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Kalkbrüche

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Sachsen / Erzgebirgskreis / Oberwiesenthal / Hammerunterwiesenthal / Kalkbrüche

An­fahrts­be­sch­rei­bung

N der Einfahrt zum Richterbruch ist ebenfalls eine häufig genutzte Einfahrtsstraße. Geht man hier durch, so verzweigt nach wenigen hundert m die Straße nach rechts, der man folgt (Schlagbaum). Dieser erste Bruch ist vor 2 Jahren wieder aktiviert worden von der Fa. GEOMIN.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbrüche in verschiedenem Verwachsungsgrad. Der N-östlichste ist wieder aktiviert worden. Untertage-Auffahrungen. Halden.

Geo­lo­gie

Metakarbonatlagerstätte. Es handelt sich hier um kristallinen Kalk, also um Marmor. In den Kalkbrüchen gibt es vor allem Kalksilikatminerale wie Granat, Vesuvian oder Klinozoisit. Hier wurde auch der Erstfund von Cosalit im Lande Sachsen getätigt. Es dürften die besten Kristalle in Deutschland sein. Schließlich sind noch rote Leisten und sehr selten auch flächenreiche Kristalle von Rutil bekannt. Die Fundstelle von Rutil im Bereich der Straße ist durch eine Asphaltdecke stark beeinträchtigt. Durch die Neuauffahrungen der Fa. GeoMin kam hellbrauner Dolomit zum Vorschein, teilweise kristallin. Ebenso Calcit, der sich kristallin auf Dolomit befindet.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

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GPS-Ko­or­di­na­ten

GEOMIN Kalkbruch



GEOMIN Kalkbruch

WGS 84: 
Lat.: 50,44897877° N, 
Long: 13,00643921° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 26' 56,324" N,
   Long: 13° 0' 23,181" E
Gauß-Krüger: 
R: 4571587,
 H: 5590831
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=13835
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (9 Bilder gesamt)

Erneuertes Stollenmundloch
Aufrufe (Bild: 1246446569): 2028
Erneuertes Stollenmundloch

GEOMIN Kalkbruch Hammerunterwiesenthal, Erzgebirge, Sachsen. 6/09

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2009-07-01
Alter Stollen
Aufrufe (Bild: 1246446310): 2068
Alter Stollen

Erkundungsarbeiten der GEOMIN, Hammerunterwiesenthal, Erzgebirge, Sachsen. 6/09

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2009-07-01
Kalkbruch GEOMIN
Aufrufe (Bild: 1246446136): 1482
Kalkbruch GEOMIN

Stellenmundloch Neuauffahrung, Hammerunterwiesenthal, Erzgebirge, Sachsen. 6/09

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2009-07-01

Ausführliche Beschreibung

Die Brüche

Kalkabbau gibt es hier schon lange: An Hand des Typs der Kalköfen gibt es 3 verschiedene Kalkofen-Typen, die jeweils einem bestimmten Alter zugeordnet werden können: a) Kammeröfen ab dem 18.Jhd., b) Rüdersdorfer Öfen ab 1802 und c) neue Rüdersdorfer Öfen ab 1870. Es gibt einen für die geologische Wissenschaftsgeschichte wichtigen Punkt, der Fiskalische Steinbruch. An den Bruchwänden sind sichtbare Anschnitte flachliegender Falten von Marmoren und Amphiboliten. Hier sind auch gut sichtbare Stollenauffahrungen des früheren unterirdischen Kalkabbaus. Der darüber liegende Kalkbruch "Schlösselweglager" wird mit verschiedenem Aushub, u.A. aus dem Stümpelbruch verfüllt, was schon sehr weit geschehen ist. Nach Angaben der GEOMIN werden im Lagerstättenbereich geologische Erkundungsarbeiten (Schlösselweglager) und bergmännische Verwahrungsarbeiten (Böhmes Lager und Schmiedels Lager) durchgeführt.

