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Thermalbad Wiesenbad

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Erzgebirgskreis / Annaberg, Revier / Thermalbad Wiesenbad

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Annaberg-Buchholz auf die B101 Richtung Freiberg fahren. Wiesenbad ist ausgeschildert.

Geo­lo­gie

Wiesenbadener Störungssystem: Graugneisaufwölbungen, Glimmerschiefer. Hier setzt die Thermalquelle auf. Amethyst.

Letz­ter Be­such

05.08.2009

GPS-Ko­or­di­na­ten

Ortsmitte Wiesenbad



Ortsmitte Wiesenbad

WGS 84: 
Lat.: 50,617161° N, 
Long: 13,04973° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 37' 1,78" N,
   Long: 13° 2' 59,028" E
Gauß-Krüger: 
R: 4574397,
 H: 5609581
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=8922
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Verkürzte Pfadangabe

Thermalbad Wiesenbad, Annaberg, Erzgebirgskreis, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Seidelgrund bei Wiesenbad
Aufrufe (Bild: 1522431682): 2215
Seidelgrund bei Wiesenbad

Schurfgraben im Seidelgrund bei Wiesenbad im Erzgebirge.

Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2018-03-30
Blick über die Ortschaft
Aufrufe (Bild: 1281448674): 4397
Blick über die Ortschaft

Ein Blick vom Schokoladenfelsen über Thermalbad Wiesenbad.

Sammlung: Kerloc
Copyright: Kerloc
Beitrag: Kerloc 2010-08-10

Ausführliche Beschreibung

Wiesenbad liegt im Übergangsgebiet vom mittleren zum oberen Erzgebirge auf einer Höhe von ca. 430 Metern über dem Meeresspiegel. Die Zschopau sowie weitere, kleinere Flüsse, wie der Mühlengraben, durchfließen den Ort.


Geschichte

Bekannt wurde und ist Wiesenbad durch seine Thermalquellen, die schon Ende des 15. Jahrhunderts gefunden wurden. Erstmals fassen ließ die 22°C warme Quelle der Burgherr in Geyer im Jahre 1501. In den darauf folgenden 300 Jahren machte das heutige Wiesenbad viele Namensänderungen durch. Im Jahre 1854 wird ein Badehaus auf der St. Georgsquelle errichtet. Die Quelle wird auch heute noch durch die Kuranlage "Thermalbad Wiesenbad" benutzt.


Geologie

Geologisch ist das Tal an vielen Stellen interessant. Der sogenannte "Schokoladenfelsen" etwa, befindet sich zwischen Wiesa und Wiesenbad. Es ist ein biotitreicher Gneis der sich dort 78 Meter über der Zschopau erhebt. Der granatreiche Gneis wurde erstmals 1872 erwähnt. Seinem ungewöhnlichen Namen verdankt der Felsen den Erzählungen der Kinder, die dort von Touristen mit Schokolade bezahlt wurden um das Gepäck der Reisenden zu tragen. Auch die rotbraune Färbung des Gesteins trug maßgäblich zur Namensgebung bei. Unterhalb des "Schokoladenfelsens" kommt man in ein Waldstück mit dem Namen Frauenholz.

Weiterhin gibt es im Tal einen "Blutwurstfelsen" der inzwischen unter Naturschutz steht. Hier findet man die Eisen- und Manganverbindungen die dem damals gebrochenen Gestein den Namen einbrachte. Seit 1994 befindet sich auf dem niedrigen Massiv ein Rastplatz.

Zu erwähnen ist auch der Seidelgrund der bereits im 16. Jahrhundert schöne dunkle Amethyste lieferte. Auch heute noch lassen sich gute Amethyste, aber auch Mangan- und Eisenerze finden.

Mineralien (Anzahl: 16)

Mineralbilder (14 Bilder gesamt)

Amethyst
Aufrufe (Bild: 1471699192): 3063
Amethyst

Amethyst; Wiesenbad, Erzgebirge, Sachsen, BRD; Stufe: 15 x 9 cm

Sammlung: chribiedav
Copyright: chribiedav
Beitrag: chribiedav 2016-08-20
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Amethyststufe mit Hämatit-Überzug
Aufrufe (Bild: 1540376514): 2326
Amethyststufe mit Hämatit-Überzug

BB = ca. 25 cm. FO Wiesenbad, Sachsen, D. 2018 Sonderausstellung-Museum f. Naturkunde Chemnitz

Copyright: horst knoll
Beitrag: horst knoll 2018-10-24
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Quarz-Amethyst-Zepter
Aufrufe (Bild: 1540377152): 2528
Quarz-Amethyst-Zepter

BB = ca. 12 x 4 cm. 2018 Sonderausstellung, Museum f. Naturkunde, Chemnitz

Copyright: horst knoll
Beitrag: horst knoll 2018-10-24
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 9)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Kuschka, E. (1968). Zur Kenntnis mittelerzgebirgischer Störungssysteme und der daran gebundenen Paragenesen der Eisen-Baryt-Formation (eba). Jb.Geol., Bd.2, S.635-50.
  • Britta Günther (2001). Thermalbad Wiesenbad. Die Gesundheitsquelle im Erzgebirge.
  • Mangold, M. (2004). Ein kurzer mineralogisch-bergbaugeschichtlicher Streifzug durch das Erzgebirge. Aufschluss, Jg.55, Nr.1, S.57-63.
  • Beck, W. & Treffurth, T. (2006). Pseudomorphosen und Polyederbildungen im Amethystgang von Wiesenbad, Sachsen. Lapis, Jg.31, Nr.5, S.22-24.
  • Thalheim, K. (2016). Ein historischer Streifzug zur Suche und Verwendung von Schmucksteinen in Sahsen vom 16. bis zum 18.Jhd. Min.-Welt, Jg.27, H.4, S.18-37.
  • Zierold, T. (2019). Brillant. Violett. Wandelbar: Amethyst aus dem Herzen des Erzgebirges. Eine Ausstellung des Museums für Naturkunde Chemnitz. Aufschluss, Jg.69, H.6, S.376-94.
  • http://www.bergbau.sachsen.de/download/bergbau/Rohstoffkatalog_Spat-Erzvorkommen.pdf

Einordnung