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Grube Silbersand

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Rheinland-Pfalz / Mayen-Koblenz-Kreis / Mayen / Grube Silbersand

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Silbersand (N 50° 21' 47" E 7° 10' 46")



Grube Silbersand

WGS 84: 
Lat.: 50,36305556° N, 
Long: 7,17944444° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 21' 47" N,
   Long: 7° 10' 46" E
Gauß-Krüger: 
R: 2583964,
 H: 5581457
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

An­fahrts­be­sch­rei­bung

500 m N von Schloß Bürresheim im Nettetal und ca. 4 km NW von Mayen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halde

Geo­lo­gie

Alte Mine auf Blei- und Zink-haltigem Siderit-Quarz-Gang.

Fossil-führende Halde.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=473
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Situation 2004
Aufrufe (Bild: 1166957083): 3362
Situation 2004

Grube Silbersand

Copyright: Frank de Wit
Beitrag: slugslayer 2006-12-24

Ausführliche Beschreibung

Geschichte

BILD:1166957083
Foto: FdW, Situation 2004

Die ehemalige Grube Silbersand war eines der wichtigsten Erzvorkommen in der Eifel. Halden und Pingen zeugen heute noch vom Bergbau. Wahrscheinlich bereits den Römern bekannt, wurden dort Blei-, Kupfer- und Eisenerze nachweislich zwischen 1401 bis 1677 abgebaut. Es kamen sowohl Zeiten des Stillstandes als auch der Grubenaufwältigungen.

1846 wurde der Betrieb auf Silbersand wieder aufgenommen, um speziell die Halden mit ihren reichen Sphalerit-Vorräten zu nutzen. 1855 wurde von Nettetal aus der Louisenstollen in den Berg getrieben, welcher zum Versuchsschacht (23 m tief) führte. Die 13,6 m mächtige Gangzone führte Blei-, Kupfer-, Zink- und Spateisenstein. Vom Louisenstollen wurde später eine Gesenksohle errichtet; ein Maschinenschacht (Teufe ca. 110 m) sowie ein Förderstollen (Teufe ca. 33 m) und verschiedene Querschläge existierten.

Um 1858 wurde eine Erzaufbereitung errichtet und bis 1914 Erzschlämme und Haldenmaterial aufbereitet. Aufgrund der Erzerschöpfung kam es 1914 zum Auflass der Grube.

Zwischen 1957 bis 1959 wurde der Louisenstollen abermals aufgewältigt, um die Erze nochmals zu untersuchen. Das negative Ergebnis führte dann lediglich zum weiteren Abtransport von Haldenmaterial zu einer entfernten Aufbereitungsanlage.


Lage und Anfahrt

Von Mayen aus fährt man im Nettetal Richtung Schloß Bürresheim und bleibt auf der Hauptstraße Richtung Langenfeld.

Ca. 1 km nach dem Schloss biegt man links in einen unbefestigten Weg ein und fährt über eine kleine Holzbrücke. Linkerhand am Hang steht ein altes Wohnhaus, davor sieht man eine Freifläche (ehem. Aufbereitung + Halden). Der Fahrweg gabelt sich zum Haus, man fährt jedoch rechts leicht bergan. Hier läuft unentwegt Wasser auf dem Wege entlang und der Fahrweg ist schlammig (Wasseraustritt aus dem Stollenmundloch des Louisenstollen). Das Stollenmundloch selbst ist verstürzt und nicht mehr erkennbar (anhand des Stollenwassers trotzdem lokalisierbar). Jedoch nicht verzagen, ein Durchkommen bzw. eine Umfahrung ist möglich.

Weiter geht's ca. 50-100 m leicht bergan und man steht wiederum auf einem Plateau, einer ehemaligen Halde und man steht genau vor den noch vorhandenen Halden, die sich steil bergan ziehen. Hier lasse man das Auto stehen und begebe sich auf die Haldenböschung und fange an zu suchen.

Stand 28.02.2010: Die Brücke ist nicht mehr passierbar! Schimy


Mineralien

Folgende Mineralien sind von der Grube Silbersand bei Mayen bekannt und können auch noch mit etwas Glück auf den Halden gefunden werden: Galenit, Sphalerit, Azurit xx, Malachit xx, Boulangerit (wofür die Fundstelle überhaupt bekannt geworden ist), Siderit, Quarz, Cerussit xx, Linarit xx, Goethit-Glaskopf, Pyromorphit xx, Devillin xx, Brochantit xx, Cuprit xx, Chalkopyrit, Ramsbeckit xx.


Fundmöglichkeiten

Die Fundmöglichkeiten sind nach Ansicht von Moni gut bis sehr gut!

Mineralien (Anzahl: 21)

?

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Legende

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Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 15. Nov 2018 - 14:37:01

Mineralbilder (5 Bilder gesamt)

Ramsbeckit xx
Aufrufe (Bild: 1166956621): 3246, Wertung: 6.75
Ramsbeckit xx

Bildbreite: 6 mm; Fundort: Grube Silbersand, Mayen, Eifel, Deutschland

Copyright: Frank de Wit
Beitrag: slugslayer 2006-12-24
Sphalerit
Aufrufe (Bild: 1361376117): 1110
Sphalerit

Grube Silbersand / St Johann / Mayen / Eifel / Rheinland-Pfalz / Deutschland; Bildbreite 2 cm.

Sammlung: Leonardus
Copyright: Leonardus
Beitrag: Leonardus 2013-02-20
Sphalerit
Aufrufe (Bild: 1361376359): 1679
Sphalerit

Grube Silbersand / St Johann / Mayen / Eifel / Rheinland-Pfalz / Deutschland; Bildbreite 1.7 cm.

Sammlung: Leonardus
Copyright: Leonardus
Beitrag: Leonardus 2013-02-20

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Zimmer, K.: Über die Mineralführung und die Mineralfolge einiger Erzgänge des linksrheinischen Schiefergebirges, Diss. Aachen, 1921.
  • Rosenberger, W. et al. (1979). Beschreibung rheinland-pfälzischer Bergamtsbezirke. Bd.4, Bergamtsbezirk Koblenz. S.276ff.
  • Cruse, B., Knop, H., Rondorf, E. & Ternes, B. (1980). Mineralvorkommen im N Rheinland-Pfalz. Aufschluss, Sonderb. 30, S.43.
  • Weiß, S.: "Mineralfundstellen, Deutschland West", Weise Verlag, München, 1990.
  • Blaß, G. & Graf, H.W. (1992). Neufunde von bekannten Fundorten (VI). Miner.-Welt, Jg.3, Nr.6, S.32-35.
  • Wagner, T., and Cook, N.J. (2000): Late-Variscan antimony mineralisation in the Rheinisches Schiefergebirge, NW Germany: evidence for stibnite precipitation by drastic cooling of high-temperature fluid systems. Min. Depos. 35, 206-22.
  • Friedemann, P. (2017). Die Anfänge der westeuropäischen Zinkindustrie am Beispiel der Galmei-Bergwerke "Vieille Montagne" (Altenberg): ....Anschnitt, 69.Jg, Nr.2, S.74-95.
  • Heeren, R. (2018). Pyromorphitfunde in der Eifel - historisch und gegenwärtig. Min.-Welt, Jg.29, H.2, S.120ff.

Quellangaben

Einordnung