralisationen setzen vorwiegend in quarzitischen Gesteinen der Sattelstruktur auf. Den Kern des Sattels bilden vorwiegend Tonschiefer. Simple Mineralogie bei der primären Gangfüllung: Neben Quarz als hauptsächlicher Gangfüllung bestehen die Erzmineralien aus Pyrit, Kupferkies, Zinkblende und Bleiglanz. Untergeordnete Gangarten sind Calcit und Ankerit. Neben-Mineralisationen: Arsenopyrit, Markasit, Bournonit, Tetraedrit (Fahlerz), Boulangerit und Gersdorffit.

Paraschachnerit und Luanheit konnten nicht eindeutig definiert werden. Die Analyse zeigt einen Mischkristall.

Typ-Lokalität für Ramsbeckit.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Die Gruben sind bis auf das Besucherbergwerk geschlossen und die Halden wurden abgetragen bzw. renaturiert. Einzig die Halden der Gruben Bastenberg und Alexander sind noch zugänglich.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Ramsbeck, Andreasberg Bergbaukolonie, Schlammteich. Ehem. Standort Willibald, Abgaskamin Bastenberg, Venitianerstollen Bastenberg, Besucherbergwerk Ramsbeck



Ramsbeck

WGS 84: 
Lat.: 51,30611111° N, 
Long: 8,41305556° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 18' 22" N,
   Long: 8° 24' 47" E
Gauß-Krüger: 
R: 3459143,
 H: 5685864
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Andreasberg Bergbaukolonie

WGS 84: 
Lat.: 51,32413611° N, 
Long: 8,43096944° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 19' 26,89" N,
   Long: 8° 25' 51,49" E
Gauß-Krüger: 
R: 3460407,
 H: 5687859
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Schlammteich

WGS 84: 
Lat.: 51,32528611° N, 
Long: 8,42484722° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 19' 31,03" N,
   Long: 8° 25' 29,45" E
Gauß-Krüger: 
R: 3459982,
 H: 5687990
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Ehem. Standort Willibald

WGS 84: 
Lat.: 51,30885556° N, 
Long: 8,40917778° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 18' 31,88" N,
   Long: 8° 24' 33,04" E
Gauß-Krüger: 
R: 3458875,
 H: 5686171
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Abgaskamin Bastenberg

WGS 84: 
Lat.: 51,30306944° N, 
Long: 8,39925° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 18' 11,05" N,
   Long: 8° 23' 57,3" E
Gauß-Krüger: 
R: 3458177,
 H: 5685533
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Venitianerstollen Bastenberg

WGS 84: 
Lat.: 51,30467222° N, 
Long: 8,39675556° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 18' 16,82" N,
   Long: 8° 23' 48,32" E
Gauß-Krüger: 
R: 3458005,
 H: 5685713
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Besucherbergwerk Ramsbeck

WGS 84: 
Lat.: 51,30918333° N, 
Long: 8,40058056° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 18' 33,06" N,
   Long: 8° 24' 2,09" E
Gauß-Krüger: 
R: 3458276,
 H: 5686213
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK4616.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=461
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Ramsbeck, Bestwig, Hochsauerlandkreis, Arnsberg, Nordrhein-Westfalen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (26 Bilder gesamt)

Bohrlafette
Aufrufe (Bild: 1570267764): 558
Bohrlafette

Schaubergwerk Ramsbeck.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2019-10-05
Sprengstoffladegeräte
Aufrufe (Bild: 1570265240): 599
Sprengstoffladegeräte

Schaubergwerk Ramsbeck.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2019-10-05
Alter Kolben-Kompressor
Aufrufe (Bild: 1570218062): 565
Alter Kolben-Kompressor

Schaubergwerk Ramsbeck.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2019-10-04

Ausführliche Beschreibung

Geschichte

BILD:1178993339

Auch das Stadtwappen zeugt heute durch das Bergwerkssymbol gekennzeichnet vom ehemaligen Bergbau in Ramsbeck.

BILD:1219843099


100 Thaler Aktie von 1854 - AG für Bergbau, Blei und Zink-Fabrikation zu Stolberg und in Westphalen. Probedruck der Gründeraktie auf hellblauem Karton (endgültig dann in altrosa gedruckt). Dekorative Umrahmung aus Blumenrank- werk u. Gezähe, fünf Vignetten mit Ansichten der Bergwerke und Verhüttungsanlagen. Aktie: Vladimir Gutowski

BILD:1211560068


Übersichtskarte des Ramsbecker Erzreviers mit ehem. Gruben, Stollenmundlöchern, Maschinen- häusern, Tagebauen u.a..; Karte: Klinoklas

Der älteste Stollen in Ramsbeck ist der Venezianerstollen an der Nordseite des Bastenberges. Professor Heinrich Quiring, der den Stollen in den 30er Jahren intensiv untersuchte kam zu der Erkenntnis, dass dieser wahrscheinlich bereits um 1500 v. Chr. angelegt wurde. Der kleine ovale Querschnitt des Stollen mit einer Höhe zwischen 50 und 60 cm spricht für diese Zeit. Vergleichbare Stollen wurden in Hallstatt und am Mitterberg gefunden. Neuere Untersuchungen datieren die Anlage des Stollens auf das 11. bis 13. Jahrhundert nach Christus (Ausgrabungen in der verstürzten Verlängerung des Eingangsbereichs).

Nach Meinung von Fachleuten gibt es noch etliche solcher Stollen mit diesem Namen. Dem zu Folge stammt der Begriff "Venezianerstollen" von der mittelalterlich-frühneuzeitlichen Sage der Venezianer oder überhaupt Italiener als fremde Einzelleute oder -gruppen, die im 14. bis 16. Jahrhundert oder sogar noch eher nördlich der Alpen nach Gold, Silber und besonders nach Kobalt und Mangan suchten, die sie zur Färbung ihres blauen Glases (Murano!) bzw. ihrer Fayencen (Faenza!) sowie zur Herstellung von bestimmten Farbgläsern bzw. zur Glasentfärbung benötigten.

Aus der nachfolgenden Zeit ist leider nichts bekannt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ramsbecker Bergbaus stammt von 1518. Die schon damals hohe Bedeutung für das Herzogtum Westfalen kann man daraus ersehen, dass den Betreibern der Gruben bereits 1559 große Freiheiten (Bergfreiheit) gewährt wurden: Nutzung aller natürlichen Ressourcen bis hin zur Befreiung vom Zehnt. Abgebaut wurde das Erz mit Schlägel und Eisen (später durch Feuersetzen) in kurzen Schächten, die kaum länger als 10 m waren. Zu den ältesten angelegten Stollen zählen der Mittel- und der Aurorastollen.

