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Wolfgang Maßen-Grubenfeld

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Deutschland / Sachsen / Erzgebirgskreis / Lagerstätte Schneeberg / Neustädtel / Wolfgangmaßen-Grubenfeld

Journey Description

Von Schneeberg die B169 Richtung Hundshübel, am Ortsausgang Gebäudekomplex und Halde links

Exposure description

Halde und Grubenbaue

Kind of Exposure

Mine (old)

Geology

Gänge mit hydrothermaler Mneralisation, Nebengestein kontaktmetamorphe Schiefer, Skarnlagen und Granit im Untergrund

Mineralienatlas short URL

https://www.mineralatlas.eu/?l=2675
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Shortened path specification

Wolfgangmaßen-Grubenfeld, Neustädtel, Lagerstätte Schneeberg, Erzgebirgskreis, Sachsen, DE
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Additional Functions

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Wolfgang Maßen, Schneeberg
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Wolfgang Maßen, Schneeberg
Durch Mangan gefärbte Sinterbildung im Griefner Stolln,
Copyright: uwe; Contribution: uwe
Collection: uwe
Location: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Lagerstätte Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
Encyclopedia: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
Image: 1477067827
License: Usage for Mineralienatlas project only
Wolfgang Maßen, Schneeberg

Durch Mangan gefärbte Sinterbildung im Griefner Stolln,

Collection: uwe
Copyright: uwe
Contribution: uwe 2016-10-21
Wolfgang Maßen, Schneeberg
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Wolfgang Maßen, Schneeberg
durch Cobalt gefärbte Sinterbildung im Griefner Stolln,
Copyright: uwe; Contribution: uwe
Collection: uwe
Location: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Lagerstätte Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
Encyclopedia: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
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Wolfgang Maßen, Schneeberg

durch Cobalt gefärbte Sinterbildung im Griefner Stolln,

Collection: uwe
Copyright: uwe
Contribution: uwe 2016-10-21
Wolfgang Maßen, Schneeberg
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Wolfgang Maßen, Schneeberg
Stolln 2
Copyright: uwe; Contribution: uwe
Collection: uwe
Location: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Lagerstätte Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
Encyclopedia: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
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Wolfgang Maßen, Schneeberg

Stolln 2

Collection: uwe
Copyright: uwe
Contribution: uwe 2016-10-21

You find additional specimen at the Geolitho Museum

Detailed Description

"Wolfgang Maaßen" und "St.Wolfgang" werden bisweilen verwechselt oder gleichgesetzt, dem ist jedoch nicht so. Ursprünglich (im 16.Jhd) gab es die FG St. Wolfgang sowie diverse Maaßen(Gruben), aber keine FG St.Wolfgang. Diese entstand erst später (s.u.).

