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Pobershau

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Erzgebirgskreis / Marienberg, Revier / Marienberg / Pobershau

An­fahrts­be­sch­rei­bung

3,7km O von Marienberg, 2km S von Zöblitz

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Altbergbau

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (aufgelassen/alt)

Geo­lo­gie

Gänge der Wismut-Kobalt-Nickel-Silbererzformation und der pegmatitisch-pneumatologischen Silbererzformation.

Zinnerz- Gang- und Greisenlagerstätte: Die Zinnerz-Lagerstätte Pobershau liegt in der Marienberger Gneiskuppel im Grenzbereich zur Reitzenhainer Orthogneisstruktur. Unterlagert werden die Metamorphite von einer Granithochlage. Im Exokontakt des Granits treten zahlreiche Greisentrümergänge auf.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Ortsmitte Pobershau


Mundloch d. Walfisch Stollens
Mundloch d. Goldkrone Flacher
Tageschacht Blühend Glück Fundgrube
Drei Hammerschläge Fundgrube



Ortsmitte Pobershau

WGS 84: 
Lat.: 50,643732° N, 
Long: 13,215848° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 38' 37,435" N,
   Long: 13° 12' 57,053" E
Gauß-Krüger: 
R: 4586105,
 H: 5612717
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Mundloch d. Walfisch Stollens

WGS 84: 
Lat.: 50,645205° N, 
Long: 13,211091° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 38' 42,738" N,
   Long: 13° 12' 39,928" E
Gauß-Krüger: 
R: 4585766,
 H: 5612875
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Mundloch d. Goldkrone Flacher

WGS 84: 
Lat.: 50,628275° N, 
Long: 13,217089° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 37' 41,79" N,
   Long: 13° 13' 1,52" E
Gauß-Krüger: 
R: 4586221,
 H: 5610999
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Tageschacht Blühend Glück Fundgrube

WGS 84: 
Lat.: 50,640236° N, 
Long: 13,247739° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 38' 24,85" N,
   Long: 13° 14' 51,86" E
Gauß-Krüger: 
R: 4588367,
 H: 5612365
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Drei Hammerschläge Fundgrube

WGS 84: 
Lat.: 50,65217° N, 
Long: 13,198959° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 39' 7,812" N,
   Long: 13° 11' 56,252" E
Gauß-Krüger: 
R: 4584895,
 H: 5613636
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=5053
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Pobershau, Marienberg, Erzgebirgskreis, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Kupfersinter
Aufrufe (Bild: 1274064093): 3271
Kupfersinter

"Weißtaubner Stolln" - Bereich Grube "Drei Hammerschläge" / Pobershau bei Marienberg / Erzgebirge (Höhe 4 cm)

