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Grube Büchenberg

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen-Anhalt / Harz, Landkreis / Oberharz am Brocken / Elbingerode / Grube Büchenberg

An­fahrts­be­sch­rei­bung

N kurz außerhalb des Stadtgebiets Elbingerode. Man fährt auf der 244 1,3 km Richtung Wernigerode. Dann biegt man rechts ein in Richtung "Büchenberg". Besucherbergwerk ist ausgeschildert.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Besucherbergwerk, Halden und Pingen.

Geo­lo­gie

Submarin-hydrothermal-sedimentäres Eisenerzlager vom Lahn-Dill-Typ.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Das Betreten der tiefen Pingen ist wegen Verschüttungsgefahr verboten !

GPS-Ko­or­di­na­ten

Grube Büchenberg



Grube Büchenberg

WGS 84: 
Lat.: 51,79226676° N, 
Long: 10,81878662° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 47' 32,16" N,
   Long: 10° 49' 7,632" E
Gauß-Krüger: 
R: 4418607,
 H: 5740447
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=8380
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Büchenberg, Elbingerode, Oberharz am Brocken, Harz, Sachsen-Anhalt, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (18 Bilder gesamt)

Stollen (Trockenmauerung)
Aufrufe (Bild: 1577891915): 381
Stollen (Trockenmauerung)

Stollen (Trockenmauerung) Gräfenhagensberg/Büchenberg, etwa 1984

Sammlung: ganomatit
Copyright: ganomatit
Beitrag: ganomatit 2020-01-01
Entwässerungsstollen
Aufrufe (Bild: 1577891190): 354
Entwässerungsstollen

Entwässerungsstollen im Weitungsbau Gräfenhagensberg/Büchenberg, etwa 1984

Sammlung: ganomatit
Copyright: ganomatit
Beitrag: ganomatit 2020-01-01
Sinterbildung
Aufrufe (Bild: 1576074972): 379
Sinterbildung

Sinterbildung am Ausbau, Elbingerode, Grube Büchenberg, Aufnahme 1984

Sammlung: ganomatit
Copyright: ganomatit
Beitrag: ganomatit 2019-12-11

Ausführliche Beschreibung

Gegen Ende des 19.Jhd. kam der Bergbau am Büchenberg zum Erliegen. Er wurde in den 30-er Jahren naturgemäß wieder interessant. Immerhin war durch den Altbergbau erst ein Bruchteil der Lagerstätte abgebaut. So begannen durch MANNESMANN im Jahr 1936 die Erschließungsarbeiten für ein modernes Eisenerzbergwerk. Die Förderung erfolgte über den 1939 bereits bis zur 1.Sohle abgeteuften Rothenbergschacht und lag im Jahr 1940 bei ca.60.000 t. Das Erz wurde über eine eigens dafür angelegte Industrieseilbahn von 8.650 m Länge nach Minsleben zur Eisenbahnverladung transportiert, von wo es zur Verhüttung nach Salzgitter gebracht wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich die Grube Büchenberg zum wichtigsten Eisenerzproduzenten der DDR. Das Erz wurde nun im Niederschachtofenwerk Calbe unter Einsatz von BHT-Koks verhüttet.

Vom Rothenberg- und dem weiter W liegenden Gräfenhagensbergschacht aus wurden in 50 m-Abständen insgesamt 6 Sohlen parallel zum Erzlager aufgefahren, die Gesamtlänge der Strecken im Grubengebäude betrug bei Schließung der Grube über 40 km. Der Gräfenhagensbergschacht wurde 1964 aufgegeben und durch den in der Nähe abgeteuften Schacht II A ersetzt. Mitte der 60-er Jahre hatte die Grube eine Jahresförderung von 450 000 t bei einer Belegschaft von ca.500 Mann. Eine weitere Steigerung der Produktion war nicht möglich, die Transportkapazität der Seilbahn war nunmehr am Ende. Aus diesem Grund waren durchgreifende Veränderungen notwendig. Im Westfeld der Grube wurde der mit 453 m tiefste Schacht III abgeteuft. Er war als Hauptförderschacht geplant und erhielt eine eigene Anbindung an das Schienennetz der Rübelandbahn. Eine Jahresfördermenge von 1 Mio. t sollte so möglich werden. Die gesamte Erzmenge der Grube wurde auf 200 Mio. t geschätzt. Inmitten dieser guten Zukunftsaussichten kam das plötzliche Aus. Dem rapiden Preisverfall am Weltmarkt für Eisen mußte auch die DDR Rechnung tragen. Der Eisengehalt war zu gering und die Förderkosten zu hoch, so beschloß man, die Grube trotz der schon getätigten Investitionen von über 90 Mio. Mark zu schließen. Der Schacht III kam nicht mehr zum Einsatz, das bereitliegende Fördergerüst wurde nie aufgestellt, die Eisenbahnstrecke wieder abgerissen. Am 30.April 1970 verließ die letzte Erzlore den Seilbahnkeller.

