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Das sächsische Granulitgebirge

Steckbrief

Land

Deutschland

Re­gi­on

Sachsen / Granulitgebirge

Geo­lo­gie

metamorphe Entstehung des Granulits

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=577
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Ausführliche Beschreibung

BILD:1216123556

Die BAB 4 verläuft ziemlich genau auf der
Glimmerschiefer - Phyllit - Umrandung.

Das sächsische Granulitmassiv schließt sich nach Norden hin an das Erzgebirgische Becken an und besitzt eine elliptische Gestalt, die sich von Hohenstein-Ernstthal in nordöstlicher Richtung etwa 50 km bis nach Roßwein bei Döbeln erstreckt. Die maximale Breite des Granulitmassives beträgt ca. 20 km. Das Granulitgebirge ist etwa 1000 Quadratkilometer groß.

Geologisch lässt sich das Granulitmassiv in einen Kern aus vorwiegend Granulit (ein unter hohen Druck und hoher Temperatur entstandenes Umwandlungsgestein) und in einen inneren und äußeren Schiefermantel unterteilen.

Der äußere Schiefermantel wird hauptsächlich von Grauwacken, Tonschiefern und Phylliten aufgebaut. Nach innen nimmt im Schiefermantel der Grad der Metamorphose zu. Hier erscheinen helle und dunkle Glimmerschiefer (Muskowit- und Biotitglimmerschiefer) sowie verschiedene Gneise (Biotit-, Cordierit- und Granatgneise).

Zwischen dem Schiefermantel und dem im Kern befindlichen Granulit sind die Gabbrovorkommen von Langenberg und vor allem die Bronzitserpentinite des Kiefernberges eingeschaltet.

Der Granulit ist sehr alt - mehr als eine Milliarde Jahre. (oberes Proterozoikum)
Aus erkalteten magmatischen Gesteinen, der Kontinentalverschiebung des Urkontinentes Gondwana, bildete sich unser heutiger Granulit. Der Granulit ist aber keine monotone Masse, sondern es sind Reste anderer Gesteine im Granulit vorzufinden. Diese sind während der Millionen Jahre langen Bearbeitung durch Druck, Hitze und Faltung im Granulit zurückgeblieben. So ist zum Beispiel bei Mittweida eine Granitinsel vorzufinden.

Granulit ist hauptsächlich aus Kalifeldspat und Quarz aufgebaut. Durch die Faltung der magmatischen Gesteine, den hohen Drücken und Temperaturen im Erdinneren entstanden Spalten, Risse und es wurden neue Mineralien gebildet.
Es bildeten sich z.B. Disthen, Pyroxen, Granat, Prismatin (!) und noch einige mehr.
Die entstandenen Spalten wurden mit verschiedenen Mineralien und Erzen aufgefüllt.
Galenit, Baryt, Pyromorphit, Pyrit, Brookit, Azurit, Cerussit, Turmalin, Epidot um nur einige zu nennen.

Mineralien (Anzahl: 1)

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Aktualität: 17. Apr 2018 - 22:56:51

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Vollstädt: EINHEIMISCHE MINERALE 6.überarbeitete Auflage , Leipzig 1981

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