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Grube Apfelbaumer Zug

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Rheinland-Pfalz / Altenkirchen (Westerwald), Kreis / Brachbach / Grube Apfelbaumer Zug

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK5113.

An­fahrts­be­sch­rei­bung

1.5 km O von Brachbach und ca. 7 km NO von Betzdorf.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Schachtbruch 1908 - Betriebseinstellung

Geo­lo­gie

Limonitisiertes sideritisches Eisenerz in Devonschiefern.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=4858
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Seilbahnstation Apfelbaumer Zug
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Seilbahnstation Apfelbaumer Zug

zum Transport des gerösteten Siderits zur Station der Eisenbahnlinie Betzdorf-Siegen. Siegerland, Rheinland-Pfalz. Ca.1900.

Copyright: Siegerlandmuseum
Beitrag: Doc Diether 2010-07-24

Ausführliche Beschreibung

Geschichte:

Die Grube "Apfelbaumer Zug" war die größte und ergiebigste aller Gruben in der Gemarkung Brachbach. Alles deutet darauf hin, daß man schon vor 1720 Eisenerz von der Grube gefördert hat. 1836 wurden 2 Grubenfelder unter dem Namen "Apfelbaum" und "Apfelbaum Nebengang" verliehen. 1836 erfolgte die Zusammenlegung. Es schlossen sich weitere Grubenfelder in den nächsten Jahren an. Ab 1859 arbeitete man mit der Grube "Ecke" zusammen und 1897 wurden die Gruben "Kuhlenwalder Zug", "Ecke", "Nußbaum", "Langgrube", "Zeche" und "Apfelbaum" konsolidiert und erhielten den Namen "Apfelbaumer Zug". Hiermit konnte man 1906 einen neuen Förderekord mit 52.000 t Siderit und 850 t Kupfererzen vermelden. Die Vorräte waren aber schon stark abgebaut. Das Ende kam aber nicht durch Erzmangel, sondern durch einen katastrophalen Schachtbruch am 7.8.1908. Eine Neuaufnahme des Betriebs erübrigte sich unter diesen Bedingungen. Durch Erschöpfung der Reserven auf der 3 km entfernten Grube "Eisenzecher Zug" war der Hoesch-Konzern dann doch wieder an der Grube interessiert und man begann 1920 mit der Erneuerung der Schachtanlagen. Auf der 450 m Sohle der Grube "Eisenzecher Zug" begann man eine Verbindungsstrecke zum "Apfelbaumer Zug" herzustellen. Eine Untersuchung erbrachte nicht die gehofften Vorräte, so daß man nur einige 1000 t Erz förderte. Die endgültige Stillegung der Betriebsabteilung "Apfelbaumer Zug" erfolgte am 1.1.1927.

Mineralien (Anzahl: 24)

Gesteine (Anzahl: 2)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Helsper,G. & Scholl,E. (1987). Zur Geschichte und über die Mineralien von Brachbach im Siegerland. Emser Hefte, Jg.87, Nr.4, S.57.
  • Weiss, S. (1990). Mineralien Atlas, Deutschland West. Weise Verlag, München, S.63.
  • Rolf Golze, Markus Henrich, Stefan Hucko & Norbert Stölzel. Siegerland & Westerwald. Ed. Krüger-Stiftung, Bode Verlag, 2013. S.259ff.

Einordnung