Am Beginn steht die "FG St.Wolfgang", deren Erstbelehnung (Verleihung) allerdings bisher nicht aktenkundig nachgewiesen werden konnte. Nach CH.STECHER erschürfte W.HAGEMÜLLER 1552 den Gang Wolfgang Spat und ihm wurde eine Fundgrube "St.Wolfgang" sowie die Untere und Obere nächste Maaß verliehen. Der Betrieb gestaltete sich wohl anfänglich wenig erfolgreich, es kam zu wiederholten Lossagungen und Wiederaufnahmen. Erste Silberfunde sind 1572 belegt, bis 1799 gab es gute Ausbeute mit Gewinn. Trotz lückenhafter Akten sind in diesem Zeitraum 1312 kg Silber/Metallausbringen belegt. Aufgrund der topographischen Lage gab es Wasserhaltungs-Probleme. So wurden 3 oberflächennahe Stolln angelegt (Härtel-, Wiedemann- und Sonnenbrunn-Stolln) und später der Durchschlag zum Griefner- und Oberen Fürstenstolln durchgeführt. Ab 1595 begann der Zusammenschluß aller oberen Maßengruben, so gab es 1632 noch die "St.Wolfgang FG + 1.Obere Maß" und "2.-6. Obere Maß nach St.Wolfgang". Im Laufe des 17.Jhd. und Anfang des 18 Jhd. wechselten wieder Betriebseinstellungen mit Wiederaufnahmen ab. 1777 werden die Obere 4. - 8. Maß erneut gewältigt, ab diesem Zeitpunkt wird die Grube "Wolfgang Maaßen" selbständig. 1790 geht ein Pferdegöpel in Betrieb. Zu "Wolfgang Maßen" kommen 1818 die "FG St. Wolfgang", 1843 "Churfürst zu Sachsen Ankunft Maaßen = Pucher" und 1864 "FG Priester". 1845 und 57 werden reiche Silberanbrüche getätigt. 1832 Einbau einer Wassersäulenmaschine und 1857 erfolgt die Förderung durch einen Turbinengöpel. Als tiefste Sohle wird 1870 die 146-Lachter-Strecke angeschlagen. Nach 1850 erfolgt im Grubenfeld von Pucher ein intensiver Wismut-Bergbau. Sowohl auf dem Pucher-Richtschacht als auch auf dem Treibeschacht von Wolfgang Maßen (1876) werden Dampfmaschinen aufgestellt. Ab 1880 bildet Wolfgang Maßen eine der Hauptgrubenabteilungen des consortschaftlichen "Schneeberger Kobaltfeld". Nach Erschöpfung der Erzmittel wird 1906 die Wasserhaltung eingestellt und des Grubengebäude säuft bis Sohle Markus Semmler ab.

Ab da bis Ende des 2. Weltkrieges erfolgten keine Arbeiten mehr im Feld von Wolfgang Maaßen. Die sowjetische Besatzungsmacht führte mit der SAG Wismut Untersuchungsarbeiten auf Uran durch, die jedoch negativ verliefen. Lediglich im Feld von Pucher, Alexander und Auferstehung Christi wurde kurzfristig Versuchsabbau betrieben, jedoch wegen Nichtbauwürdigkeit rasch wieder aufgegeben.

Geologie Das (heutige) Grubenfeld grenzt im Südwesten an das Eibenstocker Granitmassiv und in Nordosten reicht es in den äußeren Kontakthof hinein. Der Granitkontakt wurde mehrmals an- und durchfahren. Aus dem Granit treten Aplitgänge in des Schiefergebirge ein. Hier in Kontaktnähe sind die ursprünglichen Phyllitschiefer zu Hornfelsen und Glimmerfelsen umgewandelt, im weiter entfernten äüßeren Kontakthof zu Frucht-, Fleck- oder Garbenschiefern. Desweiteren kommen metamorphe Diabase und Skarne vor, die früher zu sogenannten "Grünsteinen/Grünsteinlagern" zusammengefasst wurden. Besonders die Skarne treten im Grubenfeld verstärkt auf. Sie bilden geringmächtige Einschaltungen im Gesteinspaket. Es sind vorwiegend Amphibol- bzw. Pyroxenskarne mit Granat, Wollastonit, Epidot, Vesuvian u.a., teilweise sind sie sulfidisch vererzt mit Sphalerit, Pyrit, Pyrrhotin, Galenit, Chalkopyrit, Arsenopyrit und Magnetit(nicht bauwürdig!). Im Grubenfeld dominieren eindeutig Spatgänge und Morgengänge, Flachgänge und Stehende sind ohne Bedeutung. Die wichtigsten Morgengänge Scholz und Roland waren historisch für den Aufschluß des Grubenfeldes von Bedeutung, sie führen jedoch kaum Erze. Die Spatgänge stellen meißt Komplexgänge dar, d.h. sie beinhalten zwei oder mehrere Mineralisationszyklen. Die produktiven Spatgänge haben eine streichende Erstreckung von 2-800 m und fallen alle steil nach NNO ein - bis auf den Maximilian Spat mit SSW-Einfallen. Sie sind mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von über 1 m bemerkenswert für Schneeberg. Charakterristisch und ökonomisch wichtig ist die Mineralisation mit Paragenesen der biconi- und ags-Formation. Untergeordnet treten auch die Formationen kku, mgu, kb sowie femn (Oxidationszone) auf. Abbauwürdige Erze: 1. Kobalterz aus Skutterudit, Safflorit (Smaltin) 2. Wismuterze aus gediegen Wismut, "Wismutocker" 3. Silbererze aus gediegen Silber Argentit, Pyrargyrit, Proustit 4. Nickelerze aus Nickeln, Ni-Skutterudit (Chloanthit). Diese Erze traten sowohl in eigenen Mitteln als auch als Komplexerze auf, wobei zahlreiche weitere Mineralien wie Pechblende, Chalkopyrit, Pyrit ... beteiligt waren. Die Gangarten sind Quarz und Calcedon (granitnah) sowie Karbonate (granitfern). Mineralogisch und aus Blickwinkel des Sammlers besonders waren (und sind) hervorragend ausgebildete Silberminerale und viele seltene Sekundärmineralien, für die einige als Typlokalität stehen.

