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Holzappel

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Rheinland-Pfalz / Rhein-Lahn-Kreis / Diez / Laurenburg / Holzappel

GPS-Ko­or­di­na­ten

Bergbaulehrpfad



Bergbaulehrpfad

WGS 84: 
Lat.: 50,3438528° N, 
Long: 7,8946194° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 20' 37,87" N,
   Long: 7° 53' 40,63" E
Gauß-Krüger: 
R: 3421390,
 H: 5579238
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

An­fahrts­be­sch­rei­bung

13 km O Bad Ems; 13 km SW Limburg/Lahn. 8 km W von Diez.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Schächte, Stollen (aufgelassen), Halden.

Geo­lo­gie

Blei-Zink-Kupfer-Erzgang in sandigem Tonschiefer.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=10892
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (17 Bilder gesamt)

Stephan- und Mittelschacht
Aufrufe (Bild: 1447752671): 652
Stephan- und Mittelschacht

Holzappel, Laurenburg, Taunus, Rheinland-Pfalz. 1950.

Sammlung: Archiv Doc Diether
Copyright: Archiv Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2015-11-17
Betriebsgelände Holzappel
Aufrufe (Bild: 1435240366): 702
Betriebsgelände Holzappel

Stephanschacht: Fördergerüst im weißen Haus Bildmitte; rechts: Mittelschacht. Laurenburg, Taunus, Rheinland-Pfalz. 1930.

Copyright: Archiv: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2015-06-25
Beladen eines Huntes
Aufrufe (Bild: 1435239987): 625
Beladen eines Huntes

Holzappel, Laurenburg, Taunus, Rheinland-Pfalz.

Copyright: Archiv: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2015-06-25

Ausführliche Beschreibung

Geschichte:

Die Grube bestimmte über 2 Jahrhunderte hinweg fast ununterbrochen das Wirtschaftsleben der Region. Ihre Abbau-Teufen von bis zu 1100 m, ihr technischer Standard und die Qualität ihrer Ausbeute an Silber, Kupfer, Blei und Zink machten sie zu einem der bedeutendsten Bergwerke ihrer Zeit. Nach der Stadterhebung erlebte Holzappel, vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung durch Handel, Handwerk und den Bergbau. Dazu trug das ertragreiche Blei-, Silber- und Zink-Bergwerk („Grube Holzappel“) bei, das 1815 auch Johann Wolfgang von Goethe in die Mauern des Städtchens führte. Das Bergwerk war für ihn, als Verantwortlicher für den Bergbau von Ilmenau, wichtig. Hatte man hier doch -ähnlich wie im Weimarischen Bergbau- sehr hartes Gestein zu bearbeiten. Ebenso wollte er Näheres über die Verwerfung der Gänge erfahren.

Das Bergwerk baute auf dem Holzappeler Gangzug. Dieser stellt den 6. Zug der an der unteren Lahn aufsetzenden Blei- Zinkerzgänge dar. Er ist neben dem Emser Zug der bedeutendste und hat eine Länge von 4 km. Seine Mächtigkeit beträgt 1,2 m im Schnitt. Bleiglanz und Fahlerz waren die Hauptsilberträger. 1 t Bleiglanz ergab 0,5 - 0,7 kg Silber. Die erzielten Erlöse der Grube führten 1774 zur Prägung des Holzappeler Talers, einer Ausbeuteprägung. 1780 wurden 228 kg Silber und 55.900 kg Blei erzeugt und ein Überschuss von 8217 Gulden erwirtschaftet. 1785 war die Belegschaft einschließlich der Hütte und der Pochwerke auf 643 Arbeiter angewachsen. Mit zunehmender Tiefe ging der Bleiglanz-Gehalt der Erze zurück und der Zinkblende-Anteil nahm zu. Zinkblende war weniger gut bewertet. Die zunehmende Vertaubung der Gänge mit der Tiefe und die Konkurrenz-Situation nach dem 2.Weltkrieg führten zur Stillegung des Betriebs. Insgesamt wurden in Holzappel seit 1751 216.720 t Blei-, 754.700 t Zink- und 130 t Silberkonzentrate gewonnen.

Beginn 1751; Aufgelassen 1952. In den letzten Betriebsjahren wurde noch eine Menge Erz, vor allem Zinkblende durch Haldenkutten gewonnen. Dies ging bis 1954.

