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Goldbergwiesen

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Bautzen, Landkreis / Steinigtwolmsdorf / Goldbergwiesen

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Man erreicht die Fundstelle über die Verbindungsstraße von Steinigtwolmsdorf nach Neustadt/Sa. Am Gasthaus Waldhaus kann man das Auto abstellen und folgt zunächst dem Weg, welcher neben dem Gasthaus in die Wiesen führt. Etwa nach 30 bis 50 m im Wald biegt man dann links ab und verlässt den Waldweg. Schon nach einigen Metern erkennt man den Verlauf des Quarzgangs durch die Buddelspuren einiger Sammler. Die Fundstelle ist erreicht.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halde des Quarzabbaus. Ausbiß, Schürfe darauf.

Geo­lo­gie

Quarzgang.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Grundsätzlich keine, doch sollten größere Grabungsaktionen unterlassen werden (siehe Text)!

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=22263
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Verkürzte Pfadangabe

Goldbergwiesen, Steinigtwolmsdorf, Bautzen, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines

Westlich der Ortslage Steinigtwolmsdorf befindet sich eine Erhebung mit dem Namen Goldberg. Der Name geht auf die Versuche zurück, in den nahen Bächen Gold zu waschen. Diese Versuche haben aber wohl zu keiner Zeit größeren Erfolg gehabt. Am Fuße dieses Berges befinden sich die Goldbergwiesen, ein Begriff, der manchem Sammler geläufig ist. Der Grund dafür sind schöne Bergkristalle, welche aus einem Quarzgang stammen. Die Suche nach Gold war wohl auch der Grund für die Entdeckung dieser Fundstelle; eine Quelle liegt genau auf dem Gang.


Geologie

Die Fundstelle befindet sich im Lausitzer Granodioritmassiv. Der Gang ist eingebettet in die Gesteine des Zweiglimmergranodiorits (Granit), welche bereits im Neoproterozoikum vor ca. 550 Mio. Jahren entstanden (LANGE,TISCHENDORF&KRAUSE, 2004, S.11 ff.). Der Quarzgang verläuft etwa in Nord-Süd-Richtung und ist an der Oberfläche rund 50 m aufgeschlossen. Die Mächtigkeit beträgt bis zu einem Meter, lokal noch etwas mehr.


Geschichte

Die Geschichte, wie ich sie kenne: Der Quarzgang der Goldbergwiesen ist bereits seit dem Mittelalter bekannt für die hohe Reinheit der Kristalle. Diese wurden zunächst über Tage abgebaut und zu Schmuckstücken verschliffen. Später wurde ein Stollen in den Berg getrieben und der Abbau untertägig fortgesetzt. Es folgte ein weiterer Stollen unterhalb, welcher die Entwässerung übernahm. Wie lange der Abbau bestand, ist unklar.


Fundmöglichkeiten

Der heutige Zustand sieht folgendermaßen aus: Wie schon erwähnt finden sich überall im Verlauf des Quarzganges Spuren kleinerer und größerer Grabungsarbeiten. Im unteren Teil des Ganges, dort, wo sich der Stollen befand, findet man eine kleine Halde mit taubem Material. Sie markiert gleichsam das Ende des Quarzganges. Vom Stollen ist nichts mehr zu erkennen. In der Schonung etwas weiter unten soll sich jedoch noch der Entwässerungsstollen befinden. Neben der Halde ist die oben genannte Quelle, von welcher die Entdeckung der Fundstelle vermutlich ausgeht.

Wenn man von großen Grabungen absieht (diese werden nicht geduldet), bietet die Quelle zugleich die besten Fundmöglichkeiten. Die Stufen und Kristalle (fast ausschließlich Quarz), welche direkt aus dem Quelltopf geborgen werden können, sind leider nur einige Zentimeter groß. Dafür bestechen diese Stücke häufig durch hohe Transparenz und schöne Ausbildung. Allerdings sollte man bei den Arbeiten den nahen Baum nicht weiter untergraben. Fundmöglichkeiten bestehen natürlich auch beim Absuchen der Krater, welche von anderen Sammlern hinterlassen wurden sowie der Halde am Fuß. Wer also keine Spitzenstufen erwartet, für den haben die Goldbergwiesen noch das ein oder andere Stück parat.

update Dez. 2021: Die Situation vor Ort hat sich grundlegend gewandelt. Nach umfangreichen Forstarbeiten sind die eigentlichen Fundstellen kaum bis gar nicht mehr aufzufinden und nur sehr schwer zu erreichen. Ursächlich dafür ist der massenhafte Niederwuchs, der kaum ein Durchkommen zulässt und auch Geländeformen verbirgt. Die Fundmöglichkeiten im Quelltopf der oberen Quelle scheinen ohne größere Arbeiten erschöpft. Aufgefunden wurde nur Quarz und nur im MM- Bereich. Allerdings auch als Doppelender. Wolf-Dieter H.

Mineralien (Anzahl: 10)

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Mineralbilder (11 Bilder gesamt)

Bergkristall
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Bergkristall
Bergkristallstufe (L. 19 cm) mit Doppelendern; FO: Goldbergwiesen bei Steinigtwolmsdorf/Sachsen.
Copyright: grauerstar; Beitrag: oliverOliver
Sammlung: grauerstar
Fundort: Deutschland/Sachsen/Bautzen, Landkreis/Steinigtwolmsdorf/Goldbergwiesen
Mineral: Bergkristall
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Bergkristall

Bergkristallstufe (L. 19 cm) mit Doppelendern; FO: Goldbergwiesen bei Steinigtwolmsdorf/Sachsen.

Sammlung: grauerstar
Copyright: grauerstar
Beitrag: oliverOliver 2016-04-23
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Bergkristall
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Bergkristall
Goldbergwiesen, Steinigtwolmsdorf, Hohwald, Oberlausitz, Sachsen, Deutschland; 3cm Bildbreite
Copyright: Sebastian Haschke; Beitrag: Sebastian
Sammlung: Sebastian Haschke
Fundort: Deutschland/Sachsen/Bautzen, Landkreis/Steinigtwolmsdorf/Goldbergwiesen
Mineral: Bergkristall
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Bergkristall

Goldbergwiesen, Steinigtwolmsdorf, Hohwald, Oberlausitz, Sachsen, Deutschland; 3cm Bildbreite

Sammlung: Sebastian Haschke
Copyright: Sebastian Haschke
Beitrag: Sebastian 2015-01-10
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Bergkristall
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Bergkristall
Steinigtwolmsdorf/ Oberlausitz/ Sachsen/ Deutschland; Stufengröße: 10x 8 x 10 cm
Copyright: moldijaeger; Beitrag: moldijaeger
Sammlung: moldijaeger
Fundort: Deutschland/Sachsen/Bautzen, Landkreis/Steinigtwolmsdorf/Goldbergwiesen
Mineral: Bergkristall
Bild: 1205431769
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Bergkristall

Steinigtwolmsdorf/ Oberlausitz/ Sachsen/ Deutschland; Stufengröße: 10x 8 x 10 cm

Sammlung: moldijaeger
Copyright: moldijaeger
Beitrag: moldijaeger 2008-03-13
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Vollstädt, H. & R. Baumgärtel: "Einheimische Edelsteine", 2.Aufl., Steinkopff (Dresden), 1977.
  • LANGE, TISCHENDORF, KRAUSE: Minerale der Oberlausitz, Zittau, 2004.
  • Doc Diether, grauerstar, Mineralroli

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