'._('einklappen').'
 

Schwarzenberger Kuppel

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Erzgebirgskreis / Schwarzenberger Kuppel

Geo­lo­gie

Hier gibt es nicht, wie in anderen erzgebirgischen Revieren, Gänge oder Stöcke, die bergmännisch ausgebeutet wurden, sondern es waren "Erzlager" mit komplexer Entstehungsgeschichte. Es sind alte sedimentäre Gesteinsschichten mit eingeschalteten Kalk- und Dolomitlagern. Diese wurden bei gebirgsbildenden Vorgängen gefaltet und durch höhere Drücke und Temperaturen zu Gneisen und Glimmerschiefern sowie Marmore umgewandelt. Danach drang Granitmagma in die Erdkruste ein, erstarrte weiter W zum Eibenstocker Granit, ließ in der Tiefe unter dem Raum Schwarzenberg ebenfalls Granit entstehen. Die dadurch in Umlauf gesetzten heißen Wässer tauschten z.B. die Ca- und Mg-carbonate der Marmorlager gegen Eisen und Buntmetalle aus. Dadurch wurden Teile der ehemaligen Marmore in Lager mit Magnetit, Schwefelkies, Arsenkies, Kupferkies, Zinkblende und Bleiglanz umgewandelt. Und das sind die heutigen Skarnlagerstätten. Die Schw. Erzlagerstätten sind meist 1-6 m mächtig und haben einige 100 m Erstreckung horizontal und nach der Tiefe zu. Diese wurden lokal auch von Erzgängen mit Silber- und Kobaltmineralien, sowie von Zinnstein durchsetzt, allerdings wesentlich weniger wie in anderen Revieren.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=3378
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Verkürzte Pfadangabe

Schwarzenberger Kuppel, Erzgebirgskreis, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

In der Umgebung von Schwarzenberg waren Eisenerzlagerstätten und Eisenbergbau historisch von größter Bedeutung. Daneben waren aber auch Buntmetallagerstätten bekannt. Die geologischen Besonderheiten brachten es mit sich, dass wenige Fundpunkte mit niedrigem Buntmetallgehalt existierten, die zwar langlebig, aber klein waren. Das 19. Jhd. erforderte durch den Aufschwung der Eisenproduktion große und billig abzubauende Eisenerzlagerstätten. Damit wurde der erzgebirgische Eisenabbau unrentabel.

Mineralien (Anzahl: 267)

Mineralbilder (2 Bilder gesamt)

Helvin
Aufrufe (Bild: 1295554417): 2762
Helvin

Größe: 92x55 mm; Fundort: Revier Schwarzenberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland

Sammlung: National Museum of Natural History (Smithsonian Institution)
Copyright: Rock Currier
Beitrag: slugslayer 2011-01-20
Mehr   MF 
Emplektit mit Siderit auf Quarz
Aufrufe (Bild: 1288034151): 1295
Emplektit mit Siderit auf Quarz

Kristallgröße: 27 mm; Fundort: Revier Schwarzenberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland

Copyright: Rock Currier
Beitrag: slugslayer 2010-10-25
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 31)

Fossilien (Anzahl: 1)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Beck, Richard (1900). Die Erzlagerstätten von Schwarzenberg im sächsischen Erzgebirge. Z. D.Geol. Ges. Bd.52, S.58-60.
  • Beck, R. (1902/03): Über die Erzlager der Umgebung von Schwarzenberg im Erzgebirge, T.I. Jb. für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Freiberg.
  • Beck, R. (1904): Über die Erzlager der Umgebung von Schwarzenberg im Erzgebirge, T.II. Jb. für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Freiberg, A56-A96.
  • Fiedler, K. (1967). Tektonische Untersuchungen in der Schwarzenberger Augengneis-Kuppel (SW-Erzgebirge). 36, S.97-129. Mitt. Geol. Staatsinst. Hamburg.
  • Hösel, G. (1968): Die Skarnlager im Raum Schwarzenberg (Erzgebirge). Ber.dtsch.Ges.geol.Wiss., Reihe B, 13/4, S.469-77. Berlin.
  • Haake, R. (1970): Über die Skarnlager bei Schwarzenberg/Erzgeb. Fundgrube 7 (1/2), S.6, 11.
  • Martin, M. (1990): Zum Emplektit von Schwarzenberg. Fundgrube 26 (1), S.17,22.
  • Mädler, F. (1992): Das Bergbaurevier von Breitenbrunn und Antonsthal im oberen Erzgebirge, Lapis, Jg.17, Nr.10, S.13-24.
  • Marion Tichomirowa, Axel Gerdes, Manuel Lapp, Dietmar Leonhardt and Martin Whitehouse (2019): The Chemical Evolution from Older (323–318 Ma) towards Younger Highly Evolved Tin Granites (315–314 Ma)—Sources and Metal Enrichment in Variscan Granites of the W Erzgebirge (Central European Variscides, Germany). Minerals, Vol.9, Nr.12 Art.-Nr.769.
  • Lit.: thdun5

Einordnung