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Der Steinbruch Oßling

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Bautzen, Landkreis / Kamenz / Steinbruch Oßling

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Bundesstraße von Hoyerswerda in Richtung Dresden. Im Ort Bernsdorf links abbiegen. Die Zufahrt ist ausgeschildert.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

aktiver Steinbruch

Geo­lo­gie

Grauwacke

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

SAMMELVERBOT (Betreten nur mit Erlaubnis der Betriebsleitung)

GPS-Ko­or­di­na­ten

Steinbruch Oßling (N 51° 21' 50" E 14° 9' 31")



Steinbruch Oßling

WGS 84: 
Lat.: 51,36388889° N, 
Long: 14,15861111° E
WGS 84: 
Lat.: 51° 21' 50" N,
   Long: 14° 9' 31" E
Gauß-Krüger: 
R: 5441535,
 H: 5692459
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=2992
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Verkürzte Pfadangabe

Steinbruch Oßling, Kamenz, Bautzen, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Grauwacken-Steinbruch
Aufrufe (Bild: 1200891376): 6050
Grauwacken-Steinbruch

Oßling bei Kamenz, Oberlausitz, Sachsen, Deutschland

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-01-21
Grauwacken-Steinbruch
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Grauwacken-Steinbruch

Oßling bei Kamenz, Oberlausitz, Sachsen, Deutschland

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-01-21
Grauwacken-Steinbruch
Aufrufe (Bild: 1200891298): 6064
Grauwacken-Steinbruch

Oßling bei Kamenz, Oberlausitz, Sachsen, Deutschland

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-01-21

Ausführliche Beschreibung

Obwohl es sich um eine sedimentäre Gesteinsformation handelt, sind Fossilien nicht zu finden. An einigen Stellen sind vererzte Spalten aufgetreten mit schönen Sphaleritkristallen, seltener Galenit.

Besonders im mittleren Bereich durchzog ein breiter Quarzgang den gesamten Steinbruch, in dem bis fingerdicke und bis 10 cm lange Bergkristalle (teilw. mit Arkansasqualität) einzeln sowie auch Stufen gefunden wurden. In "alpinähnlichen Klüften" können je nach Abbauphase sehr gut ausgebildete Titanminerale wie Anatas (blaue Bipyramiden und tafliger Habitus), Titanit (Sphen),Rutil(selten), Brookit sowie gut ausgebildete Monazitkristalle, Allanitkristalle und ganz selten farblose Apatitkristalle in tafliger Form gefunden werden. Begleitminerale in diesen Klüften sind unter anderen Chamosit und Quarz.Neben den zum Teil sehr gut ausgebildeten Sulfiden ist der Steinbruch aber noch durch eine Reihe anderer Minerale bekannt geworden. Eine besondere Seltenheit war das einmalige auftreten eines Barytganges in der 3.Sohle Anfang der 90er Jahre (sehr selten für die Lausitz).

Eine ähnliche Mineralisation, jedoch nicht so umfangreich, findet man im benachbarten Steinbruch Dubring (ohne Sammelverbot, jedoch mit Anmeldung - hier kam Fluorit vor, der im Oßlinger Bruch fehlt!). Der etwas nördlich gelegene Grauwacken-Steinbruch Koschenberg (Senftenberger-See) hat dagegen nur eine äußerst spärliche Mineralisation.

Mineralien (Anzahl: 74)

Mineralbilder (127 Bilder gesamt)

Titanit, Chamosit, Quarz
Aufrufe (Bild: 1268481415): 1800
Titanit, Chamosit, Quarz

Fundort: Oßling, Kamenz, Sachsen, Deutschland; Größe: 3 x 2,5 x 1,5 cm (Fund aus dem Jahr 1993)

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2010-03-13
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Anatas
Aufrufe (Bild: 1469698355): 1076
Anatas (SNr: SyS-Anat-2-1-16)

Bildbreite etwa 4 mm; dünntafliger Anataskristall aus dem Steinbruch Oßling in der Lausitz, Sachsen.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-07-28
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Bergkristall
Aufrufe (Bild: 1216745039): 1420
Bergkristall

lupenreiner Bergkristall mit Brillantschliff (57 Facetten = 2,7 ct). Fundort: Steinbruch Oßling, bei Kamenz, Oberlausitz, Deutschland - Größe: 1 cm Durchmesser

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2008-07-22
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Gesteine (Anzahl: 3)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Berg, G.: Die Oberlausitzer Grauwackenformation, Z. Deutsch. Geol. Ges., 1935, 87, S.695-701.
  • Kube, W.: Mineralisation in riphäischer Grauwacke des Butterberges, Kreis Kamenz. Veröff. d. Museums d. Westlausitz, 1980, H. 4, S.37-40.
  • Leh, M.: Sphalerit-Mineralisation in der Lausitzer Grauwacke. Veröff. d. Museums d. Westlausitz, 1985, H. 4, S.124.
  • Leh, M.: Die Mineralien der Oberlausitzer Grauwackenbrüche bei Oßling/Dubring, in: LAPIS 1/1991, S.13-17.
  • Moses, T.: Minerale von Oßling/Lausitz. Fundgrube 1983, H. 4, S.124.
  • Nasdala, L.: Die Minerale der Oßlinger Berge, Natur und Umwelt im Kreis Hoyerswerda, Heft 3, Rat des Kreises Hoyerswerda, o.J. (1988).
  • Nasdala, L.: Mineralvorkommen in den riphäischen Grauwacken der Oberlausitz, Sachsen, Mitt. Österr. Miner. Ges., 1998, 143, S.75-84.
  • Nasdala, L.: Mineralvorkommen in den Grauwacken der N Oberlausitz, Emser Hefte, 1993, 14 (1), S.2-56.
  • Nasdala, L., Ullrich, B.: Kontaktmetamorphe Veränderungen in der Nordsächsischen Grauwacke und damit verbundene Mineralbildungen, Veröff. d. Museums d. Westlausitz (Kamenz), 1988, 12, S.32-43.
  • Nasdala, L., Ullrich, B.: Micromounts aus der Lausitzer Grauwacke, Fundgrube, 1990, 26 (2), S.35-38.
  • Nasdala, L., Pilz, W.: Über ein neues Vorkommen des Bariumzeoliths Harmotom, Aufschluss, 1992, 43 (3), S.181-187.
  • Nasdala, L., Massanek, A., Ullrich, B., Witzke, T.: Mineralvorkommen in der Nordsächsischen Grauwacke bei Oßling/Lausitz. Aufschluss, Jg.48, H.5, S.281-96.
  • Nasdala, L., Pietzsch, C., Ullrich, B.: Magnesiocopiapit von Oßling/Lausitz. Aufschluss, 1992, 43, S.249-56.
  • Noack, R.: LAPIS - Jahrgang 1991, Heft April, S.5.
  • Schneider, W.: Vom geologischen Bau und Werdegang unserer heimatlichen Landschaft-Oßlinger Berge. Kulturbund der DDR, Fachgruppe Hoyerswereda, 1977.
  • Siemroth, J., Vollstädt, H., Weiß, S.: Mineralfundstellen Ostharz und Lausitz, Weise Verlag, München 1991, S.96-101.
  • Weiß, S.: Allanit aus alpinen Klüften (I), in: LAPIS 9/2002, S.36-37.

Quellenangaben:

Einordnung