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Grube Landeskrone

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Nordrhein-Westfalen / Arnsberg, Bezirk / Siegen-Wittgenstein, Kreis / Wilnsdorf / Grube Landeskrone

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Bei Wilnsdorf. 10 km SO von Siegen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk (aufgelassen).

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (alt)

Geo­lo­gie

Limonitisierter Siderit-Gang mit Bleiglanz und Zinkblende in Devonschiefern.

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK5214.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=10835
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Wie weit die Geschichte der Grube zurückgeht, kann man nur erahnen. Am 26. Februar 1298 wurde die Grube erstmals erwähnt. Damit ist die Grube Ratzenscheid die älteste urkundlich erwähnte des Siegerlandes. Am 14. Juli 1489 wurde das Bergwerk „zu unserer lieben Frauen“, den Liebfrauengang der Landeskrone in 32 Kuxe eingeteilt. Das Bergwerk hatte in den folgenden Jahrhunderten mehrere, meist kurze Betriebsperioden: 1684–1740; 1780–1790; ab 1801; 1810–1814; ab 1821; ab 1835. Am 28. September 1793 wurde die Grube als Gleiskaute neu gemutet. Der Göpelschacht wurde ab 1798 bis auf 95 m Teufe angelegt und bereits 1809 wieder aufgegeben. 1810 konnte er nur noch bis auf eine Teufe von 65 m befahren werden. Am 10. April 1980 wurde er nach einem Einsturz verfüllt. Der letzte Name der Grube, Landeskrone, geht auf das Jahr 1801 zurück. Auf der Landeskrone im Wildebachtal wurde im Februar 1801 mit dem Bau eines Tiefen Stollens begonnen, der später als Erbstollen der Grube diente. 1852 wurde auf der Grube eine der ersten Dampfmaschinen im Siegerland in Betrieb genommen und dafür ein unterirdisches Maschinenhaus angelegt. Zwischen 1800 und 1880 wurden 5014 t Bleiglanz, 12 t Kupfererze, 487 t Zinkblende, 37 t Fahlerze und 633 t Sideriterze gefördert. Dann wurde die Förderung eingestellt. Am 28. Dezember 1900 erfolgte die Konsolidation mit der Grube Neue Hoffnung in Wilgersdorf. Neben Neue Hoffnung gab es weitere Konsolidationen. Am Bautenberg lag die bereits im 16. Jhd. betriebene Grube Sophie, in mehreren Obere Stollen und einem kleinen Schacht wurden Eisen- und Bleierz abgebaut.

Weitere Konsolidationen: Abendröte, Wilnsdorf. Abendstern, Wilnsdorf. Frisches Feld, Wilden. Morgenröthe, Wilnsdorf/Wilden. Ölblatt, Wilnsdorf.

Mineralien (Anzahl: 34)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • J.D. Engels: Die Landeskrone am Ratzenscheid, Herborn 1803.
  • Baade, R. (1986). Forum: Aktuelle Tetraedrit-Funde aus dem Rheinischen Schiefergebirge. Emser Hefte, Jg.86, Nr.3, S.3.
  • Weiss, S. (1990). Mineralfundstellen Atlas Deutschland West. Weise Verlag, München, S.68.
  • Jung, J.G. & Bingener,A. (2002). Die Blei- und Zinkerzgrube Marie - Ein Beitrag zur Montangeschichte im Raum Wilnsdorf. Siegerland, Bd.79, Heft 1, S.55-70.
  • Artikel: Wilnsdorfer Silber für den König - Uralte Grube „Ratzenscheid“ hieß später „Landeskrone“ / Ausstellung am Sonntag in der Siegener Zeitung vom 25. Februar 2010, Seite 10.
  • Kirnbauer, T. & S. Hucko (2011). Hydrothermale Mineralisation und Vererzung im Siegerland. Aufschluß, Jg.62, H.4/5, S.280.
  • Golze, R.; Henrich, M.; Hucko, S.; Stötzel, N. (2013): Siegerland & Westerwald. Bergbaugeschichte - Mineralienschätze - Fundorte. 800 S. Bode-Verlag. S.417-21.

Weblinks:

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