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Aue

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Sachsen / Erzgebirgskreis / Aue

GPS-Ko­or­di­na­ten

Stadtmitte Aue



Stadtmitte Aue

WGS 84: 
Lat.: 50,5892311° N, 
Long: 12,70560265° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 35' 21,232" N,
   Long: 12° 42' 20,17" E
Gauß-Krüger: 
R: 4550072,
 H: 5606186
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Blatt 5442 (Aue).

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=4075
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (3 Bilder gesamt)

Frühere Hauptverwaltung der Wismut
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Frühere Hauptverwaltung der Wismut

Aue, Erzgebirge, Sachsen. 5.11.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-05-27
Frühere Hauptverwaltung der Wismut
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Frühere Hauptverwaltung der Wismut

Aue, Erzgebirge, Sachsen. 5.11.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2011-05-27
Auerhammer - Hammerherrenhaus
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Auerhammer - Hammerherrenhaus

Aue, Erzgebirge, Sachsen. Historisches Gebäude. Bau des 1.Herrenhauses um 1470. 6/2007

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-06-04

Ausführliche Beschreibung

Bergbaugeschichte

Erste bergbauliche Tätigkeiten sind aus dem Mittelalter bekannt. Es wurde auf Zinn des Auersberges geseift. Allerdings erreichte dies bei weitem nicht die Bedeutung wie bei den anderen Bergstätten. Dennoch ist die Bergbaugeschichte interessant:
Als Lagerstätten traten neben Zinn noch Eisen- und Kaolinvorkommen auf. Silberfunde sind nur wenige bekannt.

Mit dem Anstieg des Bergbaus in Schneeberg entstand ein Bedarf an Eisenwerkzeugen und so entstanden der Zeller und der Auer Hammer. Als Grundlage benötigte man jedoch Eisenerze und so boten sich die Roteisenerzgänge rund um Aue hierfür an. Zuerst ist ein solcher um 1570 am Burkhardtswald belegt. Hier entstanden die Gruben "Wildschwein", "St.Oswald" und "St.Bartholomäus". Auch am Brünlas- und Klosterberg gab es Eisenabbau: "Alt Himmlisch Vater" und "Osterlamm". Ab 1590 setzte der Abbau am Eichert Richtung Heidelsberg ein. Eine Grube "Schwarzer Mönch" baute auf der mächtigen Roteisen führenden Verwerfung des Roten Kammes. Zwischen 1560 und 1630 hatte der Eisenerzabbau seine größte Ausdehnung.

1661 ließ der sächs. Oberförster Rachals am Fuße des Heidelbergs einen Bierkeller auffahren. Dabei stieß man auf einen reichen Zinnerz-Gang. Diese 1.Mutung ging auf Zwitter. Zahlreiche Pingen und Stollen wurden in kürzester Zeit bis zum Gipfel des Heidelberges getrieben. 1662 sind 25 Fundgruben bekannt. Diese Erzgänge hatten einen Zinngehalt bis zu 20%! Von 1662 bis 1664 wurden 500 Bergzentner Zinn geschmolzen (1 Bergzentner=112 Pfd.). Die 1.eigene Zinnhütte entstand 1663.

Über viele Jahre hinweg wurden in Aue auch die Schneeberger und die Johannstädter Nickel-, Cobalt- und Silbererze hier verarbeitet. 1803 endete der Betrieb der Schmelzhütte. Später wurde die Tradition der Nickelverhüttung in der Nickelhütte fortgesetzt, die bis zum heutigen Tage arbeitet; allerdings wird heute das Nickel nicht mehr aus Erzen gewonnen, sondern aus Abfällen zurückgewonnen.

1678 wurde die Roteisensteingrube "Roter Johannes" gemutet. Bei der Auffahrung stieß man 1698 auf "Weiße Erde" (Kaolin), die u.A. zur Ausmauerung der Gießöfen verwendet wurde. Und so ist nicht verwunderlich, daß Tschirnhaus und Böttger auch Tonproben aus Aue bekamen, die sich als absoluter Favorit bei der Herstellung von weißem Porzellan erwiesen. Die Grube "Weißerdenzeche" hatte das Privileg zur alleinigen Belieferung der Meissener Porzellan-Manufaktur für 150 Jahre. 1850 waren die Verunreinigungen durch Eisen so stark, daß das Material sich nicht mehr eignete.

Eisenhammerwerk im Auerhammer

Um 1400 entsteht ein Hammerwerk. Der Bau des 1. Herrenhauses geschieht um 1470. 1617 steht der Auer Hammer an vorderster Stelle der Hämmer des Erzgebirges. 1683 erhält der Besitzer Schnorr vom Kurfürsten das Privileg zum Betreiben von Hochofen, Blechhämmern, Zinnhaus, Frischofen, Rennfeuer, Stabfeuer, Schmiede, sowei eines Eisen- und Schlackepochwerkes. Um 1820 wird der Hammer stillgelegt. In einem Teil des alten Eisenwerkes errichtet Dr.E.A.Geitner eine Argentanfabrik und begründet damit die Auer Argentan- und Neusilber-Industrie.

Bis zum heutigen Tag wird die metallurgische Produktion fortgesetzt. Heute durch die Auerhammer Metallwerk GmbH.

Mineralien (Anzahl: 32)

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Aktualität: 13. Dec 2018 - 00:47:38

Mineralbilder (3 Bilder gesamt)

Quartz
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Quartz

Location: Aue, Erzgebirge, Saxony, Germany; Specimen Size: Small Cabinet (9,5x5,5x3,5)cm

Sammlung: Döllberg
Copyright: Döllberg
Beitrag: Döllberg 2012-05-02
Silber
Aufrufe (Bild: 1242564098): 2599
Silber

Bildbreite: 12 mm; Fundort: Aue, Erzgebirge, Deutschland

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2009-05-17
Eisenkiesel
Aufrufe (Bild: 1110410287): 1562
Eisenkiesel

BB 20 mm; Fundort: Aue, Erzgebirge, Deutschland

Sammlung: Schluchti
Copyright: Schluchti
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-10

Gesteine (Anzahl: 11)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Baumann, L., Kuschka, E. und Seifert, T. (2000): Lagerstätten des Erzgebirges. Enke (Stuttgart), 300 S.
  • Woidtke, S. (2006): Der Berg ist frei. Bergbau im Erzgebirge, Bd.4. S.1-157. Eigenverlag. S.Woidke, 08280 Aue, Brünlasberg 93.
  • Speer, M. (2012). 2. Haldensanierung des Wismut Uranbergbaus am Standort Aue 1991 bis 2011. In: Woidke, S. : Der Berg ist frei, Bd.VIII, S.43-64. Eigenverlag. S.Woidke, 08280 Aue, Brünlasberg 93.
  • Mann, S. (2012). 3. Ein Rückblick - 20 Jahre Sanierung der Hinterlassenschaften des Wismut-Uranbergbaus. In: Woidke, S.: Der Berg ist frei, Bd.VIII, S.65-68. Eigenverlag. S.Woidke, 08280 Aue, Brünlasberg 93.

Weblinks:

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