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Wichtiger Hinweis:

Diese Informationen sind histrorisch und nicht mehr aktuell. Das Gelände hat in der Zwischenzeit eine andere Verwendung gefunden. Auf diesem Gelände wird heute das Museum "ENERGETICON - Energie erleben, Energie verstehen" betrieben. Dieses Museum kann besucht werden und nutzt die Vorarbeiten des Bergbaumuseumsvereins.



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Bergbaumuseum Grube Anna II, Alsdorf

Anschrift:

Bergbaumuseum Grube Anna II
Herzogenrather Straße 101
D-52477 Alsdorf
Homepage: Bergbaumuseum Grube Anna II

(Zugang von der Konrad-Adenauer-Allee)

Öffnungszeiten:

Leider müssen die bisher an jedem Sonntag um 14 Uhr durchgeführten Führungen seit Oktober 2007 wegen Baumaßnahmen am Fördermaschinenhaus bis auf weiteres entfallen. Allerdings sind Führungen für Gruppen (Schulklassen etc) nach wie vor nach Vereinbarung möglich.

Eintritt:

Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,00 € (2006)

Lage:

Bergbaumuseum Grube Anna II, Alsdorf - N 50° 52' 29" E 6° 8' 47"



Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Grube Anna II des Aachener Steinkohlereviers befindet sich am Haldenfuß der Bergehalde Anna II das Bergbaumuseum Grube Anna II.

Wer ein typisches Museum mit beschrifteten Glasvitrinen, Schautafeln oder ausgeschilderten Wegen erwartet, wird wohl noch einige Jahre warten müssen. Denn das Museum befindet sich, schon seit einigen Jahren, im Aufbau und vermittelt gerade dadurch Bergwerksgeschichte zum Anfassen. Obwohl die Gebäude der alten Schmiede, des Fördermaschinenhauses und des Kauen- und Belegschaftsgebäudes in den vergangenen Jahren äußerlich hergerichtet und renoviert wurden, erwecken sie im Inneren das Bild, das die letzten Arbeiter Ende 1992 gesehen haben müssen, als die bergbauliche Nutzung zu Ende ging. Und gerade das macht dieses Bergbaumuseum aus.

Da es sich (noch) nicht (und hoffentlich auch nie) um ein typisches Museum handelt, ist die Besichtigung auch nur im Rahmen von Führungen möglich, die an jedem Sonntag um 14 Uhr stattfinden. Leider ist selbst dies seit Oktober 2007 wegen Baumaßnahmen nicht möglich.

Die Führungen werden von Mitgliedern des Vereins Bergbaumuseum Wurmrevier e.V. durchgeführt, die mit großem persönlichen Einsatz zum Gelingen des Museumskonzeptes beitragen und zum großen Teil noch selbst untertage auf der Grube Anna 2 gearbeitet haben. Die Führungen beginnen mit einer etwa halbstündigen Einführung in den Bergbau und der Bergbaugeschichte im Aachener Revier.

Danach geht es hinaus auf das ehemalige Betriebsgelände. Zur Zeit verfügt das Bergbaumuseum über einen etwa 30 Meter langen Nachbau einer Strecke, der unterirdisch zwischen Kauengebäude und Fördermaschinenhaus verläuft. Dieser Streckenabschnitt soll so erweitert werden, dass die Begehung einer unterirdischen Strecke zwischen alter Schmiede und Fördermaschinenhaus möglich wird. Beim Rundgang über das Museumsgelände kann man die aktuellen Baumaßnahmen dazu verfolgen.

Der Weg führt dann weiter vorbei an Lokomotiven und Waggons des Bahnbetriebes. Highlights sind eine (hoffentlich bald wieder voll funktionstüchtige) Dampflok von 1938 und eine feuerlose Dampflok aus dem Jahre 1915. Weiter geht es zum Kauengebäude. In der Schwarzkaue ist der Kauenhimmel vollständig restauriert. Einige Vitrinen zeigen Gegenstände und Geräte aus dem Gebrauch der Bergleute und lassen erahnen, welches Potential noch im Material der Bergbaumuseums steckt. Auch ein (sehr) kleiner Ausschnitt einer Mineralien- und Fossiliensammlung kann bereits betrachtet werden.

