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Grube Pfannenberger Einigkeit

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Siegen-Wittgenstein, Kreis / Neunkirchen / Salchendorf / Grube Pfannenberger Einigkeit

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK5114

An­fahrts­be­sch­rei­bung

N Salchendorf. Am SO-Hang des Pfannenbergs.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

'Pamerich" genannt, Verbundanlage: Brüderbund, Eisenzecher Zug, Eisenhardter Tiefbau (nicht verwechseln Hohe Pfannenberger Vereinigung (Leyer Stollen)). Pingen, Halden mit geringen Fundmöglichkeiten.

Letzte aktive Grube im Kreis.

Geo­lo­gie

Eisenspat-Gangzug mit Kupfer-Erzen in Devonschiefern und Sandsteinen. Sehr gute Sammler-Mineralien.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=4687
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Schachthalle Grube Pfannenberger Einigkeit
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Schachthalle Grube Pfannenberger Einigkeit

(Nachnutzung). Neunkirchen-Salchendorf, Siegerland, Nordrhein-Westf. 6.2017.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2017-06-14
Grube Pfannenberger Einigkeit
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Grube Pfannenberger Einigkeit

Neunkirchen-Salchendorf, Siegerland, Nordrhein-Westf. 1962.

Sammlung: Archiv Doc Diether
Copyright: Archiv: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2012-07-23

Ausführliche Beschreibung

1810 schlossen sich 6 kleine Gruben, die alle auf dem Pfannenberger Gangzug bauten, unter dem neuen Namen "Pfannenberger Einigkeit" zusammen, um gemeinsam die Tiefe des Berges zu erschließen. Das Unternehmen hatte Erfolg und beteiligte sich auch 1860 am Vortrieb des "Tiefen Kohlenbacher Stollens", um die Grubenwässer zu lösen. Der 1. Maschinenschacht erreichte die 100 m-Sohle 1880. Mit zunehmender Teufe entwickelte sich die Lagerstätte immer besser, so daß die Förderzahlen von 1865 (2348 t) sich auf 26.362 t im Jahre 1896 steigerten. 1900 wurde der 2. Schacht (Bismark-Schacht) abgeteuft. 1912 erreichte man die 500 m-Sohle. Der neue Schacht errreichte 900m und die neue Förderanlage erlaubte es so den Bergleuten, in 2 min unten zu sein. Die mit diesem Schacht erschlossenen großen Erzvorkommen leiteten die Blütezeit der Grube ein. Die Förderung stieg rasant auf 185.700 t im Jahre 1913. Belegschaft betrug 662 Mann. Ein 3. Schacht (Hindenburg-Schacht) erreichte 1920 die 1020m-Sohle. Ein folgenschwerer Verkauf an die Vereinigten Stahlwerke/ Klöckner AG brachte wegen der Geldentwertung den bisherigen Besitzern keine Freude! Nach Fertigstellung des Hindenburg-Schachts wurden alle bisherigen Übertage-Anlagen abgerissen und an deren Stelle moderne errichtet. Raubbau im 2. WK 1943 ließen die Förderung auf 211.000 t steigern. Weitere Aufschlußarbeiten ergaben gewisse Vorräte, aber die erreichte Teufe von 1270m bedeutete das Erreichen der Rentabilitätsgrenze. Zur Rationalisierung wurde 1956 ein Durchschlag zur Grube Eisenzecher Zug aufgefahren. Pfannenberg wurde Zentralschacht-Anlage, wobei die Verbindung vom 11km entfernten Gebäude von Ameise bis hin zur Grube Concordia bei Dernbach reichte. Dem Zwang zur weiteren Rationalisierung wegen günstigerem ausländischen Erz (der Siderit mußte ja erst durch Rösten in Hämatit umgewandelt werden!) fielen zuerst die Betriebsabteilungen Mocke/Mathias sowie der Eisenhardter Tiefbau zum Opfer. Gleichzeitig begannen die Vorräte sich zu erschöpfen. 1958 folgte der Brüderbund, 1960 die Eisenzeche. 1962 erfolgte auch hier das "Aus".

Mineralien (Anzahl: 42)

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Aktualität: 15. Nov 2018 - 11:47:22

Mineralbilder (21 Bilder gesamt)

Millerit xx
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Millerit xx

Millerit xx bis 1cm auf Matrix; Grube Pfannenberger Einigkeit, Neunkirchen-Salchendorf, Siegerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Sammlung: joy
Copyright: joy
Beitrag: joy 2009-02-17
Bleiglanz, Ankerit
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Bleiglanz, Ankerit

Grube Pfannenberger Einigkeit, Neunkirchen, Siegerland; 3cm große Bleiglanzkristalle auf Markasit

Sammlung: joy
Copyright: joy
Beitrag: joy 2011-08-26
Limonit
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Limonit

Limonit in der Varietät "Brauner Glaskopf". Fundort: Grube Pfannenberger Einigkeit, Salchendorf, Siegerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Stufenbreite: 55 mm.

Sammlung: ex Andreas Gerstenberg (raritätenjäger)
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2011-03-11

Gesteine (Anzahl: 3)

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Aktualität: 15. Nov 2018 - 11:47:22

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Hüttenhain, J.M. (1932). Die Elemente Gold und Wismut als Gangkomponenten der Siegerländer Spateisensteingänge. Dissert., TH Clausthal.
  • Koch, Horst G. (1982). Erzväter. Berg- und Hüttenleute, Gruben und Hochofenwerke im Siegerland und Westerwald. Verlag G. Koch, 5900 Siegen. 240 S.
  • Henrich, M. (1995). Semseyit und Plagionit - seltene Bleispießglanz-Minerale aus dem Siegerland. Miner.-Welt, Jg.6, Nr.3, S.36-37.
  • Blaß, G. & Graf, H.W. (1995). Neufunde von bekannten Fundorten (14). Miner.-Welt, Jg.6, Nr.4, S.37-41.
  • Blaß, G. & Graf, H.W. (1996). Neue Mineralienfunde aus dem Siegerland und von der Grube Clara. Miner.-Welt, Jg.7, Nr.4, S.14-16.
  • Henrich, M. & Reinhardt, M. (2008). Interessante Neufunde aus dem Siegerland. Miner.-Welt, Jg.19, Nr.3, S.28-41.
  • Henrich, M. & Reinhardt, M. (2008). Grün, braun oder farblos: Pyromorphit aus dem Siegerland. Miner.-Welt, Jg.19, Nr.4, S.18-25.
  • Golze, R.; Henrich, M.; Hucko, S.; Stötzel, N. (2012): Siegerland & Westerwald. Bergbaugeschichte - Mineralienschätze - Fundorte. 800 S. Bode-Verlag.
  • Rolf Golze, Markus Henrich, Stefan Hucko & Norbert Stötzel (2013). Siegerland & Westerwald. Ed. Krüger-Stiftung, Bode Verlag. S.386-401.

Einordnung