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Olbernhau

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Sachsen / Erzgebirgskreis / Olbernhau

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Das Sammeln von Mineralien und Pflanzen sind auf dem Gelände des Schaubergwerks verboten! Das Gelände ist Videoüberwacht. Diebstahl wird zur Anzeige gebracht .

GPS-Ko­or­di­na­ten

Besucherbergwerk Gnade Gottes Erbstollen ; Komplex Saigerhütte Grünthal



Besucherbergwerk Gnade Gottes Erbstollen

WGS 84: 
Lat.: 50,660303° N, 
Long: 13,366756° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 39' 37,091" N,
   Long: 13° 22' 0,322" E
Gauß-Krüger: 
R: 4596745,
 H: 5614746
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Komplex Saigerhütte Grünthal

WGS 84: 
Lat.: 50,649586° N, 
Long: 13,368263° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 38' 58,51" N,
   Long: 13° 22' 5,747" E
Gauß-Krüger: 
R: 4596873,
 H: 5613556
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=8944
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (11 Bilder gesamt)

Bohrwagen GBL4/U Baujahr 1989
Aufrufe (Bild: 1508579786): 275
Bohrwagen GBL4/U Baujahr 1989

Bohrwagen ausgestellt am Besucherbergwerk Hand Gottes Stollen in Olbernhau, Erzgebirge

Sammlung: Danny Heinrich
Copyright: Danny Heinrich
Beitrag: Steiger 2017-10-21
"Hand Gottes Stollen" in Olbernhau
Aufrufe (Bild: 1508429190): 344
"Hand Gottes Stollen" in Olbernhau

Mundloch des Hand Gottes Stollen in Olbernhau, Erzgebirge

Sammlung: Danny Heinrich
Copyright: Danny Heinrich
Beitrag: Steiger 2017-10-19
Mundloch Gnade Gottes Erbstollen
Aufrufe (Bild: 1499974641): 289
Mundloch Gnade Gottes Erbstollen

Gnade Gottes Erbstollen während der Ausräumarbeiten in Olbernhau, Erzgebirge

Sammlung: Danny Heinrich
Copyright: Danny Heinrich
Beitrag: Steiger 2017-07-13

Ausführliche Beschreibung

Kupferhammer Grünthal:

1537 errichtete der Annaberger Bergmeister Hans Leonard im „Grienental zu Obern Alberhau“ eine Saigerhütte. Diese lag günstig am Flüsschen Flöha. Im gleichen Jahr kauften die Brüder Hans und Christoph von Berbisdorf und Lauterstein die Saigerhütte Grünthal. Es kam zum weiteren Ausbau unter finanzieller Beteiligung von Conrad Weber und Hans Lynhardt aus Nürnberg. 1550 gelangte die Saigerhütte an die Annaberger Familie von Christoph Uthmann. Nach dessen Tod wurde das Werk von seinen Söhnen und seiner Frau Barbara bis 1567 weitergeführt, die es an den sächsischen Kurfürsten August abtreten mußten. In den Händen der Wettiner blieb es bis 1873. 1621 wurde eine Münzstätte errichtet, die Kupferpfennige prägte; weitere Prägeperioden folgten 1751–1755, 1763–1764 und 1803–1825. 1732 wurde ein Großhammer erbaut. 1813 wurde ein Heilbad in den schwefelhaltigen Quellen eingerichtet, das bis 1940 bestand, 1847 ein Walzwerk erbaut. 1873 kaufte der Unternehmer Franz Adolph Lange die Hütte und benannte sie in Sächsische Kupfer- und Messingwerke F. A. Lange um.

Heute ist das Ensemble das Museum Saigerhütte mit dem Kupferhammer (auch Althammer genannt). Der teilweise durch Palisaden abgegrenzte historische Gebäudekomplex ist nahezu originalgetreu erhalten geblieben, bzw. rekonstruiert worden. Frei zu bestaunen sind das schmucke Westtor, das Osttor, die Hüttenschänke und 4 Arbeiterwohnhäuser. Im ehemaligen Treibehaus befindet sich das Saigerhüttenmuseum.