Minerals (Count: 102)

Mineral images (10 Images total)

Pyromorphit xx
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Pyromorphit xx
Arsenathaltiger Mischkristall mit Mimetesit, Wolfgangmaaßen,Schneeberg/Erzgebirge,Sachsen; historischer Fund mit Etikett von Karl Rau (1893-1975); Größe 3 x 3 cm
Copyright: Haubi; Contribution: Haubi
Collection: Haubi
Location: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Lagerstätte Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
Mineral: Pyromorphite
Image: 1546941094
Rating: 7.5 (votes: 2)
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Pyromorphit xx

Arsenathaltiger Mischkristall mit Mimetesit, Wolfgangmaaßen,Schneeberg/Erzgebirge,Sachsen; historischer Fund mit Etikett von Karl Rau (1893-1975); Größe 3 x 3 cm

Collection: Haubi
Copyright: Haubi
Contribution: Haubi 2019-01-08
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Heterogenit
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Heterogenit
Heterogenit auf Quarz;  Pucher-/Alexanderschacht (5. Scharung), Wolfgangmaßen-Grubenfeld, Schneeberg, Sachsen, BRD;  Stufe: 7 x 4,5 cm
Copyright: chribiedav; Contribution: chribiedav
Collection: chribiedav
Location: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Lagerstätte Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
Mineral: Heterogenite
Image: 1545866773
Rating: 7 (votes: 1)
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Heterogenit  E
Analysed with energy dispersive X-ray spectroscopy EDX

Heterogenit auf Quarz;  Pucher-/Alexanderschacht (5. Scharung), Wolfgangmaßen-Grubenfeld, Schneeberg, Sachsen, BRD;  Stufe: 7 x 4,5 cm

Collection: chribiedav
Copyright: chribiedav
Contribution: chribiedav 2018-12-27
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Carbonat-Hydroxylapatit
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): 462
Carbonat-Hydroxylapatit
Kleine beige Carbonat-Hydroxylapatit xx auf rauchigem Quarz vom Alexanderspat, Grube Wolfgangmaaßen, Schneeberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland. 9 cm breite Stufe mit Etikett der Slg. Max Hübler/Altenburg.
Copyright: raritätenjäger; Contribution: raritätenjäger
Collection: raritätenjäger
Location: Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Lagerstätte Schneeberg/Neustädtel/Wolfgangmaßen-Grubenfeld
Mineral: Carbonate-hydroxylapatite
Image: 1499860955
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Carbonat-Hydroxylapatit

Kleine beige Carbonat-Hydroxylapatit xx auf rauchigem Quarz vom Alexanderspat, Grube Wolfgangmaaßen, Schneeberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland. 9 cm breite Stufe mit Etikett der Slg. Max Hübler/...

Collection: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Contribution: raritätenjäger 2017-07-12
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Rocks (Count: 7)

Subsidiary Pages

Reference- and Source indication, Literature

Literatur:

  • Frenzel, A. (1872). Mineralogisches. 5.Heterogenit. J.prakt.Chemie 2 (5), 404-07. (Typ-Publ. Heterogenit).

Einordnung