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Seidelgrund

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Sachsen / Erzgebirgskreis / Marienberg, Revier / Wolkenstein / Falkenbach / Seidelgrund

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Wiesenbad aus die Freiberger Straße in Richtung Wiesa fahren. Nach etwa 600 Metern kommt vor der Abzweigung Richtung Neundorf eine kleine Brücke. Vor der Brücke befindet sich der Parkplatz.

Geo­lo­gie

Störung der Quarz-Eisen und Manganerzformation, Gneis von Quarzgängen durchzogen.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Keine, die Fundstelle gehört teilweise zu einem Naturschutzgebiet, teilweise ist der Fundpunkt auch in Privatbesitz. Grabungen sind verboten und werden angezeigt!

Letz­ter Be­such

23.06.2018

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=14367
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Bilder von Fundstellen (4 Bilder gesamt)

Erdwall beim dritten Fundpunkt hier nicht beschrieben
Aufrufe (Bild: 1250159613): 7095
Erdwall beim dritten Fundpunkt hier nicht beschrieben

Der Fundpunkt wurde wegen Vandalismus auf Privatgelände hier entfernt. Foto aufgenommen am 11.08.2009.

Copyright: Kerloc
Beitrag: Kerloc 2009-08-13
Trampelpfad zum zweiten Fundpunkt
Aufrufe (Bild: 1250158898): 6812
Trampelpfad zum zweiten Fundpunkt

Wenn man dem Pfad rechts vom Parkplatz folgt und den steilen Hang erklimmt findet man die Löcher der Sammler auf einer Breite von mindestens 150 Metern. Foto aufgenommen am 11.08.2009.

Copyright: Kerloc
Beitrag: Kerloc 2009-08-13
Freiberger Straße in Richtung Wiesa
Aufrufe (Bild: 1250158351): 6647
Freiberger Straße in Richtung Wiesa

Geradeaus rechts befindet sich der Parkplatz auf dem man das Auto abstellen sollte wenn man im Seidelsgrund sammeln will. Foto aufgenommen am 11.08.2009.

Copyright: Kerloc
Beitrag: Kerloc 2009-08-13

Ausführliche Beschreibung

Der Seidelgrund, benannt nach dem ursprünglichem Besitzer, ist ein Seitental der Zschopau.


Allgemeines

Im Bereich des Fundortes Seidelgrund gibt es drei konkrete Fundpunkte. Den Ersten findet man in dem man dem Verlauf des Baches folgt. Nach etwa 250 Metern hat der Bach einige Amethystbänder im Gestein freigelegt.

Der zweite Fundpunkt liegt gleich rechts vom Parkplatz. Ein kleiner Trampelpfad führt den steilen Hang herauf. Oben befinden sich zahlreiche 'Löcher' die in den Hang gegraben wurden.Das ist die klassische Fundstelle in der schon der Edelstein-Inspektor Christian Orschall Amethyst hat abbauen lassen. Hier befindet sich der Gang, der in früheren Zeiten auf Amethyst abgebaut wurde. Diese historischen Abbaue wurden teilweise in den letzten Jahren renaturiert bzw. verschüttet. Der Teil des Seitentals ist ein Naturschutzgebiet und Grabungen sind dort verboten.


Geschichte

Schon im 16. und 17. Jahrhundert wurde im Seidelgrund Amethyst abgebaut und zu Schmucksteinen verarbeitet. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam es in Sachsen wieder zu einem Suchen nach Edelsteinen. Der deutsche Architekt und Landbaumeister Wolf Caspar von Klengel beschrieb die Wiesenbader Amethystvorkommen erstmals detaillierter. Klenger beschrieb ausführlich einen Amethystgang zwischen Falkenbach und Wiesenbad. Trotz des Berichtes blieben die Aktivitäten zur Gewinnung des Amethyst vorerst aus. Nachdem aber der Edelstein-Inspektor Christian Orschall nach Wiesenbad geschickt wurde begann die eigentliche Förderung der begehrten Quarzvariante. Aufzeichnungen zu folge sollen Amethyste noch im 17. Jahrhundert in andere Länder exportiert worden sein. Bereits nach kurzer Zeit war der Amethyst aus Wiesenbad im Ausland bekannt und gesucht. In den darauf folgenden Jahren wurde der Amethyst nur noch gelegentlich abgebaut da der Edelstein in Sachsen genügend vorhanden war.