Der Althammer/Kupferhammer, den schon Zar Peter der Große von Russland besuchte, ist noch voll funktionsfähig. Bei einer Führung werden die drei grossen und bis zu 4m langen Hämmer durch Wasserkraft in Betrieb genommen und das Feuer im Kamin wie damals mit einem riesigen Blasebalg angefacht.

Steinkohle-Lager: Das kleine Steinkohlenlager in der Olbernhauer Talwanne - aus vier Flözen bestehend, das stärkste war nur 70 cm mächtig - lohnte nur kurze Zeit den Abbau und zwar von 1854 bis 1924. Die Steinkohle wurde auf der böhmischen Seite untertage in der Gabriela-Zeche abgebaut, mit einer Seilbahn nach Olbernhau befördert, gewaschen, sortiert und auf die Bahn verladen.

Am Ortsrand von Brandov befindet sich eine lange Halde, vorwiegend aus Schieferton und Sandstein, auf der man mit etwas Glück Abdrücke der Pflanzen finden kann, aus denen die Steinkohle gebildet wurde: Sigillarien, Bärlappe und Schachtelhalme. Belege dafür kann man im Olbernhauer Museum "Haus der Heimat" sehen. Die schönsten Fundstücke befinden sich in Halle.

Wenn man sich für die Reste des ehemaligen Steinkohlenabbaus in Olbernhau interessiert, geht man am besten auf die tschechische Seite über den Grenzübergang Grünthal, denn die Halde in Olbernhau hinter dem Schwimmbad ist stark verwachsen und wenig ergiebig.

Museum Saigerhütte Olbernhau:

In der Hütte 10, 09526 Olbernhau. T./Fax: 037360/73367.

Öffnungszeiten:

1.3.-30.4.: 9.30 - 11.30; 13.00 - 16.00 Uhr.

1.5.-30.9.: 9.30 - 11.30; 13.00 - 17.30 Uhr.

1.10.-23.12.: 9.30 - 11.30; 13.00 - 16.00 Uhr.


Siehe auch unter "Saigerverfahren"!

Gesteine (Anzahl: 3)

Fossilien (Anzahl: 3)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • H. Georgii Agricole vom Bergkwerck / das eilfft buch. Frankfurt 1580, S.419–465 (Digitalisat) – Der Saigerprozess zur Silberscheidung und Kupfergewinnung nach Georgius Agricola.
  • Lothar Suhling: Der Seigerhüttenprozess. Die Technologie des Kupferseigerns nach dem frühen metallurgischen Schrifttum. Riederer, Stuttgart 1976.
  • Wagenbreth, O., E. Wächtler et al. (1990). Bergbau im Erzgebirge. Technische Denkmale und Geschichte. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie Leipzig, S.334-40, 454-57.
  • Hanns-Heinz Kasper: Von der Saigerhütte zum Kupferhammer Grünthal 1537–1873 – Aus der 450-jährigen Geschichte eines metallurgischen Betriebes in Olbernhau-Grünthal. Hrg.: Saigerhüttenverein e.V. Olbernhau-Grünthal, Druckerei Olbernhau GmbH, 1994, S.10–11.
  • Hanns-Heinz Kasper: Von der Saigerhütte zum Kupferhammer Grünthal … S. 14.
  • Hanns-Heinz Kasper: Die Saigerhütte Grünthal. Pflege und Erhaltung eines Denkmals des Hüttenwesens aus der Zeit von Georgius Agricola. In: Sächsische Heimatblätter, Heft 2/1994, S.87–91, ISSN 0486-8234
  • Gräf, D. (2008). Das Saigerverfahren - High-Tech des Mittelalters: "...den Reichtum des Landes zu mehren". EGMA -News, Jg.2008, H.1, S.21-24. ISSN 1865-5637.
  • Ihle, F., F. Fiedler & S. Müller (2010). Die Bergbaugebiete Kiesholz und Himmelreich bei Marienberg/ Erzgebirge. Lapis Jg.35, H.5, S.14-15.

Weblinks

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