Sammlung: erzgebirge65
Copyright: erzgebirge65
Beitrag: erzgebirge65 2010-05-17

Ausführliche Beschreibung

Pobershau (ufn Bobershau) entstand vor 1497 als Rodungssiedlung. Nach den Marienberger Erzfunden erweiterte sich die Schurftätigkeit um Marienberg. Der Finder eines Ganges, welcher einen Erzgehalt von 1 Mark Silber/Zentner enthielt bekam 20 Gulden Prämie. Dieser Anreiz führte 1526 zur Aufnahme des Bergbaues am Wildsberg bei Pobershau. In der Zeit um 1538/1539 zählte man bereits über 350 Gruben um Pobershau herum. Das Haupterzmineral der Pobershauer Gänge war Zinnstein mit untergeordnet Wolframit und Molybdänglanz. In einer hydrothermalen Nachphase wurden die Gänge mit Arsenkies, Zinkblende, Pyrit und Bleiglanz angereichert. Oft liefen 10 bis 40 schmale Gänge bis maximal 4 cm Mächtigkeit parallel zueinander auf. Diese bildeten 2 bis 6m breite Gangtrümer. Durch das Auffinden von Erzen bot sich in der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts die Voraussetzung zur Gründung der Stadt Pobershau. 1529 wird erstmals die "Drey Molchen Fundgrube", auf dem Drei Molchen Spat erwähnt. Zusammen mit "St. Ursula" auf dem Ursula Spat deckte sie im 16. Jahrhundert fast die Hälfte der Erzausbeute im Marienberger Revier ab. Im Jahre 1540 erbrachten die Gruben eine Spitzenausbeute von 46168 Mark Silber. Weitere erfolgreiche Gruben waren in dieser Zeit "Festenburg" und "Mönchsplatte".
Zur Entwässerung der Gruben wurden vom Tal der Roten Pockau mehrere Stollen vorgetrieben, von denen allerdings nur der "Molchner Stolln" und der "Wildemann Stolln" Bedeutung für das Revier erlangten. Die Flügelörter des Wildemann Stolln ("Kapphahn, bzw. Berbisdorfer Stolln" und "St. Michaelis Stolln") entwässerten auch das westliche Revier.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts waren die Gänge in ihrer Ausdehnung voll erschlossen. Nachdem die oberen Bereiche abgebaut waren, mussten im Tiefbau die eindringenden Wässer mittels Heinzenkünsten und manuell durch Wasserknechte gehoben werden. So wurde 1575 auch der Abbau auf dem Ursula Spat bis in eine Tiefe von 430m gewährleistet. Trotz hoher Kosten konnte hier bis 1586 Ausbeute erbracht werden. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Silbererze weniger und es wurde verstärkt Zinnerz abgebaut. In südöstlicher Richtung, neben dem Wildsberg, bauten die Gruben "Ober Neuhaus Sachsen (Zöblizer Kommunzeche)", "Zinnerne Flasche" und "Christbescherung" Zinnerze ab. 1724 bis 1746 gewann man hier in der Grube "Schießwecken" über 3016 Zentner Zinn.
Im 19. Jahrhundert wurden von finanzstarken Unternehmern die kleinen Gruben zu großen Grubenfeldern zusammengeführt. Leicht erreichbare Vorkommen ausgebeutet und danach wurde das Feld wieder verkauft. So wurde die 1832 gegründete Grube "Haubold vereinigtes Feld" 1857 wieder verkauft und in "Pobershauer Vereinigt Feld Fundgrube" umbenannt. Nur ein Jahr später wurde das Feld für 97200 Taler an die Dessauer Bank weiterverkauft. Hier wurde von vornheraus spekuliert.
In der Zeit des 19. Jahrhunderts wurde der "Wildsberg Richtschacht" bis 125m zum "Wildemann Stolln" abgeteuft. 1936 wurde der Schacht zu Untersuchungszwecken nochmals um 300m weitergeteuft. 1940 wurden die Arbeiten im Revier eingestellt.


Untrennbar mit diesem Revier ist der 1767 zum Bergmeister von Marienberger berufene Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra. Er reformierte das hiesige Bergwesen und sorgt maßgeblich für ein diszipliniertes Arbeiten der Bergleute.


Die Fundstellen um Pobershau

Mineralien (Anzahl: 27)

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ZurücksetzenAgAlAsBaCCaCuFFeHKMgMnMoNaOPbSSbSiSnWZn
Arsenopyriti
Arsenopyrit aus dem Gebiet Pobershau:
Nebenbestandteil der Zinn-Greisen
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
M
Barytr
Slg.Doc Diether
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau/Molchner Stolln)
1M
Ferberitr
Hajek, W. (2014): Mineralien aus dem Erzgebirge, Revier der Bergstadt Marienberg. Papierflieger Verlag, Clausthal-Zellerfeld, S.78,79.
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
M
Fluoritr
Slg.Doc Diether
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau/Molchner Stolln)
3 BM
Galenitr
Slg.Doc Diether
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau/Molchner Stolln)
1M
Gilbertit (Var.: Muskovit)r
Hajek, W. (2014): Mineralien aus dem Erzgebirge, Revier der Bergstadt Marienberg. Papierflieger Verlag, Clausthal-Zellerfeld, S.86.
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
M
Hämatitr
Slg.Doc Diether
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau/Molchner Stolln)
2 BM
Molybdäniti
Molybdänit aus dem Gebiet Pobershau:
Nebenbestandteil der Zinn-Greisen
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
M
Proustitr
Slg.Doc Diether
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau/Molchner Stolln)
1 BM
Quarzr
Slg.Doc Diether
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau/Molchner Stolln)
3 BM
Sanidini
Sanidin findet sich in den Porphyrgängen von Pobershau
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
r
Hajek, W. (2014): Mineralien aus dem Erzgebirge, Revier der Bergstadt Marienberg. Papierflieger Verlag, Clausthal-Zellerfeld, S.151.
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
M
Sphaleritr
Slg.Doc Diether
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau/Molchner Stolln)
2M
Topasi
Topas aus dem Gebiet Pobershau:
Nebenbestandteil des Rhyolithes am Marterberg
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
r
Hajek, W. (2014): Mineralien aus dem Erzgebirge, Revier der Bergstadt Marienberg. Papierflieger Verlag, Clausthal-Zellerfeld, S.78,79.
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
M
'Wolframit'i
Wolframit aus dem Gebiet Pobershau:
Nebenbestandteil der Zinn-Greisen
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Marienberg, Revier/Marienberg/Pobershau)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 22. Oct 2021 - 00:05:57