Die Minerale

Unter den zahlreichen in den Kalkbrüchen gefundenen Mineralen sind besonders der Amethyst und die Pseudomorphosen von Quarz nach Calcit bei Sammlern bekannt und gesucht. Der im Dolomit vorkommende, zumeist blaugraue Chalcedon kann Achatbänderung aufweisen. Als in Sachsen seltenes und hier zum ersten Mal in diesem Bundesland aufgefundenes Mineral ist Cosalit bekannt geworden. Das nur in wenigen Stufen geborgene Mineral bildet geriefte dunkelgraue stengelige bis plattige Kristalle, die sekundär mit Bismutit belegt sein können (eingewachsen im Quarz). Bemerkenswert ist auch der vorkommende Montmorillonit. Die dünnen Kluftbeläge sind kräftig violett gefärbt. Die meisten anderen in der Liste erscheinenden Arten gehören einer Skarn-Paragenese an. Als außergewöhnlich seien hier aus dem Quarz präparierte Diopsid-Kristalle von schwarzgrüner Färbung genannt, die 7 cm erreichen.

Mineralien (Anzahl: 28)

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'Axinit-Gruppe ?'r
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Beidellit ?i
osagraue Beläge auf Dolomit (Mineral der Talk-Gruppe)
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
r
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Bismutiti
Verwitterungsprodukt von Cosalit
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Diopsidr
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Forsteritr
Sammlung Sebastian Haschke RDX
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Grossularr
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Hyalit (Var.: Opal)r
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Montmorillonitr
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Muskovitr
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Opalr
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Pyrrhotini
Strukturvarietät 4M
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
r
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
Tridymiti
untergeordnete Phase im Opal
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
r
Sammlung raritätenjäger
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Oberwiesenthal/Hammerunterwiesenthal/Kalkbrüche)
M
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Legende

Mineral -> anerkanntes Mineral
Mineral (TL) -> Mineral-Typlokalität
Mineral -> micht anerkanntes Mineral
-> Bilder sind verfügbar
 5 -> Anzahl der Regionslokalitäten an denen das Mineral gefunden werden kann
 M -> Link zur allgemeinen Mineralseite
 i -> Informationen etc.
 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

Aktualität: 21. May 2019 - 13:43:46

Mineralbilder (7 Bilder gesamt)

Amethyst
Aufrufe (Bild: 1207562786): 1913
Amethyst

Blass gefärbter Amethyst in Kristallen, überkrustet von milchigweißem Quarz. Fundort: Kalkbruch, Hammerunterwiesenthal, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland. Stufenbreite: 58 mm.

Sammlung: ex Andreas Gerstenberg (raritätenjäger)
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2008-04-07
Perimorphose von Chalcedon nach Calcit
Aufrufe (Bild: 1311666983): 1990
Perimorphose von Chalcedon nach Calcit

Kalkbruch Hammerunterwiesenthal, Erzgebirgskreis, Sachsen, D. Stufengröße 3 x 3 cm.

Copyright: skibbo
Beitrag: skibbo 2011-07-26
Quarz (grün), Dolomit
Aufrufe (Bild: 1437739327): 684
Quarz (grün), Dolomit

Kalkbruch Hammerunterwiesenthal, Erzgebirgskreis, Sachsen, D. Stufenbreite 5 cm.

Copyright: skibbo
Beitrag: skibbo 2015-07-24

Gesteine (Anzahl: 6)

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Legende

Gestein -> Name des Gesteins
Gestein (TL) -> Gestein Typlokalität
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 5 -> Anzahl der Fundstellen für dieses Gestein in der Region
 G -> Link zur allg. Gesteinsseite
 i -> Informationen etc.
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Gestein ? -> Vorkommen fragwürdig

Aktualität: 21. May 2019 - 13:43:46

Gesteinsbilder (1 Bilder gesamt)

Granat in Skarn (Tremolit)
Aufrufe (Bild: 1551728906): 148
Granat in Skarn (Tremolit)

Kalkbruch Hammerunterwiesenthal, Erzgebirgskreis, Sachsen, 7x5cm.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2019-03-04

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Aktualität: 21. May 2019 - 13:43:46

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellenangabe


Literatur

  • Wagenbreth, O. und E.Wächtler (1985). Technische Denkmale in der Deutschen Demokratischen Republik. VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig. S.124.

Weblinks

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