Geologie

Der Seidelgrund, besitzt im Bereich der Wiesenbader Störung eine ein bis zwei Meter mächtige Mineralisation. Neben den Quarzvarianten Amethyst und Milchquarz kann man im Seidelgrund auch Hornstein und Jaspis (insbesondere Brekzienjaspis) finden. Weiterhin werden diese Gänge von oxidischen Eisen- und Manganerzen bekleidet, weshalb Funde von Hämatit und Psilomelan möglich sind (wenn auch nicht so oft). Der Bach der durch das Tal fließt heißt Abebach, benannt nach dem Bauern Abraham Moritz Nestler. Im Bach sind Funde von Amethystspitzen möglich. Rechts des Flusses (vom Parkplatz aus gesehen) befindet sich der eigentliche Fundpunkt. Hier können Kristalle von Quarz und Amethyst, sowie Aggregate von Manganerzen gefunden werden. Am Gegenhang kann man teils sehr große Stücke finden. Allerdings sind Kristalle dort seltener, massive Brocken sind charakteristisch für diesen Fundpunkt.Aus einer 200m südwestlich laufenden Parallelstörung kommt das Wasser der Thermalquelle Wiesenbad.Hier fand eine große Verwerfung des Hauptganges statt.

Mineralien (Anzahl: 9)

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Aktualität: 10. Nov 2019 - 17:03:03

Mineralbilder (18 Bilder gesamt)

Amethyst Anschliff
Aufrufe (Bild: 1225391768): 3456
Amethyst Anschliff (SNr: A65)

Fundort: Seidelgrund, Thermalbad Wiesenbad, Revier Annaberg, Erzgebirge, Sachsen. Das ca. 16 cm lange Stück wurde nahe dem Bach gefunden.

Sammlung: Kerloc
Copyright: Kerloc
Beitrag: Kerloc 2008-10-30
Mehr   MF 
Fluorit Gang
Aufrufe (Bild: 1451409207): 5860
Fluorit Gang

Brekzie. Seidelgrund, Wolkenstein, Erzgebirgskreis, Sachsen. 2009. Ca. 9cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2015-12-29
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Amethyst X
Aufrufe (Bild: 1225390075): 1398
Amethyst X (SNr: A61)

Ein ca. 3 cm hoher transparenter Kristall. Gefunden direkt im Abebach der bekannten Amethystfundstelle Seidelgrund, Thermalbad Wiesenbad, Revier Annaberg, Erzgebirge, Sachsen.

Sammlung: Kerloc
Copyright: Kerloc
Beitrag: Kerloc 2008-10-30
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Gesteine (Anzahl: 2)

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Aktualität: 10. Nov 2019 - 17:03:03

Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Fluorit Gang
Aufrufe (Bild: 1451409207): 5860
Fluorit Gang

Brekzie. Seidelgrund, Wolkenstein, Erzgebirgskreis, Sachsen. 2009. Ca. 9cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2015-12-29
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Aktualität: 08. Nov 2019 - 07:59:28

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Britta Günther (2001). Thermalbad Wiesenbad. Die Gesundheitsquelle im Erzgebirge. S.94-96.
  • Mangold, M. (2004). Ein kurzer mineralogisch-bergbaugeschichtlicher Streifzug durch das Erzgebirge. Aufschluss, Jg.55, Nr.1, S.57-63.
  • Beck, W. & Treffurth, T. (2006). Pseudomorphosen und Polyederbildungen im Amethystgang von Wiesenbad, Sachsen. Lapis, Jg.31, Nr.5, S.22-24.
  • Informationsschild nahe des Parkplatzes am Seidelgrund

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