Nachdem 1815 alle einzelnen Gruben zur "Ramsbecker Gewerkschaft" zusammenschlossen wurden, begann in den nächsten Jahren ein reger Wechsel im Management. 1850 wurden die Gruben an den Rheinisch-Westfälischen Bergwerksverein verkauft, unter dessen Führung der Bergbau zunächst aufblühte. Es wurden intensive Schürfarbeiten vorgenommen, so dass um 1853 alle Erzvorkommen im Ramsbecker Revier bekannt waren. 1854 ging der Besitz an die Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg mit dem fatalen Ziel, das größte Industrierevier Europas entstehen zu lassen. Bereits nach einem Jahr musste auch dieses Unternehmen Konkurs anmelden. Besitzer war nun die anonyme neu gegründete Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und Westfalen.

Ein Problem, das fast während der gesamten Betriebszeit immer wieder auftrat, war der Mangel an Arbeitskräften. Aus den umliegenden Dörfern standen maximal 300 Arbeiter zur Verfügung und viele wanderten ins Siegerland und in das florierende Ruhrgebiet aus. Da die Bergleute für ihre Schicht zum Teil aus den 1 bis 2 Stunden entfernten Dörfern kamen und weil es nun die Aufgabe war, die entdeckten Erzgänge abzubauen, errichtete die neu gegründete Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und Westfalen zwischen 1850 und 1854 auf den Ramsbecker Höhen die Bergarbeiterkolonien Grube Alexander, Heinrichsdorf und Neu-Andreasberg. Sie erhoffte sich dadurch eine Bindung der Neusiedlerfamilien an den Standort und eine schnellere Verfügbarkeit der Bergarbeiter in den Gruben. Das aus England und Belgien abgeschaute Konzept der Ansiedlung ging auf. Neben den heimischen Bergleuten kamen auch Bergarbeiterfamilien u.a. aus Hessen, dem Harz und sogar aus Italien. Betrug die Belegschaft 1836 noch 25 Mann, so waren es nun rund 3000 Bergleute. Ebenfalls geplant und teilweise realisiert waren 25 Pochwerke und eine Schmelzhütte in Ostwig. Die entstandenen Kosten deckten sich jedoch in keiner Weise mit den Einnahmen. Am 29.03.1855 war die absolute Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft erreicht. Das Unternehmen war bankrott und die Verantwortlichen geflüchtet. Zurückgelassen wurden tausende Bergleute ohne Arbeit und ein riesiger Schuldenberg von 3.500.000 Talern. Den mittellosen Arbeitern und ihren Familien blieb nichts anderes übrig, als Ramsbeck zu verlassen, um in anderen Bergbaugebieten nach Arbeit zusuchen.

Ein schweres Erbe, das die Stollberger AG (diese ging später über in die Sachtleben AG) antrat. Sie war der letzte Eigentümer und führte die Gruben über 100 Jahre lang. Das Bergwerk hieß ‚Vereinigter Bastenberg und Dörnberg‘. Unter größten Anstrengungen und mit zum Teil drastischen Maßnahmen war es der neuen Leitung gelungen, den Grubenbetrieb wiederaufzunehmen. Bauprojekte wurden eingestellt, die Verwaltung abgeschafft und überflüssige Gruben geschlossen. So lebten 1864 wieder 1.467 Menschen vom Bergbau. Es galt mehr Arbeit bei gleichem Lohn und auch Frauen und Kinder mussten für den Lebensunterhalt mit anpacken, damit alle über die Runden kamen. 1890 wurde die Aufbereitung Willibald, fünf Jahre später die Aufbereitung am Bastenberg errichtet. Durch die Konzentration der Aufbereitung auf zwei Standorte waren alle anderen Pochwerke überflüssig geworden. Nun war der Ramsbecker Bergbau in einen überschaubaren Rahmen gebracht, der schon von Anfang an hätte ausreichen sollen. Einzig die ständig wechselnden Metallpreise hatten nun noch Einfluss auf den Bergbau und führten langsam aber stetig zur Schließung der Gruben.

Die höchste Ausbringung erzielten die Gruben in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Pro Jahr wurden bis zu 10000 Tonnen Bleikonzentrat und 35000 Tonnen Zinkkonzentrat gefördert bei einem Haufwerk von 400-500 000 Tonnen. In den 60er Jahren kam der Bergbau durch die weltwirtschaftliche Lage fast zum Erliegen und obwohl in der letzten Betriebsperiode gut investiert wurde (1962 Einbau der größten Doppeltrommel-Fördermaschine der Welt, 1971 Einführung der Gleislostechnik), wurde der Betrieb Ende Januar 1974 eingestellt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der vom Bergbau abhängigen Region entschloss sich der Betreiber nicht zur vollständigen Schließung, sondern zur Einstellung des Förderbetriebes. Das restliche Vorkommen an Metall im Ramsbecker Revier wird auf rund 1 Mio. Tonnen geschätzt.




Insgesamt 26 Gänge sind als "Bastenberg-Dörnberg-Gangzug" über eine Ausdehnung von 10km bekannt.



Im westlichen Teil

Im mittleren Teil

Im östlichen Teil

Bastenberg 1 u. 2

Willibaldgang 1 u. 2

Winterseitegang 1 u. 2

Alexandergang

Auroragang 1 u. 2

Gottesgabegang 1 u. 2

Tiggesgang

2. hangende Trum

Nerogang

Valmegang

Plutogang 1, 2 u. 3

Belgradgang

Alinegang

Kinagang

Dörnberggang

Lunagang

Fastradagang

Junogang

Carlsgang

Aufbereitungsanlage Willibald

BILD:1212164709

Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt der ehemaligen Aufbereitungsanlage am Dörnberg. Die Pfeile stehen systematisch für den Weg den das Rohgestein vom Hauptförderstollen bis zum Konzentratbunker über die einzelnen Stationen der Aufbereitung zurücklegt. Zeichnung: Klinoklas



Die Aufbereitungsanlage deren Zweck es war aus dem geförderten Rohmaterial Blei und Zinkkonzentrat zu gewinnen lag am südwestlichen Hang des Dörnberges. Die erste Anlage wurde bereits 1895 für 260.000 Reichsmark gebaut. Bis zur Schließung der Grube wurde die Anlage stets auf den neusten Stand der Technik umgerüstet. Der Modernisierungsprozess der Scheidetechnik ging vom Handleseverfahren bis hin zu komplizierten Flotationsverfahren und dauerte 80 Jahre.

