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Farbvariationen der Haizähne im Mainzer Becken

Das Mainzer Becken ist die Bezeichnung für ein tertiäres Meeresbecken, welches vor ca. 38 bis 12 Mio. Jahren den Raum des heutigen Rheinhessen einnahm. Ein Meeresarm verband das Mainzer Becken mit dem Nordmeer und dem tropisch warmen Südmeer (Tethysmeer). Die mittlere Jahrestemperatur lag damals bei 18° C. Im Meer und an den Uferzonen herrschten subtropische Temperaturen. In den Meeren lebten Krokodile, Meeresschildkröten, Seekühe, und neben vielen anderen Fischarten, zahlreiche Rochen und Haie.

Heute gibt es im Mainzer Becken eine ganze Reihe von Fundstellen für Haizähne und andere Fossilien. Manchmal kommt es vor, dass man einen Zahn mit der recht oberflächlichen Fundortbenennung Mainzer Becken angeboten bekommt, z. B. bei Ebay. Um den eigentlichen Fundort vielleicht genauer eingrenzen zu können, bietet es sich an, die Färbung des Zahnes genauer in Augenschein zunehmen, da fast jede Fundstelle sich durch eine eigene Färbung der Fundstücke auszeichnet.

Dieser Beitrag soll dabei helfen, die Farbe eines Zahnes zur Eingrenzung des genauen Fundortes zu nutzen.


Fundstellen

Weinheim

Bei Weinheim gab es in der Vergangenheit fünf Sandgruben, in denen man Haizähne finden konnte. Dieses sind:

  • Zeilstück (heute Geotop)
  • Trift (heute Geotop)
  • Obermühle (heute verfüllt)
  • Würtzmühle (heute Naturdenkmal)
  • Neumühle (heute Geotop)

Heute liefern diese Fundstellen keine Funde mehr. Aus diesem Grund ist hier nur Material aus einem Neubaugebiet in der Nähe der ehemaligen Sandgrube Obermühle abgebildet. Da aber die meisten Gruben Zähne mit ähnlicher Färbung geliefert haben, ist das nicht weiter schlimm.

Bisweilen kann die Farbe der Wurzel auch etwas ins Graue gehen.

Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Weinheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Notorynchus primigenius
Notorynchus primigenius

Weinheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Flonheim

Die ehemalige Sandgrube Krämer (heute ein Sportplatz) lieferte etwas hellere Zähne als die anderen Fundstellen.

Notorynchus primigenius
Notorynchus primigenius

Flonheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Flonheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Eckelsheim

Die Sandgrube in Eckelsheim hat bis jetzt die bunteste Mischung hervorgebracht. Mag sein dass es daran liegt, dass sie eine von drei noch aktiven Gruben im Mainzer Becken ist. Allerdings bekommt man dort keine Genehmigung mehr.

Variationen von Eckelheim:

Weiße Zahne lagen nah an der Oberfläche im Sand und wurden durch Wettereinflüsse gebleicht.

Carcharias acutissimus
Carcharias acutissimus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Die grauen und graublauen sind oft am besten erhalten und liegen in den selben Schichten wie die Zähne mit gelber Wurzel und die Bunten.

Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Notorynchus primigenius
Notorynchus primigenius

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Schwarze Zähne sind oft in Kiesschichten zu finden und wurden vermutlich durch Manganoxyde gefärbt. Außer in Eckelsheim kommen die Schwarzen auch bei Weinheim und Wöllstein vor.

Notorynchus primigenius
Notorynchus primigenius

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Zähne mit gelber oder gelb-brauner Wurzel haben einfach die Farbe des Sandes angenommen.

Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Notorynchus primigenius
Notorynchus primigenius

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Bunte durch Eisenoxyde gefärbte Zähne gehören zu den Seltenheiten kommen aber gelegendlich auch öfter vor wenn die richtigen Schichten angeschnitten sind.

Carcharias acutissimus
Carcharias acutissimus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Eckelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Wöllstein

Sandgrube Müller & Schmidt (heute Geotop)

Zu den drei abgebildeten Farbvariationen kommt wie schon erwähnt noch schwarz.

Carcharias acutissimus
Carcharias acutissimus

Wöllstein / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Notorynchus primigenius
Notorynchus primigenius

Wöllstein / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Woellsteinia oligocaena
Woellsteinia oligocaena

1,5 cm, Wöllstein, Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz, Deutschland

CARCHARIAS

Wonsheim

Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Wonsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Wendelsheim

In der noch aktiven Grube in Wendelsheim lassen sich zwar auch Haizähne finden, doch sind sie dort allgemein selten. Bunte Exemplare erfreuen aber das Herz des Sammlers.

Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Wendelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Wendelsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS

Stadecken Formation

Gumbsheim, Hahnheim

Carcharias acutissimus
Carcharias acutissimus

Gumbsheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS
Carcharias cuspidatus
Carcharias cuspidatus

Hahnheim / Mainzer Becken

CARCHARIAS


Quellenangeben


Einordnung