Stollen: (Insgesamt 44.000 m)

Heuwegerstollen (1535), Sophienstollen (1751), Carlstollen (1760), Wilhelmstollen (1778), Ludwigstollen (1772), Eleonorenstollen (1772), Magdalenenstollen (1773), Amalienstollen (1776), Josephstollen (1776), Adelheidstollen (1785), Herminenstollen, Lahnstollen (1836), Otto-Wolff-Stollen (1935).

Schächte:

Herminenschacht, Louisenschacht, Holzappeler Grenzschacht, Obernhofer Grenzschacht, Eisenkauterschacht (1764), Schrotschacht, Charlottenschacht (1773), Neuhoffnungsschacht (1788), Christinenschacht, Emma-Ida-Schacht (1815), Stephanschacht (1844)(Hauptförderschacht), Mittelschacht (1855), Otto-Wolff-Schacht (1935).

In der letzten Betriebsphase verbunden mit der Grube "Leopoldine Louise" bei Weinähr.

Alte Halden an der Holzappeler Hütte, weiter N davon und W von Laurenburg an der Lahn. (Letztere war die ergiebigste: ist seit einigen Jahren mit einer Erdschicht bedeckt)

Entlang der B417 sind mehrere alte Bergbauteiche. Bergbaulehrpfad.

Es gibt in Holzappel ein kleines Heimat- und Bergbau-Museum im Rathaus. Von März bis Oktober geöffnet Sonntags von 15-17 Uhr oder nach Vereinbarung unter T. 06439/7542. Hier findet man neben lokalen u.A. Exponate der Mineraliensammlung des Erzherzog Stephan.

Mineralien (Anzahl: 29)

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Aktualität: 12. Nov 2018 - 03:34:56

Mineralbilder (14 Bilder gesamt)

Bayldonit
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Bayldonit

Deutschland, Rheinland-Pfalz, Taunus, Laurenburg, Grube Holzappel; xx - 0,55 mm;

Sammlung: hkern
Copyright: hkern
Beitrag: hkern 2012-06-12
Galenit auf Siderit
Aufrufe (Bild: 1294180211): 1032
Galenit auf Siderit

FO.: Grube Holzappel bei Laurenburg, Rheinland-Pfalz, Deutschland / Stufengröße: 7,5 x 6 cm

Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Copyright: Hrouda
Beitrag: Hrouda 2011-01-04
Zinkblende und Bleiglanz
Aufrufe (Bild: 1382212235): 436
Zinkblende und Bleiglanz

Grube Holzappel, Laurenburg, Taunus, Rheinland-Pfalz. B:18cm.

Sammlung: Mineralienmuseum Bettendorf
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2013-10-19

Gesteine (Anzahl: 7)

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Aktualität: 12. Nov 2018 - 03:34:56

Gesteinsbilder (2 Bilder gesamt)

Gangstück: Verwachsung von Zinkblende und Kupferkies in Schiefer
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Gangstück: Verwachsung von Zinkblende und Kupferkies in Schiefer

Grube Holzappel, Laurenburg, Taunus, Rheinland-Pfalz. 7x3cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2018-03-10
Schliff Gangstück: Zinkblende (unten schwarz) schließt ein Siderit (braun), Schiefer (oben) Quarz
Aufrufe (Bild: 1520700266): 228
Schliff Gangstück: Zinkblende (unten schwarz) schließt ein Siderit (braun), Schiefer (oben) Quarz

Grube Holzappel, Laurenburg, Taunus, Rheinland-Pfalz. 12,5 x 6 cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2018-03-10

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Wenkenbach, F. (1861): Beschreibung der im Herzogtum Nassau aufsetzenden Erzgänge. Ver. f. Naturk., H.16.
  • F. Odernheimer: Das Berg- und Hüttenwesen im Herzogtum Nassau, 1865.
  • Dr.Fritz Herbst: Über die im Raum Holzappel-Nassau aufsetzenden Blei-Zink-Erzgänge, Bad Ems 1969.
  • Weiß, S. Mineralfundstellen Atlas West Deutschland, Weise Verlag, München, 1990, S.101-02.
  • Scheid, R., W. Schmiedel und R. Schmidt (2008). 200 Jahre Erzbergbau in der Esterau. Die Grube Holzappel. Förderverein Heimatmuseum Esterau, Holzappel.

Weblinks:

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