Ein enormer Standortvorteil für das terrassenförmige Betriebsgebäude war die natürliche Hanglage. Das Rohmaterial wurde zunächst auf der Hauptfördersohle Willibald 3 (471.7 Meter ü.NN.) vorgebrochen um anschließend über ein Förderband nach Übertage transportiert zu werden. Von 1962 bis zur Schließung übernahm der 110 Meter tiefer gelegene Eickhoffstollen diese Funktion. Vom Förderband aus landete das Gestein im Aufgabebunker, wurde erneut zerkleinert, kam in die Sink- und Schwimmanlage, wurde wiederum zerkleinert und erzfreies Gestein ausgesondert. Bei der anschließenden Feinmahlung wurde bereits eine Größe von 0,1 bis 0,3 mm erreicht. In der Flotationsanlage wurde nun das endgültige Blei- und Zinkonzentrat gewonnen. Dieses wurde dann noch entwässert, getrocknet und zu guter letzt über ein weiteres Förderband zum Konzentratbunker transportiert. Die bei dem Flotationsprozess entstandenen erzfreien Rückstände wurden über ein 2,5 km langes Rohrsystem zum Schlammteich bei Andreasberg gepumpt.

Vom Konzentratbunker aus ging der Rohstoff in Speziallastern zum 6 km entfernten Bahnhof Bestwig, um mit dem Zug nach Stolberg bei Aachen (220 km) und Nievenheim (160 km) abtransportiert zu werden. Endstation waren die Stolbergeigenen Hütten. Sowohl der Standort von Willibald als auch der Schlammteich bei Andreasberg sind bis heute auf einer Luftaufnahme gut zu erkennen.


Geologie

Das Alter der Erzgänge zählt zum unteren Mitteldevon und hängt mit saurem Vulkanismus zusammen. Häufig zeigten sich in den Gängen verschiedene Paragenesen mit hydrothermalen Nachwirkungen aus längeren Zeitabständen.

Während die Ramsbecker Schichten mit 60-76° streichen, streichen die Gangspalten mit 65-70°. Die Parallelgänge können durch ihre Ausdehnung zu bestimmten Gangzügen zusammengefast werden: Bastenberger, Gottesgaber, Grimholder, Rieser, Enscheder und Senger. Das Fallen der Ramsbecker Gänge ist in der Regel ungewöhnlich flach mit 15-25° und somit flacher als die Schichten mit 25-30°. In den liegenden Gängen sind, neben erzleeren Überschiebungen, Reicherzpartien mit 50°-Einfallen zu beobachten. Die Spalten öffnen oder verdrücken sich häufig mit den Überschiebungen und lassen sich somit nur schwer verfolgen. Gute Aufschlüsse wechseln sich mit geringer Erzführung häufig auf kurze Entfernung ab (SLOTTA).


Mineralogie

In den Ramsbecker Schichten besteht die Gangführung aus Quarz, Eisenspat, Pyrit, Zinkblende, Arsenkies, Kupferkies und Bleiglanz. Begleiter sind Cerussit, Bournonit, Jamesonit, Markasit, Baryt, Gersdorffit, Proustit und in Kluftsystemen gediegenes Silber. Eine Besonderheit ist das nur in Ramsbeck vorkommende "Ramsbecker Dichterz" mit einem Bleigehalt von >77% und 50-500 g/t Silber.

Mineralien aus Ramsbeck sind in vielen Sammlungen zu finden. Besonders die Quarz,- Baryt,- Pyromorphit- und Boulangeritstufen sind häufiger vertreten. Besonders begehrt waren die Milleritkristalle, welche eine Länge von 20 cm erreichen konnten. Weiterhin kamen Bleiglanzkristalle in unterschiedlichen Größen und mit sehr unterschiedlichen Kristallkombinationen vor. Als absolute Raritäten sind die Mineralien der Silbererzkluft anzusehen. Ramsbeck soll auch die weltbesten Ullmanitkristalle (bis 2 cm Größe!) geliefert haben, welche aufgrund ihrer großen, gut ausgebildeten und vor allem freistehenden Kristallen bei Sammlern hoch geschätzt waren. Ein Mineral das nach diesem Bergbaurevier benannt wurde ist der Ramsbeckit. Neben den Mineralien von Untertage gibt es auf den alten Halden auch noch die Haldenneubildungen, welche durch das Einwirken von Sauerstoff, Kohlendioxid und Wasser entstanden sind.


Ramsbeck-Klassiker

BILD:1112016893

Cerussit

BILD:1110305829

Pyromorphit

BILD:1111588306

Millerit

BILD:1115577270

Rosasit

BILD:1143657656

Quarz

BILD:1112015489

Cuproadamin

BILD:1135775835

Ullmannit

BILD:1169390922

Boulangerit

BILD:1111877903

Galenit

BILD:1147461278

Pyrargyrit


Heutige Situation

In Ramsbeck zeugen heute nur noch sehr wenige Relikte von der aktiven Bergbauzeit. Wer allerdings aufmerksam durch das Gelände wandert, findet hier und da noch einige Veränderungen im Gelände, die auf den Bergbau zurückzuführen sind. Der Kahlschlag, der damals stattfand, hat seine Spuren bis in die heutige Zeit gezogen. Das Holz wurde unter anderem zum Heizen der Schmelzöfen und zum Sichern der Stollen verwendet. Die noch jungen nachgepflanzten Bäume mit schwachem Wurzelwerk sind zum großem Teil dem Sturm Kyrll zum Opfer gefallen. Auf einer Luftaufnahme sieht man ebenfalls gut, dass an vielen Stellen an denen Stollen in den Berg getrieben wurden, die Bäume aufgrund ihres jungen Alters ein anderes Grün aufweisen.

In jüngster Zeit wurde eine abschließende Sicherung der bekannten Stollen durchgeführt. Zudem sollen(!) die Halden gänzlich renaturiert werden.

Die Tagesanlagen einschließlich der Aufbereitung Willibald wurden abgebrochen, die Halden zum Teil renaturiert. Über einen kleinen Teil des Grubenfeldes wurde der Vergnügungspark Fort Fun errichtet. Im zugänglichen Teil der Grube, oberhalb der Eickhoffstollen-Sohle, entstand ein Besucherbergwerk mit einem zugehörigen Bergbaumuseum. Der nachträglich installierte Förderturm ist ein originalgetreuer Nachbau des Fördergerüstes des Auroraschachtes im Maßstab 1:1, welcher auf dem Gelände des heutigen Freizeitparks Fort Fun seit 1927 gestanden hat. 1955 wurde er demontiert und verschrottet. Der Förderturm hat eine Höhe von 20 m, eine Fördergeschwindigkeit von 2 m die Sekunde und eine Nutzlast von 2,2 t.

Als weitere Zeugen des Bergbaus kann man noch das gesicherte Stollenmundloch des Venezianerstollens und den Abgaskamin am Bastenberg besuchen. Die alte Rösthütte sowie die Wasserburg (Maschinen Montage-Halle) liegen "Auf dem Werdern" (S Teil des Ortes) und sind ordentlich erhalten. Die Bleihütte ist an den äußeren Mauerresten zu erkennen. Das frühere Direktionsgebäude ist als repräsentatives Haus auf der Heinrich-Lübke-Str. zu sehen. Von den 3 Bergarbeitersiedlungen sind nur noch Heinrichsdorf und Andreasberg der Gemeinde Bestwig erhalten geblieben. Die Siedlung "Grube Alexander" wurde nach der Stilllegung der Grube 1937 abgerissen und ist heute überwaldet.


