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Grube Kunst

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Siegen-Wittgenstein, Kreis / Neunkirchen / Struthütten / Grube Kunst

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Grube lag im Kunstertal N des Ortes Struthütten.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk. (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Zuerst Kupfergrube bis 1800, dann Eisengrube.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=24550
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Geschichte:

1730 wurde die Grube das erste Mal erwähnt. Wahrscheinlich ist sie aber schon älter. Man betrieb zuerst Pingen-Bau, dann ab 1730 Tiefbau. Mithilfe einer „Radkunst“ wurde bis 1800 Kupfererz gefördert. Wasserprobleme zwangen den Betrieb zur Einstellung. Nachdem man Anfang des 19. Jhd. große Kupfererzgänge entdeckte, nahm man die Förderung wieder auf. 1864 wurde die Kunstertalbahn gebaut, wodurch die Erze zum Staatsbahnhof nach Herdorf transportiert wurden. Der Ausbau der Bahn erfolgte 1882 bis zur Dermbacher Grube Concordia. Außerdem bestand eine Zahnradstrecke zur Seelenberger Eisenhütte.

Ab 1869 wurde Schachtbau betrieben. Der Alte Schacht erreichte eine Teufe von 250 m, bereits 1876 wurde der Neue Schacht bis auf 500 m Teufe angelegt. 1887 erreichte dieser bereits 250 m. Am Schacht wurden zwei Dampfmaschinen eingesetzt. Die Zwillingsfördermaschine hatte 25 PS, die zweizylindrische Wasserhaltungmaschine 45 PS. Die Gesamtteufe lag bei 600 m. Beim Schacht hat der Obere Kunster Stollen eine Teufe von 67 m.

Jahresförderung: 1866: 5.273 t Eisenerz.

Bis 1885 steigerte sich die Förderung auf 17.020 t Eisenerz. Zudem wurden noch 50 t Kupferkies gefördert.

Um 1900 legte man den Glücksberger Stollen an. Zwischen 1914 und 1918 förderte man 79.753 t Spateisenstein und 139 t Kupferkies. Am 29. September 1925 stellte man die Förderung ein, 1934 wurde sie endgültig stillgelegt. 150 Belegschaftsmitglieder bauten in den Gangmitteln Oberste Kunst mit Haerig und Unterste Kunst mit Altenberg insgesamt 316.810 t Eisenerz ab. Eine Konsolidation bestand mit der Grube Altenberg im Ort.

Mineralien (Anzahl: 7)

Mineralbilder (1 Bilder gesamt)

Galenit
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Galenit

Galenit xx bis 2 cm auf Quarz von der Grube Kunst bei Neunkirchen im Siegerland.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2018-03-18

Gesteine (Anzahl: 1)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Golze, R.; Henrich, M.; Hucko, S.; Stötzel, N. (2013): Siegerland & Westerwald. Bergbaugeschichte - Mineralienschätze - Fundorte. 800 S. Bode-Verlag. S.405.

Weblinks:

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