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Weiße Grube

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Rheinland-Pfalz / Donnersbergkreis / Kirchheimbolanden / Imsbach / Weiße Grube

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Imsbach aus auf einer Fahrstraße gut 2 km NO. Ausschilderungen folgen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Verhaue, Stollen, Schächte, Haldenreste, Besucherbergwerk.

Geo­lo­gie

Kupfererzgänge im Rhyolith. Daneben war ein leichter Silberanteil sowie auch hauptsächlich Skutterudit als Kobalt-Erz.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Besucherbergwerk. Absolutes Sammelverbot!

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=3567
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (9 Bilder gesamt)

Weiße Grube - Verhaue
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Weiße Grube - Verhaue

Imsbach, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2009-09-22
Weiße Grube - Tagebaubereich
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Weiße Grube - Tagebaubereich

Imsbach, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz

Sammlung: Doc Diether
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Beitrag: Doc Diether 2009-09-22
Weiße Grube - Aussenbereich
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Weiße Grube - Aussenbereich

Imsbach, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2009-09-22

Ausführliche Beschreibung

Die "Weiße Grube" liegt im Grubenfeld Frieda. Sie gehört zu den ältesten Imsbacher Gruben. Es gab 2 anstehende Erzgänge, die zu Tage strichen und mit ihrer grünen und blauen Farbe auf den Gang aufmerksam machten. So wurden im 15. und 16.Jhd. auch 2 getrennt betriebene Bergwerke augelegt. Eine nördliche Grube, die über Schächte betrieben wurde und eine südliche, die über einen Förderstollen verfügte. Das Erz wurde auf mindestens 4 Sohlen abgebaut. Es herrschte ein geordneter Betrieb (zu sehen an den ordentlichen trapezförmigen Stollenauffahrungen).

Nach 150 Jahren Stillstand wurden die Arbeiten, wie auch an den anderen Gruben, wieder aufgenommen. Die "Weiße Grube" hieß hier "Graf Friedrich Grube". Es wurden große Mengen Erz gewonnen. Das Besondere war, daß hier Kobalterze anbrachen. Die Erzeugung belief sich auf monatlich 30 Zentner Kupfer und 12 Pfund Silber. Allerdings wurde Raubbau getrieben, sodaß man 1726 am Ende war. Nach 10 erfolgreichen Jahren wurde die Grube, wie die anderen Imsbacher Gruben auch, geschlossen.

1882 begann dann das letzte Kapitel Imsbacher Bergbaugeschichte. Die Grube wurde erstmals "Weiße Grube" genannt. Eine 50-jährige, oft unterbrochene Bergbaugeschichte begann. Man suchte zuerst die sulfidischen Erze, dann ab 1907 auch die ärmeren carbonatischen Erzpartien, die in einer neu errichteten Erzlaugerei mit Salzsäure "gelaugt" wurden.

1921 kam für die Grube, ebenso für die anderen Imsbacher Gruben, das endgültige Betriebsende.

1979 wurde sie zum Besucherbergwerk ausgebaut.

Besucherbergwerk:

Die Bergbauerlebniswelt Imsbach (Weisse Grube, Grube Maria und Bergbaumuseum) ist von April-Ende bis Oktober Samstags von 13 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Für Gruppen kann auch an Wochentagen ein Besichtigungstermin beim DTV oder beim Tourismusbüro der Verbandsgemeinde Winnweiler, Tel. 06302-60261, vereinbart werden.

Mineralien (Anzahl: 26)

Mineralbilder (1 Bilder gesamt)

Chalkosin
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Chalkosin

Deutschland, Rheinland-Pfalz, Donnersberg Kreis, Imsbach, Weiße Grube; Bildbreite - 11,0 mm;

Sammlung: hkern
Copyright: hkern
Beitrag: hkern 2016-01-19

Gesteine (Anzahl: 1)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Schmidt, E. (1974). Die Weiße oder Kobaltgrube bei Imsbach am Donnersberg/Pfalz. Aufschluss, Jg.25, Nr.4, S.227.
  • Fritz Spruth (1978). In: H.P. Brandt (Hrsg.). Zur Geschichte des Bergbaus an der oberen Nahe. Charivari Verlag Idar-Oberstein. S.49ff.
  • Noll, K. (1984). Die Mineralien von Imsbach. Lapis, Jg.9, Nr.5, S.36
  • Schlabach, P. (1984). Ich bin Sielber also gewachsen bey Imsbach... Der Kupfer- und Silberbergbau von Imsbach am Donnersberg. Magma, Nr.2, S.50-66.

Weblinks:

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