Mineralien (Anzahl: 162)

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ZurücksetzenAgAlAsBaCCaCdClCoCuFFeGeHHgKMgMnNNaNiOPPbSSbSiSnSrTiZn
Anglesiti
Anglesit findet sich in Ramsbeck in farblosen bis weißen prismatischen und auch tafeligen Kristallen. Die Grube Bastenberg lieferte tafelige Kristalle von 12 mm Länge in Paragenese mit Cerussit, Malachit und Galenit. In der Grube Dörnberg fanden sich winzige kleine prismatische Kristalle, welche zusammen mit Galenit, Boulangerit und Quarz vorkamen. Es ist in Ramsbeck ein weit verbreitetes Mineral.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
4 BM
Aragoniti
Aragonit findet sich in Ramsbeck in farblosen bis weißen feinen nadeligen Kristallen und als nierige, kugelige oder traubige weiße und/oder blaue Krusten und Überzüge. Er kommt recht häufig vor und wird sehr oft nicht beachtet.
Bilder
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
4 BM
Argyroditr
Erzmikroskopisch. Christian Langhoff (1997).
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
M
'Arsenobismit'r
Slg. Georg Bode, Fund 1951
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Willibald-Stollen)
1M
Arsenopyritr
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Pluto)
4 BM
Bottinoiti
Schon im Jahre 1986 kamen von der Grube Dörnberg Stücke mit der Bezeichnung \´Dörnbergit\´ in den Handel. Der Name wurde vergeben, da eine Gruppe von Sammlern wussten, dass es sich um ein neues Mineral handeln musste, kam es doch als Sekundärmineral mit Ullmannit vor. Durch eine Fehlbestimmung des Kristallgitters musste das Material erneut eingereicht werden und dann wurden die Funde von der Bottino Mine in Italien als Typlokalität anerkannt und der unter deutschen Sammlern bereits vergebene Name \´Dörnbergit\´ musste leider wegfallen. Die ersten Funde stammen von der Grube Dörnberg und sind aus dem Wilhelmstollenniveau.
Das Mineral kommt in Ramsbeck in Paragenese mit Dolomit, Quarz, Boulangerit, Tetraedrit, Ullmannit, Bournonit, Sphalerit vor. Die grünlichblauen tafeligen Kristalle bedecken oft die Ullmannitkristalle komplett. Nur in wenigen Fällen wurden Kristalle auf Dolomit oder Quarz neben Ullmannit gefunden. Es wurden Stufen geborgen, auf welchen Flächen von 10x10 cm komplett mit Bottinoit-xx besetzt waren!
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
3 BM
Boulangeriti
Boulangerit wurde nach dem französischen Bergbau-Ingenieur C. L. Boulanger benannt. Die Kristallform ist monoklin. Kristalle zeigen sich häufig als nadelige, haarförmige Aggregate bis 6cm Länge. In Ramsbeck kam Boulangerit nicht selten vor.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
4 BM
Bournoniti
Bournonit von der Grube Dörnberg kommt in schönen tafeligen, oft auch verzwillingten Kristallen bis 3cm vor. Die typische Paragenese für diesen Fundort sind Dolomit, Quarz, Tetraedrit, Ullmannit, Sphalerit und sehr winzig auch Pyrrhotin.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
4 BM
Cerussiti
Cerussit, auch Weißbleierz genannt, kam in Ramsbeck in allen Gängen vor. Im Normalfall bis zu 6mm, erreichten einige Aggregate hier erstaunliche Ausmaße bis zu Faustgröße. Cerussit ist bekannt für seine gelbe Lumineszenz.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Eigenfund, Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)

Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
6 BM
Chalkonatroniti
!!! Extrem seltener Chalkonatronit vom Bastenberg bei Ramsbeck im Sauerland

!!Vorgeschichte

Ende April 2004 waren wir im Rahmen einer Frühjahrsexkursion unserer Sammelgruppe „Die Trüffelschweine“ auf der Halde „Bastenberg“ bei Ramsbeck (BILD A1/A2). Wir sind eine bunte Gruppe und zählen mittlerweile über 25 Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus den Niederlanden und Belgien.

Zusammen mit meinem Freund und Nachbarn, Thomas Thieme und unserem Neumitglied Marita Fuchs fuhren wir zum Treffpunkt auf der Halde. Hier waren wir die Ersten. Insgesamt wollten wir zu viert „trüffeln“, wie wir scherzhaft unsere Tätigkeit intern bezeichnen. Im oberen letzten Drittel der Halde legten wir einen Schurf an und fanden zu unserer Freude bald etliche Stufen mit Sekundärmineralien der Ramsbeckparagenese. Hier erschien uns das Haldenmaterial recht jungfräulich und machte wohl nun erstmalig nach langer Zeit Bekanntschaft mit Spitzhacke, Schürfspaten, Hammer und Co.

Mittlerweile traf noch Steffen Brückner aus Gotha ein und beteiligte sich an der Buddelei. Das zum Vorschein kommende Haldenmaterial zeigte stellenweise einen weißen Belag, welcher in der Tiefe mehr blau- und grünstichig wurde. Es schien interessant zu werden.
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!!Zahlreiche Sekundärminerale

An den derben Erzbrocken konnten wir neben dem allgegenwärtigen Quarz unter andern Chalkopyrit, Sphalerit, Galenit, Pyrit, Markasit und Dolomit, bestätigen. Sekundärminerale fanden sich als rezente Haldenbildungen auf Schiefer: Linarit (BILD G1/G2), Cerussit, Anglesit, Posnjakit und Brochantit aber auch Malachit (Bild H1), Pyromorphit (BILD B1/B2) und Hydrozinkit (BILD E1/E2) als weisse Pusteln auf Bergkristall.
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!!Die Stiegen füllten sich

Stufen mit vorgenannten Mineralien füllten mit der Zeit die mitgebrachten Gemüsestiegen. Als erstes bedeutendes Highlight an diesem Tag gelang mir der Fund mehrerer Stufen mit einem noch nicht näher bestimmten Mineral, welcher als türkisblaue „Salmiakpastillen“ (BILD F1/F2) als rezente Haldenbildung auf Schiefer saß. Dem gesamten Erscheinungsbild nach dürfte es sich um Ramsbeckit handeln, welches jedoch noch nicht bestätigt wurde. (Vor Veröffentlichung anhand einer Belegstufe durch Herrn Dr. Weis/Lapisred. Als Ramsbeckit betätigt)

Insgesamt hatte sich der Besuch der Halde schon gelohnt. Die Fundaussichten für den Micromounter schätze ich nach erforderlichen Arbeitseinsatz als noch zufriedenstellend ein. Unser Neumitglied Marita Fuchs konnte einige Handstufen mit klaren Bergkristallen mit nach Hause nehmen. Weiter sind Handstufen derber Erze immer zu finden. Schon auf der Halde begeisterten unter der Lupe die paragenetisch mit Malachit (BILD D1/D2) oder Linarit (BILD C1/C2) überwachsenen Cerussite. Die eigentliche Überraschung der Exkursion mit nachfolgendem längeren bestimmungstechnischem Nachspiel wartete jedoch zu Hause auf mich.
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!!Überraschung zu Hause

Ich hatte mehrere Brocken im Ganzen mitgenommen, um diese zu Hause in Ruhe zu formatisieren. Diese Vorgehensweise schont eventuell vorhandene empfindliche Kristalle. So fand ich in meiner Stiege einen Brocken, welcher an einer Stelle mit einem himmelblauen Mineral besetzt war.