Damit endete der Eisenerzbergbau am Büchenberg. Zurück blieben riesige ausgeerzte Abbaue, die teilweise bis über zwei Sohlen gehen, die wenigsten von ihnen erhielten einen Versatz. Durch den Einbau einer Staumauer im Zillierbacherbstollen soff die Grube bis über die 2. Sohle ab und bildet heute ein riesiges Trinkwasserreservoir.

  • Besucherbergwerk seit 1989.

Mineralien (Anzahl: 30)

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Anatasr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
M
Ankeritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
M
Aragonitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
BM
'Biotit'r
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
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Calcitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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BM
Chalcedon (Var.: Quarz, Mogánit)r
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Chalkopyritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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Chamositr
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Dolomitr
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Gipsr
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(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
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Goethitr
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(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
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Halloysit-10År
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
M
Hämatitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
BM
Ilmenitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
M
Klinochlorr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
Roth,Justus (1879): Bildung und Umbildung der Minerale, S.180
(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
BM
Magnetitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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M
Malachitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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M
Markasitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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M
Muskovitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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Orthoklasr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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Pyrolusitr
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(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
M
Quarzr
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(Sachsen-Anhalt/Harz, Landkreis/Oberharz am Brocken/Elbingerode/Grube Büchenberg)
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Ranciéitr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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Rhodochrositr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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Sideritr
STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016):
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Stilpnomelanr
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Talkr
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Mineralbilder (7 Bilder gesamt)

Roter Jaspis
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Roter Jaspis (SNr: MS-JAS.09-04.1)

Handstück roter Jaspis mit Quarzgängen
Größe: 7,6 x 5,4 x 4,1 cm
Fundort: Grube Büchenberg, Elbingerode, Harz, Sachsen-Anhalt, Deutschland

Sammlung: Mark77
Copyright: Mark77
Beitrag: Mark77 2009-02-28
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Jaspis, Hämatit, Quarz
Aufrufe (Bild: 1346963846): 4245
Jaspis, Hämatit, Quarz

Jaspis mit eingewachsenem grauen Hämatit und einem sekundären Quarzgang. Gefunden in einer alten Pinge der Grube Büchenberg, Elbingerode. Breite der Stufe 17cm.

Sammlung: aca
Copyright: aca
Beitrag: aca 2012-09-06
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Sinterschale mit Höhlenperlen
Aufrufe (Bild: 1375720574): 1945
Sinterschale mit Höhlenperlen

Elbingerode/Harz, Büchenberg Weitungsbau, Höhlenperlen (Oolithe) haben sich in den Sinterschalen gebildet, Oolithe sind Gesteine, die sich aus kugeligen Aggregaten (Ooiden) aufbauen, Wasser bewegt ...

Sammlung: ganomatit
Copyright: ganomatit
Beitrag: ganomatit 2013-08-05
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Aktualität: 23. Nov 2020 - 07:44:02

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Gross, A. (1970). Geol. Abschlußakten der Gruben Büchenberg und Braunesumpf des VEB Metalleichtbaukombinats, Werk Calbe, Werksteil Blankenburg (Harz). Unv. Ber. Halle.
  • Harder, H. (1978). Zur Mineralogie und Genese der Eisenerze des Oberharzer Diabaszuges und ein Vergleich mit denen des Harzvorlandes. Aufschluss, Sonderb. 28, S.110-26.
  • Steinbinder, J. (1990). Ein neues Harzer Exkursionsziel: Schaubergwerk Büchenberg. Fundgrube, Bd.2, S.63.
  • Nagel, A. (1991). Novakia holynensis Boucek 1964 aus den Wissenbacher Schiefern des Braunesumpf-Sattels/ Elbingeröder Komplex und deren strategische Beziehung zur Unter-/Mitteldevongrenze. Z.Geol.Wiss. 19/2, 239-46.
  • Pawellek, T. & C. Betzler (2013). Das Schaubergwerk "Büchenberg": Blick in einen 390 Mio. Jahre alten Vulkan. Aufschluss, Jg.64, H.2, S.81-92.
  • Wolfgang SCHILLING (2013). Grube Büchenberg - Eiserner Schatz im Harz. Graf. Centrum Cuno GmbH; & Co. KG, Calbe (Saale).
  • STEDINGK, K., LIEßMANN, W & BODE, R. (2016): HARZ – Bergbaugeschichte, Mineralienschätze, Fundorte. Bode Verlag, Salzhemmendorf. 800 S. S.132, 134.

Weblinks:

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