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Grube Heilige Dreifaltigkeit bei Zschopau im Erzgebirge

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Deutschland / Sachsen / Erzgebirgskreis / Zschopau / Grube Heilige Dreifaltigkeit

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Von Chemnitz aus auf der B174 nach Südosten (in Richtung Marienberg) bis Zschopau. Von Zschopau fährt man noch ein Stück weiter nach Krumhermersdorf. Etwa auf der Hälfte der Wegstrecke überquert die Straße den Gansbach, an welchem ein Weg nach Süden führt. Diesem folge man, bis man zu den den Haldenresten der Grube gelangt.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergbau, Abbau durch Stollen (der "Tiefe Erbstolln" der Grube ist heute durch die AAG Zschopau zum Schaubergwerk ausgebaut worden)

Fund­s­tel­len­typ

Bergwerk (Besucher)

Geo­lo­gie

Gang der fluorbarytischen Formation (mit Bleivererzung) im Glimmerschiefer. Eine Besonderheit ist Blaubleierz.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

keine, Fundmöglichkeiten sind aber sehr gering!

Letz­ter Be­such

08/2019

GPS-Ko­or­di­na­ten

Mundloch d. Hl. Dreifaltigkeit Fundgrube



Mundloch d. Hl. Dreifaltigkeit Fundgrube

WGS 84: 
Lat.: 50,745557° N, 
Long: 13,085765° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 44' 44,005" N,
   Long: 13° 5' 8,754" E
Gauß-Krüger: 
R: 4576738,
 H: 5623901
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=3374
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Heilige Dreifaltigkeit, Zschopau, Erzgebirgskreis, Sachsen, DE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (10 Bilder gesamt)

Riss des "Heilige dreifaltigkeit Erbstollen" in Zschopau
Aufrufe (Bild: 1505680063): 1121
Riss des "Heilige dreifaltigkeit Erbstollen" in Zschopau

Stollen und Schachtverlauf des Heilige dreifaltigkeit Erbstollen

Sammlung: Danny Heinrich
Copyright: Danny Heinrich
Beitrag: Steiger 2017-09-17
Heilige Dreifaltigkeit Tiefer Erbstolln
Aufrufe (Bild: 1339777979): 2566
Heilige Dreifaltigkeit Tiefer Erbstolln

Originalausbau des Stollns Mitte des 19. Jahrhunderts bei ca. 165 m. Zustand 2009.

Sammlung: erzgebirge65
Copyright: erzgebirge65
Beitrag: erzgebirge65 2012-06-15
Heilige Dreifaltigkeit Tiefer Erbstolln
Aufrufe (Bild: 1339777762): 2495
Heilige Dreifaltigkeit Tiefer Erbstolln

Originalausbau des Stollns Mitte des 19. Jahrhunderts mit Verbruchmasse bei ca. 160 m. Zustand 2009.

Sammlung: erzgebirge65
Copyright: erzgebirge65
Beitrag: erzgebirge65 2012-06-15

Ausführliche Beschreibung

Die Grube Heilige Dreifaltigkeit wurde erstmals 1478 erwähnt. Ihre Bergbautätigkeit als Bleigrube dauerte bis 1830. Danach begann das, was man heute als “Stufenbergbau” bezeichnet. Die Bergakademie Freiberg und andere hatten natürlich schon während der Betriebszeit Kenntnis von dem außergewöhnlich guten Vorkommen von Pyromorphit bekommen. Für die eigene “Mineralienniederlage” (gewissermaßen die Verkaufs- und Tausch-Organisation der Bergakademie) wurden zum Ende der Betriebszeit bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts immer wieder Pyromorphit-Stufen gefördert, die im großen Stil aufbereitet und in alle bedeutenden Sammlungen der Welt verkauft und vertauscht wurden. Um 1990 wurde die Grube verwahrt und die meisten Eingänge wurden verplombt.

Die noch in den 1980er Jahren für manchen guten Fund guten Halden sind in ihrer Mehrzahl abgetragen. Gerade von der Halde des Maßnerschachtes (hier gelangen untertage wohl die besten Funde des Minerals) wurde hübsche Pyromorphit-Stufen gefunden. Auch am Birkenberg ist fast alles überwachsen und abgefahren. Es existieren nunmehr wenige Haldenreste; der Sammler ist zumeist auf Lesesteinfunde aus dem Bett des Gansbaches angewiesen. Vor wenigen Jahren kamen noch Funde vom Tiefen Erbstolln der Grube Heilige Dreifaltigkeit (Vorbereitungen für das Schaubergwerk), im Prinzip aber kann die Lokalität als erloschen gelten. Doch ist die Grube in den letzten Jahren zum Schaubergwerk ausgebaut, so dass man wenigstens über die Montangeschichte einiges erfahren kann.

