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Eisenbergbau

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Rheinland-Pfalz / Donnersbergkreis / Kirchheimbolanden / Imsbach / Eisenbergbau

To­po­gra­phi­sche Kar­te

TK 6313 Dannenfels

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Gut 2 km NO von Imsbach im Langental. Auf Fahrstraße erreichbar.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Stollen

Geo­lo­gie

Bildung der Roteisensteingänge ist eng verknüpft mit der Entstehung des Donnersberges, in dessen Folge hydrothermale Wässer Eisen aus dem Nebengestein löste und im zerklüfteten Rhyolith wieder als Hämatit absetzte. Die Erzgänge beißen an der Erdoberfläche aus und wurden daher früh entdeckt. Roteisensteingänge in der Länge von mehreren km von der Quelle des Appelbaches über das Langental bis zum heutigen Besucherbergwerk Maria.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Grube Maria ist ein Besucherbergwerk. Absolutes Sammelverbot! Keine Halden vorhanden. Das Langental ist Landschaftsschutzgebiet, also Sammelverbot.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=15114
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Stollenmundloch des Gienanth-Stollens, gen. "Eisernes Tor"
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Stollenmundloch des Gienanth-Stollens, gen. "Eisernes Tor"

Langental, Imsbach, Kirchheimbolanden, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2009-09-21
Stollenmundloch der Grube Maria
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Stollenmundloch der Grube Maria

Zu besichtigen im Rahmen einer Führung. Imsbach, Kirchheimbolanden, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2009-09-21

Ausführliche Beschreibung

Auf NO von Imsbach, im Langental, gelegenen Eisenerzgängen fand nachweislich bereits in römischer Zeit während des 1. und 2. Jhd. Bergbau statt. Der Eisenerzbergbau war auf die Vererzungen im Langental beschränkt. Die meist wenig spektakulär anzusehenden Bauten des ehemaligen Eisenbergbaus bei Imsbach werden heute oft wenig beachtet. Dabei sind sie sicherlich der wirtschaftlich bedeutendste Teil des ehemaligen Bergbaus gewesen - vor allen anderen hier gewonnenen Erzarten. Die zahlreichen Relikte des mit Unterbrechungen bis zum Anfang des 20. Jhd. aktiven Eisenerzbergbaus bei Imsbach sind es sicherlich Wert, in Zukunft eine größere Beachtung zu finden. Ein erster Schritt dazu wurde mit der Erschließung der ehemalige Eisenerzgrube Grube Maria als weiteres Besucherbergwerk getan.

Bergbaugeschichte:

Im Umfeld der römischen Gewinnungsstellen im Langental entwickelten sich mehrere Einzelgruben, die im Zuge des Abbaus zusammenwuchsen. Ein frühes Bergwerk am N-Ende ist die 1534 genannte "Rote Grube" in der Emigs- oder Emmesdelle. Meterdicke Eisenschlacken und Ofenreste bezeugen dieses Zentrum. Reste von Schmelzöfen finden sich auch witer N am Rande der Waldabteilung "Erzhütte". Der im Wiesengrund vorhandene Weiher diente wohl als Erzwäsche. Schließlich erstreckte sich die Eisenerzgrube in einem schmalen Streifen nahezu über das gesamte Langental.

Im Laufe der Zeit vergößerte sich der Abbau und damit war auch eine bessere Wasserversorgung nötig. Für die 2.Hälfte des 15.Jhd. sind Eisenschmelzen und Weiher bei Winnweiher bekannt, die bis zur zwischenzeitlichen Unterbrechung des Bergbaus nach 1660 das Erz aus dem Langental verarbeitete. Ab 1747 fand nach der Errichtung einer Schmelzhütte durch Gienanth die Verhüttung bis 1867 bei Winnweiler-Hochstein (Eisenschmelz) statt.

Die Förderung betrug beispielsweise 1841/42 56.519 Zentner Erz.

1742 erhielt Johann Nikolaus Gienanth die Erlaubnis, bei Hochstein eine Schmelze und einen Hammer zu betreiben. 50 Jahre später hatten die Gienanths in Hochstein (Verhüttung) und in Imsbach (Erzgewinnung) bereits 126 Beschäftigte. Die Erzförderung betrug 2400 t jährlich! Die Verhüttung in Hochstein reichte nicht, sodaß man eine 2. in Trippstadt bei Kaiserslautern baute. Daneben gab es mehrere andere Produktionsstandorte. Die Gesamtbedeutung der Gienanth'schen Werke zeigt die Statistik, nach der 2/5 aller Beschäftigten in den Donnersberggemeinden für sie arbeitete.

1773 wird der Gienanth-Erbstollen, das sog. "Eiserne Tor" angeschlagen. 1840 - 65 wird der Tiefe Gienanth Erbstollen vom O Ortsrand aus vorgetrieben. 1868 wird der Abbau eingestellt. Bis 1873 und 1900 werden nur Erkundungsarbeiten gemacht.

1901 - 05 pachtet ein Eugen Salentini die Gienanth'sche Eisengrube im Langental und baut Farberze ab.

Danach häufiger Besitzerwechsel und Versuche, gewinnbringend zu fördern. 1923 wird das Unterfangen wegen nicht zu beherrschenden Wassereinbrüchen am "Schwarzen Schacht" eingestellt.

1938 - 40: letzte Untersuchungsarbeiten (ergebnislos).

2006: Eröffnung der Grube Maria als Besucherbergwerk.

Im Bergbaulehrpfad gibt es einen "Eisenweg", der auf 5,5 km ab dem Eisernen Tor (Beginn des Langentales) die Relikte des langen Eisenbergbaus dokumentiert. Das Tal folgt den Eisenerzgängen.

Besucherbergwerk Maria:

Die Bergbauerlebniswelt Imsbach (Weisse Grube, Grube Maria und Bergbaumuseum) ist von April-Ende bis Oktober Samstags von 13 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Für Gruppen kann auch an Wochentagen ein Besichtigungstermin beim DTV oder beim Tourismusbüro der Verbandsgemeinde Winnweiler, Tel. 06302-60261, vereinbart werden.

Mineralien (Anzahl: 5)

Mineralbilder (1 Bilder gesamt)

Glaskopf - Hämatit
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Glaskopf - Hämatit

Eisengruben, Imsbach, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz; B:12x7cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-01-23

Gesteine (Anzahl: 2)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

Einordnung