Ich konnte mir eine Stufe von 2 x 3 cm herauspräparieren. Der Rest des Brockens bestand leider nur aus tauben und völlig uninteressanten Material.

Unter dem Binokular zeigten sich plattig-nadelige, matthimmelblaue Kristalle, welche als radialstrahlige Aggregate auf der Stufe saßen. Die Ausbildung und die Farbe kamen mir sehr merkwürdig vor und mir wurde klar, das eine sichere, rein visuelle Bestimmung nicht möglich war.

Die Stufe bereitete mir einige Kopfschmerzen, weshalb ich meinen Freund, Vereinskollegen und Nachbarn Thomas Thieme hinzu zog. Er sammelt selbst seit frühster Jugend, ist Spezialist im Erstellen von Makroaufnahmen und hat allerlei an Bestimmungsequipment, nebst der erforderlichen Literatur, griffbereit in seinem Mineralienzimmer.

Es passte rein gar nichts zusammen. Der rein visuelle Erstbestimmungsversuch in Richtung „Serpierit“ konnten wir recht bald vergessen. Schnell war klar, das es sich nur um eine Pseudomorphose handeln konnte. Die uns zur Verfügung stehenden Literatur, als auch das Internet, war uns zu diesem Zeitpunkt keine große Hilfe. Als „interessierte und belesene Laien“, was wir „Hobbysammler“ nun einmal sind, stehen uns zu Hause eben nur die „klassischen“ Bestimmungsmethoden zur Verfügung. Aus diesem Grunde hatte ich zwischenzeitlich eine Probe mit Bitte um Bestimmung an den LAPIS-Leserservis zur Post gebracht.
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!!Analyse in der Hexenküche

Thomas führte dann in seiner Hexenküche verschiedene Verprobungen einzelner Kriställchen in einer Petrischale durch. Er stellte eine Löslichkeit in Wasser, in Ammoniak und in verdünnter Salzsäure fest, wobei die Proben sich unter Verfärbung von blau nach weiß schnell auflösten. In Wasser war eine leichte, kaum feststellbare, Blaufärbung der Lösung festzustellen.

Überaschender Weise hatten sich bei dem verdunsten der Wasserprobe in der Petrischale blaue Kristalle mit monoklin-prismatischen Habitus neu ausgebildet.

Es musste sich also um ein Salz, mutmaßlich ein Kupfersalz, handeln. Hier kam natürlich der Verdacht auf, es könnte sich um Chalkanthit handeln, weshalb er eine eindeutig bestimmte Chalkanthitprobe in Wasser auflöste. Nach dem Verdunsten zeigten sich hier aber keine Kristallneubildungen (BILD J1).

Thomas vermutete danach, daß es sich bei Betrachtung der gesamten Ausbildung um eine Pseudomorphose von einem wasserlöslichen Cu-Salz nach, wie sich erst später durch die LAPIS-Analyse herausstellte, langprismatischen Anglesit handelte. Langprismatischen Anglesit hatten wir bereits an anderen Stufen vom Fundtag bestätigen können.

Die Strichprobe ergab einen leicht blaustichigen weißen Strich, weshalb auch Vermutungen in Richtung Kröhnkit oder Melanterit-Gruppe gingen.

Eine nochmalige Verprobung in verdünnter Salzsäure zeigte eine schwache Gasentwicklung, wie unter dem Mikroskop festgestellt werden konnte. Demnach kam möglicherweise auch ein Carbonat in Frage, eventuell sogar das extrem seltene Mineral Chalkonatronit (BILD I1/I2). Sollte das wirklich wahr sein ??

Vielleicht hilft ein Geschmackstest? .. und so ging probieren über studieren. Es schmeckte, wie er bemerkte, bitter und leicht salzig, soweit man das überhaupt sicher schmecken konnte. Der Na-Anteil bei Chalkonatronit liegt ja gerade mal bei 16% und der Salzgeschmack wird darüber hinaus durch den Cu- Gehalt überdeckt.
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!!Chalkonatronit röntgendiagnostisch bestätigt

An dieser Stelle möchte ich mich ich mich bei LAPIS und Herrn Dr. Stefan Weiß für die röntgendiagnostische Bestätigung der von Thomas Thieme mit einfachen Mitteln durchgeführten Bestimmung bedanken. Zeigt dies doch, das bei systematischen Vorgehen unter Berücksichtigung des Ausschlussprinzips eine sehr enge Eingrenzung des zu bestimmenden Minerals auch mit einfachen Mitteln möglich ist. Für die Bestimmung ging erhebliches an Material verloren, so das ich nur noch eine Stufe in der Größe 1 x 2 cm besitze. So bleibt die Hoffnung, bei unseren nächsten Besuchen der Halden im Ramsbecker Erzrevier, weitere Stufen dieses Minerals zu finden.

[BildVoll:1123402831.Chalkonatronit.jpg]


