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Graul

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Erzgebirgskreis / Schwarzenberger Kuppel / Graul

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Schwarzenberg aus Richtung Annaberg und an der letzen Ampelkreuzung links Richtung Elterlein abbiegen. Nach ca. 4km am Abzweig Elterlein gerade aus, Richtung Waschleithe halten und nach 500m gegenüber vom Autohaus parken. Bei Interesse kann ich auch gerne, nach Absprache, eine Führung machen: mailto:webmaster@derGraul.de

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Halden und ehemalige Tagebaue. Erzrevier, welches sich von N nach S entlang des Mönchssteigs zwischen Grünhain und Raschau und in O-W-Richtung entlang der alten Straße von Schwarzenberg nach Elterlein erstreckt.

Geo­lo­gie

Die Lagerstätten sind Teil des inneren Skarnrings von Schwarzenberg und sind in Glimmerschiefer, Quarzglimmerschiefer und Gneisglimmerschiefer eingeschaltet und sehr komplex zusammengesetzt. Ein wesentliches Element bilden Nord-Süd streichende konkordante Erzlager mit starker Sulfidführung. Das Gebiet wird von einigen Gängen der Bi-Co-Ni-Ag-Formation durchsetzt. Weiterhin tritt ein sogenannter "Quarzbrockenfels" mit oxidischen Eisen-Mangan-Erzen auf. Durch intensive Oxidationsvorgänge bildeten sich im Bereich des Ausbisses der Erzlager größere Mengen limonitischer Eisenerze, die von "Manganmulmen" (erdigen oxidischen Manganerzen) begleitet werden. An einigen Stellen weisen letztere erhöhte Wismut- und Kobaltgehalte auf. Auch Kupfererze kamen vor, und zwar sowohl innerhalb der Erzlager als auch in einem quarzitischen Horizont, hier als Fahlerz. Die Vielfalt der auftretenden Vererzungen und ihre Oberflächennähe führten zur Entstehung einer interessanten Sekundärmineralparagenese.

To­po­gra­phi­sche Kar­te

Graul

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=5324
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Verkürzte Pfadangabe

Graul, Schwarzenberger Kuppel, Erzgebirgskreis, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Wasserhaltung am Graul
Aufrufe (Bild: 1361730668): 939
Wasserhaltung am Graul

Schwarzenberger Kuppel, Erzgebirgskreis, Chemnitz, Sachsen. 1992.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2013-02-24

Ausführliche Beschreibung

Zu beachten ist, dass 1859 die "Gottes Geschick Fdgr." Mit "Treue Freundschaft Stl." und "St. Katharina Fdgr." unter dem Namen "Gottes Geschick Vereinigt Feld" vereinigt wurde.

Daher können unter Umständen Mineralien die unter "Gottes Geschick Fdgr." geführt werden auch von "St. Katharina Fdgr." stammen.

Mineralien (Anzahl: 94)

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Olivenitr
ex. Sammlung Bergdirektor Ernst Julius Fröbe (1852-1921), Stück mit Originalzettel
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Schwarzenberger Kuppel/Graul/Grube Gottes Geschick)
4 BM
Pseudomalachitr
ex. Sammlung Bergdirektor Ernst Julius Fröbe (1852-1921), Stück mit Originalzettel
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Schwarzenberger Kuppel/Graul/Grube Gottes Geschick)
4 BM
Skorodit (TL)r
Breithaupt 1818
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Schwarzenberger Kuppel/Graul/Grube Stamm Asser)
4 BM
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Mineral -> micht anerkanntes Mineral
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 r -> Referenzinformationen
Mineral ? -> Vorkommen ist fragwürdig

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Mineralbilder (2 Bilder gesamt)

Pharmakosiderit
Aufrufe (Bild: 1277034711): 1018
Pharmakosiderit

Größe: 4,1 x 3,3 x 2 cm, Fundort: Graul, Schwarzenberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland

Copyright: Rob Lavinsky
Beitrag: thdun5 2010-06-20
Mehr   MF 
Pitticit
Aufrufe (Bild: 1444751419): 699
Pitticit

8 cm breite Pitticit-Stufe vom Graul, Schwarzenberg, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland.

Sammlung: raritätenjäger
Copyright: raritätenjäger
Beitrag: raritätenjäger 2015-10-13
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 7)

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Externe Verweise (Links)

Graul_(Bergbaulandschaft)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Siegfried Sieber: Um Aue, Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt. Akademie-Verlag, Berlin 1972, S. 87f.
  • Stark, J. (1983). Mineralfunde am Graul bei Waschleithe. Fundgrube 19, Jg., Bd.3, S.84f.
  • Rohde, G. (1983). Anmerkung zum Beitrag J.Stark über den Fundort Graul. Fundgrube, Bd.3, S.86.
  • Wagenbreth, O., E. Wächtler et al. (1990). Der Buntmetallbergbau bei Schwarzenberg, S.303-12. In: Bergbau im Erzgebirge. Technische Denkmale und Geschichte. Deutscher Verlag f. Grundstoffindustrie, Leipzig.
  • Kleeberg, R. und Martin, M. (1992). Mineralvorkommen am Graul bei Schwarzenberg, Erzgebirge. Lapis, Jg.17, Nr.7, S.51. (Kupfer, Cuprit, Cerussit, Anglesit, Pyromorphit, Linarit, Mimetesit, Karminit, Skorodit, Pharmakosiderit, Beudantit, Jarosit, Olivenit, Pseudomalachit, Konichalcit, Bayldonit, Mixit, Pyrit, Limonit, Chalkopyrit, Pyrrhotin, Arsenopyrit, Sphalerit, Galenit, Tennantit, Tetraedrit, Safflorit, Wismut, Skutterudit, Arsen, Akanthit, 'Manganomelan', Hollandit, Pyrolusit, Eulytin, Bismutit, Pikropharmakolith, Erythrin, Melanterit, Chalkanthit).
  • Witzke, T. (1993). Neufunde aus Sachsen (Graul). Lapis, Jg.18, Nr.12, S.15. (Beyerit, Arseniosiderit)
  • Martin, M. (1994). Neufunde aus Sachsen (III) (Libethenit vom Graul bei Schwarzenberg). Lapis, Jg.19, Nr.12, S.43. (Libethenit, Pseudomalachit)

Weblinks:

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