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Grube Hoher Stein

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Siegen-Wittgenstein, Kreis / Kreuztal / Littfeld / Grube Hoher Stein

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Typisches Klein-Bergwerk, aufgefahren gegen Ende des 18. Jahrhunderts, mit einem Oberen und einem Tiefen Stollen, die durch ein Gesenk miteinander verbunden waren. Abbau auf Blei- und Silbererze (silberhaltige Blei- und Fahlerze). Letzte Untersuchungsarbeiten, ausgehend von der 120-Meter-Sohle der benachbarten Grube Altenberg, wurden 1914 eingestellt. Die beiden Stollen sind heute nicht mehr zugänglich.

Fund­s­tel­len­typ

Halden

Geo­lo­gie

Wenig Quecksilber, Zinnober und andere eingesprengte Minerale. Gangart: Quarz und Baryt.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Naturschutzgebiet! Die Halde des Tiefen Stollens befindet sich auf Privatgelände; der Zugang ist zwar tatsächlich jederzeit möglich - die Suche in der Halde verbietet sich jedoch aus bekannten Gründen von selbst! Die Halde des oberen Stollens ist noch vorhanden und gut zu erreichen, die Fundmöglichkeiten sind aber mehr als spärlich; Grabungen sind ebenfalls nicht gestattet!

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=27218
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (3 Bilder gesamt)

Grube Hoher Stein
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Grube Hoher Stein

Tiefer Stollen

Copyright: Baryt-X
Beitrag: Baryt-X 2016-04-24
Grube Hoher Stein
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Grube Hoher Stein

Zugang zum Gelände

Copyright: Baryt-X
Beitrag: Baryt-X 2016-04-24
Grube Hoher Stein
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Grube Hoher Stein

Deutlich kleinerer "Nachbau" des alten Zechenhauses mit vorgelagerten Grubenteichen. Das Stollenmundloch befindet sich ein paar Meter weit links, im Bereich hinter den Teichen.

Copyright: Baryt-X
Beitrag: Baryt-X 2016-04-24

Ausführliche Beschreibung

Der Bergbau auf dem Gang der 'Grube Hoher Stein' begann Ende des 18. Jahrhunderts, als am Gebirge 'Birkhahn' ein Stollen auf Blei- und Silbererze vorgetrieben wurde. Der in den oberen Teufen aufgeschlossene Gang hatte jedoch mehr den Charakter einer vererzten Störungszone, in welcher - recht sparsam eingesprengt - Bleiglanz, Fahlerz, Schwefelkies (Pyrit) und Zinnober, sowie selten auch gediegenes Quecksilber vorkam. Der auf der tiefen Stollensohle aufgeschlossene Gang hatte eine Mächtigkeit von 2,5 Metern und führte über eine Länge von 20 Metern ein im Mittel bis 5 cm mächtiges Fahlerztrum. Die weitere Verfolgung dieses Gangmittels erbrachte jedoch nur noch sporadisch eingesprengte derbe Fahlerznester, die sich bei zunehmender Längserstreckung des Gangmittels immer seltener zeigten. Als Gangart fanden sich Quarz und Baryt. Wegen der hohen Festigkeit des Nebengesteins lohnte ein Abbau bald nicht mehr. Der Betrieb auf einem zweiten, ähnlich beschaffenen Gangmittel, erbrachte indes keine abbauwürdigen Erzanreicherungen. Dafür zeigten sich hier im Quarz eingeschaltet stellenweise hübsche Fahlerzkristalle in typischen Tetraedern. Letzte Untersuchungsarbeiten, die von der 120-Meter-Sohle der benachbarten 'Grube Altenberg' aus unternommen wurden, mussten im August 1914 bei Ausbruch des 1. Weltkrieges vorzeitig wieder eingestellt werden. Bis in unsere Zeit haben sich die Übertageanlagen des Bergwerks mit Grubenteichen, Stollenmundloch und Zechenhaus in seltener Vollständigkeit erhalten. Leider fiel das Original-Zechenhaus Mitte der 1980er Jahre einem Brand zum Opfer. Das heutige Gebäude musste seinerzeit von den Eigentümern in einer spontanen Aktion schnellstmöglich um den noch stehenden Kamin wieder aufgebaut werden, da für einen kompletten Neubau auf dem schon zu dieser Zeit zum dortigen Naturschutzgebiet gehörenden Gelände keine neue Baugenehmigung erteilt worden wäre.

Mineralien (Anzahl: 8)

Mineralbilder (2 Bilder gesamt)

Fahlerz
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Fahlerz

Hochglänzende, modellartig ausgebildete Fahlerz-XX, begleitet von ebenso modellartigen Galenit-XX in einem Hohlraum von Gangquarz; BA ca. 8 mm

Sammlung: Baryt-X
Copyright: Baryt-X
Beitrag: Baryt-X 2016-04-24
Fahlerz
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Fahlerz

Modellartiger Fahlerz-X, begleitet von Galenit und Siderit, zusammen in einem Hohlraum von Gangquarz. Der Fahlerz-X weist zudem eine dünne Schicht von Chalkopyrit auf. BA ca. 8 mm

Sammlung: Baryt-X
Copyright: Baryt-X
Beitrag: Baryt-X 2016-04-24

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Kraus, W. (1981). Der Bergbau um Müsen: Grube Hoherstein. Emser Hefte, Jg.81, Nr.5, S.21.
  • Rolf Golze, Markus Henrich, Stefan Hucko & Norbert Stölzel. Siegerland & Westerwald. Ed. Krüger-Stiftung, Bode Verlag, 2013. S.96.
  • Doc Diether

Einordnung