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Grube Storch und Schöneberg

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Siegen-Wittgenstein, Kreis / Siegen / Gosenbach / Grube Storch und Schöneberg

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK5113.

An­fahrts­be­sch­rei­bung

6 km WSW von Siegen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk (aufgelassen). Um die Jahrhundertwende eine der größten Eisengruben Europas.

Geo­lo­gie

Eisenerze. Siderit-Quarz-Gänge mit Cu-Ni-As-Erzen in Devonschiefern und Sandsteinen.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=9221
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Grube Storch und Schöneberg
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Grube Storch und Schöneberg

Gosenbach, Siegerland, Nordrhein-Westf. 1912.

Copyright: Siegerlandmuseum
Beitrag: Doc Diether 2012-07-20
Grube Storch und Schöneberg
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Grube Storch und Schöneberg

Gosenbach, Siegerland, Nordrhein-Westf.

Copyright: Siegerlandmuseum
Beitrag: Doc Diether 2012-07-20

Ausführliche Beschreibung

Die Grube Storch und die Grube Schöneberg bestanden als Eisenerzgrube seit 1585. Im gleichen Jahr fördere die Grube Storch 5,1 t Kupfererz. Storch & Schöneberg war eine Eisenerz-Verbundgrube in Gosenbach, einem Stadtteil von Siegen. Sie bestand ab 1859 aus den Gruben Storch und Schöneberg und war mit insgesamt 17 Mio. t Eisenerz die Grube mit der höchsten Förderung im Siegerländer Erzrevier. Auf folgenden Gangmitteln hat die Grube gebaut (angegeben sind Länge und Mächtigkeit der Mittel):

  • Storch: 222 m lang; 6 m mächtig
  • Schöneberg: 230 m lang; 5 m mächtig
  • Schlitzer: 35 m lang; 5 m mächtig
  • Erzkammer: 70 m lang; 1,5 m mächtig
  • Eule: 60 m lang; 2 m mächtig
  • Grüner Löwe: 120 m lang; 1–4 m mächtig
  • Johannesberg: 60 m lang; 0,5–1,5 m mächtig

Die Mittel bestanden größtenteils aus Siderit (Spateisenstein), teils auch mit Brauneisenstein und Eisenglanz sowie geringen Mengen an Kupferkies.

Die Grube Storch förderte 1855: 20.695 t Eisenerz, die Grube Schöneberg 9.416 t. 1859 konsolidierten beide Gruben zur Verbundgrube Storch & Schöneberg. Im selben Jahr wurde die erste Tiefbauanlage errichtet: Der Gustav-Georg-Schacht. Im Jahr der Konsolidation wurden 13.665 t Eisenerz gefördert. Bis 1865 vervierfachte sich die Förderung auf über 60.000 t. Um 1900 war Storch & Schöneberg mit 2000 Belegschaftsmitgliedern und einer Jahresförderung von 400.000 t Eisenerz die größte Spateisengrube Europas.

Mineralien (Anzahl: 112)

Mineralbilder (4 Bilder gesamt)

Bleiglanz auf Siderit
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Bleiglanz auf Siderit

Grube Storch & Schöneberg, Gosenbach, Siegerland, Rheinland-Pfalz. Ca.12x10cm.

Sammlung: Museum Ramsbeck
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-09-26
Galenit
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Galenit

Galenit in kuboktaedrischen Kristallen mit Dolomit und etwas Quarz auf beigefarbenem Siderit. Alter Fund von der Grube Storch & Schöneberg, Gosenbach, Siegerland, Rheinland-Pfalz, Deutschland. Stuf...

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2013-05-06
Aragonit
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Aragonit

Aragonit als sog. Eisenblüte von der Grube Storch & Schöneberg bei Gosenbach im Siegerland. 3,5 cm breite Stufe.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2018-03-18

Gesteine (Anzahl: 3)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Fröbel, J. (1843). Ullmannit. Grunz.Syst.Krystallogr., S.45. (Typ-Publ.)
  • A. Achenbach: Beschreibung der Grube Storch, Kammer und Erzkammer bei Gosenbach, Gosenbach 1852.
  • F. M. Simmersbach: Geschichte des Siegerländer Bergbaues, Bochum / Berlin 1881.
  • T. Hundt, G. Gerlach, F. Roth, W. Schmidt: Beschreibung der Bergreviere Siegen I, Siegen II, Burbach & Müsen; Bonn 1887.
  • Hüttenhain, J.M. (1932). Die Elemente Gold und Wismut als Gangkomponenten der Siegerländer Spateisensteingänge (Storch und Schöneberg Feld Hamberg). Dissert., TH Clausthal.
  • Koch, Horst G. (1982). Erzväter. Berg- und Hüttenleute, Gruben und Hochofenwerke im Siegerland und Westerwald. Verlag G. Koch, 5900 Siegen. 240 S.
  • Weiss, S. (1990). Mineralfundstellen Atlas Deutschland West. Weise Verlag, München, S.59.
  • Blaß, G. und Graf, H.W. (1999). Neue Mineralienfunde aus der Eifel und dem Siegerland (Storch und Schöneberg Grube). Min.-Welt, Jg.10, Nr.3, S.23-30.
  • Hans Dietrich Gleichmann: Der Füsseberg – Die große Zeit des Siegerländer Eisenerzbergbaus, Bertelsmann Fachzeitschriften-Verlag Gütersloh, 1994.
  • Blaß, G. und Graf, H.W. (1996). Neue Mineralienfunde aus dem Siegerland und von der Grube Clara. (Devillin). Min.-Welt, Jg.7, Nr.4, S.14-16.
  • Heimat- und Verschönerungsverein Gosenbach (1997). Auf den Spuren der Bergleute im Gosenbacher Bergrevier.
  • Rolf Golze, Markus Henrich, Stefan Hucko & Norbert Stölzel. Siegerland & Westerwald. Ed. Krüger-Stiftung, Bode Verlag, 2013. S.214-44.
  • Henrich, J.M., G. Helsper & M. Reinhardt (2013). Die Grube Storch und Schöneberg in Gosenbach. Min.-Welt, Jg.24, H.4, S.28-51.

Weblinks:

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