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Ellweiler

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Rheinland-Pfalz / Birkenfeld, Landkreis / Ellweiler

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Bühlskopf bei Ellweiler.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

ehemaliger Tagebau auf Uranerze

Geo­lo­gie

Uranmineralisationen in permischen Rhyolithen

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine Funde mehr möglich, rekultiviert

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=7001
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Der Ort Ellweiler, westlich von Birkenfeld gelegen, ist wegen seines ehemaligen Uranbergbaues und der stillgelegten Uranaufbereitung im daneben liegenden Steinachbachtal bekannt. Die Uranerzlagerstätte wurde im Jahr 1956 entdeckt und dann bis 1965 im Tagebau abgebaut. Die Uranerzaufbereitung war allerdings bis ins Jahr 1989 in Betrieb, wobei hier in den letzten Jahrzehnten zumeist Erz aus Menzenschwand im Schwarzwald verarbeitet wurde. Das Gelände der Aufbereitung ist heute saniert und rekultiviert. Der ehemalige Tagebau ist ebenso verfüllt, sodass keine Fundmöglichkeiten mehr bestehen.

Das Vorkommen der Uranerze liegt im Nohfelder Rhyolithmassiv, das sich über 41 km² erstreckt. Der größte Teil des Massives auf liegt auf saarländischem Gebiet. An einigen Stellen konnten hier Urananomalien festgestellt werden, wobei diese meist nur in geringsten Maße festzustellen sind. Lediglich bei Ellweiler konnten etwas reichere ausgeprägte Anomalien entdeckt werden. Neben Belägen von Uranglimmern sind auch Einschlüsse von Uraninit und Coffinit als Vererzung festgestellt worden. Bei Uraninit ist bei Bültemann von bis zu fingernagelgroßen Einschlüssen die Rede.
Die meisten sekundären Uranminerale von Ellweiler sind nur krustenartig oder als blättrige Aggregate auf schmalen Rhyolithspalten bekannt; frei ausgebildete Kristalle gehören zu den Seltenheiten und sind meist auch von nur sehr geringer Größe. Optisch ist eine Bestimmung vieler Uranglimmer von diesem Fundpunkt kaum möglich, sodass Analysen umungänglich waren. Viele der hier vorgekommenen Sekundärmineralien waren auch sehr für den Sammler von UV-Mineralien interessant.
Die Nicht-Uran-Minerale, vorallem die Sulfide, konnten in dieser Lagerstätte nur erzmikroskopisch nachgewiesen werden.

Ellweiler wäre fast Typlokalität für Natrouranospinit geworden, wenn das Mineral nicht etwa zeitgleich an der Bota-Burum Uranlagerstätte in Kasachstan entdeckt worden wäre. Deshalb ist der Zweitname des Minerales auch Ellweilerit.

Nach der Rekultivierung des Bergbaugeländes bestehen heute keinerlei Fundmöglichkeiten.

Mineralien (Anzahl: 58)

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Aktualität: 18. Nov 2018 - 22:54:09

Mineralbilder (10 Bilder gesamt)

Zeunerit
Aufrufe (Bild: 1461054116): 718
Zeunerit (SNr: SyS-Zeun-1-1-3)

Bildbreite etwa 2 mm; frische dipyramidale Zeunerit-Kristalle mit Basisfläche in Hohlraum weggelöster Feldspäte im Rhyolith vom Bühlskopf bei Ellweiler, Birkenfeld, Pfalz.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-04-19
Zeunerit
Aufrufe (Bild: 1461054133): 634
Zeunerit (SNr: SyS-Zeun-1-1-3)

Bildhöhe etwa 2,5 mm; frische dipyramidale Zeunerit-Kristalle mit Basisfläche in Hohlraum weggelöster Feldspäte im Rhyolith vom Bühlskopf bei Ellweiler, Birkenfeld, Pfalz.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-04-19
Kasolit
Aufrufe (Bild: 1272144845): 1769
Kasolit

Bildbreite: 5 mm; Fundort: Ellweiler, Hunsrück, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Copyright: Leonardus
Beitrag: slugslayer 2010-04-24

Gesteine (Anzahl: 1)

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Aktualität: 18. Nov 2018 - 22:54:09

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Bültemann, H.W. (1960). Die Uranmineralien vom Bühlskopf bei Ellweiler, Kreis Birkenfeld/Nahe. Aufschluss, Jg.11, Nr.11, S.281-83.
  • Bültemann, H.-W. (1965). Das Uranerzvorkommen Ellweiler in Rheinland-Pfalz und Menzenschwand im Schwarzwald. Erzmetall, Bd.18, S.79-83.
  • Bültemann, H.W. & Strehl,E. (1969). Uranvorkommen im Saar-Nahe-Gebiet. Aufschluss, Jg.20, Nr.7/8, S.215-20.
  • Emmermann, K.-H. (1970). Die Mineralisation in der Umgebung der Uranlagerstätte Ellweiler im Nohfelder Porphyrmassiv. Aufschluss, Jg.21, Nr.12, S.365-69.
  • Bültemann, H.W. (1970). Die Uranlagerstätte Bühlskopf bei Ellweiler. Aufschluss, Sonderb.19, S.129-34.
  • Jung, D. (1970). Permische Vulkanite im SW-Teil des Saar-Nahe-Pfalz-Gebietes. Aufschluss, Sonderb.19, S.185-201.
  • Bültemann, H.W. (1979). Pfälzer Uranerze: Uran-Mineralien am Bühlskopf bei Ellweiler Krs. Birkenfeld / Nahe. Lapis, Jg.4, Nr.7, S.31.
  • Weiß, S. (1990). Mineralfundstellen Atlas, Deutschland West. Weise Verlag, München. S.125.

Verfasser

  • TKMineral

Einordnung