Bildnachweis: Thomas Thieme Sammlung: Karl Albert Turk


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!!Litheraturhinweis

*Günther Schnorrer-Köhler, ´Der Aufschluss´ 36 (217-235) Heidelberg Juli 1985 >Ramsbeck-Bergbau, Geologie und Mineralbeschreibung (Mineralbeschreibung ´Chalkonatronit´ Seite 223, Abb. 29
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!!Quellangaben
*[Trüffelschwein|SammlerSteckbriefe/Trüffelschwein]
*Autor: Karl Albert Turk, Dr.-Deisting-Str. 20, D-58566 Kierspe
*Erstveröffentlichung: Original-Manuskript LAPIS 05/2005
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
3 BM
Chalkopyritr
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
5 BM
Cupritr
Eigenfunde, Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)
3 BM
Devillinr
Eigenfund Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Alexander)
2 BM
Digenitr
Christian Langhoff (1997).
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)
2M
Dolomitr
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
5 BM
Epsomitr
Diekmann, U. (2018).
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
M
Galeniti
Galenit kam im Ramsbecker Revier häufig vor. Besonders die hochglänzenden XX zusammen mit dunkler Zinkblende auf Quarz waren die gesuchten Stücke.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
8 BM
Gipsi
Gips-xx kommen als rezente Bildung vor.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
3 BM
Goethitr
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Willibald-Stollen)
4M
Hemimorphiti
Hemimorphit ist wohl das häufigste Sekundärmineral von der Grube Bastenberg. Viele Stufen sind übersäht mit den transparenten, langestreckten, flachen Kristallen. Auf und auch zwischen diesen Hemimorphitkristallen sind wiederum viele andere Sekundärmineralien zu finden.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
4 BM
Langitr
Eigenfund, Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)
4 BM
'Limonit'r
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Willibald-Stollen)
5 BM
Linariti
Die Grube Bastenberg lieferte sehr schöne Stufen mit bis zu 7 mm großen Kristallen. Die Kristalle waren dünntafelig und zum Teil transparent. Als Begleitmineralien kamen vor: Langit, Hemimorphit, Smithsonit, Aurichalcit, Rosasit, Ramsbeckit, Markasit und Chalkonatronit.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
4 BM
Luanheit ?r
Christian Langhoff (1997).
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
M
Malachiti
Das Kupferkarbonat Malachit ist von der Grube Bastenberg in schönen nadeligen Kristallen bekannt. Als Begleiter sind zu nennen: Hemimorphit, Smithsonit, Cuprit und Chalkopyrit.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
3 BM
Markasiti
In der Grube Dörnberg wurde im Eickhoffstollenniveau eine Markasitkluft gefunden mit einer Fläche von ca. 4,0x2,5m. Sie lieferte sehr schöne handflächengroße Stufen mit rötlichbraunen Kristallen bis 1,5cm, welche auf weißen Calcitskalenoedern saßen.
Von der Grube Bastenberg kamen Markasiterzbänder von 7-10cm Breite, mit schönen Klüften und darin befindlichen Kristallen. In diesen Klüften saßen ebenfalls sehr schöne Sekundärminerale.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
7 BM
Mimetesiti
Der Mimetesit ist im Gegensatz zum Pyromorphit in Ramsbeck sehr selten und aüßerst klein. Von der Grube Bastenberg sind einige Funde mit diesen winzigen Kriställchen bekannt.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Eigenfund, Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)
3 BM
Oxyplumboroméitr
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
2M
Paraschachnerit ?r
Christian Langhoff (1997).
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
M
Polydymitr
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
3 BM
Pyromorphiti
Die Gruben Alexander, Bastenberg und Dörnberg sind bekannt für Pyromorphit aus Ramsbeck.
Die besten Stufen mit schönen grünen Kristallen stammen von der Grube Dörnberg. Vor etwa 10 Jahren wurden bis 20 cm große Stufen mit 2 cm großen grünen Kristallen gefunden. Die Stufen der Grube Alexander waren weniger spektakulär, aber durchaus sehenswert. Stücke von ebenfalls 20 cm übersät mit kleinen max. 5 mm großen Kristallen waren keine Seltenheit. Auch die Grube Bastenberg lieferte bescheidene Funde mit kleinen Kristallen.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Willibald-Stollen)
6 BM
Pyrrhotini
Pyrrhotin fand sich zusammen mit Bournonit und Ullmannit in winzigen, braunmetallischen, hexagonalen Kristallen auf Quarz.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
2 BM
Quarzr
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
8 BM
Ramsbeckit (TL)i
Das Sulfat Ramsbeckit, welches nach dem Bergbauort Ramsbeck benannt ist, wurde Anfang der 80er Jahre gefunden und 1985 als eigenständiges Mineral anerkannt. Die Grube Bastenberg lieferte sehr schöne reich besetzte Stufen von Ramsbeckit. Die monoklinen pastillenartigen, fast smaragdgrünen Kristalle sind sehr gut zu erkennen. Die Kristalle mit dem hohen Glanz kamen zusammen mit Linarit, Smithsonit, Langit und anderen Sekundärmineralien vor.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
3 BM
Rosasiti
Rosasit kam in Ramsbeck zusammen mit anderen Sekundärmineralien im Bastenberg vor. Durch die türkisblaue Färbung und die regelmäßigen Kügelchen kaum mit anderen Mineralien zu verwechseln. Selten überzieht Rosasit Dolomit-XX flächig und bildet dazu einen schönen Kontrast.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Eigenfund, Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)

Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
5 BM
Schulenbergitr
Eigenfund, Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)
4 BM
Semseyiti
Das Sulfosalz Semseyit von der Grube Dörnberg kommt in max. 1,5 cm großen Aggregaten von fast schwarzer Farbe vor. Die Aggregate bauen sich aus vielen flachetafeligen typischen Semseyit-xx auf. Da sie in Paragenese mit Sphalerit, Galenit und Boulangerit vorkommen, kann man sie durchaus im ersten Moment mit dunklen Sphalerit-xx verwechseln. Doch unter dem Binokular sieht man schließlich die tafeligen Kristalle.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
2 BM
Smithsoniti
Smithsonit wurde bereits 1937 als rotbraune mulmige Massen beschrieben. Smithsonit ist ein recht häufiges vorkommendes Mineral in der Grube Bastenberg. Am häufigsten kommen sie in der Form von reiskornähnlichen Kristallen in Paragenese mit Linarit, Posnjakit, Brochantit, Malachit und Chalkopyrit vor.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
3 BM
Sphaleriti
Sphalerit, auch Zinkblende genannt, war in Ramsbeck das Hauptabbauprodukt. Die Kristalle sind honigfarben bis tiefschwarz. Häufig zusammen mit Galenit auf Quarz und/oder Dolomit, bildete Sphalerit in Ramsbeck ansehnliche Stufen.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Slg. Doc Diether
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg/Grube Aurora)
8 BM
'Tetraedrit-Serie'i
Tetraedrit von der Grube Dörnberg kommt in Paragenese mit Ullmannit, Bournonit, Boulangerit, Quarz, Dolomit in Kristallen bis 2 cm Größe vor. Mitte der 80er Jahre kamen immer wieder schöne Stufen mit max. 1,5 cm großen Kristallen in den Handel. Auch kamen schöne Kristalle vor, die komplett mit winzigen Chalkopyrit-xx überkrustet waren. Oft sind die Kristalle komplett in Calcit oder Dolomit eingewachsen und erst nach dem freiätzen zu sehen.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
r
Eigenfund, Edgar Müller, Saarwellingen
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Dörnberg)
2 BM
Ullmanniti
In der Literatur ist der Fundort Ramsbeck für freistehende Ullmannitkristalle bis 2cm bekannt. Die Funde, von denen berichtet wurde, stammen alle aus der Abbauzeit. Dann Mitte der 80er Jahre kamen die ersten Eigenfunde von Sammlern mit Kristallen bis max. 1,2cm auf verschiedene Börsen. Die Funde stammen von der Grube Dörnberg und waren in Paragenese mit Bournonit, Dolomit, Quarz, Tetraedrit, Sphalerit und sehr winzig auch Pyrrhotin.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
4 BM
Zn-Schulenbergit (Var.: Schulenbergit)r
Livingstone, A., Jackson, B. & Davidson, P. J. (1992): The zinc analogue of schulenbergite, from Ramsbeck, Germany. Miner. Mag., 56, 215-219.
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck/Grube Bastenberg)
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Mineralbilder (95 Bilder gesamt)

Cerussit mit Malachit
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Cerussit mit Malachit

Ramsbeck, Sauerland, D. Bildbreite ca. 5 mm.