Unterirdisch geht es durch die sehr detailliert nachgebaute Strecke zum Fördermaschinenhaus, in dem noch die beiden riesigen Fördermaschinen, sowie die Umspanner von Wechsel- auf Gleichstrom stehen. Immer wieder stößt man links und rechts des Weges auf große Mengen von Betriebsmitteln, Geräten, ja sogar auf das Gerüst eines alten Förderturms. All dieses wartet noch auf einen geeigneten Standort.

Den Abschluss der Führung bildet der etwa 20 Meter lange Weg durch einen etwa 70 cm hohen nachgebauten Streb, der vom Keller der alten Schmiede zum Ausgangspunkt der Führung zurückführt.

Die Führungen können nicht anders als beieindruckend und sehr informativ bezeichnet werden. Und es wird spannend sein zu sehen, was in den nächsten Jahren noch restauriert und wieder aufgebaut wird. Das Konzept des Museums sieht z.B. vor, die umfangreiche mineralogisch-geologische Sammlung, wie auch die Bibliothek der ehemaligen Bergschule zu Aachen den Besuchern zugänglich zu machen. Sehr wesentlich ist dem Verein Bergbaumuseum Wurmrevier e.V. auch, "die Dokumentation und Darstellung des täglichen Lebens der mit dem Bergbau verbundenen Menschen."

Wer die Zeit dazu findet, sollte unbedingt an einer der Führungen Sonntags um 14 Uhr teilnehmen. Er wird nicht enttäuscht werden. Auch für Kinder ist der Besuch zu empfehlen. Alles kann, wenn es nicht gerade zu gefährlich ist, mit den Händen erfasst werden und auf jede Frage wird eine umfangreiche Antwort folgen.

Unbedingt empfehlenswert! Glück Auf!


Bilder

Zum Bergbaumuseum Grube Anna II im Wurmrevier
Zum Bergbaumuseum Grube Anna II im Wurmrevier

Bergbaumuseum Grube Anna II, Alsdorf

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Alte Schmiede
Alte Schmiede

Eingang zum Bergbaumuseum Gebäude der alten Schmiede

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Bergbaumuseum Grube Anna II
Bergbaumuseum Grube Anna II

Schild am Eingang des Bergbaumuseums Grube Anna II, Alsdorf

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Strecke im Aufbau
Strecke im Aufbau

Strecke im Aufbau im Hintergrund das Fördermaschinenhaus , Begbaumuseum Grube Anna II, Alsdorf

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Das ehemalige Fördermaschinenhaus
Das ehemalige Fördermaschinenhaus

Das ehemalige Fördermaschinenhaus der Grube Anna II, Alsdorf

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Feuerlose Dampflok
Feuerlose Dampflok

Feuerlose Dampflok, Baujahr 1915 , Bergbaumuseum Grube Anna II, Alsdorf

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Kauenhimmel in der Schwarzkaue
Kauenhimmel in der Schwarzkaue

Kauenhimmel in der Schwarzkaue , Bergbaumuseum Grube Anna II, Alsdorf

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Korb in der Schwarzkaue
Korb in der Schwarzkaue

Bergbaumuseum Anna II, Alsdorf

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Seilscheibe
Seilscheibe

Grube Anna, Alsdorf

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Wasserturm
Wasserturm

Wasserturm der Grube Anna in Alsdorf

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Baum aus dem benachbarten Braunkohletagebau
Baum aus dem benachbarten Braunkohletagebau

Baum aus dem benachbarten Braunkohletagebau Alter ca. 2 Mio. Jahre

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Weblinks


Quelle


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