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Grube Ecke

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Rheinland-Pfalz / Altenkirchen (Westerwald), Kreis / Brachbach / Grube Ecke

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Am Ende der Findlingstraße links in Richtung Tennisplätze abbiegen. Die Tennisanlage linkerhand liegen lassen und bis zum Schützenhaus fahren. Dort befindet sich der ehemalige Maschinenschacht der Grube Ecke in einem eingezäunten Gelände und ist als Station 6 des Grubenwanderweges gekennzeichnet.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Zunächst Tagebau und später Tiefbau. Die Tagebaue sind weitestgehend verfüllt. Schlechte Fundmöglichkeiten.

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Schurfe teils weit abseits von Waldwegen. Die Stollen der Grube sind zugeschüttet oder massiv verschlossen. Ehemalige Trinkwassergewinnung!

Letz­ter Be­such

wöchentlich

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Ecke



Grube Ecke

WGS 84: 
Lat.: 50,8174483° N, 
Long: 7,9564681° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 49' 2,814" N,
   Long: 7° 57' 23,285" E
Gauß-Krüger: 
R: 3426534,
 H: 5631856
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=50039
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Ecke, Brachbach, Altenkirchen, Rheinland-Pfalz, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (5 Bilder gesamt)

Stollen der Grube Ecke
Aufrufe (Bild: 1571657892): 100
Stollen der Grube Ecke

Abbaustrecke

Sammlung: Niklas Irlich
Copyright: Niklas Irlich
Beitrag: NickLich 2019-10-21
Maschinenschacht Ecke
Aufrufe (Bild: 1571657827): 104
Maschinenschacht Ecke

Blick in die Schachtröhre

Sammlung: Niklas Irlich
Copyright: Niklas Irlich
Beitrag: NickLich 2019-10-21
Maschinenschacht Ecke
Aufrufe (Bild: 1571657734): 89
Maschinenschacht Ecke

Blick in die Schachtröhre

Sammlung: Niklas Irlich
Copyright: Niklas Irlich
Beitrag: NickLich 2019-10-21

Ausführliche Beschreibung

Die Geschichte der Grube Ecke

Text: Niklas Irlich

Der Beginn bergmännischer Tätigkeiten beschränkte sich zunächst auf die Anlage von Schurfen, so jedenfalls dem Protokoll einer Verleihung aus dem Jahre 1772 zu entnehmen. Die als Eigenlöhner neben der Landwirtschaft bergbaubetreibenden Privatpersonen dürften allerdings nur mäßige Erfolge erzielt haben und so wurden die Gruben frühzeitig wieder verlassen. Am 29. November 1827 war es der Mudersbacher Gewerke Johann Zöller, der das erste Grubenfeld mit dem Namen „Oberste Ecke“ zur Verleihung anmeldete. Am 17. Februar 1829 gelangte das Bergwerkseigentum in seinen Besitz. Während der Ausrichtungsarbeiten wurden neben dem gesuchten Eisenerz auch abbauwürdige Gangpartien an Kobalt aufgefunden, deren Abbau allerdings nicht Bestandteil der Mutung war. Eine entsprechende Ergänzung der Abbauerlaubnis wurde am 20. Februar 1846 erlassen. In den nachfolgenden Jahren schlossen sich bis zum 30. Juli 1861 insgesamt 16 weitere Grubenfelder zur „Grube Ecke“ zusammen. Im gleichen Jahr begann gemeinsam unter Einbezug der Gruben „Apfelbaum“ und „Kuhlenwald“ der Vortrieb für einen Grundstollen aus dem Eulenbachtal. Am 1. Juni 1864, noch während der laufenden Stollenvortriebsarbeiten, veräußerte der Gewerke Martin Kipping seine sechs Kuxe der „Obersten Ecke“ für 900 Taler an den Siegener Aktionär Martin Börner. „Zahltermin 3 Jahre, bei 5 Prozent jährlicher Verzinsung“. Dabei handelt es sich um ein direktes Indiz für die finanziellen Schwierigkeiten, in denen die Grubeneigentümer steckten. Nur ein Jahr später hielt der Bochumer Verein die Kuxenmehrheit. Und trotz des neuen kapitalstarken Eigentümers schien ein geregelter Gewinnungsbetrieb nur schleppend anzulaufen.

Dennoch wurde ab dem Jahre 1876 auf dem sogenannten „Ecker Hof“ ein Maschinenschacht abgeteuft – die erste Schachtanlage auf dem Gebiet der Gemarkung Brachbach. Hatte der Schacht im Jahre 1880 lediglich bis zu der in 55 m Teufe liegenden Stollensohle gereicht, so wurde er zwischen 1886 bis 1889 weiter geteuft und im Abstand von etwa 30 m saigerer Teufe wurden vier Tiefbausohlen angesetzt. Damit erreichte die Schachtröhre um 1890 ihre letztendliche Teufe von 166,35 m. Zur Förderung diente eine 15 PS starke, vorläufig getriebene Dampffördermaschine. Die beiden Zylinderkolben trieben eine Welle mit zwei kleineren Zahnrädern an, die in die größeren Zahnräder der Seiltrommel griffen und diese in Bewegung versetzten. Somit wurde zwar auf eine höhere Fördergeschwindigkeit verzichtet, die Kraft der Maschine allerdings erhöht. Ab 1883 führte vom Schacht ausgehend eine Drahtseilbahn zur Verladestelle an der Bahn.

Der Grubenbetrieb Ecke wurde am 13. Februar 1897 mit den Gruben Apfelbaum (https://www.mineralienatlas.de/?l=50042) und Kuhlenwalder Zug (https://www.mineralienatlas.de/?l=28954) zur Verbundgrube Apfelbaumer Zug (https://www.mineralienatlas.de/?l=4858) konsolidiert.

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