Copyright: skibbo
Beitrag: skibbo 2012-12-31
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Ramsbeckit xx
Aufrufe (Bild: 1478711967): 1357
Ramsbeckit xx

FO: Ramsbeck/Sauerland; Bildbreite ca. 1,5mm

Sammlung: etalon
Copyright: etalon
Beitrag: etalon 2016-11-09
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Calcit
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Calcit

und Pyrit; Größe: 6 x 5,5 x 3 cm; Fundort: Grube Ramsbeck, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland; Fund 1972

Copyright: highgrader
Beitrag: highgrader 2011-07-19
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Gesteine (Anzahl: 7)

Grauwacker
Georg Gebhard; Erzbergbau im Sauerland ;Bode Verlag 1987; Seite 9
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
5 BG
Tonschieferr
Georg Gebhard; Erzbergbau im Sauerland ;Bode Verlag 1987 Seite 9
(Nordrhein-Westfalen/Arnsberg, Bezirk/Hochsauerlandkreis/Bestwig/Ramsbeck)
2G
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Grauwacke
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Grauwacke

Fundort: Ramsbeck, Sauerland, Deutschland; Bildbreite: ca. 40 mm

Sammlung: Klinoklas
Copyright: Klinoklas
Beitrag: Klinoklas 2009-03-29
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Fossilien (Anzahl: 2)

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Seelilien-Abdruck

Ramsbeck, Bestwig, Hochsauerlandkreis, NRW. 9.2016.

Sammlung: Museum Ramsbeck
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-09-21
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Aktualität: 02. Jul 2020 - 16:25:03

