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Der Steinbruch Bleiwäsche

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Hochsauerlandkreis / Brilon / Wünnenberg / Bleiwäsche

GPS-Ko­or­di­na­ten

Steinbruch Bleiwäsche (N 51° 28' 07,32" E 8° 41' 38,56")



Steinbruch Bleiwäsche

WGS 84: 
Lat.: 51,4687° N, 
Long: 8,69404444° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 28' 7,32" N,
   Long: 8° 41' 38,56" E
Gauß-Krüger: 
R: 3478813,
 H: 5703834
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK4518

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Düstertal: 7 km S Wünnenberg, 10 km W von Marsberg.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

2 verbundene Steinbrüche (alt und neu), in Betrieb der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie GmbH

Geo­lo­gie

Kalkstein, devonisch; hydrothermale Calcit-Quarz-Adern

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

lt. Auskunft der Geschäftsleitung "Betreten verboten" (Versicherungstechnische Regelungen lassen nichts anderes mehr zu)

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=462
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Alter Stollen von 1735 unterhalb des Dorfes
Aufrufe (Bild: 1304966102): 3010
Alter Stollen von 1735 unterhalb des Dorfes

Zur Wasserlösung aus den bis zu 60m tiefen Schächten. Bleiwäsche, Sauerland, Nordrh.-Westf. 5.2011.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-05-09

Ausführliche Beschreibung

Beschreibung

Der Ort Bad Wünnenberg-Bleiwäsche befindet sich auf der Briloner Hochfläche. Die gesamte Hochfläche ist devonisches Karstgebiet und gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Die Karstfläche ist gezeichnet durch Dolinen und Trockentäler. Der Gesteinsuntergrund ist Briloner Massenkalk, bestehend aus Riffcarbonaten.

Der Steinbruch befindet sich im Düstertal unweit der Gemeinde Bleiwäsche. Abgebaut wird ein sehr reiner Kalkstein. Sehr früh wurden im genannten Gebiet Bleierze abgebaut. Erhalten haben sich aus dieser Zeit ausgedehnte Pingenzüge sowie einige Stollen. Das Bleierz findet sich hauptsächlich in Karstschlotten, die mit zähem Letten gefüllt sind. Die "Alten" haben auf der Suche nach diesen Schlotten unzählige Schächte abgeteuft.

Im Steinbruch wurden diese Schlotten unregelmäßig angefahren und lieferten dann Bleierz in häufig enormen Mengen. Bleierz wird im weiteren Abbau schon seit einigen Jahren nicht mehr aufgefahren bzw. gefunden. In Abbaubereich Bleiwäsche findet kein Abbau mehr statt.

Als die Grube Meggen noch in Betrieb war, wurde das Bleierz regelmäßig per LKW nach Meggen transportiert. Erzbrocken von mehreren Zentnern Gewicht waren keine Seltenheit. Die Würfel kamen bis zu 20cm Kantenlänge vor. 2006 wurde eine Stufe bestehend aus zwei ineinander verwachsener Würfeln mit einer Kantenlängen von über 15 cm gefunden. Oft sind die Aggregate, unregelmäßig strukturiert, zerfressen. In den Zwickeln dieser Strukturen findet sich nicht selten Cerussit. Zudem sind häufig Negativformen ausgelöster Calcit- Skalenoeder in den Erzstücken. Diese Stücke können als Perimorphose bezeichnet werden. Vergesellschaftet ist das Erz mit Cu- Erzen.

Bei den Vortriebsarbeiten des Steinbruches wurde 1987 ein Höhlensystem angefahren. Die Entdeckung führte zu dem wohl größten deutschen Forschungsprojekt zu einer Höhle. Bedingt durch Grünfärbungen der Sinter, hervorgerufen durch Cu- Erze, erhielt die Höhle den Namen "Malachitdom". Da die Höhle sehr schnell als schützenswertes Bodendenkmal anerkannt wurde, musste der Betreiber in diesem Bereich den Abbau einstellen.

Die Zentralhalle der Höhle ist einer der größten freitragende Höhlenraum in Nordrhein-Westfalen. In der Höhle sieht man stellenweise Bleierze in Letten. Die Besonderheit ist aber die genannte Färbung der Sinterbildungen. Führungen finden nur selten statt, da der Zugang, im Einstiegsbereich, beschwerlich über eine Leiter erfolgt.

Die Erweiterung für die Bereiche in Bleiwäsche sind erschöpft. Das aktuelle Abbaugebiet befindet sich nun in Alme.

Der Steinbruch wird weiterhin betrieben und auch erweitert(Stand 07/2016). Bleiwäsche ist also keineswegs erschöpft. Allerdings sind im neuen Abbaugebiet kaum interessante Mineralien zu finden.

Mineralien (Anzahl: 34)

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Aktualität: 13. Nov 2018 - 18:11:54

Mineralbilder (62 Bilder gesamt)

Galenit
Aufrufe (Bild: 1303552901): 3413, Wertung: 9.17
Galenit

Kuboktaedrischer Zwilling, begleitet von kleinen Bleiglanzwürfeln in Calcit. Fund 1997, Kristall 14mm.

Sammlung: aca
Copyright: aca
Beitrag: aca 2011-04-23
Cerussit
Aufrufe (Bild: 1110353963): 1508
Cerussit

Bildbreite: 1,5 cm; Fundort: Bleiwäsche, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: Steinchen
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-09
Azurit
Aufrufe (Bild: 1337690932): 3307
Azurit

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Sauerland, Brilon, Wünnenberg, Stbr. Bleiwäsche; xx - 0,7 mm;

Sammlung: hkern
Copyright: hkern
Beitrag: hkern 2012-05-22

Gesteine (Anzahl: 5)

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Aktualität: 13. Nov 2018 - 18:11:54

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Kalkstein
Aufrufe (Bild: 1304966711): 3836
Kalkstein

Steinbruch Bleiwäsche, Brilon, Sauerland, Nordrh.-Westf. 5.2011.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-05-09

Fossilien (Anzahl: 1)

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Aktualität: 13. Nov 2018 - 18:11:54

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Vierbergen, P. (1972). Doppelspat im Sauerland. Aufschluss, Jg.23, Nr.7/8, S.271.
  • Obenauer, K. (1979). Über einen glaukonitischen Kreide-Kalksandstein im Mitteldevon von Bleiwäsche (Ostsauerland). Aufschluss, Jg.30, Nr.3, S.75-80.
  • Weiß, S. "Mineralfundstellen Atlas, Deutschland West", Weise Verlag, München, 1990.
  • Pawlowski, D. "Mineralfundstellen im Sauerland", Weise Verlag, München, 1991.

Quellenangaben

  • Mineralroli
  • Mit freundlichen Korrekturen des Geschäftsleitung

Einordnung