Mineralbilder (3 Bilder gesamt)

Fluorit, Quarz
Aufrufe (Bild: 1592326085): 492
Fluorit, Quarz

FO.: Pobershau bei Marienberg, Sachsen, Erzgebirge, Deutschland / Stufengröße: 4,5 x 2,8 cm

Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Copyright: Hrouda
Beitrag: Hrouda 2020-06-16
Mehr   MF 
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1592326141): 371
Fluorit

FO.: Pobershau bei Marienberg, Sachsen, Erzgebirge, Deutschland / Stufengröße: 3,5 x 2,2 cm

Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Copyright: Hrouda
Beitrag: Hrouda 2020-06-16
Mehr   MF 
Achat Amethyst Jaspis
Aufrufe (Bild: 1437629833): 2634
Achat Amethyst Jaspis

Schießplatz Pobershau bei Marienberg, Sachsen; Größe des Stückes: 15 x 10 x 3 mm; mittig liegender Amethystschwimmer

Sammlung: ex. Sammlung Uhlmann
Copyright: Pyromorphit
Beitrag: Pyromorphit 2015-07-23
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 14)

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Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 22. Oct 2021 - 00:05:57

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Aktualität: 22. Oct 2021 - 00:05:57

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Seifert, T. (1988): Montangeologische Altbergbauanalyse des Ost-Teils des Mittelerzgebirgischen Antiklinalbereiches (Gebiet: Drebach-Wiesa-Wolkenstein-Marienberg-Pobershau-Rübenau-Reitzenhain). Unv. Bericht im Industrieprojekt (Montangeol.-metallogen. Explorationstudie zur Höffigkeit von Sn-, Polymetallsulfid-, U-, Ag-, und Spat-Vorkommen im O-Teil des Mittelerzgeb. Antiklinalbereiches), Lehrstuhl für Lagerstättenlehre, Bergak. Freiberg. 820 S.
  • O. Wagenbreth & E. Wächtler. Bergbau im Erzgebirge. 1.Aufl. Leipzig, Dt.Verl.f.Grundstoffind. 1990. S.286.
  • Seifert, T. (1995): Zur metallogenetischen Charakteristik postpermischer Gangmineralisationen im Lagerstättendistrikt Marienberg-Lauta-Pobershau-Wolkenstein (Zentralteil des sächsischen Erzgebirges). Freib. Forschungshefte, C 460, S.136-62.
  • Dittrich, T., Starkloff, K. & Seifert, T. (2006): Mapping and Sampling of the "Goldkronen-Flacher" vein (quartzose Fe-Mn assoc.), Pobershau, Marienberg district (Erzgebirge, Germany) – Interim Report. SEG 2006 Conf. "Wealth Creation in the Mineral Industry", May 14-16, 2006, Keystone, Colorado, USA.
  • Thomas Seifert (2008). Metallogeny and Petrogenesis of Lamprophyres in the Mid-European Variscides. IOS Press. 175 S.
  • Zierold, T. (2019). Brillant. Violett. Wandelbar: Amethyst aus dem Herzen des Erzgebirges. Eine Ausstellung des Museums für Naturkunde Chemnitz. Aufschluss, Jg.69, H.6, S.376-94.
  • http://www.bergbau.sachsen.de/download/bergbau/Rohstoffkatalog_Spat-Erzvorkommen.pdf

Quellenangaben

Einordnung