Das Mineral, welches die Grube Heilige Dreifaltigkeit zweifellos bekannt gemacht hat, ist der Pyromorphit. Die Schaustufen dieses Minerals, besetzt mit glänzenden tiefgrünen Kristallen bis Zentimetergröße (die größten xx maßen über fünf Zentimeter) finden sich in allen großen Museen. Vielfach lassen sich auf einer Stufe Farbübergänge von einem weißlichen, sehr blassen gelb über hellgrün, grasgrün bis hin zu einem fast bläulich anmutenden tiefgrün beobachten. Besonders reizvoll sind derartige Stufen, wenn die xx auf blättrigem, hellen Baryt sitzen. Im Zusammenhang mit Pyromorphit seien noch die Pseudomorphosen nach diesem Mineral erwähnt. So gab es auch in Zschopau das sogenannte Blaubleierz - Pseudomorphosen von massivem, schwarzen Galenit nach Pyromorphit-Kristallen. Seltener noch sind wahrscheinlich Pseudomorphosen von Quarz nach Pyromorphit.

Der Baryt selbst ist - wie genannt - meist blättrig ausgebildet. Die Tafeln sind weiß, häufiger durch Limonit braun verfärbt. Gute Kristalle des Minerals sind selten. Auf dem Baryt finden sich hin und wieder farblose oder violette Würfel von Fluorit, die meistens aber nicht mehr als einen Zentimeter Kantenlänge besitzen. Daneben gibt es auch gelblichgrüne Kristalle, die etwas größere Dimensionen erreichen können und manchmal Einschlüsse von Pyrit-Kriställchen enthalten. Die Grube Heilige Dreifaltigkeit ist auch einer der wenigen Fundorte, an denen der Fluorit mit seltenen {731}-Flächen, also in Skalenoedern auftrat.

Von den Sulfiden ist besonders der Galenit erwähnenswert, der aber in sammelwürdigen Stufen nicht allzu häufig auftrat. Meist handelt es sich um verwitterte Einschlüsse im Baryt, seltener um frische Anbrüche mit Spaltflächen, frei gewachsene xx gehören zu den Raritäten. Sekundär tritt auf dem verwitterten Bleiglanz recht häufig blauschwarzer Covellin auf. Pyrit, Markasit und Chalkopyrit waren eher unscheinbar in winzigen Kristallen zugegen, diese Arten sind meistens nur durch aus ihnen hervorgegangene Sekundärbildungen erkenntlich. Als im 16. Jahrhundert hier noch Silbererze gefördert wurden, sollen auch Argentit, Fahlerz, Proustit und Silber vorgekommen sein. Einzig das Fahlerz kommt auf neueren Funden in schwarzen, winzigsten Tetraederchen vor, wobei auch dieses Vorkommen zunächst als fraglich eingestuft werden muss.

Die Sekundärbildungen betreffen zumeist Bleiverbindungen. Neben dem separat erwähnten Pyromorphit sind da einige “Bleiocker” zu erwähnen. So der (1978 hier zum ersten mal im Land Sachsen gefundene) Minium in etwa stecknadelkopfgroßen, kräftig roten Einschlüssen im Baryt sowie Massicotit als blassgelbe Anflüge, die selten in Hohlräumen auftreten. Auch Bindheimit soll vorgekommen sein. Häufiger als diese Ocker ist Cerussit, der aber nur sehr unscheinbar und nur in wenigen besseren Kristallen erschienen ist. War Kupfererz zugegen, konnten sich kleine Büschelchen von Malachit entwickeln, weitaus seltener war Azurit. Als Blei-Kupfersulfat trat - relativ häufig - tiefblauer Linarit in kleinen xx auf, manchmal von hellblauem Langit begleitet.

