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Zeche General Blumenthal

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Nordrhein-Westfalen / Münster, Bezirk / Recklinghausen, Kreis / Recklinghausen / Zeche General Blumenthal

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk (aufgelassen)

Geo­lo­gie

Steinkohle

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=10222
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Verkürzte Pfadangabe

Zeche General Blumenthal, Recklinghausen, Münster, Nordrhein-Westfalen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Geschichte:

Das Bergwerk wurde nach Generalfeldmarschall Leonhard Graf von Blumenthal (1810 - 1900) benannt. Der erste Schacht wurde im Jahr 1873 SO der Recklinghäuser Innenstadt abgeteuft. 1876 erreichte Schacht 1 bei 359 m Teufe das erste Kohlenflöz, die Förderung wurde 1879 aufgenommen. Wegen Wassereinbrüchen musste die Förderung 1880 für 6 Monate eingestellt werden. 1890 wurde eine Kokerei in Betrieb genommen und unmittelbar neben Schacht 1 ein weiterer Schacht niedergebracht, der 1892 die Förderung aufnahm.

1895 wurde in der Nähe des Bahnhofs Recklinghausen, etwa 2,5 km N der Schachtanlage 1/2, mit dem Abteufen von Schacht 3 begonnen. 1898 nahm er die Förderung auf, während direkt daneben Schacht 4 niedergebracht wurde. 2 Jahre später wurde auch auf Schacht 4 die erste Kohle gefördert. 1904 begann der Betrieb einer Kokerei auf dem Gelände der Schachtanlage 3/4. Im selben Jahr wurde W der Schachtanlage 1/2 der Wetterschacht Schacht 5 abgeteuft. Am 28.Sept. 1906 wurde Schacht 6 (Harz) neben Schacht 1/2 niedergebracht. Er nahm wie auch Schacht 5 1912 die Förderung auf. Im selben Jahr begann an beiden Schächten auch die Koksproduktion.

Ab 1914 wurde Schacht 1 nur noch als Wetterschacht genutzt und die dortige Kokerei stillgelegt. 1920 förderte die Zeche General Blumenthal mit einer Belegschaft von fast 5.000 Mann 867.211 t Steinkohle aus bis zu 700 m tiefen Lagerstätten. 1927 wurde der Betrieb der Kokereien auf Schacht 5 und 6, 2 Jahre später der bei Schacht 3/4 eingestellt. Ein Jahr später wurde Schacht 5 aufgegeben. 1940 begannen die Teufarbeiten für Schacht 7 in der ländlichen Gegend N der Innenstadt zwischen Recklinghausen-Speckhorn und Marl-Sinsen.

1964 wurde Schacht 5 verfüllt. Im selben Jahr begannen die Teufarbeiten für einen zusätzlichen Wetterschacht Schacht 8, im Waldgebiet Die Haard etwa 10 km N von der Schachtanlage 1/2/6 entfernt. Am 24. August 1967 wurde der Durchschlag zur Zeche Shamrock 3/4/11 in Herne auf der 7. Sohle angelegt. Die Förderung erfolgte fortan am Zentralförderschacht 11, der zuvor zur Zeche Shamrock gehörte.

Wie alle Bergwerke der Hibernia AG wurde auch die Zeche General Blumenthal 1969 in den Ruhrkohle AG eingegliedert. 1970 erfolgte der Durchschlag zur Zeche Recklinghausen, 1975 der zur Zeche Ewald Fortsetzung in Oer-Erkenschwick. Am 1. Oktober 1992 wurde die Zeche General Blumenthal mit dem Bergwerk Haard (vormals Zeche Ewald Fortsetzung) zum Bergwerk Blumenthal/Haard zusammengelegt. Der nur als Wetterschacht genutzte Schacht 1 wurde 1998 verfüllt. Der Zusammenschluss mit der Marler Zeche Auguste Victoria zum Bergwerk Auguste Victoria/Blumenthal erfolgte am 30. Juni 2001. Im selben Jahr wurden die Schächte 4 und 7 verfüllt, die übrigen Schächte 2, 3, 6 und 8 folgten 2002. Auf dem Gelände von 2/6 befindet sich heute der Betriebshof Recklinghausen. Seit dem 1. Januar 2007 heißt das Bergwerk wieder Auguste Victoria. Die Schächte Haltern 1/2 wurden im Dezember 2006 verfüllt.

Höchste Förderung: 2.606.249 t im Jahre 1982 mit 4183 Beschäftigten.

Mineralien (Anzahl: 8)

Mineralbilder (4 Bilder gesamt)

Millerit, Chalkopyrit auf Calcit
Aufrufe (Bild: 1298564025): 1085
Millerit, Chalkopyrit auf Calcit

BB 45 mm, Milleritnadeln max. 24 mm; Fundort: Zeche Ewald Fortsetzung, Oer-Erkenschwieck (ab 1975 Verbund mit Zeche General Blumenthal), Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: highgrader
Beitrag: highgrader 2011-02-24
Mehr   MF 
Millerit, Chalkopyrit auf Calcit
Aufrufe (Bild: 1298564517): 1133
Millerit, Chalkopyrit auf Calcit

Größe: 8 x 5 x 3 cm, Milleritnadeln max. 24 mm; Fundort: Zeche Ewald Fortsetzung, Oer-Erkenschwieck (ab 1975 Verbundzeche mit Zeche General Blumenthal),Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Copyright: highgrader
Beitrag: highgrader 2011-02-24
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Millerit
Aufrufe (Bild: 1280084751): 965
Millerit (SNr: A005190)

Graue, oft gebogene, nadelige Kristalle Fundort: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Ruhrgebiet, Recklinghausen, Zeche General Blumenthal.

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Klaus-Dieter Bausch
Beitrag: Münchener Micromounter 2010-07-25
Mehr   MLF 

Gesteine (Anzahl: 1)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 2005. (Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum 144) 3. Aufl. Deutsches Bergbau-Museums, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9.
  • Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Aufl. Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster, Königstein i. Taunus 1994, ISBN 3-7845-6992-7.
  • Gerhard Gebhardt: Ruhrbergbau. Geschichte, Aufbau und Verflechtung seiner Gesellschaften und Organisationen. Verlag Glückauf GmbH, Essen 1957.
  • Verein für bergbauliche Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund: Die Entwicklung des Niederrheinisch-Westfälischen Steinkohlen-Bergbaues in der 2 Hälfte des 19. Jhd. Verlagsbuchhandlung von Julius Springer, Berlin 1902.
  • Manfred Bernauer, Bergwerk Blumenthal / Haard (Hrsg.): Chronik General Blumenthal. 4. Aufl. Berufsbildung BW Blumenthal /Haard, Recklinghausen 2009.
  • Landrat Kreis Recklinghausen (Hrsg.): Beiträge zur 132jährigen Geschichte des Steinkohlenbergbaus in Recklinghausen. Kreishausdruck, Recklinghausen 2001.

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