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Hans Schönian. Das Bergbau-Unternehmen zu Ramsbeck in Westfalen im Jahre 1854, Nordhausen 1855.
  • Freiherr von Beust. Die Aktien-Gesellschaft für Bergbau, Blei und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen, Soest 1855.
  • E. Haber. Der Blei- und Zinkerzbergbau bei Ramsbeck im Bergrevier Brilon, unter Berücksichtigung der geognostischen und mineralogischen Verhältnisse der Erzlagerstätten. Z.f.d. BHS, Berlin 1894.
  • A. Denckmann. Über das Nebengestein der Ramsbecker Erzlagerstätten; In: Jb. königl. preuss. geol. LA Berlin, Bd.29, T.2, H.2.; Berlin 1908.
  • A. Eickhoff. Der Bastenberger Gangzug und sein Nebengestein (Dissert.); Berlin 1910.
  • Fritz Herbst. Der Ramsbecker Bergbau, Entwicklung und Aussichten unter Berücksichtigung der natürlichen Grundlagen des Bergbaus, Clausthal 1931.
  • Heinrich Quiring. Der bronzezeitliche "Venetianerstollen" von Ramsbeck. Z. Berg-, Hütten- und Salinenwesen; 1936.
  • Fritz Herbst. Einiges aus der Geschichte des Ramsbecker Bergbaus; In: Werkszeitung f.d. westd. Blei und Zinkgruben; 1936.
  • Fritz Behrend & Werner Paeckelmann; Der geologische Bau und die Lagerstätten des Ramsbecker Erzbezirkes; Berlin 1937.
  • Eugen von Szantho; Die Blei-Zinkerz-Aufbereitung Willibald der Stolberger Zink A.G. für Bergbau und Hütten. In: Erzaufbereitungsanlagen in Deutschland, herausgegeben vom Fachausschuß für Erzaufbereitung der Ges. Deutscher Metallhütten-Bergleute e.V., Aachen, Ramsbeck-Westfalen-, Berlin 1955.
  • Gert von Klass; Stolberger Zink - Geschichte eines Metalls; Aachen 1957.
  • Scherp, A. (1957). Über die Anchimetamorphose der Diabase von Ramsbeck im Sauerland; Sonderdr.: N.Jb.Min. Abh. 91; Festband Schneiderhöhn; Stuttgart.
  • Otto Arnold; Stolberger Zink für Bergbau und Hüttenbetrieb; Betriebsabteilung Ramsbeck.
  • Otto Arnold; Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität im Erzbergbau Ramsbeck; In: Z. Erzbergbau und Metallhüttenwesen, Bd.XII, H.1, S.12-20, Dr. Riederer Verlag Stuttgart 1959.
  • Josef Hollmann; Ramsbeck, Bilder aus dem Leben einer sauerländischen Pfarrgemeinde 1761-1961, Ramsbeck 1961.
  • Heinrich von Kamp; Die tektonischen Zusammenhänge in der Blei- und Zink-Erzlagerstätte Ramsbeck im Sauerland (Dissert.); Clausthal 1964.
  • Dietrich Müller & Adalbert Scherp; Die tertiäre Mineralisation auf der Blei-Zink-Erzlagerstätte Ramsbeck / Sauerland und ihre Genese; Sonderdr.: N.Jb.Min. Abh. 106; Stuttgart 1967.
  • Schumacher, F. (1967). Die deutschen Blei- und Zinkerzlagerstätten. Aufschluss, Jg.18, Nr.2, S.60-68.
  • Gebhard, G. (1977). Vom Venetianerstollen zum Schaubergwerk. Lapis, Jg.2, Nr.11.
  • Theodor Tochtrop & Hans Günther Schmidt; Blei und Zink im Hoch und Tief. Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Ramsbecker Gruben. Führung durch das Bergbaumuseum und Besucherbergwerk; Ramsbeck 1979.
  • Bauer, G. (1979). Monographien der deutschen Blei-Zink-Erzlagerstätten 6., Die Blei-Zink-Erzlagerstätten von Ramsbeck und Umgebung. Buch, BGR-Geol. Jb., Reihe D, H.33.
  • Pietzner, H. (1979): Geochemie. In: Bauer, G. et al. (Hrsg.): Die Blei-Zink-Erzlagerstätten von Ramsbeck und Umgebung. Geol. Jb., Reihe D, Heft 33, Monographien der deutschen Blei-Zink-Erzlagerstätten, Hannover.
  • Gebhard, G. (1981). RAMSBECK / SAUERLAND. Emser Hefte, Jg.81, Nr.6.
  • Gebhard, G. (1981). Der Bergbau und die Minerale von Ramsbeck / Sauerland. Emser Hefte, Jg.81, Nr.6, S.5.
  • Rainer Slotta; Der Metallerzbergbau. T.1, S.417-68: Grube Vereinigter Bastenberg und Dörnberg Ramsbeck. In: Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland, Hrsg. Deutsches Bergbaumuseum Bochum, 1983.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1984). Mineralogische Notizen. Aufschluss, Jg.35, Nr.6, S.219-30.
  • Walenta, K. & Hess, H. (1984). Ag2HgS2, ein neues quecksilberhaltiges Sulfidmineral vom Ramsbeck im Sauerland. Fortschr. Min., 62, S.256-57, Beih.1.
  • Cannon, R. & Gottschalk, K. (1984). Sekundärmineralien von der Blei- und Zinklagerstätte Ramsbeck. Lapis, Jg.9, Nr.4, S.30-33.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1985). Ramsbeck - Bergbau, Geologie und Mineralbeschreibung. Aufschluss, Jg.36, Nr.5, S.151-64.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1985). Ramsbeck - Bergbau, Geologie und Mineralbeschreibung - einer der bedeutendsten Blei-Zink-Erzlagerstätten Deutschlands (F.1). Aufschluss, Jg.36, Nr.6, S.177-90.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1985). Ramsbeck - Bergbau, Geologie und Mineralbeschreibung - einer der bedeutendsten Blei-Zink-Erzlagerstätten Deutschlands (F.2). Aufschluss, Jg.36, Nr.7, S.217-35.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1985). Ramsbeck - Bergbau, Geologie und Mineralbeschreibung - einer der bedeutendsten Blei-Zink-Erzlagerstätten Deutschlands (Schluß). Aufschluss, Jg.36, Nr.10, S.303-12.
  • Walenta, K. & Hess, H. (1985). Imiterit, ein silber- und quecksilberhaltiges Sulfidmineral von Ramsbeck im Sauerland. Aufschluss, Jg.36, Nr.7, S.209-15.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1986). Min. Notizen III. Aufschluss, Jg.37, Nr.7, S.245-54.
  • Gebhard, G. & Stieglitz, H. & B. (1987). DER BERGBAU UND DIE MINERALIEN VON RAMSBECK IM SAUERLAND, MIT EINEM BEITRAG ÜBER DIE SEKUNDÄRMINERALIEN, (RAMSBECK II). Emser Hefte, Jg.81, Nr.6.
  • Georg Gebhard; Erzbergbau im Sauerland - Ramsbeck - Bode Verlag 1987.
  • Uwe Diekmann (1987). Exkursionsführer Sommertagung der VFMG - Neheim-Hüsten. S.43.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1988). Min. Notizen IV. Aufschluss, Jg.39, Nr.3, S.153-68.
  • Reinhard Köhne; Die Industriesiedlungen des 19. Jahrhunderts im Ramsbecker Bergland; Münster 1989.
  • Günther Strübel & Siegfried H. Zimmer; Mineralfundorte in Europa; Enke Verlag 1990.
  • Schnorrer-Köhler, G. (1990). Ramsbeck - Neue Minerale aus dem ehemaligen Blei-Zink-Erzrevier des Sauerlandes. Aufschluss, Jg.41, Nr.4, S.211-18.
  • Miederer, W. (1991). Der Bergbau in Ramsbeck. Ein Beitrag zu seiner Geschichte. Erzmetall 44; VCH Verlagsges.
  • Friedrich Schroeder, Hans-Günther Schmidt, Alfred Braun; Erzbergbau in Ramsbeck; LV Westf.-Lippe 1993.
  • Schnorrer, G. (1993). Min. Notizen VI. Aufschluss, Jg.44, Nr.1, S.44-58.
  • Blaß, G. & Graf, H.W. (1993). Neufunde von bekannten Fundorten (VIII). Min.-Welt, Jg.4, Nr.5, S.41-48.
  • Penkert, P.& G. (1995). Semseyit - ein Neufund für Ramsbeck, Sauerland. Min.-Welt, Jg.6, Nr.6, S.39-40.
  • Christian Langhoff. Mineralchemische und mikrothermometrische Untersuchungen an den Gangmineralisationen der Pb-Zn-Lagerstätte Ramsbeck im Sauerland. Diss. Univ. Hamburg. 1997.
  • Heinz Walter Wild; Schau & Besucherbergwerke in Europa; Bode Verlag 1998.
  • Lothar Schwarz; Mineralogie des Grubenfeldes Vereinigter Bastenberg und Dörnberg in Ramsbeck; Eigenverlag Meschede 2000.
  • Arthur Wittern; Mineralfundorte in Deutschland; E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung Stuttgart 2001.
  • Martin Strassburger; Archäologie und Geschichte des Ramsbecker Bergbaus vom Mittelalter bis 1854; In.: Anschnitt 59 - Z. Kunst und Kultur im Bergbau. (Ausgabe 6/2007); Förderverein des Deutschen Bergbau-Museums Bochum 2007.
  • Jan Ludwig; Blei, Zink und Schwefelkies - Erzbergbau im Sauerland 1740 - 1907; Deutsches Bergbau-Museums Bochum 2010.
  • Penkert, G. & P. (2013). Ullmannit und Gersdorffit - die 2 (un-)gleichen Brüder von Ramsbeck. Min.-Welt, Jg.24, H.5, S.56-60.
  • Penkert, G. & P. (2014). Anatas als Bestandteil von Titanmineralisationen bestimmter Zerrklüfte der Ramsbecker Lagerstätte. Min.-Welt, Jg.25, H.1, S.34-39.
  • Wirausky, H. (2014). Fadenquarze von Ramsbeck. Min.-Welt, Jg.25, Nr.3, S.54-55.
  • Siemers, S.-H. (2016). Über 1000 Jahr Bergbau im Valmetal. Das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck. Aufschluss, 67.Jg, H.4, S.S.218-30.
  • Liessmann, W. & F. Pfeiffer (2016). Das Blei-Zink-Erzrevier von Ramsbeck -Lagerstättengeologie und Mineralogie. Aufschluss, 67.Jg, H.4, S.231-48.
  • Siemers, S.H. (2016). E 1: Unser Tagungsort: Das Sauerländer Besucherbergwerk. In: Exkursionsführer Sommertagung VFMG Ramsbeck, 2.-5-9.2016. S.7-10.
  • Penkert, G. & P. (2018). Ramsbeck bei Bestwig, Sauerland. Min.-Welt, Jg.29, H.2, S.146.
  • Diekmann, U. (2018). Epsomit - jetzt auch in Ramsbeck nachgewiesen. Aufschluss, Jg.69, H.1, S.41-44.

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