Mineralien (Anzahl: 35)

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Caledonitr
Witzke, T. (2012): Neubestimmungen von Fundstellen in Sachsen: Pyracmonit, Philipsbornit, Mottramit, Mansfieldit, Hydrocerussit und weitere, in: AUFSCHLUSS 5/2012, S.295-300.
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Zschopau/Grube Heilige Dreifaltigkeit)
BM
Hydrocerussitr
Witzke, T. (2012): Neubestimmungen von Fundstellen in Sachsen: Pyracmonit, Philipsbornit, Mottramit, Mansfieldit, Hydrocerussit und weitere, in: AUFSCHLUSS 5/2012, S.295-300.
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Zschopau/Grube Heilige Dreifaltigkeit)
M
Oxyplumboroméitr
XRD und EDX analysiert. Hellgelbes, erdiges Material in Hohlräumen von Galenit xx. Lit.: Witzke, T. (2012): Neubestimmungen von Fundstellen in Sachsen: Pyracmonit, Philipsbornit, Mottramit, Mansfieldit, Hydrocerussit und weitere, in: AUFSCHLUSS 5/2012, S.295-300.
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Zschopau/Grube Heilige Dreifaltigkeit)
BM
Susannitr
ausgezeichnete kleine prismatische xx neben Caledonit xx und Linarit xx auf historischer Stufe, analysiert Slg. St.Michalski
(Sachsen/Erzgebirgskreis/Zschopau/Grube Heilige Dreifaltigkeit)
BM
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Mineralbilder (75 Bilder gesamt)

Pyromorphit
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Pyromorphit

Grube Heilige Dreifaltigkeit, Zschopau, Erzgebirge, Sachsen; 4,5 cm breit

Sammlung: Sebastian
Copyright: Sebastian
Beitrag: Sebastian 2015-10-02
Mehr   MF 
Fluorit xx, seltene skalenoedrische Form
Aufrufe (Bild: 1544364636): 418
Fluorit xx, seltene skalenoedrische Form

Grube Heilige Dreifaltigkeit,Zschopau/Erzgebirge,Sachsen;historischer Fund; Etikett mit Handschrift Carl Wilhelm Koch (1827-1882); Bildbreite ca.7 cm

Sammlung: Haubi
Copyright: Haubi
Beitrag: Haubi 2018-12-09
Mehr   MF 
Pyromorphit
Aufrufe (Bild: 1169758096): 1487
Pyromorphit

Pyromorphit xx bis 0,5 cm auf Baryt
Bildbreite: 2,5 cm
Fundort: Grube Heilige Dreifaltigkeit, Zschopau, Erzgebirge

Sammlung: Schluchti
Copyright: Schluchti
Beitrag: Schluchti 2007-01-25
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Gesteine (Anzahl: 1)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Hausmann, J.F.L. (1813). Pyromorphit. Handb.Mineral., 1.Aufl. 3, S.1090. (Typ-Publ.)
  • Gruner, H. (1970): Über berühmte Mineralfundpunkte im Freiberger Bergrevier. Aufschluss, Jg.21, Nr.3, S.116-19.
  • Vollstädt, H. (1979): Einheimische Minerale, 5. Aufl., Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie Leipzig.
  • Preuss, E. (1981): Flußspat: 'Skalenoedrische' Flußspat-Kristalle von Wölsendorf und Zschopau. Lapis, Jg.6, Nr.1, S.9.
  • Flach, S. (1983): Forum: Neues aus dem Erzgebirge. Emser Hefte, Jg.83, Nr.2, S.7.
  • Kutschke, D., Arnold, C., Leissring, B. & Ullrich, B. (1990): Die "Heilige Dreifaltigkeit Fundgrube" bei Zschopau- einige bergbaugeschitliche Betrachtungen und mineralogische Untersuchungen. Fundgrube 26, Bd.4, S.137-143.
  • Schynschetzki, H. (1991): Zehn interessante Fundstellen im Erzgebirge. Min.-Welt, Jg.2, Nr.5, S.37-39.
  • Stopp, G. (1991): Die 'Heilige-Dreifaltigkeit-Fundgrube' Zschopau, ein klassischer Fundort von Pyromorphit. Lapis, Jg.16, Nr.4, S.13-18.
  • Vollstädt, H. & Weiß, S. (1991): Mineralfundstellen Sächsisches Erzgebirge, München: Weise Verlag, München, S.57-59.
  • Wittern, A. (2001): Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland, E. Schweizerbart, Stuttgart (1. Aufl.), S.154.
  • Witzke, T. (2012). Neubestimmungen von Fundstellen in SachsenAufschluss, Jg.63, H.5, S.295-300.

Quellenangaben

Einordnung



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